Bremen liegt auf der Grenze zwischen dem Oldenburger Münsterland, dem Elbe-Weser-Dreieck und der Lüneburger Heide. Damit ist die Hansestadt ein idealer Ausgangspunkt für Radtouren in die Umgebung. Die Touren in Bremen führen euch durch die sehenswerte Altstadt oder am Ufer der Weser nach Bremerhaven. Dort könnt ihr mit dem Fahrrad entlang der Nordseeküste fahren und auf der Schiffdorf- oder der Pipinsburg-Route das Hinterland erkunden.
Vielfältige Radtouren rund um Bremen
Die vielseitige Landschaft in Wesernähe mit ihren Seen, alten Dörfern und stillen, grünen Winkeln ist eine Wohltat für Körper und Seele. Statt zu Fuß entdecken wir Bremen mit dem Fahrrad. Es erwartet uns eine flache Rundtour von Bremen nach Oldenburg und zurück. Dabei radeln wir meist am Flussufer der Hunte, sowie zwischen Feldern und vereinzelten Siedlungen hindurch.
Der Weser-Radweg
Der Weser-Radweg zählt zu den schönsten Flussradwegen Deutschlands und führt auf seiner Route über knapp 520 km vom Weserbergland bis zur Nordsee. Auf dem Fernradweg radeln Sie, in Hann. Münden beginnend, zunächst durch das Weserbergland. Bei Porta Westfalica durchbricht die Weser dann den Kamm des Wesergebirges und es folgt der Übergang in die Landschaft der Mittelweser. Der Fluss, und damit auch der Radweg, befinden sich jetzt nicht mehr in einem engen Tal sondern führen durch weite, offene Landschaften bis nach Bremen und weiter in die Region Wesermarsch bis nach Nordenham. Von dort verkehrt die Weser-Fähre nach Bremerhaven. Zwischen Hann. Münden und Nordenham/Bremerhaven verlaufen Radwege weitestgehend beiderseits des Flusses.
Die Länge des Weser-Radweges von Hann. Münden bis nach Cuxhaven beträgt 515 Kilometer. Die Radroute entlang der Weser verläuft meist auf Rad- und Uferwegen, ruhigen Wirtschaftswegen und Landstraßen. Strecken im Verkehr beschränken sich auf Überbrückungsstücke, die meist nur wenige hundert Meter andauern. Unbefestigte Wegstücke gibt es nur ab und zu und auch nie auf längere Dauer; lediglich die Qualität der asphaltierten Wege lässt hin und wieder zu wünschen übrig.
Der Weser-Radweg wird durchgehend von Hann. Münden bis nach Cuxhaven von einer Beschilderung begleitet. Entlang des gesamten Flusses wurden im Jahr 2013 und 2014 Wegeverlauf und Beschilderung des Weser-Radweges überarbeitet. Dabei sind teilweise Streckenänderungen vorgenommen worden. Außerdem sind parallel zur Hauptroute des Weser-Radwegs fast immer beschilderte Alternativrouten auf dem jeweils anderen Ufer ausgebaut. Die Beschilderung war zum Redaktionsschluss im Februar 2015 noch nicht vollkommen abgeschlossen, beachten Sie bitte die örtlichen Beschilderungshinweise!
Mittlerweile wird der beliebte Weser-Radweg von zahlreichen regionalen Radrouten begleitet und gekreuzt, weshalb Sie unterwegs immer wieder auch auf andere Logos von regionalen Radtouren treffen werden. Auf dem Ausflug zum Steinhuder Meer folgen Sie den Schildern des Radfernweges Dümmer - Hannover sowie weiteren regionalen Beschilderungen. Der gesamte Weser-Radweg ist außerdem Bestandteil der D-Route 9, die von der Nordsee bis zu den Alpen führt.
Eine Etappe des Weser-Radwegs: Von Verden nach Bremen
Die sechste Etappe bringt Sie von Verden nach Bremen. Sie führt auf 55 Kilometern über Achim und Thedinghausen in die Hansestadt. Hier können Sie Nordluft schnuppern! Von Verden aus führt der Radweg am Langwedeler Schleusenkanal vorbei an der romanischen St.-Sigismund-Kirche Daverden in Richtung Achim. Kurz vor Achim liegt Etelsen, bekannt durch sein Schloss.
