Radweg Möhnesee: Eine umfassende Streckenbeschreibung

Der Möhnesee, liebevoll als das „Westfälische Meer“ bezeichnet, ist nicht nur ein Paradies für Wassersportler, sondern auch ein wahres Eldorado für Wanderer und Radfahrer. Die sanfte Hügellandschaft des Sauerlands, kombiniert mit den weiten Ausblicken über das Wasser, bietet ideale Bedingungen für abwechslungsreiche Touren. Etwa 40 Kilometer Uferlänge laden ein, den Möhnesee mit dem Fahrrad zu erkunden. Die flächenmäßig größte Talsperre im Sauerland und ihre Umgebung ermöglichen, eingebettet in das Knotenpunktsystem, einfaches „Radeln nach Zahlen“.

Die Möhnesee-Rundtour

Die Möhnesee-Rundtour ist die wohl bekannteste und beliebteste Radtour der Region. Auf etwa 40 Kilometern führt der Rundkurs einmal um den See und bietet dabei abwechslungsreiche Landschaften und viele Gelegenheiten für kleine Pausen mit herrlichen Ausblicken. Startpunkte gibt es viele, doch besonders beliebt ist der Start an der Staumauer in Günne. Von hier aus geht es zunächst am Nordufer entlang, vorbei an kleinen Ortschaften und durch schattige Waldgebiete.

Die Strecke kann in einem gemütlichen Tempo in etwa 3 bis 4 Stunden bewältigt werden. Wer es sportlicher angehen möchte, kann die Runde natürlich auch schneller fahren.

Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten

Beginnend in Körbecke, dem Hauptort der Gemeinde Möhnesee folgen wir der 33 km Tour rund um das westfälische Meer. Idealer Ausgangspunkt für die Tour ist das Haus des Gastes in Körbecke. Von diesem ausgehend radeln Sie nördlich und biegen links ab in „Am Daiwesweg“ in Richtung Knotenpunkt 75. Die Strecke führt durch Felder und Wiesen und bietet tolle Weitsichten auf Möhne und Haar.

Wir radeln in den Ortskern und halten uns an die Ausschilderung Richtung Knotenpunkt 70. Am Seepark angekommen geht es weiter in östliche Richtung dem Knotenpunkt 69 folgend. Die Orientierung auf dieser Tour fällt leicht, da wir durchgehend am Ufer des Sees entlang radeln.

Auf dem Weg begegnen uns in Stockum am Stockumer Damm, sowie in Wamel die ersten Informationstafeln. Vorbei an der romantischen Kanzelbrücke treffen wir nach Querung des Möhneflusses in Völlinghausen auf die nächste Station. Entlang der Südseite des Möhnesees begegnen uns drei weitere Tafeln, die Erinnerungen an längst vergangene Zeiten wecken. An der Delecker Brücke angekommen, halten wir uns weiter an der Südseite des Sees und genießen von den Naturbalkonen der Hevehalbinsel die tollen Ausblicke auf den Möhnesee. Die Tour führt uns weiter Richtung Hevedamm, welchen wir überqueren und schließlich rechts ab zur Staumauer des Sees. Unterwegs gibt es weitere spannende Geschichten aus der Vergangenheit.

Hinab Richtung Seeufer stoßen Sie auf das Haus Delecke und folgen ab hier der Beschilderung Richtung Knotenpunkt 71. Der Anleger der MS Möhnesee in Delecke lädt zu einer einstündigen Rundfahrt auf der Talsperre ein (April-Oktober). Nachdem Sie die Delecker Brücke überquert haben halten Sie sich rechts dem Knotenpunkt 73 folgend und radeln entlang der Naturpromenade Hevehalbinsel. Schon werden Sie vom Knotenpunkt 72 gelockt, von welchem aus Sie die Tour entlang dem südlichen Seeufer fortsetzen. Ein Abstecher zum 40m hohen Möhneseeturm ist möglich, jedoch besser zu Fuß zurückzulegen.

Auf Höhe des Stockumer Damms, dem Südufer des Sees folgend, gilt es „Klein-Venedig“ zu entdecken. Wie bereits entlang der Strecke, laden auch an der Kanzelbrücke (Knotenpunkt: 68) kleine Picknickplätze zur Rast ein. Der Wildpark Völlinghausen ist etwa einen Kilometer entfernt und bietet ebenfalls ein schönes Ziel für eine kleine Pause.

Dem Knotenpunkt 69 folgend fahren Sie vorbei am Strand des westfälischen Meeres. Das Strandbad Uferlos in Wamel bietet gegen Eintritt einen Sandstrand, sowie Sonnenstühle und eine Cocktailbar. Zeit den Rückweg Richtung Knotenpunkt 70 anzutreten. Dort angekommen, eröffnet sich ein toller Blick über den Seepark und die Seetreppe bis hin zum Wasser. Mit großzügig gestalteten Wiesen, Abenteuerspielplatz, verschiedenen Spielflächen, Minigolf und Gastronomieangeboten ist der Seepark genau das richtige Plätzchen, um den Tag ausklingen zu lassen.

Zusätzliche Routen und Tipps

  • Haarstrang-Tour: Die "Haarstrang-Tour" bietet eine einzigartige Möglichkeit, die Besonderheiten der Region zu erleben.
  • MöhnetalRadweg: Auf dem MöhnetalRadweg können Tourenradler das Sauerland abseits von Steigungen erleben. Von 1899 bis 1960 verkehrten auf der Strecke Soest-Brilon Personenzüge. Fahren Sie durch den Naturpark Arnsberger Wald bis zum schönen Möhnesee und folgen Sie dann der Möhne bis zu ihrer Mündung in die Ruhr.

