Oldenburg, eine charmante Stadt im Nordwesten Deutschlands, ist nicht nur für ihre historische Altstadt und ihr kulturelles Angebot bekannt, sondern auch ein Paradies für Radfahrer. Die Besonderheit von Oldenburg liegt vor allem in ihrer flachen Topographie. Das bedeutet, dass man hier ohne große Anstrengung gemütlich radeln kann. Die Stadt selbst verfügt über ein gut ausgebautes Netz an Radwegen, sodass man bequem durch das Zentrum sowie entlang der grünen Oasen fahren kann.
Wer uns Oldenburger kennt, der weiß, dass wir unheimlich gern auf dem Fahrrad unterwegs sind. Dabei nutzen viele das Gefährt für den Weg zur Arbeit. Doch wie wäre es mal mit einer richtig schönen, langen Radtour durch das Oldenburger Land? In der Region gibt es für jeden von euch die passende Strecke, je nach Ort, Länge und Schwierigkeit.
Die "Route um Oldenburg"
Als Anregung für einen Radurlaub oder als Informations- und Ideengeber für Einheimische hat die Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM) im März 2023 die 7. Auflage der Broschüre „Radfahren in Stadt & Land“ herausgegeben. Herzstück der Broschüre ist die Route um Oldenburg. Sie verbindet die Innenstadt mit dem grünen Umland. Die in beiden Richtungen gut ausgeschilderte mehr als 110 Kilometer lange Route umspannt Oldenburg wie ein großes Rad. Die Broschüre stellt drei Touren auf dem Oldenburger Rundweg von der Stadt in die Region vor.
Die "Route um Oldenburg" führt auf ca. 110 km um Oldenburg herum: durch die Wesermarsch, den Naturpark Wildeshauser Geest und die Ammerländer Parklandschaft. Vom Oldenburger Zentrum aus gelangt man auf sogenannten Stadtspeichen zur Route und entsprechend auch wieder zurück in die Stadtmitte. Neun "Speichen" von 10 bis 15 Kilometer Länge ermöglichen die Verbindung aus der Stadt und in das Zentrum Oldenburgs zurück. So kann man die Route auf Teilabschnitten erradeln und sich zwischendurch immer wieder im Herzen der Innenstadt auszuruhen. Weitere Informationen auf der Seite von www.route-um-oldenburg.de.
Die 110 Kilometer lange Strecke ist in beide Richtungen gut ausgeschildert und umrundet Oldenburg wie ein großes Rad. Zu allen drei Touren gibt es eine Karte, Informationen zu Länge und Dauer, einen GPX-Track zum Download und zusätzliche Tipps zu sehenswerten Zielen am Wegesrand.
Die Landschaft ist geprägt vom Wechsel einer flachgewölbten Geestplatte, die inselartig beinahe vollständig von Moor- und tiefliegendem Marschenland umgeben wird. Vorbei an Getreidefeldern, Wallhecken und Deichen, durch schattige Wälder, Wiesen und Weiden, weite Moorgebiete und kleine Dörfer kann die Fahrradtour um Oldenburg von jeder Himmelsrichtung aus begonnen werden.
Eine komfortable Beschilderung sorgt für leichte Orientierung. Die Wege sind mit dem Logo der Route gekennzeichnet (gelber Kreis auf rotem Untergrund = Ringweg/ roter Kreis auf gelbem Untergrund = Speichen). Nutze ein langes Wochenende für einen Kurzurlaub zum Radfahren und unternehme drei Tagesausflüge auf der Route um Oldenburg.
ADFC Patenschaft und Engagement
Seit Ende 2015 hat der ADFC KV Oldenburg eine „Patenschaft“ für diese Route übernommen. Der ADFC KV Oldenburg nimmt gerne Anregungen zur Verbesserung der Beschilderung bzw. Routenführung auf, und leitet diese an die Stadt Oldenburg weiter.
Teilstücke der Route um Oldenburg gehören auch immer zum Tourenprogramm des ADFC Oldenburg (wir bieten allerdings nicht in jedem Jahr längere Strecken der "Route um Oldenburg" als eigenständige Tour).
In der Ausgabe 2017/2018 von "Deutschland per Rad entdecken" wurde auch die "Route um Oldenburg" in einem kurzen Bericht vorgestellt. Wer die Route fahren möchte: Fahrrad- und Freizeitkarte im Maßstab 1:60.000 inklusive Stadtplan; zzgl. Begleitheft mit allen Informationen zur Route, erhältlich im Buchhandel, in der Touristinfo, und natürlich im Infoladen des ADFC Oldenburg.
