Wo früher Züge durch malerische Landschaften ratterten, verlaufen heute gut ausgebaute Radwege. Radtouren über alte Bahntrassen sind wie eine kleine Zeitreise durch den Schienenverkehr von gestern.
Abseits vom Autoverkehr führen Fahrradwege häufig durch dichte Wälder, idyllische Täler und vorbei an kleinen Ortschaften, die zur Rast einladen. Besonders reizvoll sind die alten Bahntrassenradwege, weil sie oft an interessanten Bauwerken liegen.
Historische Viadukte spannen sich über Flusstäler, ehemalige Tunnel sorgen für eine kühle Abwechslung an heißen Tagen, und entlang der Strecken finden sich immer wieder alte Bahnhöfe, die heute als Cafés oder Museen dienen.
Dabei bieten die Strecken nicht nur Genussradlerinnen und ‑radlern perfekte Bedingungen, sondern auch Familien und E-Bike-Fans, die sich über das moderate Höhenprofil freuen können.
In Deutschland gibt es etliche solcher Bahntrassenradwege. Ob durch die Mittelgebirge, entlang von Flüssen oder durch weitläufige Ebenen - jede Strecke hat ihren eigenen Charme und erzählt ihre ganz eigene Geschichte.
Das Streckennetz der Eisenbahnen in Deutschland befindet sich im stetigen Wandel. Immer wieder werden neue Strecken gebaut und alte stillgelegt. Vor einigen Jahrzehnten gab es noch etliche kleine Verbindungen, die teilweise von Dampfloks oder Schmalspurbahnen befahren wurden. Diese Routen wurden größtenteils in den 70er-, 80er- und 90er-Jahren stillgelegt.
Weil für die Gleise häufig Schneisen in die Natur geschnitten wurden, die nicht einfach ungenutzt bleiben sollten, wurden zahlreiche ehemalige Bahntrassen anschließend zu Fahrradwegen umgebaut. In ganz Deutschland gibt es Hunderte solcher Routen.
Sieben besonders schöne Bahntrassenradwege Deutschlands
Hamburg: Marschbahndamm-Radweg
Der Marschbahndamm-Radweg führt auf rund 33 Kilometern durch die malerische Landschaft der Vier- und Marschlande nahe Hamburg. Wo einst Züge über Deiche und durch weite Wiesen fuhren, können Radfahrerinnen und Radfahrer heute auf einer nahezu durchgängig asphaltierten Strecke entspannt die Natur genießen.
Die Route verläuft entlang alter Bahnhöfe, von denen einige heute als gemütliche Raststätten dienen. Besonders beeindruckend ist die Weite der Marschlandschaft, die mit ihren saftig grünen Wiesen und Wasserläufen eine idyllische Kulisse bietet. Die Geschichte der Bahnstrecke reicht übrigens bis ins Jahr 1921 zurück, als der erste Abschnitt eröffnet wurde. Bis 1927 wurde die Verbindung Stück für Stück erweitert, bevor der Bahnverkehr bereits 1952 wieder eingestellt wurde.
NRW: Vennbahnweg Aachen-Raeren
Dieser Abschnitt des Vennbahnwegs führt Radfahrerinnen und Radfahrer 17,7 Kilometer auf den Spuren der ehemaligen Bahnstrecke von Aachen-Rothe Erde über Walheim bis ins belgische Raeren. Mit seinen sanften Steigungen und gut ausgebauten Wegen ist er ideal als entspannte Tour geeignet. Der gesamte Vennbahn-Radweg verläuft übrigens auf einer Strecke von 125 Kilometern von Aachen durch Belgien bis nach Ulflingen in Luxemburg.
Besonders beeindruckend sind die beiden historischen Viadukte auf der Strecke, die spektakuläre Ausblicke auf das Umland bieten. Zudem laden gemütliche Bahnhofsbiergärten entlang der Strecke zu einer Pause ein - perfekte Gelegenheiten, um die besondere Atmosphäre dieser ehemaligen Bahntrasse auf sich wirken zu lassen.
Baden-Württemberg: Wanderbahn Mudau-Mosbach
Die Wanderbahn Mudau-Mosbach führt durch die waldreichen Höhen des Odenwalds und bietet auf rund 27 Kilometern ein ruhiges, naturnahes Fahrraderlebnis. Wer von Mosbach nach Mudau fährt, überwindet sanft ansteigend etwa 300 Höhenmeter, ohne dabei auf allzu steile Anstiege zu stoßen. Die ehemalige Bahntrasse schlängelt sich durch dichte Wälder, vorbei an kleinen Lichtungen und liebevoll gestalteten Rastplätzen. Besonders im Sommer sorgt die schattige Strecke für eine angenehme Tour, die auch bestens für Familien mit Kindern geeignet ist.
