Der Wuhletal-Radweg bietet eine grüne Zeitreise und gilt als längste Grünfläche Berlins. Dieser Rad- und Wanderweg verbindet die Bezirke Marzahn-Hellersdorf und Köpenick miteinander.
Streckenverlauf und Highlights
Der Wuhletal-Wanderweg startet am S-Bahnhof Ahrensfelde. Durch die Havemannstrasse und das Stadtquartier der Ahrensfelder Terassen geht es in Richtung Osten. Vom Bahnhof Köpenick fährt man über den Radweg entlang der Bahnhofstraße bis zur Lindenstraße, biegt rechts ab und folgt der Wegführung bis zur Tankstelle. Links über die Straße geht es zur Wuhlemündung, die man nach 100 m erreicht. An der Mündung kann man einen Blick auf die Spree werfen.
Weitere Highlights des Wuhletals:
- Kienberg mit Aussichtsplattform Wolkenhain, Seilbahn und Naturbobbahn
- Gärten der Welt
- Abstecher Alt-Marzahn mit Tierhof und Bockwindmühle
- Wuhlgarten und ehemaliges Wilhelm-Griesinger-Krankenhausgelände
- Schloss Biesdorf mit der kommunalen Kunstgalerie
- Altstadt Köpenick
- Stadion an der Alten Försterei
Details zur Strecke
Der Wuhletal Radweg ist ursprünglich ein regionaler Wanderweg. Der Weg besteht aus Asphalt, festen Schotterwegen und Betonplatten und ist nicht rennradtauglich. Besonders am Wochenende sind viele Fußgänger, Jogger und unangeleinte Hunde unterwegs. Dennoch wird man durch die sehr grüne Strecke belohnt. Die Berliner City ist nicht allzuweit entfernt.
In Köpenick besteht u.a. Verbindung an den Spree-Radweg (ist im Track berücksichtigt s.u. -> im GPS-track -> Verlängerung bis zur Langen Brücke). Der Weg beginnt an der Lindenstraße zwischen Tankstelle und Wuhle. Wenige Meter entfernt befindet sich die Alte Försterei Stadion des 1. FC Union Berlin. Auf der anderen Straßenseite ist der Zugang zur Mündung in die Spree möglich.
Wegbeschreibung
Auf dem Weg entlang der Tankstelle bis zur Hämmerlingstraße, weiter bis zur Unterführung der Bahn. Straßenseite am Bahndamm wechseln und links an der Wuhle weiter (ab hier ist der Weg ausgeschildert). Der Weg wechselt im gesamten Verlauf mehrmals die Uferseite (Ausschilderung beachten). Kurz vor der Straße Alt-Kaulsdorf biegt der Weg nach rechts ab und unterquert die Straße. Anschließend weiter bis zum S- und U-Bahnhof Wuhletal. Durch die Unterführung und über die Straße, der Weg führt links der Wuhle ausgeschildert weiter. Alternative - der Weg rechts der Wuhle. Dieser führt über 3.4 km direkt an der Wuhle entlang.
An der Landsberger Allee ist die Fortsetzung des Radweges nicht gut einzusehen. Nach Überquerung der großen Kreuzung ca. 150 m nach links.
Detaillierte Streckenabschnitte
Von der Mündung als „offiziellem“ Start geht es nun immer an der Wuhle entlang. Es gibt teilweise mehrere parallele Wege, von denen mindestens einer mit dem Fahrrad befahren werden kann. Manchmal gibt es parallel noch einen Weg mit schlechterer Beschaffenheit als Wanderweg, manchmal kann man auf beiden Seiten der Wuhle fahren. Kreuzende Straßen müssen in der Regel überquert werden, da die Brücken nicht so hoch sind, als dass die Radwege unter ihnen hindurchführen würden. Es gibt aber nur zwei ziemlich hässliche große Kreuzungen.
