E-Bike Geschwindigkeit ändern: Tuning, Methoden und rechtliche Aspekte

Im EBikeTuningShop sind qualitativ hochwertige Tuning-Produkte erhältlich, die getestet und bewährt sind. Wichtig ist, dass nur Tuning-Chips verkauft werden, die immer die neueste Firmware enthalten. So kann man das eigene E-Bike optimal schneller machen, abseits der Straßenverkehrsordnung.

Wie finde ich das richtige Tuning Produkt?

  1. Suche die genaue Bezeichnung deines E-Bike Motors heraus (Bedienungsanleitung und/oder Datenblatt des E-Bikes lesen)!
  2. Ermittle das passende Tuning-Produkt mit diesem Leitfaden und dem Konfigurator!

Wichtige Anmerkungen

  • Für Bosch-Motoren gibt es spezielle Empfehlungen je nach Generation.
  • Shimano STePS: E8000, E7000, E6100, E6000, E5000 mit und ohne elektr.
  • Viele Heckmotoren (außer Neodrives & Xion sowie Heinzmann) und im Grunde alle Frontmotoren lassen sich nicht von der Geschwindigkeitsbegrenzung befreien.
  • Bei E-Bikes mit Automatik Schaltungen (außer Di2) und/oder Dual Battery kann es sein, dass das Tuning nur eingeschränkt funktioniert.
  • E-Bikes mit ABS sind ebenfalls nicht entsperrbar.
  • E-Bikes mit einer 20 km/h-Sperre sollte man nicht tunen.
  • Alle E-Bike Motoren, die nicht auf der Positivliste stehen, können in der Regel nicht optimiert werden.

Ist nur ein kompatibles E-Bike Tuning Produkt für deinen Motor am Markt, so fällt die Entscheidung zwangsläufig einfach. Manche Tuning Tools heben die Geschwindigkeitsbegrenzung komplett auf, bei anderen lässt sich die Höhe der Maximalgeschwindigkeit sogar auf einen individuellen Wert einstellen (justierbar). Solltest du die genannten Punkte in Betracht ziehen, sollte die Kaufentscheidung für das eigene Tuning-Produkt recht schnell feststehen.

Welche Werkzeuge benötige ich für das Tuning?

Musst du lediglich das Display tauschen, etwas anschließen oder aufstecken, so hält sich dein Werkzeugbedarf in Grenzen. Daher unser Tipp: Vergewissere dich bitte, welches Werkzeug du zum Öffnen des Motorraums benötigst (bzw. ob es überhaupt nötig ist, den Motorraum zu öffnen). Hast du dich für ein Modul (Chip), einen Sensor, Bausatz, Dongle oder Controller entschieden, so bleibt dir der Griff in die professionelle Werkzeugkiste nicht erspart.

Wir empfehlen immer ein Multitool griffbereit zu haben. Wichtig: Bei vielen E-Bike Motoren werden zum Einbau des Tunings Spezialwerkzeuge benötigt. Und zwar meistens dann, wenn der Motorraum geöffnet werden muss. Mit dem Kurbelabzieher wird der Kurbelarm gelöst, damit die Motorabdeckung geöffnet werden kann (Variationen möglich). Bei speziellen Motoren (wie dem Bosch Classic) ist zusätzlich ein, motorspezifisch immer individuelles, Spider Tool zum Öffnen des Verschlussrings am Kettenblatt obligatorisch - denn hier muss das Kettenblatt gelöst werden, damit die Motorabdeckung entfernt werden kann, um in das Innere des Motors zu gelangen. Möchte man das Kettenblatt tauschen (Abnutzung, Übersetzungsverhältnis ändern), benötigt du auch hier häufig ein Spider Tool.

Das notwendige Spezialwerkzeug findest du ebenfalls in unserem Shop.

Zusätzliche Tipps für das E-Bike Tuning

  • Zu jedem E-Bike, getunt oder nicht getunt, gehört eine vernünftige Smartphone-Halterung für den Lenker.
  • Wir haben auch viele App-fähige Tuning-Lösungen im Shop - da macht eine Smartphone-Halterung für den Lenker gleich doppelt Sinn.
  • Empfehlung: In den meisten Fällen wird dir nach dem Einbau des Tunings auffallen, das die Trittfrequenz in höheren Geschwindigkeitsbereichen stark zunimmt: Du trittst bei ca. 35 Km/h im höchsten Gang so schnell wie bei 15 Km/h im ersten Gang.
  • Hier hilft ein größeres Kettenblatt mit deutlich mehr Zähnen (siehe Kettenblätter).