Die Bahnstrecke wurde 1905 eröffnet und diente lange Zeit als wichtige Verbindung zwischen den Odenwald-Gemeinden. Jahrelang fuhr hier eine laute Dampflok die Gleise entlang, die heute in Mudau besichtigt werden kann. Nach der Stilllegung im Jahr 1973 wurde die Strecke ab 1980 als Rad- und Wanderweg umgestaltet. Heute ist die Wanderbahn nicht nur ein landschaftliches Highlight, sondern auch ein Stück lebendige Geschichte. Entlang des Weges erinnern einige historische Bahnhofsgebäude und Informationstafeln an die frühere Bedeutung der Strecke.
Rheinland-Pfalz: Maare-Mosel-Radweg
Der Maare-Mosel-Radweg in Rheinland-Pfalz ist ein Paradies für Familien sowie Genießerinnen und Genießer, denn er bietet nahezu keine Steigungen, dafür aber umso mehr Naturerlebnisse. Auf der 58,5 Kilometer langen Strecke von Daun nach Bernkastel-Kues radelt man entspannt durch die sanfte Hügellandschaft der Eifel, vorbei an idyllischen Maaren, mit Grundwasser gefüllten Mulden vulkanischen Ursprungs.
Ein erstes kleines Abenteuer der Strecke wartet gleich zu Beginn: Der Anstieg zum Viadukt bei Daun fordert die Beine ganz kurz heraus, doch der weite Blick über die Eifel belohnt jede Anstrengung. Das nächste Highlight folgt bereits kurz darauf. Mit eingeschaltetem Licht geht es durch das „Große Schlitzohr“, einen der längsten Fahrradtunnel Deutschlands.
Saarland: Bliestal-Freizeitweg
Der Bliestal-Freizeitweg führt Radfahrerinnen und Radfahrer durch das malerische Biosphärenreservat Bliesgau, eine der schönsten Naturlandschaften im Saarland. Die 16,95 Kilometer lange Strecke zwischen Blieskastel-Lautzkirchen und Gersheim-Reinheim verläuft auf einer ehemaligen Bahntrasse und ist komplett asphaltiert, sodass sie sich für alle Fahrradtypen eignet - vom Rennrad bis zum Mountainbike.
Dank der ebenen Streckenführung bleibt die Tour angenehm entspannt und ist auch für Familien bestens geeignet. Ein besonderes Highlight ist neben zahlreichen Rastplätzen entlang der Blies auch die Barockstadt Blieskastel mit einer Altstadt voller Cafés, Restaurants und einem Kloster.
Thüringen: Mommelstein-Radweg
Der Mommelstein-Radweg zählt zu den landschaftlich schönsten Radwegen Thüringens und verbindet den Rennsteig-Radweg mit dem Werratal-Radweg. Auf der ehemaligen Bahnstrecke Schmalkalden-Brotterode, wo einst Dampfloks fuhren, sind seit 2003 Radfahrerinnen und Radfahrer unterwegs.
Die 30,7 Kilometer lange Strecke bietet mit ihren Höhenmetern (176 Meter bergauf und 629 Meter bergab) und landschaftlichen Highlights ein tolles Erlebnis für Naturfans. Besonders reizvoll ist der kurze Abstecher zum Wallenburger Turm, der mit einer beeindruckenden Aussicht über den Thüringer Wald belohnt - allerdings ist dieser Abstecher nicht für Rennräder geeignet, da der Weg durch den Wald führt und starke Steigungen aufweist.
Bayern: Gaubahn-Radwanderweg
Der Gaubahn-Radweg verbindet das Maintal mit dem Taubertal und führt auf einer stillgelegten Bahntrasse durch die sanft hügelige Landschaft des Ochsenfurter Gaus von Ochsenfurt nach Weikersheim. Mit nur 120 Höhenmetern auf 37 Kilometern ist die Strecke entspannt zu bewältigen. Der asphaltierte Weg führt größtenteils auf der alten Bahntrasse der ehemaligen Gaubahn, die bis 1992 in Betrieb war.
Besonders sehenswert sind die historische Altstadt von Ochsenfurt, das Kartäuserkloster Tückelhausen und das Barockschloss Weikersheim mit seinem Schlossgarten. Ein weiteres Highlight der Fahrradtour ist der alte Wartesaal in Gelchsheim, der heute Besucherinnen und Besuchern offensteht.
