Radtouren rund um Xanten: Das Paradies für Fahrradliebhaber am Niederrhein

Willkommen im Radparadies am Niederrhein! Xanten, eine malerische Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, ist ein Paradies für Fahrradliebhaber. Mit ihrer flachen Landschaft, gut ausgebauten Wegen und spannenden Ausflugszielen ist die Region rund um Xanten ideal für entspannte Radtouren.

Vielfältige Routen für jeden Geschmack

Ob Sie nun eine gemütliche Radtour entlang des Rheins machen oder sich auf anspruchsvollere Routen begeben möchten, Xanten bietet für jeden Geschmack etwas Passendes. In unserer neuen Serie stellen wir euch die schönsten Routen vor - immer in direkter Nähe zu unseren Jugendherbergen.

Kurze Tour um Xanten

Die „Kurze Tour um Xanten“ ist mit knapp 17 Kilometern perfekt für Familien, Einsteiger*innen oder alle, die entspannt durch den Tag radeln möchten. Entlang der Strecke laden immer wieder schöne Plätze zum Anhalten und Verweilen ein. An den Ufern von Süd- und Nordsee könnt ihr baden, den Surfer*innen zuschauen, ein Tretboot leihen oder euch an der Wasserskianlage ausprobieren. Wer noch mehr Action sucht, kann im Kletterpark am See seine Höhenlust stillen.

Niederrheinradweg

Ein weiteres Highlight für Radfahrer in Xanten ist der Niederrheinradweg. Dieser beliebte Fernradweg erstreckt sich entlang des Rheins und führt durch idyllische Dörfer sowie atemberaubende Naturlandschaften. Mit seinen gut ausgeschilderten Streckenabschnitten eignet sich dieser Radweg sowohl für erfahrene als auch für weniger erfahrene Fahrer.

Rund um Sonsbeck

Für Abenteuerlustige gibt es auch anspruchsvollere Routen wie den Rundkurs "Rund um Sonsbeck". Diese Tour führt durch hügeliges Gelände und bietet spektakuläre Ausblicke auf die Umgebung von Sonsbeck.

Alleenradweg zwischen Xanten und Kalkar

Für Radfahrer werden immer mehr stillgelegte Bahnstrecken in bequeme Radwege verwandelt. So auch der Alleenradweg zwischen Xanten und Kalkar, der 2011 eröffnet werden konnte. Im Dezember 1989 fuhr der letzte Zug auf der eingleisigen Strecke zwischen Xanten und Kleve. Zunächst war der Radweg umstritten, verläuft doch in einigem Abstand zur Bundesstraße. Doch inzwischen erfreuen sich nicht nur Touristen an der leicht zu radelnden Strecke. Die B57 ist weit genug entfernt, um vom Straßenlärm verschont zu werden. Ausgangspunkt ist der Bahnhof Xanten. Ein Stück ungenutztes Gleis markiert den Beginn des fast schnurgerade verlaufenden Radweges.

Auf dem asphaltierten Belag rollen die Räder leicht vorwärts am APX vorbei. Weite Felder breiten sich zu beiden Seiten des Weges aus, der von neu angepflanzten Bäumen gesäumt wird. Es wird der Trajanring gequert und bald die Willicher Straße. Hier lohnt ein kurzer Abstecher nach links zum Kloster Mörmter, das mit seinem Café Esperanca zur kurzen Pause einlädt. Franziskaner aus Dorsten hatten von drei Bauernfamilien Land bekommen und so konnte 1921/1922 das Kloster erbaut werden. Irgendwann gab es nur noch einen Frater und neue Nutzungsmöglichkeiten wurden gesucht. Seit 2009 ist hier die Fazenda da Esperança zuhause.

Nun nähern wir uns schon Marienbaum, das sich als ältesten aktiven Wallfahrtsort des Niederrheins bezeichnet: offenbar nicht zu Unrecht, denn jedes Jahr pilgern etwa 15.000 Wallfahrer hierher. Der Sage nach gesundete ein gelähmter Hirte, nachdem er von einer treppenförmigen Eiche geträumt hatte, in deren Krone er die Gottesmutter sah. Er suchte den Baum, fand ihn, betete und konnte wieder laufen. Dieser Platz wurde nun als "An gen Trappenboom" bezeichnet und von Wallfahrern besucht. Das war 1430. Bald entstand eine Kapelle. Dann gründete Maria von Burgund - ihre Statue steht gegenüber der Stadtsparkasse - 1460 ein Kloster. Im Laufe der Zeit verlor Marienbaum als Wallfahrtsort an Bedeutung, denn das nahe Kevelaer entwickelte sich ebenfalls als Gnadenort.