Der S-Bahndamm wird nach dem Forum Köpenick (Einkaufszentrum) durch einen Tunnel unterquert. Nach einem kurzen Stück auf der Straße Am Bahndamm, biegt man rechts auf den linksseitigen Radweg an der Wuhle ab. An der Birnbaumer Straße wird über die Holzbrücke auf die rechte Wuhleseite gewechselt. An der Straße 19 wird über eine Brücke wieder auf die linke Uferseite gewechselt. Hier geht es dann links am Wuhlesee herum, den man aber nicht zu Gesicht bekommt. Der Radweg endet an der Zimmermannstraße. Diese Straße ist je nach Tageszeit durchaus gut befahren. Nach der Überquerung geht es auf der rechten Uferseite weiter. Dieses Teilstück endet an der Heesestraße. Hier muss man links abbiegen und nach der Brücke rechts auf dem Radweg weiterfahren. Dieses Teilstück endet an der B1/B5.
Die Strecke führt nun an der Biesdorfer Höhe vorbei. Man sollte die Gelegenheit nutzen und zu Fuß hinauf gehen. Oben kann man bei gutem Wetter eine schöne Aussicht auf das Wuhletal mit dem Kienberg und Kaulsdorf genießen. Sitzmöglichkeiten laden zu einer Rast ein. Anschließend geht es weiter zum S/U-Bahnhof Wuhletal, den man durch den Tunnel unterquert. Der Radweg führt links von der Wuhle weiter, diesmal allerdings etwas abseits vom Gewässerverlauf. An der Cicilienstraße biegt man rechts ab und fährt ca. 50 m bis links auf der anderen Straßenseite der Radweg weiter führt. Hier führt die Strecke an Hellersdorfer Hochhäusern vorbei. Rechts verläuft parallel zum Radweg eine Fernwärmeleitung. Auf der linken Seite befindet sich an dieser Teilstrecke der Kienberg.
Dieser Berg erhebt sich mit üppigen 102 m über der Stadt. Eigentlich wurde die Gegend in der letzten Eiszeit geprägt und ist eine Grundmoränenlandschaft ohne größere Erhebungen. Die heutige Höhe und Form des Kienberges wurde durch Landschaftsarchitekten künstlich geschaffen. Man kann mit dem Rad einen serpentinenförmigen Weg bis auf das Plateau mit Aussichtsplattform und Rastplätzen hinauffahren. Gute Puste ist hierfür erforderlich. Von oben hat man bei gutem Wetter Aussicht auf die Wohngebiete Marzahn und Hellersdorf sowie die Ahrensfelder Berge und die Biesdorfer Höhe. Im Sommer ist die Sicht durch den dichten Bewuchs etwas eingeschränkt. Bei der Abfahrt vom Kienberg sollte man nie zu schnell werden, weil man auf dem befestigten Kies ins Rutschen kommen kann bzw.
Zurück auf dem Radweg erreicht man nach ca. 800 m die Eisenacher Straße. Fährt man hier nach links, kommt man zum Eingang vom Erholungspark Marzahn mit den Gärten der Welt. Hier kann man ohne weiteres mehrere Stunden verbringen und das herrliche Gelände genießen. Der Radweg führt auf der anderen Seite der Eisenacher Straße weiter auf der rechten Seite des Gewässers. Nach einigen hundert Metern kommt man zur sehr belebten Kreuzung Landsberger Allee/Eichner Chaussee/Zossener Straße. Hier ist Absteigen die bessere Wahl, um auf die andere Straßenseite zu gelangen. Man überquert die Brücke nach links und fährt nach ca.
Bei der Überquerung der Kemberger Straße wird wieder die Uferseite von links nach rechts gewechselt. Vorbei an den Hochhäusern kommt man zur Märkischen Allee. Hier gibt es nur linksseitig eine Wegführung. Man biegt nach links, überquert die Wuhletalstraße, fährt dann rechts unter der Brücke hindurch und dann sofort hart rechts einen schmalen Sandweg hinauf. Der Radweg führt oben nach links weiter bis zur Ahrensfelder Chaussee (L1006). Hier biegt man nach rechts auf den Radweg der L1006 und fährt bis zur S-Bahn-Station Ahrensfelde.
Wichtige Hinweise
- Der Wuhle-Wanderweg ist für schnelles, ungebremstes Radeln nicht geeignet!
- Teils musst du Rücksicht nehmen auf Fußgänger.
- Der Weg ist nicht immer asphaltiert, aber in der Regel gut fahrbar; an vielen Stellen geht er auf beiden Seiten der Wuhle, sodass du dir die bessere Seite aussuchen kannst.