Hast du ein anderes Kettenblatt gewählt, das mehr Zähne besitzt (und somit einen größeren Hut), so wird in der Regel eine neue Kette für dein E-Bike obligatorisch (siehe Ketten ), denn es fehlen bevorzugt 1-3 Kettenglieder (Beispiel: Das vorherige Kettenblatt hat 15 Zähne, jetzt ist ein Kettenblatt mit 18 Zähnen drauf = Die Kette sollte Pi mal Daumen drei Zähne mehr haben).

Unabhängig vom E-Bike Tuning ist das Anpassen des Luftdrucks (meistens Erhöhen) aufgrund eines geringeren Rollwiderstands unerlässlich. Dies bedeutet, dass du eine vernünftige, am besten mobile Luftpumpe benötigst. Gleiche die angegebenen Werte (siehe Reifen oder Homepage des Reifenherstellers) mit einem Luftdruckmessgerät (Manometer) ab. Benötigst du sowieso neue Mäntel für deine Reifen kannst du gleich dir schnellere beim Kauf aussuchen.

Für eher Fortgeschrittene ist das Ändern der Kurbellänge eine Option. Der Kurbelarm reicht meistens um 170 mm. Diesen kann man auf bis zu 150 mm verkürzen. Eine kürzere Kurbel führt zu einer höheren Bodenfreiheit, was insbesondere im Gelände von Vorteil sein kann. In Verbindung mit einem starken E-Bike Motor wird dadurch auch der Weg einer Kurbelumdrehung verkürzt.

Letzter Tipp: Das eigene E-Bike mit einem aktiven, smarten GPS Sender verbinden, um ständig über den Zustand und die Position des E-Bikes informiert zu sein.

Wie funktionieren Tuning-Kits für Yamaha und Bosch E-Bikes?

Bei den aktuellen Bosch und Yamaha-Antriebssystemen handelt es sich um sogenannte Mittelmotoren. Der Antrieb ist hier direkt am Tretlager des Rads, also etwa in der Mitte des Fahrrads angeordnet. Die Begrenzung der Geschwindigkeit wird hier über einen separaten Sensor am Hinterrad realisiert. Dieser Sensor ist der Schlüssel für alle verfügbaren Tuningmodule für diese Antriebe.

Nabenmotoren besitzen übrigens diesen Sensor nicht, da der Antriebsmotor ja direkt ohne weitere Übersetzung das Hinter- oder Vorderrad antreibt und somit die gefahrene Geschwindigkeit direkt vom Motor selbst erfasst werden kann. Der Sensor ist übrigens ein relativ primitives elektromechanisches Bauteil. Er beinhaltet lediglich einen Reed-Kontakt, einen Schalter der durch einen Magneten betätigt wird. Dieser sitzt an einer Speiche des Hinterrads und betätigt bei jeder Radumdrehung einmal kurz den Kontakt.

Bosch hat in 2019 eine sogenannte Manipulationserkennung eingeführt, die per Softwareupdate beim Händler auch bei älteren Bikes installiert wird. Das Sensorsignal wird dabei von der Motorsteuerung auf Plausibilität geprüft. Hierbei werden im Motor verfügbare Sensorwerte für die Plausibilisierung der Geschwindigkeit verwendet. Beispielsweise kann aus dem Signal vom Geschwindigkeitssensor die Beschleunigung des Bikes berechnet werden und dieser Wert mit den Messwerten der im Motor verbauten Beschleunigungssensoren verglichen werden. Deutliche Abweichungen deuten dann auf eine Manipulation hin.

Eine Manipulation führt allerdings nicht sofort zu einem Fehler, sondern wird vom Motor für einige Zeit toleriert. Unseren Erfahrungen nach tritt dann bei einfachen Tuningmethoden, wie dem unten beschriebenen 1€-Tuning nach etwa 200 bis 1000km der Fehlercode 504 auf. Der Fehler führt dazu, dass die Motorleistung für 90 Fahrminuten deutlich gedrosselt wird. Der Motor unterstützt dann kaum noch. Zudem wird im Motor ein Fehlereintrag gespeichert. Damit kann der Fehler auch später beim einem Werkstattbesuch nachvollzogen werden.

Kann man Parameter in der Motorsteuerung anpassen?