Das Knotenpunktsystem

Die flächenmäßig größte Talsperre im Sauerland und ihre Umgebung ermöglichen, eingebettet in das Knotenpunktsystem, einfaches „Radeln nach Zahlen“. Wie funktioniert "Radeln nach Zahlen" im Sauerland und Siegen-Wittgenstein? Das folgende Video zeigt euch kurz und knapp die wesentlichen Aspekte, viel Spaß beim Anschauen und Nachradeln.

Weitere Tourenvorschläge

Die Blau-Grüne Möhnesee-Radtour zwischen Feldern, See und Arnsberger Wald bietet auf einmaliger Weise die Besonderheiten unserer Region. Die Rundtour verläuft einmal um den gesamte Möhnesee, inklusive Hevearm und Weiher.

Südlich des Haarstrangs folgt die Route immer dem kleinen Fluss Möhne. Sie verbindet auf 65 Kilometern die alte Hansestadt Brilon, den Quellort, mit der Mündung in die Ruhr in Arnsberg-Neheim. Auf der Tour lässt sich Vieles entdecken: neben attraktiven Orten präsentiert sich das Möhnetal von seiner schönsten Seite. Auenlandschaften mit saftigen Wiesen, grünen Wäldern und sanften Hügeln prägen das Bild während der Tour. Und das Möhnetal befindet sich im Wandel: Durch das Projekt „Möhne Life“ wurden Teile der Aue renaturiert.

Der MöhnetalRadweg

Auf dem MöhnetalRadweg können Tourenradler das Sauerland abseits von Steigungen erleben. Auf der Tour lässt sich Vieles entdecken: neben attraktiven Orten präsentiert sich das Möhnetal von seiner schönsten Seite. Auenlandschaften mit saftigen Wiesen, grünen Wäldern und sanften Hügel prägen das Bild während der Tour. Auch Bahntrassenfreunde kommen auf Ihre Kosten. Das landschaftliche Highlight stellt der Möhnesee, einer der größten Stauseen in Nordrhein-Westfalen, dar.

Die Route führt sowohl an seinem Süd-, als auch an seinem Nordufer entlang und bietet Natur pur. In Arnsberg-Neheim erlebt der Radler im Vergleich zum Rest der Route einen Kontrast: Die attraktive Einkaufsstadt bietet urbanes Leben direkt an der Ruhr.

3-Tages-Tour: Arnsberg - Möhnesee - Brilon

Für eine mehrtägige Tour bietet sich folgende Route an:

  1. Tag 1: Arnsberg - Brilon (ca. 50 km)Am ersten Tag erfolgt die eigene Anreise nach Arnsberg, gefolgt von einem direkten Start zur ersten Etappe über den RuhrtalRadweg in Richtung Hochsauerland. Die Strecke führt über Meschede, Bestwig und Olsberg. Ab Olsberg setzt sich die Route über die GeoRadroute "Ruhr Eder" fort bis nach Brilon. Der anspruchsvolle Anstieg von Olsberg nach Brilon, mit einer Steigung von 6,7% auf 2,3 km, erfordert Durchhaltevermögen. Die Anstrengungen werden jedoch mit der malerischen Altstadt von Brilon belohnt. Die Übernachtung in Brilon in zentraler Lage, bietet die Möglichkeit die Altstadt zu erkunden.
  2. Tag 2: Brilon - Möhnesee (ca. 50 km)Am zweiten Tag geht die Tour von Brilon zum Möhnesee (ca. 50 km). Nach dem Frühstück führt die Route entlang des MöhnetalRadwegs bis zum Südufer des Möhnesees, wo die zweite Übernachtung vorgesehen ist. Die Etappe verläuft größtenteils steigungsfrei auf einer ehemaligen Bahntrasse. Der Möhnesee, einer der größten Stauseen Nordrhein-Westfalens, ist das Ziel dieser Etappe.
  3. Tag 3: Möhnesee - Arnsberg (ca. 40 km)Der dritte Tag führt vom Möhnesee nach Arnsberg (ca. 40 km). Die Route verläuft entlang des Südufers auf dem MöhnetalRadweg in Richtung Staumauer. Von hier aus bietet sich ein wunderbarer Blick über den See, bevor der Weg durch den Naturpark Arnsberger Wald bis nach Arnsberg-Neheim führt. Dort endet der MöhnetalRadweg, und die Rückfahrt erfolgt über den RuhrtalRadweg nach Arnsberg, dem Start- und Endpunkt der Rundtour. Eine zusätzliche Übernachtung in Arnsberg ermöglicht die Erkundung der historischen Altstadt, sei es bei einer der beliebten Stadtführungen oder auf eigene Faust durch die engen Gassen und Fachwerkhäuser.

Der Möhnesee erstreckt sich über eine Fläche von etwa 10 Quadratkilometern und liegt eingebettet zwischen den sanften Hügeln der Region. Umgeben von dichten Wäldern und grünen Feldern bietet er eine idyllische Kulisse für Radtouren. Der See selbst ist ein Stausee, der durch die Sperrmauer am südlichen Ende gestaut wird. Diese beeindruckende Konstruktion zieht viele Touristen an und bietet zudem einen herrlichen Ausblick auf den See.

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