Ihre Tour führt jetzt über die Weserbrücke nach Thedinghausen. Das Schloss Erbhof in Thedinghausen ist ein herausragendes Beispiel der Weserrenaissance in der Mittelweser-Region. Seit 1999 ist die Samtgemeinde Thedinghausen Eigentümerin dieses architektonischen und kulturhistorischen Juwels. Von Thedinghausen führt der Weser-Radweg nach Dreye in der Gemeinde Weyhe. Im Bahnhofsbereich erinnert eine Museums-Dampflok von 1942 an die Weyher-Eisenbahngeschichte. Der Yachthafen „Wieltsee“ ist die größte Marina in der Mittelweser-Region.
Vorbei am Werdersee führt Sie der Weg direkt in die Innenstadt der Hansestadt Bremen. Besuchen Sie die charmante Fußgängerzone von Achim oder erleben Sie das Weyher Theater in Kirchweyhe. Auf Ihrer Radreise haben Sie in den folgenden Orten Anbindung an das Weserschiff: Verden, Langwedel, Thedinghausen, Dreye, Bremen. Die Weserfähren können Sie in folgenden Orten nutzen: Hagen-Grinden, Ahsen-Oetzen. Gesicherte Fahrradboxen sind in Langwedel, Dreye und Bremen vorhanden.
Der Wümme-Radweg
Der Wümme-Radweg teilt sich in eine Nordroute und eine Südroute. Zusammen ergibt sich ein Rundkurs mit einer Länge von etwa 250 km. Wer dem Lauf der Wümme auf dem Weg folgen möchte, dem sei der Start in Wilsede empfohlen. Von der beschaulichen Lüneburger Heide geht es, praktisch von der Quelle, immer weiter Richtung Bremen, wo die Wümme in die Lesum mündet.
Die Nordroute (127 km) verläuft durch die nördliche Wümme-Landschaft und beginnt in der Regel in Wilsede, dem autofreien Zentralort des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide. Sie führt nach Bremen-Vegesack. Auch die Südroute (137 km) beginnt in Wilsede und endet in Bremen-Vegesack, verläuft jedoch durch die südliche Wümme-Landschaft.
Der gesamte Wümme-Radweg als Rundkurs (ca. Gesamte Route von Bremen-Vegesack nach Wilsede (ca. Beginn über die die Nordroute von Bremen-Vegesack nach Wilsede, von dort geht es über die Südroute zurück nach Bremen-Vegesack. In umgekehrter Richtung geht es über die Südroute von Wilsede nach Bremen-Vegesack, und von dort die Nordroute zurück nach Bremen-Vegesack.
Diese Tour führt auf der Nordroute des Wümme-Radweges von Bremen-Vegesack nach Wilsede - oder umgekehrt. Diese Tour führt auf der Südroute des Wümme-Radweges von Wilsede bis nach Bremen-Vegesack - oder umgekehrt. Statt von Otter kann man auch über Handeloh, Wesel und Undeloh nach Wilsede zu fahren, über die Alternativroute von Otter u.a. über Ehrhorn nach Wilsede gelangen.
Bis voraussichtlich Ende 2025 sind in Ritterhude die Schlossbrücke am Hammeforum sowie die Straße Hindenburgdeich gesperrt. Der Radverkehr wird über die Riesstraße, Dammbrücke und die K43 geführt.
Das Dörfchen Wilsede, Zentralort des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide, ist nur per Fahrrad, Kutsche oder zu Fuß zu erreichen und konnte sich so den Charme vergangener Zeiten bewahren. Beliebtes Ziel in der Umgebung ist der Wilseder Berg, mit 169 Metern höchster Berg der Lüneburger Heide, dessen Gipfel Sie auf einer Alternativroute des Wümme-Radweges passieren. Nicht weit entfernt liegen Undeloh und Handeloh mit ihren traditionellen Fachwerkhäusern, umgeben von Wacholderheide und Mooren, Wiesen und Wäldern.