Bahntrassenradtouren sind beliebt
Das Radfahren auf ehemaligen Bahntrassen erfreut sich in Deutschland vielerorts großer Beliebtheit. Schließlich sind die Strecken meist flach, bestens ausgebaut und gut beschildert. Darunter zum Beispiel die Seiten „Bahntrassenradwege“ und „Bahntrassenradeln“.
Dank Infotafeln und Hinweisschildern lässt sich auf vielen dieser Radtouren auch etwas über die Geschichte der ehemaligen Bahntrasse erfahren. Gepaart mit alten Viadukten, teils restaurierten Bahnhöfen und gemütlichen Cafés und Imbissbuden ist das Bahntrassenradeln nicht umsonst für viele Radlerinnen und Radler ein Highlight in Deutschland.
In Deutschland gibt es inzwischen um die 813 Bahntrassenradwege, entsprechend etwa 5600 km (Quelle: A. Bartoschek 2024), etwa weitere 80 sind bereits in der Planung.
Die ehemaligen Bahnstrecken ermöglichen es dem Radler, unsere Mittelgebirgslandschaft auch ohne extreme Steigungen zu durchqueren und die Landschaft zu genießen. Sie sind mit ihren Bauwerken auch ein industriell-kulturelles Erbe, das durch die Pflege der Radwege erhalten werden sollte.
Auch in Deutschland ist durch die Stilllegung von immer mehr kleinen Bahnstrecken vor allem im ländlichen Gebiet eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Radwegen manchmal problematisch (z.B. Abschnitte des Werratalradwegs, Oechsenbahn-Radweg, Ulstertalradweg). Bei einigen der bekannteren Radwege gibt es aber bereits einen eigenen Busverkehr mit Fahrradanhänger.
Viele dieser komfortablen Radwanderwege überbrücken große Distanzen fernab vom motorisierten Verkehr - und das sogar innerhalb von Ballungsgebieten. Oft wurden die alten Tunnel und Viadukte in die Radwege mit einbezogen, sodass sich auch größere Höhenunterschiede bei bahntypischen Steigungen von wenigen Prozent bequem meistern lassen.
Mit teilweise erheblichem Aufwand ausgebaut und in touristisch reizvollen Landstrichen gelegen hat eine ganze Reihe von Bahntrassenradwegen inzwischen einen entsprechenden Bekanntheitsgrad erreicht. Daneben gibt es eine Vielzahl von Trassen, die man oft nur per Zufall entdeckt.
Auf meinen Radtouren habe ich viele nachahmenswerte Ideen gesehen, die einen Radwanderweg aufwerten. manchmal lassen sich Ideen nur auf ungewöhnlichen Wegen verwirklichen.
BahnRadweg Hessen
245 km sind es von Hanau über Fulda bis nach Bad Hersfeld, 400 km als Rundtour unter Einbeziehung des Fuldaradweges.
„Landschaftlich allererste Sahne“, so fällt das Votum derer aus, die schon auf der Strecke waren. Dank der Routenführung über extra angelegte Radwege auf ehemaligen Bahntrassen ist der BahnRadweg Hessen auch für den untrainierten Radler ein Genuss. Eine geringe Steigung trotz Mittelgebirge und Feinasphalt mit „Rollautomatik“ machen richtig Lust auf Fahrradfahren.
Ab dem Mainufer unterhalb von Schloss Philippsruhe in Hanau-Kesselstadt startet der BahnRadweg Hessen. Bis nach Bad Hersfeld sind es insgesamt 245 km landschaftlich tolle Kilometer. Die gute Bahnanbindung - nicht nur der beiden Endpunkte - sondern auch entlang der Strecke sowie Radbusse im Sommerhalbjahr machen viele Tourvarianten möglich: vom Tagesausflug bis zur Radelwoche als 400 km lange Rundtour. Im Süden ist die Anfahrt nach Hanau über den Mainradweg eine gute Alternative zur Bahn. Im Norden bieten die Radwege an Weser, Fulda und Werra eine ideale Anfahrt für Tourenradler.
Das passende Panorama bieten die Naturparke in Spessart, Vogelsberg und Rhön.
