Radtouren Selbst Erstellen: Tipps für Unvergessliche Erlebnisse

Radfahren in der Freizeit und im Urlaub wird immer beliebter. Auch durch den Boom der Elektrofahrräder steigen immer mehr Menschen auf das Rad, um sich zu erholen und Regionen zu entdecken. Deutschland per Rad entdecken beim #Abseitsradeln. Immer mehr Menschen fahren Rad und entdecken neue Orte.

Routen Finden und Auswählen

Damit sie die passende Route finden und sich entspannt auf die nächste Radtour vorbereiten können, hält der ADFC einige Tipps bereit.

Deutschland hat viele Möglichkeiten

Deutschland hat 320 Radfernwege und ungezählte Themenrouten sowie lokale Radrouten. Eine Auswahl präsentiert der Routenfinder auf www.adfc-radtourismus.de. Hier lässt sich nach Bundesland, Region, Radroute, Eigenschaften oder Routenlänge filtern.

Über den Filter „Routentypen“ kann man sich Themenrouten anzeigen lassen, die teils auch unbekanntere Strecken präsentieren. Der ADFC-Tipp: Hier lohnt es sich genauer hinzuschauen, es könnte das nächste Urlaubsziel werden.

Weitere Ideen für Radtouren als Tagestouren, die sich gut an einem oder an zwei Tagen abradeln lassen, bieten die Tourentipps aus dem ADFC-Mitgliedermagazin „Radwelt“. Ob Bayerischer Wald, Dresdner Elbland oder Stettiner Haff - Ideen für den nächsten Tagesausflug sind bestimmt dabei. Einige Tipps sind Touren jenseits touristischer Hotspots gibt es hier.

Alternativ bieten auch viele Bundesländer eigene Tourenportale und Routentipps auf ihren Internetseiten an.

Routenauswahl: Ausgearbeitet oder Individuell?

Bei der Routenauswahl gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man fährt ausgearbeitete Routenvorschläge ab oder stellt seine Touren individuell zusammen.

Ausgearbeitete Tourenangebote

Radurlaub geht nahezu in jeder Region und auch abseits der bekannten Flussradrouten.

Neben Radfernwegen und lokalen Routen sind Radregionen ebenfalls attraktiv. Ihr Vorteil: Man übernachtet in einer Unterkunft wie einer Ferienwohnung mit Selbstversorgung und unternimmt jeden Tag eine andere Radtour - diese Form des Radurlaubs ist für Familien und Einsteiger*innen besonders gut geeignet.

Auch die vielen lokalen Themenradrouten lohnen einen Besuch. Sie lassen sich über die Tourenportale der Bundesländer oder Anbieter wie komoot oder outdooractive finden. Hier sollte man beachten, dass solche Portale oft die beliebtesten und damit höher frequentierten Vorschläge voranstellen. Es kann sinnvoll sein, auch auf die hinteren Reihen zu schauen.

Beim lokalen ADFC finden sich oft auch Tourenvorschläge und im ADFC-Radtouren- und Veranstaltungsportal findet man geführte Radtouren, denen man sich anschließen kann.

Letztlich gibt es auch die Möglichkeit, die Radreiseplanung komplett an einen Reiseveranstalter abzugeben. Angebote für Radreisepauschalen gibt es hier.

Individuell Planen

Mit Online-Planungstools: Dazu gibt es spezielle Programme wie GarminBasecamp, aber auch Routenplaner wie komoot oder outdooractive. Die Radroutenplaner der Bundesländer bieten individuelle Streckenplanung an.

Mit Karte: vom ADFC gibt es ADFC-Radtourenkarten (Maßstab 1:150.000, Verlag BVA) und ADFC-Regionalkarten (Maßstab 1:75.000) mit fertigen Tourenvorschlägen.

Mit Karte und Wegweisung: Einige Regionen bieten dank der Knotenpunktwegweisung die Möglichkeit, Routen auf den vorhandenen Netz individuell und spontan zusammenzustellen, praktisch „Radeln nach Zahlen“.

Tipps zur Routenplanung mit Apps

Apps zur Routenplanung und Navigation vereinfachen die Planung und Durchführung von Radtouren.

Komoot

Komoot ist die Nummer 1 der beliebtesten Outdoor-Navi-Apps. Wer die App oder auch die Browser-Version ausprobieren möchte, muss zunächst ein Benutzerkonto anlegen. Darüber erfolgt auch der Datenaustausch zwischen Onlineportal, App und GPS-Geräten.

