Radfahren rund um Hermeskeil und Türkismühle: Entdecken Sie die Region mit dem Fahrrad

In der facettenreichen Mittelgebirgslandschaft von Hunsrück und Nahe wird Ihr Radurlaub zum Genussurlaub. Mit dem Fahrrad erkunden Sie auf ausgeschilderten Radwegen aussichtsreiche Landschaften, mystische Burgen und einsame Wälder. Es warten familienfreundliche Radwege und ausgedehnte Touren auf Sie - wir wünschen viel Spaß!

Radtouren in der Region Hermeskeil-Türkismühle

Die Region um Hermeskeil und Türkismühle bietet eine Vielzahl von Radwegen für unterschiedliche Ansprüche. Hier eine Übersicht einiger Routen:

  • Ruwer-Hochwald-Radweg: Auf der 48 km langen Tour von Trier-Ruwer, über Waldrach und Kell am See, nach Hermeskeil, führt die Route über eine ehemalige Bahnstrecke und zeigt die schöne Landschaft der Region aus einer Perspektive, die man früher nur aus dem Zugfenster genießen konnte.
  • Wald-Wiesen-Wacken Radweg: Auf dem E- oder Mountainbike geht es durch die idyllische Wald- und Wiesenlandschaft der Urlaubsregionen Hermeskeil und Thalfang am Erbeskopf. Die beschilderte Strecke verläuft auf ruhigen Nebenstraßen sowie Schotterwegen und richtet sich an genussorientierte Tourenfahrer, die sich auf Forstwegen wohl fühlen.
  • Hunsrück-Radweg: Der 155 km lange Hunsrück-Radweg ist eine erlebnisreiche Radroute durch erholsame Hunsrück-Natur, als gesamte Strecke vor allem für geübte Freizeitradler geeignet. Einzelne Abschnitte wie z.B. zwischen Zerf und Hermeskeil oder Morbach und Simmern können auch Gelegenheitsradler genießen.
  • Primstal Radweg: Der im Jahr 2010 fertiggestellte erste Bauabschnitt des idyllischen Primstalradweges (auch als Dr. Hanspeter Georgi Radweg bezeichnet) zwischen Hermeskeil und Nonnweiler verbindet den Ruwer-Hochwald-Radweg mit dem saarländischen Radwegenetz.
  • Rad-Aktiv-Route "in Hermeskeils Südwesten": Zwischen Prims, Wadrill und Ruwer, wo der Hochwald die Wasserscheide bildet zwischen Mosel und Saar und wo Prims und Wadrill strikt nach Süden fließen, kurvt die 45 km lange Hermeskeiler Runde in grober Zackenbewegung hoch und runter übers Land.
  • Nationalpark-Radroute: Gut 90 km auf und ab führt der Rundkurs um den Nationalpark. Gut trainiert sein sollten Sie schon - oder im Besitz eines E-Bikes. Dann steht dem Fahrvergnügen nichts im Wege.
  • Flugzeug-Feuer-Fahrrad Runde: Die Tour startet am Neuen Markt in Hermeskeil. Je nach Planung besteht hier die Möglichkeit, das Feuerwehrerlebnismuseum zu besuchen. Die Tour geht durch die Fußgängerzone, dann aus Hermeskeil hinaus Richtung Flugzeugmuseum, das selbstverständlich auch besichtigt werden kann.
  • Hermeskeil - Aussichtsturm Rascheid: Startpunkt Bahnhof Hermeskeil über den Ruwer-Hochwald-Radweg bis zum Peerdsboar. Ab hier folgt man der Ausschilderung Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert bis zur Autobahnbrück.

Weitere Radwege und Tourenvorschläge

Neben den genannten Routen gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten, die Region mit dem Fahrrad zu erkunden. Die Rad-Broschüre "Rad-Touren" - Rund um Gusenburg bietet viele tolle Tourenvorschläge, die neben der Grimburg, Hermeskeil, Reinsfeld sowie Kell am See auch ins beachbarte Saarland führen.

RADBUS RUWER-HOCHWALD

Bequem können mit dem RegioRadler die Höhen des Hunsrück erreicht werden, und fast genauso einfach kann man sich die rund 50 km nach Trier ins Moseltal hinabrollen lassen. Der RegioRadler Ruwer-Hochwald ist einer von insgesamt neun Fahrradbussen im nördlichen Rheinland-Pfalz.

