Das Ruhrgebiet ist ein außergewöhnliches Ziel für einen Radurlaub in Deutschland. Hier radelt Ihr fernab des Straßenverkehrs auf stillgelegten Bahntrassen, entlang landschaftlich schöner Kanaluferwege, beeindruckender Industriedenkmäler und Halden. In der Metropole Ruhr verschwimmen die Stadtgrenzen, sodass Ihr auf nur einer Radtour, ohne es zu merken mehrere Städte durchradelt. Der beste Weg, das Ruhrgebiet zu erkunden, ist mit dem Fahrrad.
Das radrevier.ruhr: Zertifizierte RadReiseRegion
Ein dichtes Radwegenetz von über 1.200 Kilometern dient als Grundgerüst für das radrevier.ruhr, das vom ADFC als erste urbane RadReiseRegion Deutschlands zertifiziert wurde! Unter dieser Dachmarke positionieren die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) und der Regionalverband Ruhr (RVR) das Ruhrgebiet mit seinen 1.200 Kilometern Radwegen als eine der führenden Radreiseregionen in Deutschland.
Ein neues Knotenpunktsystem, 17 thematische RevierRouten und unser digitaler Radtourenplaner helfen Euch bei der Orientierung beim Radfahren im Ruhrgebiet. Nachdem das Knotenpunktsystem in den Niederlanden bereits große Erfolge erzielt hat, wird das Radfahren nun auch im Ruhrgebiet durch dieses System erleichtert. Das System funktioniert nach dem Prinzip des "Radelns nach Zahlen". Jeder Knotenpunkt wurde mit einer Nummer zwischen 01 und 99 versehen.
Auch auf den Wegweisern, die in Richtung der nächstgelegenen Ortschaften oder Sehenswürdigkeiten zeigen, sind die Nummern der Knotenpunkte angebracht. So wisst ihr immer genau, auf welchem Weg ihr zum nächsten Zwischenstopp eurer Tour im radrevier.ruhr gelangt!
Besondere Merkmale des Radfahrens im Ruhrgebiet
- Halden, Arbeitersiedlungen, Zechen
- Bahntrassen
- „Radeln nach Zahlen“
sind nur einige Beispiele dafür, was das Radfahren im Ruhrgebiet besonders macht. Das Ruhrgebiet ist reich an Geschichte und Kultur. Besonders die industrielle Vergangenheit ist allgegenwärtig und lässt sich auf vielen Radtouren erleben.
Thematische Routen und Fernradwege
Im Ruhrgebiet gibt es zahlreiche Radfernwege, die das radrevier.ruhr durchziehen. Drei große regionale Radfernwege bilden das Grundgerüst des Netzes: Die Route Industriekultur per Rad, der RuhrtalRadweg und die Römer-Lippe-Route.
Route Industriekultur per Rad
Eine einzigartige Möglichkeit, die Industriekultur zu entdecken, bietet das Radeln durch stillgelegte Hüttenwerke und Zechen. Die Halden sind unverwechselbare Wahrzeichen der Region und sollten bei keiner Radreise im Ruhrgebiet fehlen.
RuhrtalRadweg
Der RuhrtalRadweg gehört zu den schönsten Flussradwegen Deutschlands! Kein anderer Fluss in Deutschland verbindet (Industrie-)Kultur und Natur auf so engem Raum wie der RuhrtalRadweg. Der RuhrtalRadweg verläuft entlang der südlichen Grenze des Ruhrgebiets und erfreut sich großer Beliebtheit. Der Weg führt häufig über ehemalige Treidelpfade, auf denen früher Pferde Frachtschiffe die Ruhr flussaufwärts gezogen haben.
Hinweise zu geänderter Routenführung am Ende des RuhrtalRadwegs in Duisburg: Zwei langfristige Sperrungen des ursprünglichen Verlaufs des RuhrtalRadwegs an der Karl-Lehr-Brücke (Punkt 1) und am Ruhrwehr (Punkt 2) erfordern eine derzeit alternative Routenführung bis in den Duisburger Innenhafen (Punkt 3). Bitte wählt den (mit Logo ausgeschilderten) GRÜNEN Verlauf (ab Punkt 4) und fahrt bei Bedarf ab dem Innenhafen die (NICHT mit Logo ausgeschilderte) BLAUEN Routen weiter zur Rheinorange (Punkt 5).