Die Barbarossastadt Gelnhausen, die Keltenwelt am Glauberg, Fachwerk in Lauterbach, die Burgenstadt Schlitz, das barocke Fulda oder die Kur- und Festspielstadt Bad Hersfeld sind die kulturellen Höhepunkte am Weg machen die Tour zu einem unvergessenen Erlebnis. Auch die Gedenkstätte Point Alpha ist nur knapp 4 km vom Weg entfernt (ab Geisa) und einen Abstecher wert. Hier standen sich die Vorposten von NATO und Warschauer Pakt vier Jahrzehnte lang Auge in Auge gegenüber.
Etappen des BahnRadweg Hessen
- Hanau-Glauburg - Vom Main in die Wetterau: Die erste Etappe des BahnRadweg Hessen kann ohne Probleme noch am Anreisetag gefahren werden. Sie startet in der schönen Stadt Hanau. Die Brüder-Grimm-Stadt glänzt mit ihrer Lage am Main und den zahlreichen Museen. Auf den folgenden 31 Kilometern für diese Etappe nach Glauburg. Schon zur Zeit der Kelten war diese Region besiedelt. In der Keltenwelt am Glauberg wird dies beeindruckend zur Schau gestellt. Länge: 31,2 km; Dauer: 2 bis 3 h
- Glauburg-Schlitz: Die zweite Etappe mit fast 85 Kilometern führt die Radfahrer nun weiter nach Osthessen. Ein lohnender Zwischenstopp kann in Gedern gemacht werden. Nur wenige Meter abseits des Radwegs gibt es beispielsweise ein Schloss zu entdecken. Der BahnRadweg führt nun weiter über Lauterbach mit dem Hohhaus-Palais nach Bad Salzschlirf, einer kleinen Kurstadt. Die Etappe endet in Schlitz - der Burgenstadt, die alle zwei Jahre ein großes Trachtenfest feiert. Länge: 84,4 km; Dauer: 7 bis 8 h
- Schlitz-Hilders: Der dritte Tag führt vom Vogelsberg in die Rhön. Auf 57 Kilometern folgen Sie nun dem Verlauf der Fulda in Richtung Ihrer Quelle. Auf diesem Weg erreichen Sie auch die gleichnamige Stadt Fulda. Die Stadt ist für ihr Barockviertel bekannt. Nun führt der BahnRadweg Hessen weiter nach Osten. Ein Highlight dieses Tages ist der Milseburg-Tunnel, welcher im Sommer durch Radfahrer befahren werden kann. Finaler Halt dieser Etappe ist in Hilders, wo die Beine zum Ende das Tages in dem Hallenbad Ulsterwelle abgekühlt werden können. Länge: 57 km; Dauer: 5 bis 6 h
- Hilders-Phillipstal: Diese Etappe des BahnRadweg Hessen folgt dem Ulstertal nach Norden. Über den Ort Tann gelangen Sie nach Geisa. Hier lohnt ein Abstecher zum Schlossensemble und zur Gedenkstätte der Deutsch-Deutschen Teilung Point Alpha. Zeit haben Sie für eine Besichtigung, da die Etappe nur knappe 40 Kilometer lang ist. Weiter führt die Route vorbei an Vacha und endet kurz danach in Philippsthal, wo Sie den Tag entspannt am Schloss ausklingen lassen können. Länge: 38,9 km; Dauer: 3 bis 4 h
- Phillipstal-Bad Hersfeld: Auch der fünfte Tag wartet mit einer kürzeren Etappe auf. Auf diesem Abschnitt führt Sie der Radweg in nur 32 Kilometern nach Bad Hersfeld. Das bietet Ihnen die Gelegenheit, die Stadt kennenzulernen. Mit der Stiftsruine, der Wissens- und Erlebniswelt „wortreich“ und dem dem Kurpark der Jahreszeiten gibt es wirklich allerhand zu entdecken. Länge: 32,1 km; Dauer: 3 bis 4 h
- Bad Hersfeld-Lauterbach: Um die Rundtour von 400 Kilometern zu ermöglichen, führt dieser Abschnitt zum größten Teil auf dem Fulda-Radweg R1. Zwischen Bad Hersfeld und Schlitz folgen Sie bitte der Ausschilderung des Fulda-Radweg R1. Kurz vor Schlitz steigen Sie wieder in den BahnRadweg Hessen ein und schließen die Tour und den Tag nach 43,3 Kilometern in Lauterbach ab. Länge: 43,3 km; Dauer: 4 bis 5 h
- Lauterbach-Birstein: Die vorletzte Etappe der Rundtour führt Sie wieder zielstrebig in den hessischen Süden. Von Lauterbach aus fahren Sie diesen Tag in 51 Kilometern nach Birstein. Der Weg gabelt sich hier bei Hartmannshain. Bitte achten Sie auf die Beschilderung. In Birstein können Sie Ihren Tag mit Blick auf das Schloss des Fürstenhaus Isenburg ausklingen lassen. Länge: 50,9 km; Dauer: 4 bis 5 h
- Birstein - Hanau: Den Abschluss Ihrer Radtour auf dem BahnRadweg Hessen haben Sie auf der Etappe von Birstein zurück nach Hanau. Auf der Strecke von 56 Kilometern fahren Sie auch durch Gelnhausen. Hier können Sie die berühmte Wasserburg Kaiserpfalz oder die Fachwerk-häuser in der Altstadt besichtigen. Länge: 56,2 km, Dauer: 4 bis 5 h
Von Mai bis Oktober fährt an allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen der Vogelsberger Vulkan-Express. Dabei handelt es sich um ein Netz aus sechs Buslinien. Alle Busse sindmit Radanhängern ausgestattet. Es gilt der RMV-Tarif, die Radmitnahme ist kostenlos. Drei der sechs Buslinien verlaufen entlang des Vulkanradweges, eine Buslinie pendelt entlangdes Südbahnradweges, eine weitere teilweise entlang der Niddaroute. Fünf der sechs Linien treffen sich auch auf dem Hoherodskopf.
