Bochum ist eine fahrradfreundliche Stadt mit einem gut ausgebauten Netz an Radwegen. Ob gemütliche Touren durch das Ruhrtal oder sportliche Strecken mit anspruchsvollen Steigungen - hier kommen Radfahrer auf ihre Kosten. Viele Radwege führen durch die Stadt und beeindrucken mit Natur und Industriekultur.
Schöne Touren in Bochum sowie ein Serviceangebot findet man auch auf der Seite Bochum per Rad der Stadt Bochum.
Geführte Radtouren mit dem ADFC
Der ADFC (Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club) ist der weltweit größte Anbieter geführter Fahrradtouren. In Bochum bietet der ADFC etwa 50 Touren verschiedener Art an. Viele erfahrene Tour Guides ergänzen ihre Touren mit kulturellen oder kulinarischen Angeboten.
Alle Radler sind herzlich eingeladen, an den ADFC-Touren teilzunehmen, sowohl ADFC-Mitglieder als auch Nichtmitglieder. Wer lieber auf eigene Faust eine Tour machen möchte, findet in den Tourenvorschlägen Beschreibungen und GPS-Tracks zum Nachradeln. Die empfohlenen Touren können vom komoot-Account des ADFC Bochum heruntergeladen werden.
Fahrradfahren in der Gruppe macht mehr Spaß als alleine. Begleitet von erfahrenen Tourleiter*innen könnt ihr - ohne euch selber um die Streckenführung kümmern zu müssen - manch Neues in Bochum und Umgebung entdecken. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an unseren Touren und wünschen viel Spaß dabei! Sie finden unsere Touren auch im Touren- und Veranstaltungsportal.
ADFC-Mitgliedschaft: Vorteile für Radfahrer
Der ADFC setzt sich für die Interessen von Radfahrern ein und bietet seinen Mitgliedern viele Vorteile:
- Einfluss auf die Förderung des Radverkehrs auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.
- Deutschlandweite ADFC-Pannenhilfe.
- Zweimonatlich erscheinendes ADFC-Magazin mit Informationen rund ums Radfahren.
- Sonderkonditionen bei Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern.
Ausgewählte Radtouren in und um Bochum
Hier sind einige ausgewählte Radtouren in und um Bochum, die sich nicht nur an den bekannten Strecken orientieren, sondern auch Alternativen aufzeigen:
- Rundtour: Sprung über die Emscher: Diese Tour führt in das Emscherland im Norden von Castrop-Rauxel und startet in Bochum-Querenburg.
- Rundtour zum Phönixsee: Diese Tour führt vom Bochumer Süden über den Rheinischen Esel zum Phönixsee und zurück über den Emscherradweg durch die Dortmunder Uni.
- Rundtour zum UNESCO-Welterbe Zollverein: Diese Tour führt über die Springorumtrasse zur Ruhr, über die Veltenbahn nach Essen Kray und weiter zur Zeche Zollverein. Der Rückweg verläuft über den Zollvereinweg, den RS1 und die Erzbahntrasse.
- Rundtour um Bochum: Diese Route führt auf ca. 80 km um das Bochumer Stadtgebiet und kombiniert Abschnitte des RuhrtalRadweges, des Parkway EmscherRuhr und des Emscherpark Radweges.
- Städtischer Rundkurs mit Überblick: Dieser Rundkurs führt durch und um die Stadt auf teils neu ausgebauten Trassen und bewährten Wegen.
Detaillierte Tourenbeschreibungen
Die Stadt Bochum bietet detaillierte Beschreibungen und GPX- sowie KML-Dateien zum Herunterladen für verschiedene Radtouren:
- Radtour Dahlhausen/Wattenscheid: Diese 30 km lange Tour führt vorbei am Schauspielhaus Bochum, durch das Wiesen- und Dürertal, den Schlosspark Weitmar, den Bahnhof Dahlhausen, das Eisenbahnmuseum Bochum, das Heimatmuseum Helfs Hof und die Zeche Holland.
- Radtour Jahrhunderthalle Bochum: Diese 18 km lange Tour führt über die Erzbahntrasse und Erzbahnschwinge vorbei an der Zeche Carolinenglück zur ehemaligen Bergarbeitersiedlung Dahlhauser Heide, der Zeche Hannibal und dem Tippelsberg.
- Radrunde durch den Bochumer Norden: Diese 32 km lange Tour beginnt und endet am Hauptbahnhof und zeigt, dass auch innerhalb des dichtbesiedelten Gebietes gut Rad gefahren werden kann.
- Radrunde durch den Bochumer Osten: Diese 40,8 km lange Tour kombiniert den Ruhrtalradweg, die Springorum- und die Lohtringentrasse mit den Wegen des Parkway EmscherRuhr.
- Radrunde durch den Bochumer Süden: Diese 31,8 km lange Tour führt über zwei ehemalige Bahntrassen sowie entlang der Ruhr.