Prinzipiell gäbe es schon die Möglichkeit durch Anpassen von Parametern in der Motorsteuerung die Abregelung zu verändern. Einerseits könnte man ja in der Motorsteuerung einen kleineren Radumfang hinterlegen, was dazu führen würde, dass sich die gemessene Geschwindigkeit reduziert und dadurch tatsächlich mit einer höheren Geschwindigkeit gefahren werden kann. Auch wäre es naheliegend einfach das Limit von 25 bzw. 45km/h auf einen höheren Wert einzustellen.

Bei allen aktuellen Bosch Antriebssystemen (Active Line, Active Line Plus, Performance Line CX) ist die Möglichkeit vorhanden den Radumfang zu ändern. Wenn Du solch einen Antrieb hast kannst Du den Radamfung am Kiox, Intuvia oder Nyon-Display um +/-5% einfach selbst ändern. Beim Purion-Display kann das leider nur der Händler. Allerdings wirst Du feststellen, dass die Änderung keinerlei Einfluss auf die Motorunterstützung hat. Es ändern sich lediglich die Anzeigewerte für die zurückgelegte Strecke und Geschwindigkeit.

Stellst Du beispielsweise einen um 5% kleinerer Radumfang ein, wird dir im Display anstelle 25 km/h nur noch 23,8 km/h angezeigt. Wenn der Motor vorher bei 25km/h dicht gemacht hat wirst Du feststellen, dass er dies jetzt bereits bei 23,8 km/h macht. Der einstellbare Radumfang dient also bei den Bosch-Systemen nur dazu die Anzeigewerte zu justieren. An der tatsächlichen Unterstützung ändert sich nichts.

Bei den Yamaha Antriebssystemen (PW, PW-X, PW-SE) gibt es für den Endkunden erst gar keine Möglichkeit den Radumfang anzupassen. Natürlich muss aber der für die Abregelung verantwortliche Radumfang neben der Abregelgrenze 25 / 45km/h irgendwo in der Motorsteuerung hinterlegt sein.

Zumindest bis dato ist aber nicht bekannt wie und ob diese Werte bei den Bosch und Yamaha Antriebssystemen überhaupt geändert werden können. Auch Händler können diese Werte nicht ändern. Das heißt aber nicht, dass ein solches Verändern der Parameter überhaupt nicht möglich ist. Für viele andere Antriebssysteme, z.B. BionX, Heinzmann, Shimano E8000, aber auch die älteren Bosch Classic gibt es sehr wohl eine solche Möglichkeit. Alle verfügbaren Tunings für die diese Antriebe realisieren die Aufhebung oder Verschiebung des Geschwindigkeitslimits daher über eine Anpassung des Geschwindigkeitssensorsignals.

Das 1€-Tuning

Vielleicht hast Du auch schon davon gehört den Radsensor einfach an das Pedal zu montieren, was häufig auch als 1€-Tuning bezeichnet wird. Man macht sich hierbei zunutze, dass bei höheren Geschwindigkeiten die Übersetzung von Kurbel zu Hinterrad immer größer als 1 ist. Das Hinterrad dreht also schneller als die Kurbel. Im größten Gang liegt das Übersetzungsverhältnis etwa im Bereich 3 bis 4. Montiert man den Sensor also auf Höhe der Kurbel, so dass dieser die Kurbelumdrehungen anstelle der Radumdrehungen erfasst, errechnet die Motorsteuerung daraus eine geringere Geschwindigkeit.

Es gibt durchaus positive Erfahrungen zu dieser Art des Tunings. Allerdings wird auch von Problemen berichtet. Von den frühen Softwareversionen von Bosch wurde dieses „Pedaltuning“ als sogenannter 1:1-Fehler mit dem Fehlercode 503 erkannt. Da die Motorsteuerung auch die Pedaldrehzahl messen kann, musste sie den Messwert nur mit der gemessenen Raddrehzahl vergleichen um zu erkennen, dass hier etwas nicht stimmt. Allerdings gibt es diesen Fehler in neueren Softwareversionen nicht mehr.

Auch wenn dieser Fehler mit neueren Softwareständen nicht mehr auftritt, hat das 1€-Tuning noch andere Konsequenzen. So ändert sich die Motorcharakteristik deutlich, da Fahrzustände nicht mehr korrekt erkannt werden können. Pedaliert man beispielsweise kurz nicht mehr, ist die Motorsteuerung immer der Meinung das Rad steht. Beim Antreten wird der Motor daher versuchen mit derselben Charakteristik anzulaufen als würde das Rad stehen. Also auch, wenn man bereits fährt. Das Verhalten des Motors wird dadurch etwas ruppiger.