Auf Ihrer weiteren Fahrt durchqueren Sie das Königsmoor, ein Hochmoor, das zum Teil als kultiviertes Ackerland genutzt und zum Teil der Natur überlassen wird. Erleben Sie anschließend heimische Haus- und Wildtierrassen hautnah in den zugänglichen Freigehegen des LandParks Lauenbrück. Ihre nächste Station ist Scheeßel. Anschließend erreichen Sie die Kreisstadt Rotenburg (Wümme). Die Fußgängerzone lädt zu einem ausgiebigen Bummel ein. Zahlreiche Veranstaltungen ergänzen das kulturelle Leben der Stadt.
Der Weg führt weiter nach Sottrum mit seinem kulturellen Zentrum, dem Heimathaus aus dem Jahr 1630. Entdecken Sie im Weiteren den Flecken Ottersberg mit dem idyllischen Ort Fischerhude. Dessen historischer Kern sowie die malerische Umgebung ließen hier im letzten Jahrhundert eine Künstlerkolonie entstehen.
Der Wümme-Radweg führt Sie weiter in die Borgfelder Wümmewiesen, Bremens größtes Naturschutzgebiet, bestehend aus Feuchtwiesen- und -weiden, Tümpeln, Gräben und Stillgewässern. Das Gebiet ist als Rastplatz für Zugvögel und Brutplatz für verschiedenste Vogelarten von besonderer Bedeutung.
In Ritterhude vereinigen sich Wümme und Hamme zur Lesum, die schließlich in Bremen-Vegesack in die Weser mündet. Der Bremer Stadtteil Burglesum ist geprägt durch eine Kombination städtischer und ländlicher Einflüsse, sein reiches Grün und das Lesumufer, das zum Rasten einlädt. Im Stadtteil Vegesack erhalten Sie zahlreiche maritime Eindrücke. Wahrzeichen des Ortes ist ein meterhohe Walkiefer aus Bronze, im Hafen liegen alte Traditionsschiffe.
Von Bremen-Vegesack radeln Sie am südlichen Ufer der Lesum entlang durch das Werderland. Die Wiesen, Weiden und Gräben dieses Gebietes stellen wertvolle und artenreiche Lebensräume dar. Anschließend durchqueren Sie das Hollerland, das seinen Namenvon den Holländern erhielt, die es kultivierten, und das heute wegen seiner überregionalen Bedeutung für seltene Tiere und Pflanzen unter Naturschutz steht.
Genießen Sie auf Ihrem weiteren Weg den Blick vom Naturschutzgebiet Vossberge über das Wümmetal und den Ort Hellwege, der vom Heuhotel bis zur komfortablen Unterkunft und auch gastronomisch Einiges zu bieten hat. Genau wie auf der Nordroute durchqueren Sie auch auf der Südroute des Wümme-Radweges Rotenburg, Scheeßel und Lauenbrück. Auf dem letzten Teilstück entfernen sich die beiden Routen dann wieder etwas weiter voneinander.
Die Südroute führt Sie nach Fintel, das umgeben ist von weiten Moor- und Heideflächen. Vom Leben und Schaffen des niederdeutschen Dichters Friedrich Freudenthal zeugen heute noch sein Wohnhaus sowie ein Denkmal. Anschließend erreichen Sie den Luftkurort Schneverdingen direkt am Naturschutzgebiet Lüneburger Heide. Kleine Geschäfte laden zum Stöbern ein, hervorragende Restaurants erwarten Sie.
Die ländliche Umgebung ist geprägt von Bauernhöfen und bietet naturnahe Erholung und vor allem Ruhe. Um die Heide in voller Pracht bewundern zu können, müssen Sie nicht unbedingt im August oder September kommen, denn im Heidegarten, einem Schaugarten mit etwa 80.000 Pflanzen, blüht die Heide das ganze Jahr. Das bedeutendste Ereignis ist natürlich trotzdem das traditionelle Heideblütenfest am letzten Wochenende im August.
Sie durchqueren nun die größten zusammenhängenden Heideflächen Mitteleuropas: Über 230 km² Heide stehen hier unter Naturschutz und bilden eines der größten Naturschutzgebiete Deutschlands. Ziel ist die Erhaltung dieser alten Kulturlandschaft mit ihrer Vielfalt an Lebensräumen und Arten. Der „Verein Naturschutzpark“ betreut die meisten Heideflächen und unterhält drei Naturinformationshäuser zum Thema „Lüneburger Heide“ in Undeloh, Döhle und Niederhaverbeck.