  • Betriebssystem: Android & iOS
  • Kosten: Basis mit regionaler Testkarte gratis; das Offline-Karten-Welt-Paket kostet einmalig 30 Euro, das Premium-Abo mit Zusatzfunktionen 60 Euro pro Jahr.
  • Zielführung: Die Zieleingabe erfolgt per Karte, Highlights oder über die Suchzeile. Die Adress-Suche ist dabei nicht wirklich benutzerfreundlich. Während der Fahrt erfolgt die Zielführung per Linie auf der Karte, durch Pfeile und Abbiegehinweise. Auch eine Sprachausgabe ist möglich. Wird die geplante Strecke verlassen, erfolgt bei vorhandener Internetverbindung eine Umplanung.
  • Routenplanung: Selbst auf dem kleinen Handy-Display lassen sich individuelle Routen gut planen. Strecken aus der Portalplanung zu Hause gelangen nahtlos in die App. Zahlreiche fertige Touren-Vorschläge werden angeboten. Diese lassen sich auch leicht nach individuellen Wünschen anpassen.
  • Offline-Funktionen: Reine Kartendaten lassen sich auf dem Handy speichern. So reduziert sich unterwegs der Datenverbrauch. Für eine Neu- oder Umberechnung, falls die geplante Strecke verlassen wird, ist eine Internetverbindung notwendig.

Vorteile: Einfache Bedienung; gute Streckenvorschläge; viele Schnittstellen (GPS, E-Bike)

Nachteile: Nicht komplett offline; Premium-Abo mit begrenztem Mehrwert

Outdooractive

Über das hervorragende Touren-Portal von Outdooractive lässt sich einfach eine passende Strecke auswählen. In der Auswahl sind viele Qualitätsstrecken der Fahrrad-Regionen enthalten.

  • Betriebssystem: Android & iOS
  • Kosten: Basiskonto mit Werbung; Pro-Abo (30 Euro pro Jahr) mit größerer Kartenauswahl und Offline-Daten; Pro+ (60 Euro pro Jahr) mit noch größerer Kartenauswahl
  • Zielführung: Individuell geplante Strecken oder Touren-Vorschläge synchronisieren sich automatisch im Hintergrund zwischen Web und App. Direkte Zieleingabe ist ebenfalls möglich. Während der Navigation erfolgt die Zielführung per Linie auf der Karte, durch Pfeile und Abbiegehinweise. Auch eine Sprachausgabe ist möglich. Beim Verlassen der geplanten Strecke gibt es lediglich einen Hinweis, keine Umplanung.
  • Routenplanung: Schnell noch unterwegs eine eigene Tour planen ist möglich. Allerdings nur mit Internetverbindung. Die Stärke von Outdooractive liegt in der großen Anzahl qualitativ hochwertiger Touren-Vorschläge.
  • Offline-Funktionen: Eigene Kartenausschnitte und geplante Strecken lassen sich in beiden Pro-Abos herunterladen.

Vorteile: Detaillierte Such- und Filtermöglichkeiten für Touren-Vorschläge; viele Integrationen der Smartwatch

Nachteile: Nicht komplett offline; kein Re-Routing

Locus Map

Die Spitzen-App für entlegene Gebiete. Bei Locus Map sind alle wesentlichen Funktionen auch ohne Internetverbindung im Gold-Abo verfügbar.

  • Betriebssystem: Nur Android
  • Kosten: Basic mit Werbung und reduzierten Funktionen; Silver-Abo (10 Euro pro Jahr): erweiterte Funktionen, aber ohne Offline-Funktionen; Gold-Abo (24 Euro pro Jahr): Voller Offline-Funktionsumfang
  • Zielführung: Einzelzieleingabe am Smartphone, GPX-Track-Import und Übernahme geplanter Strecken aus dem Web-Routenplaner möglich. Zielführung mit Linie auf Karte, durch Pfeile und Abbiegehinweise. Beim Verlassen der Tour wird die Strecke neu berechnet.
  • Routenplanung: Strecken unterwegs planen ist möglich. Besser als GPX-Track importieren oder aus dem Locus-Web-Routenplaner übernehmen. Fertige Touren-Vorschläge gibt es bei Locus Map nicht.
  • Offline-Funktionen: Im Gold-Abo ist eine komplette Offline-Funktionalität enthalten. Karten und Routing-Daten liegen im Speicher vom Smartphone.