Der Bus, mit einem Fahrradanhänger ausgestattet, ist zwischen dem Moseltal und dem saarländischen Türkismühle unterwegs und bindet unter anderem Hermeskeil und Reinsfeld an. Der verkehrt vom 1. Mai bis Mitte Oktober an Samstagen, Sonn- und Feiertagen und an schulfreien Wochentagen in Rheinland-Pfalz täglich zwischen Trier, Hermeskeil und Türkismühle und kann insgesamt 22 Räder transportieren.

Bahnstrecke Türkismühle - Nonnweiler - Hermeskeil

Die Bahnstrecke Türkismühle - Nonnweiler - Hermeskeil ist betrieblich stillgelegt und die Schienen sind entfernt. Sie war streckenweise zweigleisig trassiert.

Für die Reaktivierung der Bahnstrecke Türkismühle - Nonnweiler - Hermeskeil müssten bis zu 6 Stationen errichtet, 9 Bahnübergänge technisch gesichert sowie 2 Tunnel und 8 Brücken und Durchlässe im Hinblick auf den Sanierungsbedarf geprüft werden.

Die Kosten für die Reaktivierung können nicht beziffert werden, da der Zustand des Unter- und Oberbaus sowie der Brücken und Tunnel nicht bekannt ist. Für die Errichtung der Stationen und für die Sicherung der Bahnübergänge ist jedoch von mindestens 5 Mio. EUR zzgl. der Kosten für die Instandsetzung des Oberbaus und der Ingenieurbauwerke auszugehen.

Zudem müssten die entfernten Gleisanlagen neu aufgebaut werden. Die Anpassung des Oberbaus (Gleisüberhöhungen) würde weitere Kosten verursachen, um die für einen Stundentakt erforderlichen Geschwindigkeiten fahren zu können.

Für die Reaktivierung und Modernisierung der Strecke Hermeskeil-Türkismühle ist somit mit Investitionskosten in Höhe von mindestens 10 bis 20 Mio. zu rechnen.

Durch den geplanten Radweg bleibt die Trasse der Hochwaldbahn durchgehend erhalten. Damit wäre eine Reaktivierung unter zukünftig geänderten Rahmenbedingungen nicht grundsätzlich ausgeschlossen.

Sötern: Ideales Ziel für Radfahrer

Sötern ist ein ideales Ziel für alle, die gerne aktiv die Natur erkunden - sei es auf dem Fahrrad oder zu Fuß. Für Radfahrer bietet der Bahnradweg St. Wendeler Land eine perfekte Möglichkeit, die Region entlang der ehemaligen Bahnlinie zwischen Türkismühle und Hermeskeil zu entdecken.

Der asphaltierte Radweg ist besonders familienfreundlich, da er weitgehend flach verläuft und sich hervorragend für gemütliche Ausflüge eignet.

Wer es etwas anspruchsvoller mag, kann über geschotterte Wirtschaftswege die sanfte Mittelgebirgslandschaft erkunden oder in den umliegenden Wäldern von Sötern bei fordernden Anstiegen und rasanten Abfahrten sportliche Herausforderungen finden. Egal ob entspannt oder sportlich - auf dem Fahrrad lässt sich Sötern in all seinen Facetten genießen.

Der Ruwer-Hochwald-Radweg im Detail

Zwischen Trier und Hermeskeil ist eine neue rheinland-pfälzische Traumroute entstanden, die einen Meilenstein in der radtouristischen Erschließung der Region Ruwer-Hochwald darstellt.

Die 48 Kilometer lange Strecke von Trier/Ruwer nach Hermeskeil zählt mit zu den schönsten Radwegen auf Bahntrassen in Deutschland. Der größte Teil der Strecke verläuft auf der Trasse der ehemaligen Hochwaldbahn, nur der Abschnitt Zerf - Kläranlage Mandern nutzt einen Wirtschaftsweg (Naturschutz).

Der Radweg folgt zunächst in südlicher Richtung dem Fluss Ruwer aufwärts und überquert ihn im Verlauf auf zahlreichen Brücken (die Bahnstrecke hatte 28 Ruwerbrücken).

Im unteren Verlauf zwischen Ruwer und Pluwigerhammer dominiert der Weinanbau, danach taucht die Strecke in einen einsamen, waldreichen Abschnitt durch das Ruwertal ein.

Nach Zerf macht der Radweg einen Bogen in Richtung Osten und verlässt aus Naturschutzgründen die Bahntrasse. Auf einem Wirtschaftsweg geht es mit mäßiger Steigung nach Mandern. Vor dem Ort wechselt der Radweg wieder auf die Bahntrasse bis nach Kell am See.

