Von Kelheim empfiehlt sich ein Ausflug durch den Donaudurchbruch zum Kloster Weltenburg. Machbar ist dies auf unterschiedliche Weise. Sie können entweder rechts oder links der Donau nach Weltenburg teils über Hügel radeln und mit dem Schiff zurück fahren. Oder nur mit dem Schiff nach Weltenburg und wieder mit dem Schiff zurück.
Kelheim: Stadtgeschichte und Sehenswürdigkeiten
"Kelheim" ist sicher durch die "Befreiungshalle" am meisten bekannt. Die "Wittelsbacher" errichteten in "Kelheim" am Ende des 12. Jahrhunderts ihre erste Residenz. Entlang der "Ludwigstraße" erreichen Sie die Stadtmitte. Die ummauerte Innenstadt Kelheims hat natürlich auch einiges zu bieten. Das Herzogschloss stammt aus dem 12. Jahrhundert, wurde aber im 15. Jahrhundert umgestaltet.
Sehenswert sind auch der Ludwigsplatz und die schönen Straßenzüge. Das Standbild von König Ludwig I. ziert den Platz vor der Brauerei. Er ist der Erbauer der Befreiungshalle zum Andenken an die Befreiungskriege und der Völkerschlacht bei Leipzig. Die "Stadtkirche Mariä Himmelfahrt" wurde im 15. Jahrhundert im gotischen Stil erbaut. Im 19. Jahrhundert wurde die Kirche erweitert und mit einem aus Kelheimer Marmor gemeißelten Hochaltar ausgestattet. Wer sich für Kirchen interessiert kommt auch in Kelheim auf seine Kosten. Die linke "romanische Spitalkirche" stammt aus dem 13. Jahrhundert, rechts daneben steht die "Franziskanerkirche", in der heute ein Orgelmuseum untergebracht ist.
In "Kelheim" mündet die "Altmühl" bzw. Vor über 130.000 Jahren suchte die Donau einen neuen Lauf und verließ das weiter nördlich liegende Urdonautal, um es der Altmühl zu überlassen. Empfehlenswert ist zumindest ein Abstecher zum "Kloster Weltenburg", das hinter dem absolut sehenswerten "Donaudurchbruch" liegt. Zwischen "Kloster Weltenburg" und "Kelheim" durchbricht die Donau das Kalksteinmassiv.
Optionen für die Radtour nach Weltenburg
- Sie sollten auf jeden Fall eine Strecke mit dem Schiff durch die Weltenburger Enge fahren. Ein beeindruckendes Landschaftserlebnis! Beim Blick zurück sieht man die Befreiungshalle, die oberhalb von Kelheim auf dem Michaelsberg steht. Sie ist im Stil der antiken Grabtempel erbaut und erinnert an die "Völkerschlacht von Leipzig".
- Sie verlassen Kelheim und radeln entlang der St2230 auf der Maximiliansbrücke über die Donau. Sie überqueren den Kreisverkehr und folgen nach der Bebauungsgrenze der "Weltenburger Straße" bis zum Waldfriedhof. Nach der ersten Serpentine, bei einer Parkbucht zweigt der Radweg gut beschildert auf den "Weltenburger Weg" ab.
- In zwei Serpentinen radeln Sie am Stadtrand von Kelheim auf dem Limesradweg den Michealsberg hinauf.
- Am Ortsende von Weltenburg steht die Dorkirche St. Johannes mit dem Handwerkerbaum. Dort zweigt nach rechts die kleine Straße zum Kloster ab.
- Dort folgen Sie gegenüber dem Kloster der kleinen Straße bis zum Ort "Stausacker" und überqueren dort mit der kleinen Personenfähre die Donau.
Die Fahrt durch den Donaudurchbruch
Die Betreiber der kleinen Holzzillen dürfen nicht direkt bis nach Kelheim fahren. Sie halten an einem natürlichen Hafen nach dem Donaudurchbruch. Ziemlich nah am Wasser erlebt man die Fahrt durch den Donaudurchbruch ganz anders. Die Art der Rückfahrt ist besonders erlebnisreich, weil das Größenverhältnis zwischen uns kleinen Menschen zu den gewaltigen Felsen viel besser erlebbar wird. Der Kapitän erkärt auch die Namen der Felsen und fährt näher heran.
