Vulkanradweg Vogelsberg: Eine Radtour durch die Vulkanregion

Der Vulkanradweg im Vogelsberg ist ein beliebtes Ziel für Radfahrer, Inlineskater, Longboarder und Handbiker. Er schlängelt sich auf 94 Kilometern Länge durch die herrliche, offene Wald- und Wiesenlandschaft des größten Vulkanmassivs Mitteleuropas. Der Radweg verläuft weitgehend auf der Trasse der ehemaligen Oberwaldbahn und ist von Altenstadt-Höchst im Süden bis nach Schlitz im Norden mit Feinasphalt befestigt.

Streckenverlauf und Schwierigkeitsgrad

Der Vulkanradweg ist gut ausgeschildert und bietet eine angenehme Streckenführung mit nur wenigen Steigungen. So ist der Weg auch für gemütliche Radfahrer und Familien gut geeignet. Durchgängiger Feinasphalt, auf der ehemaligen Bahntrasse der Oberwaldbahn ohne extreme Anstiege (max. 3 %). Wem die Puste ausgeht, der steigt einfach in den Vulkan-Express-Bus, der die Route bis Glauburg-Stockheim begleitet.

Sehenswürdigkeiten entlang des Weges

Die Route führt an verschiedenen Sehenswürdigkeiten vorbei, darunter historische Burgen, Schlösser und Kirchen. In den malerischen Städten hat man nach jeder Etappe die Möglichkeit, seine Akkus wieder aufzutanken. Dort haben Radfahrer die Möglichkeit in gemütlichen Gasthöfen oder Biergärten regionale Spezialitäten zu genießen und sich zu stärken. An 16 Lauschpunkten kann man auf dem Vulkanradweg zwischen Schlitz und Grebenhain/Hartmannshain spannende Geschichten und kleine Geheimnisse zur Vulkanregion Vogelsberg erfahren. Die kostenlose und GPS-gestützte Lauschtour-App für iOS- und Android Handys weist mit einem akustischen Signal darauf hin, wenn man einen Lauschpunkt erreicht hat.

Vulkan-Express: Bequeme An- und Abreise

Von Mai bis Oktober fährt an allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen der Vogelsberger Vulkan-Express. Dabei handelt es sich um ein Netz aus sechs Buslinien. Alle Busse sind mit Radanhängern ausgestattet. Es gilt der RMV-Tarif, die Radmitnahme ist kostenlos. Drei der sechs Buslinien verlaufen entlang des Vulkanradweges, eine Buslinie pendelt entlang des Südbahnradweges, eine weitere teilweise entlang der Niddaroute. Fünf der sechs Linien treffen sich auch auf dem Hoherodskopf.

Die Region Vogelsberg erreichen Sie aus Richtung Rhein-Main, Fulda und Gießen bequem mit der Bahn. Umstiegsmöglichkeiten zum Vulkan-Express bestehen in Hungen, Nidda, Stockheim, Wächtersbach, Lauterbach und Mücke. Anmeldung auch für Einzelpersonen empfehlenswert, für Pedelecs und Gruppen ab 4 Personen erforderlich! Anmeldung nur telefonisch möglich bis Freitag (bzw. bis zum letzten Werktag vor Feiertagen) 13 Uhr!

BahnRadweg Hessen: Alternative Routen

Eine geringe Steigung trotz Mittelgebirge und Feinasphalt mit „Rollautomatik“ machen richtig Lust auf Fahrradfahren. Ab dem Mainufer unterhalb von Schloss Philippsruhe in Hanau-Kesselstadt startet der BahnRadweg Hessen. Bis nach Bad Hersfeld sind es insgesamt 245 km landschaftlich tolle Kilometer. Die gute Bahnanbindung - nicht nur der beiden Endpunkte - sondern auch entlang der Strecke sowie Radbusse im Sommerhalbjahr machen viele Tourvarianten möglich: vom Tagesausflug bis zur Radelwoche als 400 km lange Rundtour.

Im Süden ist die Anfahrt nach Hanau über den Mainradweg eine gute Alternative zur Bahn. Im Norden bieten die Radwege an Weser, Fulda und Werra eine ideale Anfahrt für Tourenradler. Das passende Panorama bieten die Naturparke in Spessart, Vogelsberg und Rhön. Die Barbarossastadt Gelnhausen, die Keltenwelt am Glauberg, Fachwerk in Lauterbach, die Burgenstadt Schlitz, das barocke Fulda oder die Kur- und Festspielstadt Bad Hersfeld sind die kulturellen Höhepunkte am Weg machen die Tour zu einem unvergessenen Erlebnis. Auch die Gedenkstätte Point Alpha ist nur knapp 4 km vom Weg entfernt (ab Geisa) und einen Abstecher wert. Hier standen sich die Vorposten von NATO und Warschauer Pakt vier Jahrzehnte lang Auge in Auge gegenüber.