Vorteile: Volle Offline-Funktion; preiswerte Abo-Modelle; große Kartenauswahl

Nachteile: Keine fertigen Touren-Vorschläge; Schnittstellen zu GPS und E-Bike fehlen

Naviki

Die Fahrrad-Navigation für den urbanen Raum und für entspannte Freizeit-Touren. Dazu werden die markierten Radrouten bevorzugt in die Planung eingebunden.

  • Betriebssystem: Android & iOS
  • Kosten: Kostenlose Basisversion mit Werbung und reduziertem Funktionsumfang; Zusatzfunktionen als Bausteine für Einmalbetrag
  • Zielführung: Informatives Kartenbild in Ortschaften, wahlweise in drei Design-Stilen. Markierte Radrouten werden hervorgehoben. Zielführung mit Linie auf der Karte, Abbiegepfeilen und als Extra Sprachansage. Wird die geplante Strecke verlassen, erfolgt bei vorhandener Internetverbindung eine Umplanung.
  • Routenplanung: Profile für diverse Räder. Außer „Alltag“ sind alle Profile kostenpflichtig. Das Freizeit-Profil liefert schöne Touren abseits der Hauptstraßen und orientiert sich an bekannten Radrouten. Viele fahrradspezifische Sonderziele. Komfortable Planung auf dem Computer, von dort gelangen die Touren nahtlos in die App. Für S-Pedelecs werden Radwege automatisch ausgeschlossen.
  • Offline-Funktionen: Mit dem gekauften Offline-Karten-Extra können Kartendaten auf dem Handy abgelegt werden. Keine Streckenberechnung im Offline-Modus.

Vorteile: Bekannte Radrouten finden Berücksichtigung; sinnvolle Fahrrad-POIs; Routing für S-Pedelecs

Nachteile: Nicht komplett offline; keine fertigen Touren-Vorschläge

Weitere Tools und Tipps für die Routenplanung

  • Brouter-Web (brouter.de/brouter-web) ist ein wunderbares Tool zum Planen einer Tour am PC, die man dann als gpx-Track zur Verwendung mit z. B. Komoot (via drag & drop) oder in einer gps-App wie Mapfactor Navigator herunterladen ("exportieren") kann.
  • OsmAnd: Navigationsapp (zum Herunterladen auf F-Droid f-droid.org/packages/net.osmand.plus) für offline und online Karten, die auf OpenStreetMap und Wikipedia-Daten basieren.
  • Mapfactor Navigator ist kosten- und werbefrei (Spende erwünscht!), arbeitet mit dem freien OpenStreetMap-Kartenmaterial, und kümmert sich selbständig um die Kartenaktualisierungen.

Hotspots Meiden

Vor allem während der Pandemie stieg das Interesse der Menschen an Tourentipps für wenig frequentierte Orte und Routen. Aber auch vor der Pandemie war der „Overtourism“ für viele Sehenswürdigkeiten Deutschlands eine Herausforderung.

Neue und unbekanntere Routen zu wählen, sorgt für mehr Entspannung und neue Entdeckungen. Gleichzeitig schont es die Umwelt und stark überlastete Tourismusregionen.

Hotspots vermeiden: In der Ferienzeit sowie an langen Wochenenden oder Feiertagen kann es für Radreisende ratsam sein, stark besuchte Ziele wie Nord- und Ostsee, den Bodensee oder andere beliebte Ziele zu meiden.

Auch auf den beliebten Flussradwegen kann es voll und so das spontane Übernachten schwierig werden, wenn in Hotels oder Pensionen keine volle Auslastung möglich ist oder auf Campingplätzen Küchen oder Waschräume nicht zur Verfügung stehen. Reisewillige müssen genau planen, Etappen festlegen und frühzeitig reservieren.

ADFC-Tipps für Touren abseits des touristischen Trubels gibt es hier.

Einige Anbieter wie die Ruhr Tourismus GmbH haben Tages- und Rundkurse auch der bekannten Pfade ausgearbeitet. ADFC-TourGuides bieten vor Ort geführte Radtouren.

Die Richtige Vorbereitung

Egal ob für den Familienausflug mit dem Zweirad, die Fahrradtour im Urlaub oder den sportlichen Biketrip - Fahrradtouren sollten gut und vorausschauend geplant werden. Denn nichts ist ärgerlicher als ein platter Reifen oder zu wenig Verpflegung für die Tour eingepackt zu haben.