Achtung: Durch die Fertigstellung der Fahrradstrasse nach Oldenburg haben wir den Routenverlauf aktualisiert. Die Ausschilderung und die digitale Navigation über Komoot und Outdooractive unterscheidet sich von der dargestellten Streckenführung in den Radwanderkarten! Bei einem Nachdruck der Karten werden wir das aktualisieren. Zudem gibt es im Bereich Kayhauserfeld eine langfristige Sperrung eines Teilstücks des Bahnweges. Hier ist eine Umleitung über die Woldlinie ausgeschildert.
Weitere Radtouren und Routen
Abseits von Hauptstraßen werden zwei Touren empfohlen, die vom Hauptbahnhof aus zu den einzelnen Klimaschätzen führen. Das bedeutet: 29 Kilometer Strecke durch den Norden von Oldenburg und 35 Kilometer durch den südlichen Teil der Stadt. Dafür laden Interessierte am besten den GPX-Track (Datei mit gespeicherten Geodaten wie Wegpunkte und Routen mit GPS-Koordinaten) auf das Navigationsgerät.
Auf mehreren 10 bis 15 Kilometer langen Querverbindungen (so genannten „Speichen“) gelangt man später wieder zurück in die Oldenburger Innenstadt. Jeder entscheidet selbst, welchen Teil von Oldenburg und der Umgebung er als erstes entdecken möchte. Reizvoll ist die Erkundung der idyllischen Landschaften im Umland Oldenburgs an einem langen Wochenende auf drei Teilrouten. Teilweise gibt es spannende Zusatzangebote entlang der Strecke. GPX-Tracks und Erläuterungen zu den Sehenswürdigkeiten an den Strecken sind immer aktuell im Internet zu finden.
- Hunte-Radweg: Auf dem Radweg entlang der Hunte (137 Kilometer Streckenlänge) lassen sich in mehreren Etappen abwechslungsreiche Landschaften und die Stadt Oldenburg erkunden.
- Tagestour Bad Zwischenahn: Für viele Fahrradtouristen ist Bad Zwischenahn ein beliebtes Ausflugsziel. Der 17 Kilometer lange Weg bis in den Kurort hat den Bahndamm als treuen Begleiter und ermöglicht beim Start in der Innenstadt immer neue Blickwinkel auf Oldenburgs klassizistische Bürgerhäuser der Gründerzeit oder die herabhängenden Blättertunnel säumender Bäume und romantische Weidenfenster.
Einige Tourenvorschläge des ADFC Oldenburg:
- Oldenburg nach Bad Zwischenahn: Länge ca. 38 km, um die Region „umzu“ kennenzulernen. Start in Wechloy, in der Nähe der Uni, Richtung Bad Zwischenahn. Vor Ort geht’s dann einmal mit dem Rad um das Zwischenahner Meer.
- Oldenburg nach Dangast: Länge ca. 46 km, eine maritime Radtour.
- Wesermarsch-Tour: Länge ca. 54 km, verbindet Stadt- und Landleben. Start am Oldenburger Bahnhof.
Radfahren im Winter
Zwischen November und März bietet der ADFC keine geführten Radtouren an. Hier einige Beispiele für Touren:
- Kulinarisch nach Wardenburg
- Wardenburg und Vehnemoor
- Feuer, Wasser, Luft
- links und rechts der Hunte
- auf Schleichwegen nach Rastede
- Wasser, Moor und Wald
- Durch Moore zum Kloster nach Hude
- Nach Steinkimmen - die Hütten-Tour
- achtsames Radeln in der Gemeinde Edewecht
- Zur Perle des Ammerlandes
Hinweis:Das Nachfahren der Tourenvorschläge geschieht auf eigene Gefahr. Auch hinsichtlich der Befahrbarkeit der Wege und Straßen können wir keine Gewähr übernehmen. Hier können sich durch z.B. Baustellen jederzeit Änderungen ergeben.
Bedeutung des Fahrrads in Oldenburg
Dass das Fahrrad ein wichtiges Verkehrsmittel in Oldenburg ist und einen hohen Stellenwert einnimmt, wurde durch eine Befragung der Oldenburgerinnen und Oldenburger zur Verkehrsmittelwahl bestätigt. Demnach werden rund 42,7 Prozent aller Wege innerhalb des Stadtgebietes mit dem Fahrrad zurückgelegt. Ob für den Weg zur Schule, zur Arbeitsstelle, zum Einkauf - das Alltagsverkehrsmittel Fahrrad ist immer im Einsatz.
Um die Radliebe zum Ausdruck zu bringen, wird dem liebsten Verkehrsmittel jährlich mit „Hallo Fahrrad“ eine ganze Veranstaltung gewidmet. Immerhin laden viele separate Radwege sowie das ländliche Umland zu Radtouren ins Grüne ein. Die Stadt Oldenburg trägt der Entwicklung Rechnung und engagiert sich in Sachen Radverkehr. Für ihr Engagement wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet.
ADFC Oldenburg
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 240.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.
Als ADFC-Mitglied können Sie deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt.
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