Die Zille hält an einem künstlichen Steg geschützt vor der Strömung. Durch den breiten Boden der Zille setzt sie sicher auf und man kann ohne Angst und Wackeln aussteigen. Der gut ausgebaute Radweg führt am Ufer entlang auf einen großen Fels zu. Unter dem Überhang radeln Sie weiter zu einem früheren Eremitenkloster. Der Fels und seine Höhlen wurde schon früh für das klösterliche Leben genutzt. Interessant ist die Felsenkirche des Hl.
Das beeindruckende Durchbruchstal der Weltenburger Enge entstand schon vor über 130.000 Jahren. Das Wasser der Donau schuf die zahlreichen beeindruckendn Felsformationen. Auf dem Schiff erhält man die ausführlichen Erklärungen.
Kloster Weltenburg: Geschichte und Biergarten
Die Anfänge des Klosters liegen wahrscheinlich im 7. Jahrhundert, urkundlich erwähnt wurde es im Jahre 817. Die Geschichte des Klosters hat viele Höhen und Tiefen, oft wurde es zerstört und wieder aufgebaut. Dank der Wittelsbacher entwickelt sich das Kloster zu dem was es heute darstellt. Heute ist das Kloster Weltenburg vielbesucht und seine Biere sind als die besten auf der ganzen Welt ausgezeichnet worden. Gleich bei der Ankunft mit dem Schiff sieht man die Hochwassermarken. Beeindruckend - dass überhaupt noch etwas vom Kloster übrig geblieben ist!
Im Innenhof ist ein herrlicher Biergarten unter alten Bäumen untergebracht. HIer gibt es die berühmten Biere und schmackhaftes nicht überteuertes Essen. Jedes Jahr kommen etwa 500.000 Gäste. Beeindruckend ist die äusserlich unscheinbare Klosterkirche. Im Innern ist sie recht groß. Die Steinmetzarbeiten stammen von Pietro Francesco Giorgioli. Die Malereien von den Gebrüdern Assam.
Frauenbergkapelle und Rundtour
Oberhalb des Klosters liegt oberhalb eines Kreuzweges die Frauenbergkapelle. Es wird angenommen, dass der hl. Rupert hat dieses Marienheiligtum, das aus einem Minervatempel entstand, um 700 eingeweiht hat. Von hier oben bietet sich ein schöner Blick mauf das Kloster. Im Klosterhof wird das gute Bier getrunken. Die Rundtour führt durch Sandharlanden, Weltenburg, Kelheim und Abensberg.
Die kulturellen Highlights wie das Kloster Weltenburg, die Befreiungshalle in Kelheim oder eine Führung durch die Kuchlbauer´s Bierwelt bereichern die Radtour. Um den Einstieg in die Weltenburg-Tour zu finden, starten Sie ab der Tourist-Information in Bad Gögging. Sie fahren nach der Abens-Brücke rechts weg Richtung Sandharlanden, der Ort, der für Spargel- und Erdbeeranbau bekannt ist. Ab hier finden Sie die Ausschilderung zur Weltenburg-Tour.
Vorbei am Naturschutzgebiet Sandharlander Heide geht es dann über Holzharlanden nach Weltenburg. Hier wartet der erste kulturelle Höhepunkt der Tour: Das Kloster Weltenburg, dessen beeindruckende Asam-Kirche und ein Bier aus der Klosterbrauerei in der Klosterschenke eine Pause wert sind. Wer danach wieder sportlich weitermachen möchte, der fährt den Radweg über den Weltenburger Berg nach Kelheim; wer es etwas gemütlicher angehen lassen möchte und den Donaudurchbruch und das Naturschutzgebiet Weltenburger Enge vom Wasser aus erleben möchte, fährt einfach mit einem der regelmäßig verkehrenden Ausflugsschiffe.
In Kelheim angekommen können weitere Sehenswürdigkeiten wie die von König Ludwig I. erbaute Befreiungshalle, besichtigt werden, bevor es weiter nach Saal a.d. Donau geht. Ansonsten führt der Weg aus dem Ort hinaus und vorbei an weitläufigen Wiesen und Feldern, an kleinen Weihern und Wäldern bis zurück nach Abensberg. Durch die historische Stadtmitte geht es zur Brauerei Kuchlbauer mit dem Kuchlbauer Turm nach Plänen von Friedensreich Hundertwasser.