Die Wahl der richtigen Fahrradtour ist abhängig von deinen persönlichen Präferenzen (was für eine Tour du fahren möchtest), deiner persönlichen Leistungsfähigkeit und deinem Equipment. Es gibt zwei Ansätze deine Tour zu planen. Entweder planst du deine Tour anhand des dir bereits zur Verfügung stehenden Fahrrads und Equipments oder du besorgst dir das entsprechende Fahrrad und die Ausrüstung für deine favorisierte Tour.

Fahrrad und Strecke

In den meisten Fällen ist es wohl so, dass du bereits ein Fahrrad zuhause hast und du die Wahl der Strecke abhängig von deinem Fahrrad machst. So eignet sich ein Mountainbike beispielsweise für Trails und sportliche Off-Road Touren, während sich ein Citybike für urbane und gemütlichere Ausflüge mit dem Rad anbietet. Die Wahl der Route sollte in jedem Fall von dem dir zur Verfügung stehenden Fahrrad abhängig gemacht werden.

Körperliche Fitness und Fähigkeiten

Damit deine Fahrradtour ein voller Erfolg wird und damit das Ganze auch noch Spaß macht, solltest du dir über einige Punkte Klarheit verschaffen. Zunächst einmal solltest du dir über deine körperliche Fitness und deine Fähigkeiten, mit deinem Fahrrad umzugehen, ehrlich bewusst werden. Unser Tipp ist daher sich auf Apps wie Komoot oder Bikemap eine Strecke entsprechend deiner Fähigkeiten auszusuchen. Dort findest du zu jeder Route eine Klassifizierung, die die Strecken in drei Stufen leicht, mittelschwer und schwer einteilt. Die Schwierigkeitsstufe deiner Strecke ist hauptsächlich von der Länge, der Höhenmeter und der Bodenbeschaffenheit abhängig.

Streckentyp und Länge

Wenn du bereits weißt welchen Streckentyp du fahren möchtest, stellt sich nun also die Frage was für eine Radtour du überhaupt im Sinn hast. Willst du eher auf unbefestigtem Grund über Stock und Stein im Wald fahren oder vielleicht doch lieber asphaltiert und ohne Höhenmeter radeln? Soll es eine sportliche oder eher eine gemütliche Fahrt werden? Hier spielt natürlich wieder das von dir zuvor gewählte Fahrrad eine große Rolle.

Nachdem du die Art und Beschaffenheit der Strecke festgelegt hast, solltest du dir darüber Gedanken machen, wie weit du fahren möchtest - 20km, 50km oder vielleicht sogar einen mehrtätigen Fahrradtrip? Hierfür ist, wie eingangs beschrieben, deine körperliche Fitness aber auch dein verfügbarer Zeitrahmen entscheidend.

Zeitraum

Auch der Zeitraum in dem du fahren möchtest kann eine große Rolle spielen. Jedoch auch heiße Sommer bergen einige Fallstricke, welche für Radtouren besondere Planung erforderlich machen. Hier bieten sich vor allem Sonnencreme und extra Getränke an- denn durch den Fahrtwind fällt oft erst spät oder nach der Tour auf, dass man schwitzt und das Sonnenlicht die Haut verbrennt. Besonders schön ist deine Radtour wenn du sie für den Frühling oder den Frühsommer planst. Erstens blühen in diesem Zeitraum die Pflanzen auf und du kannst vielerorts die Natur genießen. Zweitens ist es noch nicht zu warm und du sparst dir viel unnötiges Gepäck.

Transport zum Startpunkt

Je nachdem welche Tour du gewählt hast, musst du oftmals zum Tourstart mit deinem Rad anreisen. Wenn du mit dem Auto anreist, kannst du dein Fahrrad entweder im Kofferraum transportieren oder du nutzt ein Fahrradträger. Solltest du jedoch mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen wollen, kannst du dein Fahrrad auch in Bus und Bahn transportieren. Bei der Deutschen Bahn kann pro Person ein Fahrrad mitgeführt werden, für welches jedoch ein extra Ticket erworben werden muss.

Zwischenstopps

Bei einer mehrtägigen Radtour erübrigt sich die Frage nach Zwischenstopps selbstverständlich. Jedoch solltest du dir auch bei einer kürzeren Tour bestenfalls Möglichkeiten für eine Pause bereithalten. Vor allem wenn du weitere Strecken mit deinem E-Bike zurücklegen möchtest, solltest du dir im Voraus Zwischenstopps in der Nähe von Ladestationen raussuchen. Mittlerweile gibt es immer mehr kostenlose, aber auch kostenpflichtige Lademöglichkeiten in Städten in der D-A-CH Region.