Tuningmodule für den Geschwindigkeitssensor

Eine sehr ausgeklügelte Methode das Sensorsignal zu manipulieren sind auf den Geschwindigkeitssensor aufsteckbare Tuningmodule. Hier wird der Magnete auf der Speiche etwas verschoben, so dass der originale Sensor den Magneten gar nicht mehr erkennt. Stattdessen wird der Magnet so positioniert, dass er von dem auf den Drehzahlsensor aufgesteckten Tuningmodul erkannt wird. Das Modul schaltet dann den Original-Sensor durch einen integrierten Elektromagneten. Solche Tuningmodule gibt es von verschiedenen Herstellern und für fast alle Mittelmotor-Antriebssysteme.

Die Module beinhalten einen Controller, der über eine integrierte Batterie versorgt wird. Bis zu einer gewissen Geschwindigkeit, meistens im Bereich 15-20 km/h werden die eingehenden Impulse vom Magneten an der Speiche einfach unverändert an den Originalsensor weitergereicht. Das Rad verhält sich also bei niedrigen Geschwindigkeiten genauso als wäre kein Tuningmodul verbaut. Dadurch gibt es hier auch die Probleme mit der veränderten Motor-Charakteristik wie beim 1€-Tuning nicht.

Wenn dann bei höherer Geschwindigkeit das Tuning eingreift, wird von diesen Modulen häufig nur noch jeder zweite oder nur noch einer von drei Impulsen des Radsensors an die Motorsteuerung weitergeleitet. Dadurch wird dann auch nur noch die halbe oder ein Drittel der Geschwindigkeit im Display angezeigt. Entsprechend ist natürlich dann auch die gemessene Wegstrecke zu gering.

Fest verbaute Tuningmodule

Fest verbaute Tuningmodule dagegen sind von außen meist unsichtbar, da sie entweder unter den Plastikabdeckungen des Motors oder in den Rahmenrohren verschwinden. Gerade diese Module unterscheiden sich deutlich im Funktionsumfang als auch beim Einbau. Manche Module werden sogar in Einzelteilen als Bausatz geliefert und müssen erst noch zusammen gelötet werden. Auch gibt es sogenannte „Dongles“ bei denen nur die Verkabelung und eine Buchse fest verbaut werden. Das eigentliche Tuning wird dann einfach eingesteckt.

Solltest Du dich für ein fest eingebautes Tuning entscheiden lohnt ein genauer Vergleich der technischen Eigenschaften. Gerade uns sind viele Kunden bekannt, die bereits mehrere Module kauften, weil sie entweder mit der Bedienung oder Funktionalität nicht zufrieden waren oder auch mit dem Einbau überfordert waren.

Es gibt einige einfache Tuningmodule für Festeinbau am Markt, die lediglich das Raddrehzahlsensorsignal verändern und daher im wesentlichen einen ähnlichen Funktionsumfang aufweisen wie die aufsteckbaren Module. Natürlich sind diese Module dann nach dem Einbau unsichtbar. Zu erkennen sind solche Module meist schon anhand eines Blicks auf die Produktabbildung. Diese Module haben in der Regel nämlich nur zwei Steckverbinder. Einer davon wird beim Einbau mit dem Raddrehzahlsensor verbunden und der andere dann mit dem entsprechenden Eingang der Motorsteuerung.

Module mit korrekten Anzeigewerten

Anders die Module mit korrekten Anzeigewerten. Diese besitzen dann 4 Steckverbinder, da einerseits wie bei den vorgenannten Ausführungen das Sensorsignal an die Motorsteuerung angepasst wird, gleichzeitig aber auch die Datenkommunikation vom Motor zum Display. Diese Module haben dann auch Routinen ähnlich einem Fahrradcomputer implementiert und messen selbst Geschwindigkeit, zurückgelegte Wegstrecke, Maximalgeschwindigkeit usw. Durch Austausch einzelner Datenpakete, die von der Motorsteuerung an das Display gesendet werden ist es dadurch möglich, dass diese Werte korrekt anzeigt werden.