Start ist in Kelheim im Kreisel beim Donaupark. Von dort geht es nach Saal an der Donau und vorbei an Wäldern und Weihern nach Abensberg mit seinem historischer Ortskern. Durch Spargel- und Erdbeerfelder verläuft die Route nach Sandharlanden. Auf den meisten Spargelhöfen gibt es die Möglichkeit einzukehren und frischen Spargel zu kosten. Anschließend passiert die Tour das Naturschutzgebiet Sandharlander Heide führt über Holzharlanden zum Zielort Weltenburg, wo ein Höhepunkt der Tour wartet: der Donaudurchbruch im Naturschutzgebiet Weltenburger Enge.
Wandern in der Weltenburger Enge
Auf dieser Wanderung lernen Sie das Naturschutzgebiet Weltenburger Enge mit seinen beeindruckenden Felsformationen kennen. Auf der abwechslungsreichen Route geht es zunächst an der Donau entlang und dann hinauf in den Wald. Auf die andere Donauseite zum Kloster Weltenburg gelangt man per Zille oder Seilfähre. Für viele ein besonderes Erlebnis. Um nach Kelheim zurück zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten.
Der Weg beginnt an der Infoplattform an der Schiffsanlegestelle. Wenn Ihr Fahrzeug am Volksfestplatz steht, sind es von dort nur 500 m bis zum Start. Zunächst führt der Weg auf dem Damm entlang, um nach wenigen Minuten direkt an der Donau entlang zu laufen. Dort, wo der Damm den alten Ludwig-Donau-Main-Kanal überquert, besteht die Möglichkeit auf eine Alternativroute abzuzweigen.
Die sogenannte Waldroute führt über die Befreiungshalle durch den Wald zum Kloster Weltenburg. Sehenswert ist die Felsenkapelle, die lediglich drei gemauerte Wände hat, die vierte Wand und das Dach werden direkt durch den Felsen gebildet. Weiter geht es vorbei an einer Felsformation, die wegen ihres Aussehens Bienenkorb genannt wird. Nach einer Streuobstwiese führt der Weg rechts hinauf in den Wald.
Nach dem Aufstieg kommt man ein eine Wegkreuzung und zweigt dort nach links ab weiter in Richtung Weltenburg. Kurz bevor es wieder hinunter an die Donau geht, sollte man links einen Abstecher zu einem Aussichtspunkt machen. Dort bietet sich ein faszinierender Blick auf das Kloster Weltenburg und die Donau. Nach dem Ausblick geht es zurück auf den Hauptweg und nach einem kleinen Stück auf dem Keltenwall schließlich über einen Wurzelweg in Serpentinen zur Donau hinunter. Hier braucht man etwas Trittsicherheit.
Bei schönem Wetter stehen nun Zillen bereit, mit denen man zum Kloster übersetzen kann. Alternativ pendelt bei jedem Wetter die Seilfähre bei Stausacker von Ende März bis Ende Oktober zwischen den Ufern hin und her. Die Verkehrszeiten sind von 8 bis 11 und von 12 bis 17 Uhr. Nun ist Zeit für eine ausgiebige Rast im Biergarten in Weltenburg. Dabei lässt sich das Barock Dunkel der ältesten Klosterbrauerei der Welt genießen. Bevor es weitergeht, sollte man unbedingt die barocke Klosterkirche besichtigen, die von den Gebrüdern Asam erbaut wurde.
Einen Besuch wert ist auch das kleine, aber feine Besucherzentrum mit Informationen zum Kloster und zum Naturschutzgebiet Weltenburger Enge. Bevor es weitergeht, muss man sich nun entscheiden, ob man zu Fuß oder per Schiff nach Kelheim zurückkehren möchte. Fällt die Entscheidung für das Schiff, sind nur noch 400 m bis zur Anlegestelle zurückzulegen. Möchte man noch ein bisschen durch die Wälder streifen, dann folgt man dem Weg, der aus dem Klosterhof den Berg hinauf führt.
Dort erblickt man zunächst einen Kreuzweg am sogenannten Frauenberg. Weiter geht es nach links in einen Wiesenweg, der nach einem kurzen Stück in den Wald führt. Hier kann man noch einmal die Aussicht in den Donaudurchbruch genießen. Weiter geht es rechts ein kurzes Stück den Wolfgangwall entlang durch den Wald auf eine große Lichtung, wo sich ein herrlicher Blick auf die Donauauen vor Weltenburg bietet. Nach rund drei weiteren Kilometern durch herrliche Mischwälder kommt man zum Aussichtsfelsen Wieser Kreuz, wo man einen schönen Blick auf die Einsiedelei Klösterl hat.
