Das Emsland erstreckt sich über 2.880 Quadratkilometer von der nordrhein-westfälischen Landesgrenze bei Rheine bis zur Grenze Ostfrieslands bei Papenburg. Hier gibt es genug Platz für ein ausgeprägtes Fahrradknotennetz von 2.660 Kilometern Länge entlang der Flussläufe von Ems und Hase sowie durch Moore und Wälder. Dank der gut ausgebauten, nahezu steigungsfreien Wege ist Radfahren im Emsland auf rund 3.500 Kilometern Radwegenetz ein echter Genuss.
Das Radwegenetz im Südlichen Emsland ist einheitlich ausgeschildert. An Kreuzungen und Weggabelungen finden Sie nummerierte Knotenpunkte und Karten, die Ihnen die Richtung weisen - für eine der Themenrouten oder Ihre eigene Radtour. Das Radwegenetz, das vorwiegend auf kleinen Nebenstraßen durch die abwechslungsreiche Landschaft führt, ist einheitlich ausgeschildert. Es erleichtert Urlaubern die Orientierung in der deutsch-niederländischen Grenzregion.
Das Knotenpunktsystem im Emsland
Das "Fietsknotenpunktsystem" ist ein flexibles und intuitiv nutzbares System für die Wegweisung in einem Radwegenetz. Es stammt aus den Niederlanden, wurde im Internationalen Naturpark Moor-Veenland im Jahr 2018 auf deutscher Seite installiert. Und seit 2023 ist das Knotenpunktsystem emslandweit in das bestehende Radwegenetz integriert, so das Radfahrer individuelle Touren im gesamten Landkreis Emsland planen und unternehmen können. Das Fahrradknotenpunktsystem ermöglicht die Orientierung mit Hilfe fest installierter Schilder, Karten und Wegweiser, die sich an jeder Kreuzung und Weggabelung finden.
Das Fahrradknotennetz Emsland eignet sich gleichermaßen für spontane Radtouren wie für vorab geplante Ausflüge und lässt sich für das unkomplizierte Erstellen von Themenwegen nutzen. So oder so: Eine Folge von Zahlen genügt für die unmissverständliche Wegbeschreibung. Wo Radwege aufeinandertreffen, befinden sich nummerierte Knotenpunkte. Der "Hut" auf dem Wegweiser zeigt den aktuellen Knotenpunktstandort an.
Die Zielwegweiser des Radwegeleitsystems sind 75 mal 15 Zentimeter groß, weiß und mit grüner Beschriftung und geleiten den Radler sicher über die rund 2.660 Kilometer Radrouten des Emslandes. Zwischenwegweiser geben Ihnen zusätzliche Orientierung. Folgen Sie den 20 mal 30 Zentimeter großen Schildern, sind Sie in jedem Fall auf dem richtigen Weg bis Sie den nächsten Kreuzungspunkt erreichen.
Das System ist in der aktuellen Radwanderkarte der Emsland Tourismus zu finden. Unsere Radrouten sind mit dem vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) empfohlenen Radwegeleitsystem ausgeschildert. Diese geben übrigens auch Hinweise auf Einkehrmöglichkeiten, Bahnhöfe und Touristinformationen. In allen Orten ist die Verbindung zwischen der Route und dem Ortszentrum ausgeschildert. Wer seine Route für einen Aufenthalt in den Ortszentren verlässt, findet den Einstieg schnell wieder, denn die Beschilderung führt ausgehend von den Bahnhöfen und Tourist-Informationen zurück auf die Routen.
Tourenplanung im Emsland
Touren lassen sich einfach mit dem Emsland-Routenplaner planen. Klicken Sie auf "Eigene Tour erstellen". Im oberen Feld tragen Sie den Startpunkt Ihrer Tour ein und im unteren den Zielort oder nächsten Zwischenstopp. Über das Plus-Zeichen unter den Feldern können weitere Zwischenstopps hinzugefügt werden. Hinweis: Sie können auch den Start- und Zielpunkt über das gezielte Klicken in die Karte auswählen. Geokoordinaten werden automatisch in die Felder übernommen.
Möchten Sie außer Start und Ziel auch alle Zwischenziele einblenden, klicken Sie „Zwischen-Wegpunkte anzeigen“ an. Um die Reihenfolge zu ändern, können diese jetzt bei gedrückter linker Maustaste auf den Doppelpfeil auch an eine andere Position gezogen werden. In der Karte wird jetzt die gewünschte Route angezeigt. Die Route kann noch verfeinert werden: a) Fahren Sie mit der Maus/ dem Cursor über die Route. Es erscheint ein blauer Punkt. Ziehen Sie diesen an die gewünschte Position. b) Inhalte aus vier Kategorien (z. B. Sehenswertes) können mit einem Klick auf das entsprechende Symbol am linken Kartenrand ein- oder ausgeblendet werden. Die eingeblendeten Markierungen können auch als Wegpunkt übernommen werden.
Unser Tipp: Ihre neue Lieblingstour können Sie drucken (Klick auf Button "PDF") und herunterladen (Klick auf Button "GPS-Daten").
Mit diversen Attraktionen am Wegesrand ist eine Themenvielfalt von mittlerweile rund 50 Tagestouren zwischen 15 und 80 Kilometern Länge auf dem dichten Fahrradknotennetz erlebbar - ideal für Radsternfahrten rund um das Urlaubsquartier. Die kostenlose Radkarte Emsland im Maßstab 1:80.000 beinhaltet das emslandweite Fahrradknotennetz sowie den Rundkurs Emsland-Route und die Fernradwege. Einfach herunterladen oder bestellen.
