Der Radweg Augsburg Venedig ist eine beliebte Route für Radfahrer, die die Alpen überqueren und die Schönheit Süddeutschlands, Österreichs und Italiens erleben möchten. Zahlreiche Attraktionen reihen sich wie glänzende Perlen an einer Kette aneinander: Beginnend mit dem malerischen Donauwörth am Ausgangspunkt der Tour, mit dem bis auf die Römer zurückgehenden Augsburg und dem romantischen Schloss Neuschwanstein.
Etappe 1: Individuelle Anreise nach Augsburg
Individuelle Anreise in die ehemalige römische Provinzhauptstadt "Augusta Vindelicorum". Der Name der Stadt Augsburg geht auf die römische Provinzhauptstadt Augusta Vindelicorum zurück, die 15 v. Chr. unter Kaiser Augustus gegründet wurde. Bekannt wurde Augsburg allerdings als „Fugger-Stadt“.
So ist ein Besuch in der Fuggerei, dem ältesten noch heute genutzten sozialen Wohnbau der Welt fast Pflicht.
Etappe 2: Augsburg - Landsberg (ca. 50 km)
Der Weg nach Landsberg steht unter dem Motto „gemütliches Einradeln auf völlig flachem Terrain“.
Etappe 3: Landsberg - Region Schongau (ca. 45 km)
Am Horizont kann man jetzt bereits die nahenden Alpen ausmachen. Zunächst können Sie aber alle Sinne noch auf das Erleben der einmalig schönen Landschaft der Region Pfaffenwinkel richten. Schongau wartet auf mit einer malerischen Altstadt und der fast vollständig erhaltenen Stadtmauer.
Tipp des Autors: Ein kurzer Abstecher in die historische Altstadt von Schongau ist sehr lohnenswert!
Etappe 4: Region Schongau - Füssen/Schwangau (ca. 40 km)
Nach dem Abschied von Schongau führt der Weg weiter entlang dem Lech Richtung Tirol. Noch vor der Grenze zu Österreich wartet bei Füssen das „Märchenschloss“ Neuschwanstein auf seine Besucher.
Etappe 5: Füssen/Schwangau - Imst (ca. 40 km)
Die Route führt zunächst von Füssen nach Reutte. Von dort aus bringen wir Sie per kräfteschonendem Transfer über den Fernpass. Vom Schloss Fernstein aus radeln Sie dann via Nassereith durch das malerische Gurgltal weiter bis Imst. Ein „bieriges“ Erlebnis erwartet Sie auf Schloss Starkenberg mit seiner traditionsreichen Privatbrauerei.
Etappe 6: Imst - Ferienregion Reschensee & Obervinschgau (ca. 55 km)
Gut gestärkt radeln Sie zunächst von Imst in die Bezirkshauptstadt Landeck. Ab Landeck gelangen Sie per organisiertem Transfer nach Nauders, wo Sie wenig später am Reschenpass die Grenze nach Italien und damit den Alpenhauptkamm überqueren. Vorbei am Reschenstausee mit einem der bekanntesten Fotomotive Südtirols - dem versunkenen Kirchturm von Altgraun - radeln Sie bergab Richtung Mals. Genießen Sie den ersten Abend in Südtirol in den alten Gässchen des Ortes.
Etappe 7: Ferienregion Reschensee & Obervinschgau - Meran (ca. 65 km)
Nun gilt es, den gesamten Vinschgau zu durchqueren. Dabei führt der Weg von rund 1.200 m Seehöhe in Burgeis hinunter auf 350 m Seehöhe in Meran. Oft folgen Sie dabei direkt dem Lauf der Etsch. Vom Startort aus führt diese Genusstour zunächst hinunter in die kleinste Stadt des Alpenraumes nach Glurns. Über die Marmorortschaft Laas erreichen Sie dann Naturns und schließlich - vorbei an der markanten Burg Kastelbell - die Kurstadt Meran. Entspannen Sie sich hier bei einem abendlichen Rundgang an der Passerpromenade inmitten einer subtropischen Pflanzenwelt.