Wo der Donaudamm den alten Ludwig-Donau-Main-Kanal überquert, den Vorgängerbau des heutigen Main-Donau-Kanals, zweigt der Weg nach rechts ab und führt durch das sogenannte Fischerdörfl vorbei an der Franziskanerkirche, die heute ein Orgelmuseum beherbergt. Nach einigen Wohnhäusern beginnt links der Anstieg zur Befreiungshalle. In Serpentinen zieht sich der etwas schweißtreibende Weg den Hang hinauf. Oben lässt sich dann der weite Blick über Kelheim genießen.
Sehr empfehlenswert ist ein Besuch der Befreiungshalle. Anschließend am Parkplatz der linke Weg zur Fortsetzung der Route gewählt. Von nun an folgt man dem Hauptweg bis zu einer großen Wegkreuzung. Dort wählt man den Weg, der in Verlängerung der Richtung verläuft, aus der man gerade kommt. Nach etwa 1 km führt die Route zur Donau hinunter. Auf die andere Uferseite zum Kloster Weltenburg gelangt man entweder per Zille oder mit der Seilfähre in Stausacker.
Barrierefreiheit und Routeninformationen
Einige Hinweise zur Barrierefreiheit haben wir nachfolgend zusammengestellt. In ca. Der Rundweg ist ca. 35 km lang. Der letzte Teil der Fahrradtour geht über die Donau per Schiff. Kloster Weltenburg - Donaudurchbruch - Weltenburger Enge - Anlegestellen Kelheim (Fahrtstrecke: ca. 9 km). Auf den Schiffen befinden sich WCs für Menschen mit Behinderung.
Die Radroute ist überwiegend 200 cm breit. Die Rundtour ist überwiegend leicht begeh- und befahrbar. Die Rundtour verläuft überwiegend flach. Der Radweg ist überwiegend nicht für andere Nutzer. Der Radweg ist in Teilen autofrei bzw. nahezu autofrei (separate Radwege, Wirtschafts-, Forst-und Landwirtschaftswege bzw. Tempo-30-Zonen, verkehrsberuhigte Zonen und Straßen). Es sind Überquerungen von Kfz-Straßen notwendig.
Spannende Geschichte(n), einzigartige Natur, genussreiche regionale Spezialitäten - in der "Stadt im Fluss" gibt es viel zu entdecken. Die Kelten errichteten hier ihre Stadt Alkimoennis, die Römer überquerten die Donau und errichteten den Limes, später herrschten von hier aus die Wittelsbacher über ihr Reich. Die Brüder Asam hinterließen meisterliche Bauwerke im Stil des Barock, König Ludwig I. von Bayern ließ hoch über der Stadt die Befreiungshalle bauen: An allen Ecken in Kelheim gibt es Geschichte zu entdecken.
Rund um die Stadt liegt eine einzigartige Naturlandschaft: Zu Fuß, mit dem Rad oder an Bord eines Schiffs lassen sich die Weltenburger Enge mit ihren schroffen Felsen, das Altmühltal, die Donau und der Main-Donau-Kanal erkunden. Beliebtes Ausflugsziel am Donauufer ist Kloster Weltenburg, wo man auf fast 1000 Jahre Brautradition zurückblickt. Ob zwischen Altmühltal und Donaudurchbruch auf der Altmühl-Donau-Tour oder von der ältesten Klosterbrauerei der Welt bis zur kunstvollsten Weißbierbrauerei der Hallertau auf der Weltenburg-Tour: Sie haben etwas mehr Zeit? Dann genießen Sie Sightseeing per Rad auf unserer Herzstück-Tour. Dieser Tour führt Sie von Kelheim zum Kloster Weltenburg und zurück - aber jedes Mal auf einer anderen Uferseite der Donau.
Bei Hochwasser muss der Radweg an der Donau aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Zudem ist kein Übersetzen mit Zille und Seilfähre am Kloster Weltenburg möglich. Sowohl bei Hoch- als auch Niedrigwasser ist die Schifffahrt von Kelheim zum Kloster Weltenburg eingeschränkt. Bei Hoch- und Niedrigwasser weichen Sie deshalb am besten auf den Radweg über den Weltenburger Berg aus.
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