Der EmsRadweg: Von der Quelle bis zur Nordsee
Ein besonderes Erlebnis ist es, einem kompletten Flusslauf von den Quellen bis zur Mündung zu folgen. Dieses bietet der EmsRadweg, der von Hövelhof in der Senne bis zur Mündung der Ems in die Nordsee nach Emden führt.
Idyllische Landschaften, historische Städte, viele besondere Erlebniswelten und ganz viel Radeln am Wasser - diese Mixtur macht den EmsRadweg zu einem der schönsten deutschen Flussradwege. Fünf Regionen mit ganz unterschiedlichen Charakteren machen den EmsRadweg zu einem abwechslungsreichen Erlebnis. Die charmanten Ortschaften entlang der Route sind die idealen Gastgeber und laden zum Verweilen ein!
Ab Frühjahr 2025 soll die Brücke wieder für Radfahrer geöffnet werden.
Serviceleistungen für Radfahrer im Emsland
Wer eine ausgedehnte Radtour unternimmt, muss seine Habseligkeiten allerdings nicht mit sich herumfahren. Das „Emsland-Koffer-Taxi“ bringt das Gepäck von Unterkunft zur Unterkunft, sodass Radfahrer in der Region federleicht unterwegs sind. Das Verfahren ist denkbar einfach: Radfahrer geben ihr Gepäck morgens bis 9 Uhr an der Rezeption ab und erhalten es ab 17 Uhr an der Rezeption ihres nächsten Quartiers zurück. Die Kosten betragen acht Euro pro Person und Strecke.
Das „Koffer-Taxi“ kann bis zwei Tage vor dem Transport über die Internetseite der Emsland Tourismus GmbH unter www.emsland.com gebucht werden. Auch eine kurzfristige Gepäckaufgabe ist möglich. Das Koffer-Taxi transportiert allerdings nicht nur Gepäck: Die vier Fahrer haben auch allerlei hilfreiches Info-Material an Bord. So bringen sie unter anderem Prospekte, Karten und Flyer über die vielfältigen Angebote und Veranstaltungen im Emsland in die Unterkünfte, die die Gäste für ihre Planung nutzen können.
Das Südliche Emsland: Idyllische Landschaften und charmante Dörfer
Das Südliche Emsland umfasst die Stadt Lingen, die Samtgemeinden Freren, Lengerich und Spelle sowie die Gemeinden Emsbüren und Salzbergen. Das Südliche Emsland zeichnet sich durch seine idyllische Landschaft, seine charmanten Dörfer und seine vielfältige Natur aus. Es gibt hier zahlreiche Radwege, die es ermöglichen, die Region aktiv zu erkunden. Zudem gibt es in der Region viele historische Sehenswürdigkeiten die einen Einblick in die Geschichte der Region geben. Darüber hinaus ist das Südliche Emsland für seine traditionelle Landwirtschaft und seine regionalen Spezialitäten bekannt.
Das Südliche Emsland ist nicht nur eine Erholungsregion. Sie ist gleichzeitig Förderkulisse der LEADER Förderung. LEADER ist ein Förderansatz der Europäischen Union zur Entwicklung ländlicher Gebiete. Die LEADER Region Südliches Emsland das Ziel, die Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung in der Region zu verbessern.
LEADER-Region Südliches Emsland
LEADER ist ein methodischer Ansatz für die Regionalentwicklung: Er ermöglicht den Menschen in ländlichen Räumen, ihre Region gemeinsam weiterzuentwickeln. Dieser Ansatz wird in den EU-Mitgliedstaaten seit den 1990er Jahren angewendet. Unter dem Slogan "Natürlich hier" wurde das neue Regionale Entwicklungskonzept für die Förderperiode 2023 bis 2027 unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Verbände, Kommunen und Wirtschafts- und Sozialpartner erstellt.
In den nächsten Jahren soll die regionale Entwicklungsstrategie mit Leben und Projekten gefüllt und umgesetzt werden - gemeinsam mit den Akteuren in der Region.
LAG ist die Abkürzung für Lokale Aktionsgruppe. Sie setzt sich aus Vertretern unterschiedlicher Bereiche zusammen: etwa aus Kommunen, Vereinen und Interessengruppen, zum Beispiel aus der Wirtschaft oder dem Kultur- und Sozialbereich. Die LAG bestimmt den LEADER-Prozess in der Region und entscheidet stellvertretend für die Bevölkerung vor Ort, welche Projekte gefördert werden.
Das Regionalmanagement unterstützt die LAG dabei, die Region weiterzuentwickeln. Es berät Akteure mit einer Projektidee über den gesamten Prozess bis zur Umsetzung und informiert über Fördermöglichkeiten. Das Regionalmanagement unterstützt die Zusammenarbeit der Menschen vor Ort und stößt Kooperationen mit anderen Regionen an. Um die LEADER-Region nach innen und außen bekannter zu machen, kümmert es sich auch um die Öffentlichkeitsarbeit.
Verwandte Beiträge:
- Unvergessliche Radwege im Emsland: Entdecken Sie die schönsten Fahrradrouten der Region!
- Radwege im Kraichgau: Entdecken Sie die Region auf dem Fahrrad
- Alpenregion Radwege: Detaillierte Karte & Tourenplaner
- Radweg Pflicht für Radfahrer? Was Sie wirklich wissen müssen!
- Continental Contact Safety System Fahrradreifen im Test – Ultimative Sicherheit und Top-Leistung für Ihre Fahrt!
Kommentar schreiben