Etappe 8: Meran - Ferienregion Castelfeder (ca. 50 km)
Viel Staunenswertes liegt an dieser Strecke: der berühmte Schnatterpeckaltar in der Kirche zu Niederlana, der höchste Kirchturm Südtirols in Terlan sowie zahlreiche Burgen und Ruinen auf beiden Talseiten. Und - nach der Möglichkeit für einen kurzen Abstecher in Südtirols Hauptstadt Bozen bietet sich am Kalterer See eine erstklassige Gelegenheit zur Abkühlung eventuell müde gewordener Radlerbeine.
Etappe 9: Ferienregion Castelfeder - Trient (ca. 50 km)
Weiter führt die Route zunächst entlang der Etsch durch Obstgärten bis Salurn, wo das deutschsprachige Südtirol endet. Das Ende der Etappe ist dann in Trient, wo Sie von der sehr sehenswerten Altstadt mit Dom und Schloss Buonconsiglio empfangen werden.
Etappe 10: Trient - Belluno Veronese und Umgebung (ca. 55 km)
An Kanälen des Etsch Flusses führt der Weg heute sehr angenehm über Städtchen wie Rovereto und Pilcante bis Avio oder in die kleine Ortschaft Belluno Veronese. Hier - so sagen Feinschmecker - wird seit dem 15. Jahrhundert der edelste Tropfen Wein ganz Italiens angebaut. Obwohl diese Region weniger als 10 Kilometer Luftlinie vom Gardasee entfernt liegt, bleibt hier das touristische Treiben größtenteils aus. Genießen Sie die beschauliche Ruhe Ihres Etappenortes bei einem guten Glas Wein.
Etappe 11: Belluno Veronese und Umgebung - Verona (ca. 55 km)
Verona quasi schon vor Augen ist zunächst nochmals ein kleiner Anstieg zu bewältigen, bevor die Stadt von Romeo & Julia erreicht ist. Viel Vergnügen beim Flanieren, Entdecken, in der Arena oder einfach beim Genießen …
Etappe 12: Abschied nehmen von Verona
Nach dem Frühstück erwatet Sie Ihre individuelle Heimreise.
Alternativen und Varianten
Alternativ hier nicht über Ehrwald und den verkehrsreichen Fernpass (1215m) nach Imst, sondern über Stanzach, Elmen aufs Hahntennjoch (1903m, ca 900Hm sind vom Lechtal aus zu bewältigen). Von Reutte bis Heiterwang sind 200 Hm Steigung zu überwinden, teilweise auf Schotterwegen. Zwischendurch passiert man die Ehrenberger Klause. Von Heiterwang bis Lähn ist der Radweg asphaltiert.
Die direkte Strecke ins Valsugana wird von einer Schnellstraße mit Tunnels eingenommen. Sie kann auf der alten Strada della Valsugana umgangen werden, auf Kosten von 300 Hm.
Die Via Claudia Augusta
Die Via Claudia Augusta begann einst im Hafen Altinum in der Nähe von Venedig und führte über den Reschen pass, Landeck, Imst und den Fernpass weiter an die Donau nach Donauwörth. Unter Kaiser Claudius wurde die Straße bis zur Donau verlängert und endgültig fertiggestellt. Claudius verlieh ihr den Namen "Via Claudia Augusta", benannt nach seinem Vater.
Die beste Jahreszeit für die Via Claudia Augusta ist von April bis November. Dabei sollest du jedoch die Schneelage auf dem Fern- und Reschenpass im Auge behalten.
Du fährst auf asphaltierten oder geschotterten Radwegen und ruhigen Nebenstraßen. Der Radfernweg folgt einer alten Römerstraße, der Via Claudia Augusta, welche die Adria mit der Donau verband.
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