Der alte Bahnhof von Marienbaum ist leider nur noch eine Ruine. Wer ein Päuschen machen möchte, kann die Sitzgelegenheit an den alten Gleisen nutzen. Am Radweg finden wir noch Kilometersteine, Stellvorrichtungen, Signale und alte Gleise. Bei Kehrum wird der Radler auf den straßenbegleitenden Radweg geleitet. Es geht ein Stück an der Xantener Straße (B67) entlang, bis "Am Bahndamm" der Alleenradweg ausgeschildert ist. Ab Ginsterweg ist die Trasse wieder gut ausgebaut. Bei dem hohen Gebäude in der Nähe des Signals handelt es sich um eine Siloanlage.

Das ehemalige Bahnhofsgelände von Kalkar existiert nicht mehr, denn es wurde mit Supermärkten überbaut. Der Radweg scheint plötzlich im Nichts zu enden. Unsere Lösung ist, den schmalen, rechts abknickenden Weg bis zur Bundesstraße zu nehmen. Links kommt ein Supermarkt, rechts das Traberstübchen; wir bewegen uns auf der Bahnhofsstraße bis zum Kreisverkehr. An der dritten Ausfahrt biegen wir in die Gocher Straße und finden hier nach wenigen Metern den Radweg wieder. Wie schon typisch für den Alleenradweg geht es wieder schnurgeradeaus, bis wir auf die Klever Straße treffen, die überquert wird.

Sehenswürdigkeiten entlang der Routen

Xanten hat nicht nur landschaftlich, sondern auch kulturell einiges zu bieten - vom Archäologischen Park über die historische Altstadt bis zur RömerWelt. Die Burgen, Schlösser, Herrenhäuser und Rittergüter am Niederrhein beeindrucken bis heute und geben einen guten Einblick in die Architektur der Region.

Archäologischer Park Xanten (APX)

Eine der bekanntesten touristischen Sehenswürdigkeiten in Xanten ist der Archäologische Park Xanten. Dieses beeindruckende Freilichtmuseum bietet nicht nur Einblicke in das römische Leben vor über 2000 Jahren, sondern verfügt auch über gut ausgebaute Radwege rund um den Park. Eine Radtour durch den Archäologischen Park ermöglicht es Besuchern, Geschichte hautnah zu erleben und gleichzeitig die schöne Natur zu genießen.

Die weitläufige Anlage liegt gegenüber des Ausgangs- und Endpunkts der Route, ist eines der größten Freiluftmuseen der Republik und wurde auf dem Gelände der einstigen Römerstadt Colonia Ulpia Traiana errichtet. Ob Groß oder Klein, der Archäologische Park lohnt für einen Besuch. Sehr informativ gestaltet und didaktisch gut aufbereitet, spaziert man hier durch die Rekonstruktion einer der bedeutendsten Römerstädte in Deutschland, in der bis zu 10 000 Menschen rund 400 Jahre lang lebten. Originalgetreue Nachbauten wie das Amphitheater, die Stadtmauern und Stadttore, die Bade- und Wohnhäuser und der Hafentempel vermitteln einen guten Einblick in das tägliche Leben der Römer.

Die Xantener Süd- und Nordsee

Vor den Toren von Xanten erstrecken sich die Freizeitgewässer Nord- und Südsee.

Die beste Zeit für eine Radtour

Die besten Jahreszeiten zum Radfahren in Xanten sind Frühling und Sommer, wenn das Wetter angenehm warm ist und die Natur ihre volle Pracht entfaltet hat. Im Frühling blühen die Wiesen und Felder in leuchtenden Farben, während der Sommer mit warmen Sonnenstrahlen lockt.

Jugendherberge Xanten - Ihr idealer Ausgangspunkt

Die Jugendherberge Xanten ist der ideale Start- und Zielpunkt für eure Radtour. Als vom ADFC zertifizierte Bett+Bike-Unterkunft bietet sie alles, was Radfahrende brauchen: sichere Stellplätze, Trockenmöglichkeiten für nasse Kleidung, Werkzeug für kleine Reparaturen - und sogar eine Ladestation für E-Bikes direkt am Haus. Warum also nicht gleich ein paar Tage bleiben?

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