Urlaub auf dem Fahrrad und dem Lastenrad wird als eine gesunde und relativ kostengünstige Alternative zu Reisen mit dem Auto oder gar dem Flugzeug immer beliebter. Ob du allein fährst, mit Freunden oder mit der ganzen Familie, die unmittelbare Erfahrung einer Radreise wird allen Reiseteilnehmern lange in Erinnerung bleiben. Der direkte Kontakt zu den Menschen, der Natur und den Sehenswürdigkeiten machen eine Reise auf dem Fahrrad auch zur idealen Möglichkeit neue Länder und deren Leute kennenzulernen.
Das EuroVelo-Netzwerk
In den 90er Jahren, als die Grenzen in Europa fielen und der Kontinent zusammenwuchs, entstand die Idee, ganz Europa mit speziell gekennzeichneten Fahrradrouten zu verbinden. Unter Leitung des Europäischen Radfahrer-Verbandes (EFC) wurde deswegen das EuroVelo-Netzwerk ins Leben gerufen. Dieses ambitionierte Projekt umfasst heute 17 Routen (mit zwei weiteren in Planung) und unglaubliche 90.000 Kilometer. Alle Routen sind mit dem blauen Euro-Zeichen markiert und führen durch mehrere europäische Länder.
Jede Route steht unter einem bestimmten Thema und führt dich oft für tausende Kilometer durch die Landschaften und Städte Europas. Dabei wurde ein Großteil der EuroVelo-Routen nicht speziell gebaut, vielmehr fügen sie meist bestehende Radwege zusammen. So kannst du deine Radtour ganz nach deinen Fähigkeiten und Vorlieben gestalten. Willst du mit dem Rennrad Kilometer fressen oder bist du mit deiner Familie im Ca Go FS Life unterwegs, um möglichst viele neue Orte zusammen zu erforschen? Diese Radwege bieten für jeden etwas. Aber wie sieht ein solcher EuroVelo-Radweg nun genau aus?
EuroVelo-Radwege im Detail
Wir beginnen mit der großen Fahrt. Dem Big Daddy unter den Radtouren. Der EuroVelo-Radweg Nummer Eins, die Atlantikküsten-Radroute, ist satte 11.000 Kilometer lang und führt dich vom Nordkap in Norwegen bis in den Süden von Portugal. Du fährst los und hältst den Atlantik so lange zu deiner Rechten, bis du am Mittelmeer angekommen bist. Du besuchst neun Länder, 46 Städte und 14 UNESCO-gelistete Stätten. Kaum ein Biker wird diesen monumentalen Radweg in einer Tour abfahren, die meisten unterteilen die Strecke in Etappen, die man über einen oder mehrere Sommer fahren kann.
Auch nutzen viele Fahrer die Route als Inspiration für kurze Abstecher, die sich auch zum Beispiel für Kinder eignen, für die Radfahren noch sehr anstrengend sein kann, selbst wenn sie im Kindersitz in der Cargobox sitzen. Wenn du eher nach einer kürzeren Tour suchst, bei der du schöne Szenerie mit reichhaltigem kulturellem Angebot und einiger der besten Party-Hotspots Europas mischen kannst, dann ist die EuroVelo-Route 3, auch als Pilger-Route bekannt, genau das Richtige. Jede Etappe bringt hier etwas Neues. Wenn du in Trondheim startest und einigen der bekanntesten Pilgerpfaden Europas folgst, bis du schließlich in Spanien am Ende des Jakobsweges ankommst.
Die Pilger-Route führt dich über 4.100 Kilometer von Norwegen über Schweden, Dänemark, Deutschland, Belgien, Frankreich nach Spanien. Du besuchst währenddessen Hamburg, Paris, Bordeaux und natürlich die Stadt der Pilger selbst, Santiago de Compostela. Dabei wechseln sich entspannte Passagen mit wunderschönen Landschaften, Städtetouren und anspruchsvollen Berg-Etappen ab.
Aktuelle Einschränkungen
Leider hat sich in den letzten Jahren einiges in Europa zum Schlechteren gewendet und es gibt einige Routen, die du aufgrund der politischen Lage nicht vollständig befahren kannst. Derzeit sind vier Rad-Routen von der volatilen Lage in Osteuropa betroffen:
- Die Hauptstadt-Route (EuroVelo 2)
- Die Mitteleuropa-Route (EuroVelo 4)
- Die Ostseeküsten-Route (EuroVelo 10)
- Die Eiserner-Vorhang-Route (EuroVelo 13)
Du solltest die politische Situation bei deiner Tourenplanung stets bedenken und von Fahrradtouren in gefährdeten Gebieten auf jeden Fall absehen. Hier findest du einen Überblick über alle Routen.