Alle VOLspeed-Module passen die Daten zum Display an, so dass hier weitestgehend korrekte Werte angezeigt werden. Der Datenverkehr zwischen Motorsteuerung und Display beinhaltet aber wiederum Informationen die durch das Tuningmodul genutzt werden. Dadurch können z.B. die Tastendrücke an der Bedieneinheit ausgewertet werden. Dadurch ist es möglich, dass Einstellungen der Tuningbox über diese Tasten getätigt werden und gleichzeitig die zugehörigen Einstellwerte am Display angezeigt werden. Auch das Ein- und Ausschalten des Tuning-Moduls wird damit realisiert.

Bei allen VOLspeed-Modulen kann das Geschwindigkeitslimit über die Bedieneinheit eingestellt werden und das Modul ein- und ausgeschaltet werden. Bei den Yamaha-Tuningmodulen zusätzlich der Radumfang. Die km/h-genaue Einstellung der Abregelung bei den VOLspeed-Modulen sorgt dafür, dass Du wie häufig gewünscht das Limit nur leicht, beispielsweise auf 32km/h anheben kannst.

Durch die nach wie vor vorhandene, nur verschobene Abregelung kannst Du die eigene Leistung am Speedlimit also noch immer genau dosieren und sportlicher, also mit mehr Eigenleistung fahren ohne ständig die Unterstützungsstufen wechseln zu müssen. Belohnt wirst Du dabei mit einer höheren Reichweite. Aus eigener Erfahrung und auch aus vielen Forenbeiträgen weiß ich, wie störend für viele das plötzliche Abregeln des Antriebsmotors bei 25km/h ist. Dieses Verhalten wird auch als „Wand-Effekt“ bezeichnet, da es sich so anfühlt als würde man plötzlich gegen eine Wand anfahren. Viele wünschen sich, dass das E-Bike auch oberhalb von 25km/h noch mit geringer Leistung unterstützt um ein an ein normales Rad angelehntes Fahrgefühl zu erhalten.

Alle VOLspeed-Module besitzen daher einen zuschaltbaren Dynamikmodus der diesen Effekt deutlich reduziert. Spürbar wird das vor allem in den höheren Unterstützungsstufen. Gerade da ist ja der Effekt besonders ausgeprägt, da am Geschwindigkeitslimit die vorher hohe Unterstützung plötzlich wegbricht. Um zu verstehen wie das funktioniert, muss man wissen, dass die Unterstützung eigentlich gar nicht so plötzlich ab einer bestimmten Geschwindigkeit aussetzt sondern über ein Band von 2-3km/h eine Begrenzung stattfindet. Vergrößert man dieses Band auf den doppelten Bereich wird die Unterstützung am Limit deutlich sanfter ausgeschlichen und der Wand-Effekt reduziert. Genau das wird durch den Dynamikmodus der VOLspeed-Module erreicht.

Was ist E-Bike-Tuning?

E-Bike Tuning bedeutet, das E-Bike so zu modifizieren, dass der Motor mehr Leistung bringt und du schneller fahren kannst. Dies geschieht meist durch Dongles oder Chips, die die Motorunterstützung über das gesetzlich erlaubte Limit von 25 km/h hinaus erhöhen.

Wie funktioniert E-Bike-Tuning?

Das E-Bike misst die Geschwindigkeit mit einem Magneten in den Speichen und einem Sensor am Rahmen. Ein Tuning-Chip setzt zwischen Magnet, Sensor und Steuerungselektronik an. Kommt nur noch jedes zweite Signal an, denkt das Fahrrad, es sei nur halb so schnell, und unterstützt entsprechend bis 50 km/h. Diese Manipulation kann durch Dongles oder Chips erreicht werden. Früher genügte es, in den Einstellungen den Radumfang zu verändern. Moderne Systeme verhindern dies.

Vor- und Nachteile von E-Bike-Tuning

E-Bike Tuning kann mehr Leistung und Spaß bringen, birgt aber auch erhebliche Risiken. Es ist wichtig, die positiven Aspekte gegen die möglichen negativen Konsequenzen abzuwägen, bevor du dich entscheidest, dein E-Bike zu tunen.

Vorteile Risiken
Mehr Power: Erhöhe die Motorleistung und beschleunige schneller. Rechtliche Aspekte: Getunte E-Bikes entsprechen nicht der StVZO und dürfen nicht im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden.
Höhere Geschwindigkeit: Fahre schneller und länger mit Motorunterstützung. Garantieverlust: Durch das Tuning verlierst du die Garantie auf deinen E-Bike-Antrieb.
Längere Strecken: Überwinde größere Entfernungen in kürzerer Zeit. Sicherheitsrisiken: Höhere Geschwindigkeiten bedeuten auch ein erhöhtes Unfallrisiko.
Versicherungsprobleme: Bei Unfällen können Versicherungsansprüche entfallen, was zu hohen Kosten führen kann.

