Radtour rund um den Templiner See

Die beiden Potsdamer Havelseen, Templiner See und Schwielowsee, eignen sich perfekt für eine Radtour. Ein Radweg führt komplett um die beiden Seen herum, meistens nah am Wasser entlang. Zudem kommt man unterwegs durch nette Dörfer, in denen es einiges zu entdecken gibt.

Die Strecke

Diese Radtour beginnt am Potsdamer Hauptbahnhof und führt Sie in südlicher Richtung um die beiden Seen herum und zurück zum Bahnhof. Die Radtour ist 33,5 km lang, so dass genug Zeit für die Sehenswürdigkeiten am Wegesrand bleibt. Die Radtour Potsdamer Havelseen startet am Hbf Potsdam. Da es sich um eine Rundtour handelt, kann natürlich auch beliebig an jedem anderen Punkt der Tour gestartet werden.

Es wird nun erst einmal die Potsdamer Havel überquert, dann folgt noch ein Stück entlang einer viel befahrenen Straße. Nach kurzer Zeit ist aber die Potsdamer Uferpromenade erreicht, hier geht es nun immer am Wasser entlang. Vorbei geht es am Yachthafen, dem Olympiastützpunkt, Ruder- und Bootsvereinen. Immer wieder hat man schöne Ausblicke auf den Templiner See.

Nachdem man die Stadtgrenzen hinter sich gelassen hat, wird es etwas ruhiger. Der offizielle Radweg quert das Gelände des Campingparks Sanssouci, also bitte nicht wundern, wenn man sich auf einmal auf einem Campingplatz wiederfindet.

Der nächste Ort, den man erreicht ist Geltow. Wenn man die Radtour abkürzen möchte, könnte man hier mit der Fähre nach Caputh übersetzen. Hier geht dann auch der Templiner See in den Schwielowsee über. Verbunden sind die beiden Seen über die Havel.

In Geltow sollte man aufpassen, dass man den Abzweig über die Baumgartenbrücke nicht verpasst, sonst landet man irgendwann in Wildpark West (ja, der Ort heißt wirklich so). Nun folgt der anstrengendste Teil der Radtour. In für Brandenburg ganz untypischem Auf und Ab erreicht man Petzow.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

Die Radtour um den Templiner See zeigt, dass Kultur und Natur in Potsdam Hand in Hand gehen. Der ideale Ausgangspunkt für die Fahrt ins Blaue ist der Alte Markt. Von der Kuppel der Nikolaikirche erhält man einen wunderbaren Ausblick auf das gesamte Stadtbild. Vorbei am Hauptbahnhof führt der Weg am Ufer des Templiner Sees entlang in Richtung Caputh. Immer wieder laden kleine Badestellen zum Verweilen ein.

Petzow

Nach all der Anstrengung bietet sich der Sanddorngarten in Petzow für eine Pause an. Wie der Name vermuten lässt, dreht sich hier alles um Sanddorn. Aus selbst angebautem Bio-Sanddorn wird eine breite Palette an Produkten hergestellt, die man im Hofladen erwerben oder im Café probieren kann. Es lohnt sich auch ein kurzer Spaziergang durch den Erlebnisgarten und ein Blick in die gläserne Produktion.

Vom Sanddorngarten aus ist es nicht weit zum Schloss Petzow, wo sich ein kurzer Abstecher durch den Schlosspark lohnt. Dann führt der Radweg an der Straße entlang nach Ferch. Dort bekommt man im Japanischen Bonsaigarten einen Einblick in Japans Gartenkultur. Weiter geht es am Ufer des Schwielowsees entlang Richtung Caputh, hier hat man noch einmal schöne Ausblicke aufs Wasser.

Caputh

In Caputh warten zwei weitere Highlights darauf, erkundet zu werden: das Schloss Caputh und das Sommerhaus von Albert Einstein. Einen Abstecher zum Einsteinhaus und zum Schloss Caputh sollte man sich nicht entgehen lassen. Der Wissenschaftler Albert Einstein verbrachte in dem Sommerhaus viel Zeit und bevorzugte diesen Wohnort in den letzten Jahren, die er in Deutschland lebte, bevor er nach Amerika emigrierte.

Das Schloss Caputh, der älteste erhaltene Schlossbau in der Potsdamer Kulturlandschaft aus der Zeit des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelms, lässt über 350 Jahre Geschichte lebendig werden. In Caputh trifft man wieder auf den Templiner See, an seinem Ufer entlang geht es zurück nach Potsdam.

Weitere Tipps

Varianten

Wer die Tour abkürzen möchte, kann dies an den folgenden Stellen tun:

  • Fähre Hermannswerder (lohnt sich, wenn man die Radtour nicht in Potsdam, sondern im Süden startet, und nicht durch Potsdam fahren möchte).
  • Eisenbahnbrücke über den Templiner See (es muss eine Treppe mit Fahrradschiene überwunden werden).

Parken

In der Potsdamer Innenstadt gibt es mehrere Parkplätze, die aber größtenteils kostenpflichtig sind. Wenn man mit dem Auto anreist, empfiehlt es sich, außerhalb zu parken. Hier sind einige kostenlose Parkplätze:

  • Caputh: kostenloser Parkplatz Schloss Caputh in der Michendorfer Ch 43
  • Schwielowsee: kostenloser Parkplatz neben dem Museum der Havelländischen Malerkolonie in der Beelitzer Str.
  • Petzow: kostenloser Parkplatz gegenüber dem Schlosspark
  • Geltow: Parkplatz Ortsmitte Geltow an der Caputher Ch.

Essen und Trinken

In Potsdam gibt es natürlich ein vielfältiges Essensangebot. In jedem Dorf entlang der Strecke gibt es auch mehrere Restaurants, so dass das nächste Restaurant nie weit weg ist. Deshalb gibt es hier auch keine konkreten Empfehlungen.

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