ADFC-Radtourenkarten und Regionalkarten
Die ADFC-Radtourenkarte ist mit über zwei Millionen Exemplaren die meistverkaufte Fahrradkarte der Welt. Von den insgesamt 38 Kartenblättern im Maßstab 1:150.000 gibt es nun nach und nach eine überarbeitete Neuauflage. Sie sind die meistverkauften Fahrradkarten der Welt: Mehr als 2,9 Millionen Exemplaren der ADFC-Radtourenkarten wurden bereits verkauft.
Die ADFC-Radtourenkarten erscheinen im Verlag BVA BikeMedia in Zusammenarbeit mit dem ADFC. ADFC-Scouts haben die Strecken geprüft und wissen, was Radfahrende unterwegs brauchen. Die 38 einzelnen Kartenblätter decken das gesamte Bundesgebiet ab. Jedes Kartenblatt umfasst ein Gebiet von gut 130 mal 160 Kilometern. Die gesamte Kartenfläche ist für die Nutzung von GPS aufbereitet.
Das Grundgerüst bilden die beschilderten, überregionalen Radfernwege. Regionale Radwege und zum Radfahren geeignete verkehrsarme Strecken ergänzen das Netz. Die Karten zeigen, wie die Wege beschaffen sind, die Höhe der Verkehrsbelastung und mit welchem Gelände zu rechnen ist.
Die ADFC-Regionalkarten sind die perfekten Radwanderkarten für Tagesausflug und Wochenendtour im Maßstab 1:50.000 oder 1:75.000. Sie sind leicht lesbar und enthalten alle Radfernwege einer Region. Jede der rund 100 ADFC-Regionalkarten enthält Angaben zur Verkehrsbelastung und Oberflächenbeschaffenheit, Geländeinformationen wie Steigungspfeile, Höhenlinien und Höhenzahlen. Eine Schummerung (Flächentönung) der Karte verschafft einen Eindruck der Geländestruktur. Zudem sind straßenbegleitende Radwege an überörtlichen Straßen eingezeichnet, und Straßennamen erleichtern die Orientierung auf dem Fahrrad. Vom ADFC empfohlene Radrouten sind extra hervorgehoben.
Alle ADFC-Karten gibt es auch als App für iPhone, iPad und Android-Smartphones und Tablets in den jeweiligen Stores. Die Karten werden als digitale Rasterkarten angezeigt samt der eigenen GPS-Position. Mit der App können gpx-Tracks aufgezeichnet und existierende Tracks geladen werden. Karte und App lassen sich gut parallel nutzen, da sie identisch aussehen.
Die ADFC-Radtourenkarten und die ADFC-Regionalkarten sind in der App Outdooractive für Pro-Plus-User als Kartenlayer verfügbar: in den oberen Zoomstufen sehen Sie zunächst die ADFC-Radtourenkarte, beim weiteren hineinzoomen erscheint die ADFC-Regionalkarte.
Europa-Express-Radroute
Bahntrassen, die zu Radwegen umgebaut wurden, eröffnen ein ganz besonderes Universum der Bahntrassen-Radwege. Auf stillgelegten Eisenbahnen angelegt, sind diese Radwege meist befestigt und so zu einem Radweg umfunktioniert worden. Die Europa-Express-Radroute hat Express-Radwege-Charakter.
Die Konzeption der Radroute war uns besonders wichtig. Nicht jeder hat Lust, auf autofreien Radwegen zu radeln. Andere sind auf eine möglichst autofreie Radroute angewiesen (z.B. mit Kindern). Es wurden Bahntrassenradwege in die Tour integriert.
Die Europa-Express-Radroute verläuft teilweise auf derselben Route, die wir bereits 2014 präsentiert haben. Neuerburg verläuft auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse. Entlang der Schelde sorgen für Radelspaß.
Die Europa-Express-Radroute verläuft meistens auf Bahntrassen-Radwegen. Ein Mountainbike ist nicht erforderlich. Die Radroute ist nicht als solche ausgeschildert.
Die Europa-Express-Radroute ist noch ein echter Geheimtipp. Seit es den offiziellen Fernradweg München-Venedig gibt. Die ursprünglichen ECP-Tourentipp.
Die Etappen
Die einzelnen Etappen sind kostenlos als PDF heruntergeladen werden können. Informationen dazu vorlegt. Des jeweiligen Portals. Navigieren. Oder kein Empfang.
Planung und Vorbereitung
Bei der Planung einer längeren Radreise sollte man bedenken, dass es nicht zum Nulltarif bekommt, ist klar. Nämlich beim Kartenmaterial. Klassische Landkarte auf eine längere Radreise zu gehen.
Die Karten sind normalerweise innerhalb weniger Werktage lieferbar sein. Online-Buchhändler verlinkt haben. Zu diesen Online-Händlern her.
Beobachten Sie entsprechend die aktuellen ECP-Publikationen. Unterstützt etc. Gastronomie, Betriebe mit anderweitigem touristischen Angebot.
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