Radwege und Fahrrad-Stadtplan Bielefeld: Alles, was Sie für Ihre Tour wissen müssen

Der Fahrrad-Stadtplan Bielefeld ist gemacht für tägliche Fahrten und Ausflüge im Stadtgebiet. Er zeigt Straßennamen, Radwege, Fahrradstraßen, Tempo-30-Zonen und enthält ein Straßenverzeichnis.

Der neue Fahrrad-Stadtplan Bielefeld

Der Fahrrad-Stadtplan, den das Amt für Verkehr der Stadt Bielefeld im Juni 2017 herausgegeben hat, trägt zwar den Zusatz „2. Auflage“, ist aber nicht einfach ein aktualisierter Nachdruck des Fahrrad-Stadtplans 2013, sondern eine völlig neue Karte - mit neuem, leichter erkennbarem Kartenbild und neuer, besser zu erfassender Aufbereitung der Informationen, die fürs Radfahren wichtig sind. Auch er richtet sich an Menschen, die in Alltag und Freizeit mit dem Rad und möglichst ohne Umstände von A nach B kommen wollen.

Der Fahrrad-Stadtplan im Maßstab 1:20.000 zeigt unter anderem:

  • Radwege und fürs Radfahren frei gegebene Gehwege
  • Für Radverkehr in Gegenrichtung geöffnete Einbahnstraßen und Tempo-30-Zonen
  • Abstellanlagen und Fahrrad-Werkstätten
  • Den Verlauf beschilderter Hauptrouten (Radverkehrsnetz NRW) und Freizeitrouten

Ein vergrößerter Ausschnitt (Maßstab 1:8.000) erleichtert die Orientierung in der Innenstadt. Infotexte und Hinweise auf Serviceangebote runden den Fahrrad-Stadtplan ab.

ADFC Bielefeld: Ihr Partner für Radtouren

Mitglieder des ADFC Bielefeld hatten das Stadtgebiet abgefahren, Grundlagen ermittelt und dokumentiert. Der ADFC Bielefeld unterstützt den Radentscheid Bielefeld von Beginn an. Was macht der ADFC? Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 240.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Vorteile einer ADFC-Mitgliedschaft

Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür - auch Dank Ihrer Mitgliedschaft - nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben.

Sicherheit geht vor: Was Sie als Radfahrer beachten sollten

Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben.

Umsichtig im Straßenverkehr

Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.

Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.

Pedelec, E-Bike oder Fahrrad?

Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle.

Empfohlene Radtouren für Ihre Reiseplanung

Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich.

Radtouren im Teutoburger Wald

Stadt und Land, Berg und Tal, Kultur und Natur: Die Vielfalt des Teutoburger Waldes spiegelt sich auch in den Radwegen. Ausgewählte Touren aus der ganzen Radregion haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Wählen Sie aus:

  • Genusstour oder E-Bike-Strecke
  • Familienausflug oder sportliche Fahrt
  • Stadterleben oder Naturgenuss

Noch ein Tipp: Unser Radtourenplaner zum Download oder Bestellen!

Tipps für selbstorganisierte Radtouren

An einem warmen, sonnigen Sonntagnachmittag um den Obersee zu radeln, war noch nie eine gute Idee, da dort dann sehr viele Menschen unterwegs sind. Für entspannte Touren mit ausreichend Abstand ist es ratsam, um den Obersee und andere beliebte Ausflugsziele einen Bogen zu schlagen und unbekannte Strecken zu entdecken. Die zehn ausgeschilderten Bielefelder Themenrouten bieten da reichlich Anregung.

Beschilderte Themenrouten in Bielefeld

In Bielefeld gibt es zehn ausgeschilderte Themenrouten. Auf diesen neun Rundtouren und einer Streckentour fällt die Orientierung leicht, dank der Schilder mit den Routenlogos an allen Kreuzungen und Abweigen. Es ist trotzdem sinnvoll, eine Radkarte oder ein Smartphone mit Navigations-App dabeizuhaben, falls mal ein Schild fehlt oder Sie die Route abkürzen oder verlängern möchten.

  • um’n Pudding - 12 km
  • Das Grüne Netz - 26 km
  • Pillepoppen - 28 oder 49 km
  • Bielefeld aufspüren! - 29 km
  • Bielefelder Silhouetten Nord - 29 km
  • Bielefelder Romanzen - 31 km
  • Engelroute - 44 km
  • Bielefelder Silhouetten Süd - 43 km
  • Bielefeld malerisch! - 54 km
  • Von Quelle zur Quelle - 66 km

Radtouren im Knotenpunkt-Netz

Die orangefarbenen Schilder der alten BI-Rundwege werden demnächst abgeschraubt. Aber die Rundwege selbst existieren weiter mit etwas geänderter Streckenführung und in neuer Form als Radtouren-Tipps.

Mit dem Knotenpunktsystem sind Radrouten durch Bielefeld ohne große Vorbereitung möglich. In ganz Bielefeld haben nämlich die Radroutenkreuzungen Nummern, die Knotenpunkte!

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