Die Region Vogelsberg erreichen Sie aus Richtung Rhein-Main, Fulda und Gießen bequem mit der Bahn. Umstiegsmöglichkeiten zum Vulkan-Express bestehen in Hungen, Nidda, Stockheim, Wächtersbach, Lauterbach und Mücke.
Bahntrassenradeln im Ruhrgebiet
Bahntrassenradeln im Ruhrgebiet, d.h. dort radzufahren, wo einst Güterzüge zu den großen Fabriken fuhren und tonnenschwere Produkte raus in die weite Welt rollten. Ob HOAG-Trasse, Erzbahntrasse, Rheinischer Esel oder eine der anderen ehemaligen Bahnlinien: Jeder Bahntrassenradweg im Ruhrgebiet gibt Einblicke in die Geschichte der Region. Die ausgebauten Radwege führen direkt vorbei an beeindruckenden Industriedenkmälern und bieten dabei Radgenuss vom Feinsten.
Der Bananenradweg verläuft auf 3,6 Kilometern vom Dortmunder Zentrum nach Süden ins Emschertal und stellt damit eine wichtige Radverbindung vom Zentrum zum Phoenix See dar. Der Bahntrassenradweg der Elbschetalbahn führt vom Ruhrtal bei Wetter-Wengern nach Süden in den Ennepe-Ruhr-Kreis. Aktuell endet die Ausbaustrecke nach ca. Der Bahntrassenradweg Gneisenautrasse verläuft über 5,8 Kilometer vom Datteln-Hamm-Kanal bei Lünen zum Gelände der Zeche Gneisenau in Dortmund. Die Bahntrasse der ehemaligen Klöcknerbahn verläuft auf rund 13 Kilometern im Kreis Unna. Die Lothringentrasse verbindet auf knapp 5,5 Kilometern das Gelände der ehemaligen Zeche Lothringen mit dem Bochumer Stadtzentrum. Ein eher ungewöhnlicher Bahntrassenradweg liegt im Bochumer Süden. Die Springorumtrasse ist die optimale Verbindung, um in Bochum auf 9,7 Kilometern bestem Asphalt von der Innenstadt ins Ruhrtal zu radeln. Auf knappen 4 Kilometern führt die Wolfsbahntrasse in Duisburg Radelnde durch den Stadteil Marxloh. Ein Skulpturenpfad am Wegesrand präsentiert einige Kunstwerke lokaler Künstler:innen.
Bahntrassenradeln in Rheinland-Pfalz
Das entspannte Radeln über stillgelegte Bahnstrecken wird immer beliebter. In Rheinland-Pfalz hat sich das Bahntrassenradeln vor allem in den Mittelgebirgen etabliert. Hier haben die Dampfloks den Fahrrädern ihre Trassen überlassen. Routen fernab vom Straßenverkehr führen nahezu steigungsfrei mitten in die ursprüngliche Natur, durch Tunnel und über Viadukte. Schnaufen tun hier nur die Dampfrösser in der Erinnerung vergangener Zeiten!
Im Hunsrück geht es über den Schinderhannes-Radweg oder den Ruwer-Hochwald-Radweg. Von der Eifel bis zur Mosel führt zum Beispiel der Maare-Mosel-Radweg.
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