Weitere Informationen und Service
Bremen ist die Hauptstadt des Landes „Freie Hansestadt Bremen“, zu dem auch Bremerhaven gehört. Die Gesamtfläche beträgt ca. 323km² und bietet neben vielen architektonischen Sehenswürdigkeiten direkt auch noch 18 Naturschutzgebiete, die sich auf einer Fläche von 2.127 Hektar rund um die Stadt erstrecken. So sind Stadt und Land für jene Besucher höchst interessant, die durch Städte bummeln und außerdem noch auf diversen Radtouren die Gegend erkunden möchten.
Hier bieten etwa die Weser und ihr Nebenfluss, die Lesum, sehr viel Entdeckerpotenzial. Das Werderland mit seiner Marsch befindet sich südlich der Lesum, während sich die Geest, die auch als Bremer Schweiz bekannt ist, nach Norden erstreckt.
Die Bike it! Radtouren führen euch durch urbane und ländliche Gegenden in Bremen, Bremerhaven und umzu und haben zudem immer eine Menge Geschichte zu erzählen. Hier findet ihr in und um Bremen Fahrradtouren im Überblick. Alle Bike it! Radtouren bekommt ihr kostenfrei als Faltkarten z.B. in den Bremen Informationen in Bremen und Bremerhaven, an den Bike it! RadServiceStationen und vielen anderen Verteilstellen. Außerdem sind alle Bike it! Radtouren und viele weitere digital abrufbar in der Bike Citizens App für Bremen/Bremerhaven.
Das Wandergebiet rund um die Weltkulturerbestadt Bremen und die Residenzstadt Oldenburg erstreckt sich vom Teufelsmoor an der Hamme bis zum Wattenmeer-Weltnaturerbe an den Mündungen von Weser und Jade und umfasst den Naturpark Wildeshauser Geest mit seinen Hünengräbern und tausendjährigen Eichen. Die Künstlerkolonie Worpswede ist Inbegriff der Inspiration, die von der Naturschönheit dieser Landschaften ausgeht: Urwälder an der Hunte, Panoramen über der mittleren Weser, Moorseen inmitten vonn Wollgrasmooren, sagenumwobene Steinsetzungen auf der Geest, das Idyll der Wümmewiesen, Hunderttausende Vögel über den Salzwiesen längs der Wanderpfade an der Nordsee - das vielfältige Marsch-, Moor- und Geestland wartet mit einer Fülle von Wanderungen für große und kleine Beine auf.
Empfohlene Karten und Bücher
- Weser-Radweg Serviceheft: Kostenfrei
- Bikeline Radtourenbuch Weser-Radweg: 15,90 €
- Kompass Fahrradführer Weser-Radweg: 16,95 €
Die Karten können bei der Weser-Radweg Infozentrale unter 05151/930039 telefonisch angefordert werden. Der Versand erfolgt auf Rechnung. Das Serviceheft können Sie hier bestellen.
Weitere Tipps für Ihre Radtour
- Im Sommer sollten Sie ausreichend zu trinken dabeihaben.
- Regenausstattung sollte zu jeder Jahreszeit mitgenommen werden.
- Es ist empfehlenswert die Unterkünfte im Voraus zu buchen.
- Die Strecke ist für Rennräder nicht so gut geeignet.
Anreise
Fahren Sie die Autobahn A7 bis Dreieck Walsrode, dann weiter und anschließend auf Autobahn A27 Richtung Bremen/Walsrode bis Abfahrt Verden-Nord, anschließend auf B215 Richtung Verden/Rotenburg.
Verwandte Beiträge:
- Radwege im Kraichgau: Entdecken Sie die Region auf dem Fahrrad
- Alpenregion Radwege: Detaillierte Karte & Tourenplaner
- Radwege im Sauerland: Die besten Touren & Strecken
- Manfred Schwinn Forellenzucht: Qualität & Frische - Jetzt entdecken!
- Shimano XT 10-fach Schaltung im Test: Ultimativer Überblick für maximale Performance!
Kommentar schreiben