Zusammenfassung
Erleben Sie eine beeindruckende Radtour auf dem Wuhleradweg, wo Kultur, Natur und Geschichte aufeinandertreffen. Entdecken Sie historische Bauwerke in Köpenick und die malerischen Gärten der Welt. Unvergessliche Eindrücke und Erlebnisse warten auf Sie.
Die Parks und Grünflächen entlang des Wuhletalwegs
Der Wuhletalweg begleitet auf 16 km die Wuhle vom Eiche-Park in Ahrensfelde bis zur Mündung in die Spree in Köpenick. Die Wuhle, ein bis in die 1980iger Jahre hauptsächlich als Abwasserkanal genutztes Gewässer, ist heute ein sauberer Bach, in und an dem sich kleine Fische, seltene Insekten und verschiedene Vogelarten tummeln. Der Weg verläuft mal links, mal rechts der Wuhle und zeigt eine erstaunlich grüne Seite des Bezirks Marzahn-Hellersdorf.
- Das parkartige nördliche Wuhletal (u.a. mit Eiche-Park und Ahrensfelder Bergen) zwischen den Großsiedlungen von Marzahn und Hellersdorf gehört mittlerweile zu den beliebtesten Grünflächen im Nordosten von Berlin.
- Der Weg quert dann die Bahntrasse am Bahnhof Wuhletal und wechselt am Fuß der Biesdorfer Höhe wieder auf die westliche Seite der Wuhleniederung.
- Es geht über Schmetterlingswiesen und Binsengrund, vorbei an Wuhleblase und Wuhlesee bis der Weg südlich des Stadions „An der Alten Försterei“ die Wuhlemündung in die Spree erreicht.
Der Wuhletalweg beginnt an der nördlichen Stadtgrenze und folgt der Wuhle bis zur Mündung in die Spree. Die Wuhle hat ihre Quelle unweit im Brandenburgischem Ahrensfelde. Der Park am Weidengrund lädt mit großen Wiesenflächen und lockerem Gehölzbestand in direkter Nähe zur Siedlung zum Spazieren und Verweilen ein. Von den Ahrensfelder Bergen kann man bis nach Mitte schauen und schöne Sonnenuntergänge erleben. Der Kienberg ist ein 110 Meter hoher Hügel, der 2017 Teil der Internationalen Gartenschau (IGA) war. Dafür wurde eine Seilbahn errichtet, die das Wuhletal überspannt. Der Wolkenhain auf dem Kienberg ist sozusagen die "Bergstation" der Seilbahn.
- Der Wuhltalweg führt durch die Grünfläche der Heil- und Pflegeanstalt Wuhlgarten, eine der vier großen Nervenheilanstalten, die Ende 19./20. Jahrhundert am Stadtrand von Berlin errichtet wurden.
- Diese Heilanstalten haben eine wichtige Rolle bei der „Vernichtung unwerten Lebens“ im Dritten Reich gespielt und sind heute Gedenkorte für die Opfer der Euthanasie.
Der Wuhletagweg führt westlich an der Biesdorfer Höhe vorbei. Sie ist mit 82 Metern die dritthöchste Erhebung im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Die Schmetterlingswiesen sind eine weitläufige Parklandschaft, die überwiegend aus naturnahen Wiesen und säumenden Bäumen besteht. Die verschiedenen Grünräume und Parks gehen entlang der Wuhle fließend in einander über. Der Binsengrund wird meist als Grünzug für Fußgänger und Radfahrer wahrgenommen. Typisch für den Wuhletalweg ist übrigens der zweispurige Weg. Die Wuhleblase ist eine relativ kleine Ausbuchtung der Wuhle und dient als Lebensraum für verschiedene Tiere. Dem Großen Graureiher (Ardea cinerea) dient er als Nahrungsquelle. Der Wuhlesee mit Schilfgürtel und Laubbäumen wirkt sehr naturnah, ist jedoch ein angelegtes Wasserbecken und diente ursprünglich der Grundwasserabsenkung. Die Wuhle fließt jedoch gar nicht durch den Wuhlesee, sondern wird westlich an ihm vorbei geführt.
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