Ausrüstung

Auch wenn die Ausrüstung natürlich stark abhängig von deinem Vorhaben ist, gibt es essentielle Ausrüstungsgegenstände, die du bei der Planung deiner Radtour auf dem Radar haben solltest.

  • Kleine Luftpumpe
  • Tool
  • Front- und Rücklicht
  • Ersatzschlauch/ Flickzeug
  • Reifenheber

Fahrrad Vorbereiten

Um dein Fahrrad auf die anstehende Tour vorzubereiten solltest du vor allem die Funktionalität deines Bikes überprüfen und gegebenenfalls Reparaturen vornehmen. Dabei spielt deine eigene aber auch die Verkehrssicherheit eine übergeordnete Rolle. Daher solltest du deine Bremsen checken, deine Kette ölen und prüfen ob das Schaltwerk reibungslos schaltet. Darüber hinaus sollten deine Reifen genug Luft haben und deine Beleuchtung sollte funktionieren um dich auch bei Dunkelheit oder Nebel erkennbar zu machen und du sicher im Straßenverkehr navigieren kannst.

Weitere Tipps

  • Strecke Begrenzen: Wenn es sich um deine erste mehrtätige Fahrradtour handelt und noch nicht einschätzen kannst wie fit du bist, solltest du deine Route auf ca. 80-100km pro Tag begrenzen.
  • Probefahrt Machen: Vor allem wenn du dir eine Strecke mit Höhenunterschieden aussuchst und du mit anderen Fahrradfahrern zusammen fährst, lohnt es sich gemeinsam eine Probefahrt zu machen, um zu testen wie weit, wie schnell und wie viele Höhenmeter zusammen gefahren werden können.
  • Fahrradschutzbrief: Darüber hinaus ist ein Fahrradschutzbrief empfehlenswert, da du hier (je nach Leistungsumfang) ähnliche Services wie bei einem PKW-Pannenservice erhältst.

Neue Radwege Finden

Du wohnst schon lange in deiner Stadt oder bist dort aufgewachsen? Natürlich kennst du alle Radrouten in deiner Heimat. Du hast genug von der immer gleichen Trainingsrunde? Wie findest du zur Abwechslung neue und spannende Radwege?

GPS Portale

Hier findest du Touren von anderen Radfahrern. Die Routen sind unterschiedlich gut beschrieben. Einige haben sogar Bilder hochgeladen. Damit lässt sich deine Radtour noch besser vorstellen.

Einige Routen Portale:

  • GPSies bzw. jetzt AllTrails
  • Gps Tour info
  • Bikemap.net

Mit der erweiterten Suche findest du perfekte Vorschläge für deine Routenplanung. Diese 3 Portale sind sehr ähnlich. Tipp: Nutze die erweiterte Suche. Gebe da dein Fahrrad, Tourlänge und Höhenmeter ein. Damit findest du genau die Radroute, welche zu dir passt. Sonst wirst du an Vorschlägen überschlagen.

Strava Tools

Die drei folgenden Funktionen helfen dir, gute Touren in Strava zu finden.

  • Segmente: Dies sind kleine Wettbewerbe. Andere Nutzer erstellten bestimmte Abschnitte oder Bergansteige. Eine Rangliste zeigt die Bestzeiten. Je nach Region verliert man schnell den Überblick. Mit Filtern wird es etwas besser.
  • Heatmaps: Die Fahrradmatrix sieht alles. Du siehst auf einen Blick alle Radrouten. Je dicker die Linie, desto beliebter ist der Abschnitt.

Geocaching

Die kleinen Dosen sind überall versteckt und zeigen dir manch versteckten Ort. Früher habe ich Geocaching häufig mit Radrouten verbunden. Beim Planen meiner Radtour wählte ich vorher eine Dose aus. Beim Radfahren nutzte ich das Suchen als Pause. Jetzt schaue ich häufiger nach Strava Segmenten und habe lange keinen Cache mehr gesucht.

Kontakte zu Anderen Radfahrern

Überall gibt es Treffen für gemeinsame Trainingsfahrten. Frage einfach unterwegs andere Radler. Häufig organisieren auch Radhändler solche Ausfahrten. Dadurch lernte ich auch viele neue Radwege kennen. Viele Treffen finden ohne Verpflichtung und Vereinsbindung statt. In der Gruppe habe ich auch mehr Spaß und bin schneller unterwegs.