Römer-Lippe-Route
Im Norden des radrevier.ruhr bietet die Römer-Lippe-Route spannende Radmomente.
Weitere Routen
Postkartenidyll, entspannendes Grün und wilde Begleiter: die Hohe Mark RadRoute. Mehr als 37 Prozent der Fläche der Metropole Ruhr wird landwirtschaftlich genutzt. Diese oft unterschätzte Facette des Ruhrgebiets können Radfahrerinnen und Radfahrer künftig auf der neuen Route der Agrarkultur erkunden.
Der Radschnellweg Ruhr (RS1)
Die Idee ist absolut überzeugend: Als eine Art „A40 für Fahrradfahrer“ führt der Radschnellweg Ruhr (RS1) mitten durch die Metropole Ruhr. Der RS1 bringt das Ruhrgebiet in Bewegung. Und das nicht nur in der Freizeit. Der RS1 wird auch die Mobilität im Alltag verbessern.
Der RS1 wird über eine Länge von mehr als 100 Kilometern mitten durch das dicht besiedelte Ruhrgebiet führen und die Städte Moers, Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Unna, Kamen, Bergkamen und Hamm verbinden. Auf einer Länge von rund sieben Kilometern wurden vier Abschnitte des RS1 in den Städten Mülheim an der Ruhr, Gelsenkirchen, Bochum und Dortmund fertiggestellt. Zudem ist die etwa zehn Kilometer lange Modellstrecke vom Hauptbahnhof in Mülheim a.d.R.
Geplant und gebaut wird er entsprechend der Qualitätskriterien für Radschnellwege: Dazu gehört unter anderem die weitgehende Trennung von Rad- und Fußverkehr, komfortable Breiten für den Radverkehr und wenige Steigungen. Der RS1 wird aus Landes- und Bundesmitteln finanziert. Die durchschnittlichen Kosten für einen Kilometer Radschnellweg betragen rund drei Millionen Euro.
Der RS1 ist ein Kooperationsprojekt, an dessen Realisierung Straßen.NRW, die anliegenden Ruhrgebietsstädte sowie der Kreis Unna und der Regionalverband Ruhr (RVR) gemeinsam arbeiten. Und natürlich die Bürgerinnen und Bürger.
Radwege auf ehemaligen Bahntrassen
Die ehemaligen Bahntrassen im Ruhrgebiet haben eine lange Geschichte. Einst als Schienenwege das zentrale Rückgrat der Industrialisierung, sind sie heute ein wichtiger Teil des Radwegenetzes im radrevier.ruhr.
Wer ein Verzeichnis zu Radwegen auf ehemaligen Bahntrassen sucht, wird auf der Internetseite von Achim Bartoschek fündig: Verzeichnet sind nicht nur Strecken in Deutschland, sondern auch weit darüber hinaus. Erfasst sind nach eigenen Angaben 759 Wege in Deutschland und rund 1000 Wege in 27 anderen europäischen Ländern (zusammen ca.
Planung Ihrer Radtour im Ruhrgebiet
Das Ruhrgebiet, gelegen in der Mitte Europas, ist aufgrund seiner zentralen Lage einfach zu erreichen. Ob per Flugzeug, Auto, Bus, Zug oder Fahrrad, es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um in das Ruhrgebiet zu gelangen. Große Hauptbahnhöfe wie in Essen, Duisburg oder Dortmund bieten überregionale Verbindungen und Umsteigemöglichkeiten in alle Richtungen der Region.
Entlang des Wegenetztes finden sich zahlreiche ausgewählte und fahrradfreundliche Übernachtungsbetriebe, die zur Erholung und Entspannung einladen und bestens auf Radfahrer und ihre Bedürfnisse eingestellt sind.
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