Etappen des BahnRadweg Hessen

  1. Hanau-Glauburg: Vom Main in die Wetterau (31,2 km)
  2. Glauburg-Schlitz: Weiter nach Osthessen (84,4 km)
  3. Schlitz-Hilders: Vom Vogelsberg in die Rhön (57 km)
  4. Hilders-Phillipstal: Dem Ulstertal nach Norden folgen (38,9 km)
  5. Phillipstal-Bad Hersfeld: Kurze Etappe nach Bad Hersfeld (32,1 km)
  6. Bad Hersfeld-Lauterbach: Auf dem Fulda-Radweg R1 (43,3 km)
  7. Lauterbach-Birstein: Zielstrebig in den hessischen Süden (50,9 km)
  8. Birstein - Hanau: Abschluss der Radtour (56,2 km)

Geschichte der Oberwaldbahn

Das Holz, die Basaltsteine, das gute Vieh und weitere Naturprodukte aus dem Vogelsberg führten um 1881 zu der Überlegung von Lauterbacher, Grebenhainer und Herbsteiner Bürgermeister und Unternehmern die Konzession für eine Bahnlinie von Lauterbach aus über den Vogelsberg zu beantragen. Die Bahnlinie von der westlichen Seite über Stockheim nach Gedern war schon in 1888 realisiert. Nach vielen Diskussionen und Eingaben konnte am 31. Oktober 1901 die Teilstrecke vom Lauterbacher bis Grebenhain-Crainfeld mit einem ersten Fest-Zug eingeweiht werden.

Nun folgte eine Zeitspanne der Stagnation, weil über die weitere Streckenführung von Grebenhain bis Gedern große Interessengegensätze herrschten. In den Folgejahren wurden stolze Zahlen über die stetige Steigerung der Transportleistung bekannt gegeben. Die Verkehrsmenge der 30er Jahre veranschaulicht die Bedeutung der Lauterbacher Bahnhöfe. Berücksichtigt man, dass die Zahlen aus der Zeit der Weltwirtschaftskrise und des beginnenden Wiederaufschwungs stammen, aber auch die Konkurrenz auf der Straße bereits zunahm, so zeigt sich ein beachtliches Verkehrsaufkommen.

Aber auch der Personenverkehr nahm erst einmal stetig zu. Wandergruppen - initiiert durch den Vogelsberger Höhen Club - fuhren in den Hohen Vogelsberg. Die pädagogischen Einrichtungen wie die Real- und die Webschule in Lauterbach profitierten von der Anbindung der Orte im Vogelsberg. Dieselfahrzeuge eingesetzt. Dieser Prozess begann bereits in den 50er Jahren. Zunächst wurden noch die morgendlichen und abendlichen Berufspendlerzüge mit Dampfloks gefahren; die dazwischen liegenden Züge durch Schienenbusse.

Die Güterzüge zwischen Gedern und Lauterbach bzw. Fulda waren auch weiterhin bis zum Einsatz der Dieselloks bespannt. September 1975 Einstellung des Personenverkehrs auf der Strecke Lauterbach -Stockheim. Straßenbusse ein, die zum Teil parallel zur Schiene verkehrten. Hinzu kam noch die immer stärker werdende Motorisierung, die den Reise- und Güterverkehr zunehmend tiefer in das Defizit drängte. und trugen so zur Verringerung des Verkehrsaufkommens bei, was schließlich am 27. September 1975 mit Beginn des Winterfahrplans zur Einstellung des Reiseverkehrs auf der Vogelsbergstrecke führte. In den Folgejahren wurden die Gleise angefangen von Gedern sukzessive abgebaut.

Weitere Radwege in Schotten und Umgebung

Schotten, eine Stadt im Vogelsbergkreis in Deutschland, bietet zahlreiche Möglichkeiten für Radtouren. Die geografische Lage der Stadt ist von besonderem Interesse für Radfahrer, da sie von sanften Hügeln und weiten Feldern umgeben ist. Eine der schönsten Radtouren in Schotten führt entlang des Nidda-Radwegs. Dieser erstreckt sich über 90 Kilometer und folgt dem Verlauf des Flusses Nidda. Während dieser Tour können Sie atemberaubende Aussichten auf das idyllische Umland genießen und an verschiedenen Orten Rast machen, um die Natur zu erkunden oder historische Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.

Besonders empfehlenswert sind auch die Radwege rund um den Hoherodskopf - einem beliebten Ausflugsziel in Schotten. Hier finden Sie gut ausgeschilderte Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, die Ihnen ermöglichen, die faszinierende Umgebung dieses Berges zu erkunden. Die besten Jahreszeiten zum Radfahren in Schotten sind Frühling und Sommer, wenn das Wetter angenehm mild ist und die Natur in voller Blüte steht.

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