Wie kann ich mein E-Bike schneller machen?

Du kannst dein E-Bike mit einem Tuning-Kit schneller machen. Es gibt zwei Hauptmethoden: Dongles und Chips. Beide manipulieren die Geschwindigkeitssignale, die an den Motor gesendet werden, sodass der Motor weiterhin unterstützt, auch wenn die tatsächliche Geschwindigkeit höher über dem gesetzlichen Limit liegt.

  • Dongles: Diese Geräte sind relativ einfach zu installieren und funktionieren, indem sie die Geschwindigkeitssignale ab einer bestimmten Geschwindigkeit halbieren. Dadurch denkt das System, dass das E-Bike langsamer fährt als es tatsächlich der Fall ist, und der Motor unterstützt weiterhin. Dongles kosten je nach Marke und Modell zwischen 50 und 150 Euro.
  • Chips: Diese sind etwas komplexer und werden zwischen dem Magneten und dem Sensor deines E-Bikes angebracht. Ein kleines Plastikkästchen wird über den Magnetsensor am Rad gesteckt, und der Magnet im Laufrad leicht verschoben. Ab einer Geschwindigkeit von 16 km/h drittelt der Chip die Geschwindigkeitssignale, die vom Magnetsensor an den Fahrradtacho übermittelt werden. Dadurch erhöht sich die Motorunterstützung, da das System denkt, dass das E-Bike langsamer fährt. Diese Chips lassen sich auch über diverse Apps steuern, was zusätzliche Funktionen wie die Anpassung der Geschwindigkeitsgrenzen ermöglicht. Die Kosten für solche Chips variieren stark, je nach Funktionsumfang und Kompatibilität mit dem E-Bike. Sie liegen zwischen 100 und 350 Euro.

Beide Methoden erhöhen die Geschwindigkeit deines E-Bikes, bergen aber rechtliche und sicherheitstechnische Risiken. Überlege dir daher gut, ob es dir das Risiko wert ist.

Ist E-Bike-Tuning legal?

Nein, E-Bike-Tuning ist im öffentlichen Straßenverkehr nicht legal. Getunte E-Bikes dürfen nur auf privatem Gelände gefahren werden. Wer ein getuntes E-Bike auf öffentlichen Straßen nutzt, riskiert hohe Bußgelder und den Verlust des Versicherungsschutzes. Bei einem Unfall kann das erhebliche finanzielle Folgen haben.

Strafen für E-Bike-Tuning

Getunte E-Bikes entsprechen nicht der StVZO und dürfen daher nicht im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden. Der Betrieb eines getunten E-Bikes im öffentlichen Straßenverkehr ist illegal und kann daher schwerwiegende Folgen haben.

  • Bußgeld: Fahren ohne Versicherungsschutz kann ein Bußgeld nach sich ziehen.
  • Haftpflicht: Bei einem Unfall musst du für alle Schäden selbst aufkommen, da die Versicherung nicht greift.
  • Garantieverlust: Durch die Verwendung von Tuning-Kits erlischt der Garantieanspruch auf den E-Bike-Antrieb.

Ein getuntes E-Bike kann beschlagnahmt und im Labor untersucht werden, um Manipulationen nachzuweisen. Auch ein nachträglicher Ausbau des Tuning-Kits schützt nicht vor rechtlichen Konsequenzen. Die meisten Tuningmaßnahmen sind für Sachverständige und die Polizei erkennbar, was bei einem Unfall oder einer Kontrolle zu weiteren Problemen führen kann.

Alternativen zum E-Bike-Tuning

Um mehr Motorunterstützung und damit höhere Geschwindigkeiten zu erhalten, musst du nicht zwangsläufig tunen. Eine legale Alternative sind S-Pedelecs. Diese unterstützen bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h, erfordern jedoch ein Versicherungskennzeichen und einen Führerschein der Klasse AM. Bei den sogenannten S-Pedelecs wird die Motorunterstützung nicht schon bei 25 km/h, sondern erst bei einer Geschwindigkeit von 45 km/h abgeschaltet.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0