Etwa bei Kilometer 38, kurz vor Reinsfeld, ist der höchste Punkt der Strecke erreicht. Das Kapital dieses Radwegs ist vor allem die einsame Landschaft des oberen Ruwertals und der Höhen des Hochwalds.

Stationen des Ruwer-Hochwald-Radwegs

Trier/Ruwer - Mertesdorf - Kasel - Waldrach - Korlingen - Sommerau - Gusterath - Pluwig - Hinzenburg - Lampaden - Hentern - Zerf - Schillingen - Kell am See - Reinsfeld - Hermeskeil

Geschichte der Hochwaldbahn

Die Hochwaldbahn Trier - Hermeskeil wurde im Jahr 1889 eröffnet. Ab 1969 und 1986 wurde der Personenverkehr abschnittsweise eingestellt, 1989 auch der Güterverkehr. Der Museumsbahnbetrieb auf dem Abschnitt Hermeskeil - Türkismühle durch den Hochwaldbahn e. V. wurde 2012 eingestellt, der Abschnitt ist seit 2014 stillgelegt.

Impressionen entlang des Ruwer-Hochwald-Radwegs

  • Etwa 6 Kilometer sind es vom Hauptbahnhof Trier zum Beginn des Ruwer-Hochwald-Radwegs in Ruwer. Beim Industriegebiet Nord folgt die Beschilderung der Bahnstrecke.
  • Am alten Haltepunkt in Ruwer geht es los, hier findet man erstmalig auch das Logo des Ruwer-Hochwald-Radwegs (RHR).
  • Kilometer 2,5 der alten Bahnstrecke. Es geht vorbei an der Hüster Mühle.
  • Nächster Haltepunkt ist Mertesdorf.
  • Bahnhof Mertesdorf, heute Gaststätte "California"
  • Ein altes Signal ist erhalten geblieben. Wir erreichen Kasel.
  • Vorbei am Bahnhofsgelände. Weiter nach Waldrach.
  • Am alten Bahnhof in Waldrach. Wir passieren eine der vielen Brücken.
  • Schön erhaltene Kilometrierung. Der nächste Ort ist Sommerau.
  • Der Ort duckt sich ins Flusstal. Hier hat es einige Bäume erwischt!
  • Kilometer 12,2 - Gasthof Reh mit Terrasse. Abzweig nach Pluwig Ortsmitte (2 km).
  • Und wieder eine der vielen Ruwerbrücken. Die alte Steinbogenbrücke wurde mit einer Betondecke versehen. Der Bahnhof Pluwiger Hammer ist Privathaus.
  • Der Radweg auf der Bahntrasse durchschneidet die felsige Landschaft.
  • Ein wildromantischer Streckenabschnitt. Die nächste Kreuzung bei Lampaden (1,5 km entfernt) ist wieder barrierefrei.
  • Und nochmal folgt ein mächtiger Einschnitt in die Felsen, dann erreicht man Hentern.
  • Eine alte Brücke überspannt die Trasse - und kurz vor dem Bahnhof Zerf noch eine Brücke.
  • Am Bahnhof Zerf
  • Kurz danach verlässt der Radweg die Bahntrasse: für 3,5 km folgen wir einem Wirtschaftsweg. Die Strecke ist nicht ganz so eben wie eine Bahntrasse!
  • Vor Mandern geht es wieder auf die Trasse. Gut abgesichert führt die Strecke leicht bergauf.
  • Der Radweg bei Niederkell. Noch einmal überqueren wir die Ruwer.
  • Es geht weiter aufwärts durch die Rapsfelder. Bei Kell am See steht diese schmucke Metallbrücke.
  • Vorbei geht`s am Bahnhof von Kell.
  • Der Scheitelpunkt der Strecke ist erreicht. Nun geht es etwas bergab nach Reinsfeld.
  • Dort hat diese alte Lok der Hochwaldbahn ihren Ruheplatz gefunden. Der alte Bahnhof ist wie so oft Wohnhaus.
  • Nocheinmal führt die Strecke leicht bergauf.
  • Bahnkilometer 45,5: Um die Kurve, dann müssen wir unter der Autobahn A1 durch. Wir folgen den Schienen der Hunsrückquerbahn Richtung Hermeskeil.
  • Das Ziel ist gleich erreicht. Bahnkilometer 50! Einfahrt in den Bahnhof Hermeskeil.
  • Hier stehen ein paar alte Schätzchen. Ende des Radwegs!
  • Der Bahnhof ist bewirtschaftet.

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