ADFC: Ihr Partner für Radtouren

Was macht der ADFC? Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 240.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Wir sind überzeugt davon, dass eine gute, intuitiv nutzbare Infrastruktur, gut ausgearbeitete Radverkehrsnetze und vor allem Platz für Rad fahrende Menschen auch dazu einlädt, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich junge und junggebliebene Fahrradfahrende sicher und zügig fortbewegen können.

Die Förderung des Radverkehrs ist nicht zuletzt auch ein politischer Auftrag, für den sich der ADFC stark macht. Unser Ziel ist es, alle Menschen, gleich welchen Alters und unabhängig von ihren Wohnorten, für das Radfahren und damit für die Mobilität der Zukunft zu gewinnen.

Vorteile einer ADFC-Mitgliedschaft

  • Einfluss auf politische Entscheidungen
  • Umfangreiche Serviceleistungen wie Pannenhilfe
  • Informationen durch das ADFC-Magazin Radwelt
  • Sonderkonditionen bei Partnerunternehmen

ADFC-Vertretung in Ihrer Nähe

Mit dem ADFC-Bundesverband, den Landesverbänden und den Kreisverbänden in mehr als 450 Städten und Ortschaften in ganz Deutschland finden Sie mit Sicherheit auch in Ihrer Nähe die passende Ansprechperson. Um die 500 Ortsgruppen und Ortsverbände sind darüber hinaus für den ADFC aktiv.

Verkehrssicherheit

Wie ein verkehrssicheres Fahrrad auszustatten ist, legt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) fest. Sie schreibt u. a. zwei voneinander unabhängige Bremsen vor, damit ein Fahrrad sicher zum Stehen kommt. Ebenso vorgeschrieben ist eine helltönende Klingel. Auch zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale mit je zwei nach vorne und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern sind Pflicht.

Am wichtigsten für die Verkehrssicherheit ist neben den Bremsen die Beleuchtung. Ein rotes Rücklicht und ein weißer Frontscheinwerfer sind vorgeschrieben. Die Beleuchtung kann batteriebetrieben sein und muss tagsüber nicht mitgeführt werden. Sie muss aber dann einsatzbereit sein, wenn die Sichtverhältnisse Licht erforderlich machen.

Sicherheits Tipps für Radfahrer

Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmenden. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrer*in im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmenden zu rechnen.

Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, indem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer*innen nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.

Radwege, Radfahrstreifen und Schutzstreifen

Die Infrastruktur für das Fahrrad ist nicht einheitlich und selten uneingeschränkt gut nutzbar. Radfahrstreifen und Schutzstreifen verlaufen beide auf der Fahrbahn und damit im direkten Blickfeld von Autofahrenden. Schutzstreifen haben eine gestrichelte Markierung und dürfen daher bei Bedarf mit dem Auto befahren werden, vor allem, um Gegenverkehr auszuweichen und nur, wenn der Radverkehr nicht gefährdet wird. Radfahrstreifen hingegen sind mit einer Linie durchgängig auf der Fahrbahn markiert und dürfen von Autofahrenden nicht befahren werden.

Ein Radweg ist durch ein blaues Radwegschild gekennzeichnet und muss in dem Fall von den Radfahrenden genutzt werden. Eine Benutzungspflicht darf aber nur angeordnet werden, wenn es die Verkehrssicherheit erforderlich macht. Behindern Blätter, Schnee oder andere Hindernisse Radfahrende auf Radwegen, dürfen sie auf die Fahrbahn ausweichen.

Pedelecs und E-Bikes

Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn die Fahrenden in die Pedale treten. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h.

Tabelle: Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes

Merkmal Pedelec E-Bike
Unterstützung Bis 25 km/h beim Treten Bis 25 km/h auch ohne Treten
Führerschein Kein Mofa-Führerschein
Helmpflicht Keine Keine
Versicherungskennzeichen Kein Notwendig

ADFC-Radtourenkarten

Mit fast 3 Mio. verkauften Exemplaren gehören die ADFC-Radtourenkarten weltweit zu den Bestsellern unter den Fahrradkarten. Sie haben einen praktischen Maßstab (1:150.000) und sind mit Hilfe von versierten ADFC-Scouts entstanden, die die Bedürfnisse von Radreisenden verstehen und die Strecken buchstäblich erfahren haben.

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