- Radrunde durch den Bochumer Westen: Diese 33 km lange Tour beginnt an der Jahrhunderthalle im Westpark und führt über die Erzbahnschwinge bis zur Erzbahnbude.
Radwege auf ehemaligen Bahntrassen
Bochum verfügt über mehrere gut erschlossene Radwege abseits von Straßen, insbesondere auf alten Bahntrassen:
- Erzbahntrasse: Diese Trasse verbindet den Westpark und die Jahrhunderthalle mit dem Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen und der Zeche Zollverein in Essen.
- Springorumtrasse: Diese Trasse verbindet Dahlhausen mit der Bochumer Innenstadt.
- Lothringentrasse: Diese Trasse erstreckt sich zwischen Harpen und Gerthe.
- Kray-Wanner-Bahn: Diese Trasse berührt Bochum an seinem westlichen Ende und bildet den Lückenschluss zwischen der Erzbahntrasse und dem R25.
- Rheinischer Esel: Dieser Weg verläuft im östlichen Bochum auf der Grenze zwischen Bochum und Witten und verbindet Langendreer mit Dortmund-Löttringhausen.
Radservice in Bochum
Bochum bietet verschiedene Services für Radfahrer:
- Fahrradverleih: Leihstationen im gesamten Stadtgebiet.
- Ladestationen für E-Bikes: Kostenfreie Ladestationen für E-Bikes.
- Fahrradboxen: 185 Fahrradboxen an 14 Standorten für sicheres und trockenes Abstellen.
Eine gute Orientierung bietet das Online-Geoportal der Stadt Bochum, auf dem wichtige Punkte, Sehenswürdigkeiten und Radwege eingezeichnet sind.
Regionale Radwanderwege
Bochum ist an mehrere regionale Radwanderwege angebunden:
- RuhrtalRadweg: Dieser Radweg begleitet die Ruhr von Winterberg bis Duisburg und berührt Bochum am Kemnader See.
- Parkway EmscherRuhr: Dieser Weg erstreckt sich zwischen dem Kemnader See und dem Schiffshebewerk Henrichenburg.
- Route der Industriekultur per Rad: Diese Route besteht aus dem Emscher Park Radweg und dem Rundkurs Ruhrgebiet.
- Parkband West: Dieser Fuß- und Radweg verbindet die Erzbahntrasse am Westpark mit der Springorumtrasse am Park Haus Weitmar.
Verkehrssicherheit für Radfahrer
Die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) legt fest, wie ein verkehrssicheres Fahrrad auszustatten ist. Dazu gehören:
- Zwei voneinander unabhängige Bremsen.
- Eine helltönende Klingel.
- Zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale mit gelben Rückstrahlern.
- Ein rotes Rücklicht.
- Ein weißer Frontscheinwerfer.
- Reflektoren oder Reflektorstreifen an den Speichen.
Radfahrer sollten sich umsichtig im Straßenverkehr verhalten, selbstbewusst auftreten, defensiv agieren und mit Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer rechnen. Abstand halten von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen ist wichtig.
Pedelecs und E-Bikes
Es gibt verschiedene Kategorien von Elektrofahrrädern:
- Pedelecs: Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt.
- Schnelle Pedelecs (S-Pedelecs): Unterstützen Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms sind vorgeschrieben.
- E-Bikes: Elektro-Mofas, die Radfahrende bis 25 km/h unterstützen, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig.
ADFC-Radurlaubsplaner
Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Der ADFC vergibt Sterne für Radrouten, ähnlich wie bei Hotels, für eine ausgezeichnete Qualität.
Knotenpunktsystem im Ruhrgebiet
Nach dem Erfolg in den Niederlanden erleichtert das Knotenpunktsystem das Radfahren auch im Ruhrgebiet. Jeder Punkt wurde mit einer Nummer zwischen 01 und 99 versehen. Auch auf den Wegweisern sind die Nummern der Knotenpunkte angebracht.
Bochum als idealer Ausgangspunkt
Bochum punktet mit seiner Lage als idealer Ausgangspunkt für Radtouren in die Nachbarstädte: Herne, Witten, Gelsenkirchen, Essen und Dortmund sind schnell mit dem Rad erreicht. Bedeutende Standorte der Industriekultur wie die Jahrhunderthalle, das UNESCO-Welterbe Zollverein oder das LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall sind ebenfalls gut erreichbar.
Wussten Sie schon? 40 Prozent der Stadt Bochum sind Grünflächen.
Hinweise
Grundsätzlich sind alle ausgebauten ehemaligen Bahntrassen als gemeinsame Geh- und Radwege ausgewiesen. Das bedeutet, dass alle Menschen, die hier unterwegs sind, aufeinander Rücksicht nehmen müssen, keine Nutzergruppe ist hier bevorrechtigt.
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