Frühlingszeit ist auch Radfahrzeit: Sachsen bietet zahlreiche wunderschöne Ausblicke in seiner Seenlandschaft - und wenn es zu warm wird, kann man auch gleich ins kühle Nass springen. Neben einer guten Portion aktiver Erholung gibt es auf den Radtouren manchmal sogar Erstaunliches zu entdecken: Wussten Sie etwa, dass es eine Fahrradkirche gibt? Oder einen Automaten für Fahrradschläuche?
Taschen packen, Helm aufsetzen und nichts wie los auf eine Erkundungstour mit dem vielleicht schönsten Fortbewegungsmittel!
Sachsen: Ein Paradies für Radfahrer
Sachsen ist nicht nur eine beliebte Wanderregion, sondern bietet auch Radfahrern tolle Ausflugsmöglichkeiten. Das Ferienland Sachsen hat für Radfahrer einiges zu bieten. Aufs Fahrrad schwingen und Sachsen erkunden. Für euch gibt es nichts Schöneres, als auf zwei Rädern unterwegs zu sein? Dann stellen wir euch hier Sachsens schönste Radwege vor. Lasst euch inspirieren und plant schon die nächste Tour.
Radfahren im Lausitzer Seenland
Vom Tagebaurevier zum Wasserparadies: Das Lausitzer Seenland ist kein gewöhnliches Radreiseziel. Die Landschaft vollzieht einen spektakulären Wandel von Kohleflözen zur idyllischen Seenlandschaft mit Jachthafen und hellen Badestränden. Ein Wandel, den man nicht alle Tage erlebt - und der sich hier nur einmal ereignen wird. Egal ob für Radwanderer, Sterntouren-Radfahrer oder Radausflügler - das Lausitzer Seenland hat für jeden Radtouristen die passenden Radwege und Angebote.
Allein sieben Fernradwege, elf asphaltierte Seerundwege und ein Dutzend thematische Tagestouren führen durch das Lausitzer Seenland auf breiten, überwiegend asphaltierten und flachen Strecken. Schroffe Ufer, helle Sandstrände und strahlend blaues Wasser: Die einzigartige Landschaft des Lausitzer Seenlandes kann über zahlreiche miteinander vernetzte Seerundwege erkundet werden. Diese früheren Wirtschaftswege bieten immer wieder herrliche Ausblicke aufs Wasser und entspanntes Fahren auf breiten, überwiegend flachen und asphaltierten Wegen. Die Seerundkurse sind fast ausschließlich Radfahrern und Fußgängern vorbehalten.
Radfahren im Leipziger Neuseenland
Wo man früher Braunkohle förderte, genießt ihr heute die Landschaft auf dem Rad. Denn aus Tagebauen werden Seen. Das Leipziger Neuseeland entsteht. Die Neuseeland-Radroute führt an neun der 19 neuen Seen vorbei und lässt euch den facettenreichen Landschafts- und Strukturwandel der ehemaligen Tagebaulandschaft miterleben.
Die Tagebauregion hat sich zu einem außergewöhnlich vielfältigen Freizeit- und Erholungsgebiet gewandelt: Im Sand liegen oder Wildwasserrafting im Kanupark, Abkühlung im glasklaren Wasser oder Kopfstehen in der Achterbahn des Freizeitparks Belantis: Zwischen Cospudener und Zwenkauer See gibt es viele Ziele am Wegesrand, und Kultur gibt es natürlich auch.
Fünf besondere Radwege in Sachsen
Hier stellen wir Ihnen fünf besonders schöne Radwege in Sachsen vor:
- Elberadweg: Von Bad Schandau bis ins sächsische Torgau (und natürlich bis zur Mündung) bietet euch der Elberadweg ein beeindruckendes Naturschauspiel aus bizarren Felsformationen, sanften Hügelketten und unberührten Flussauen. Historische Städte, wie Dresden und Meißen, laden mit ihren kulturellen und kulinarischen Höhepunkten dazu ein, vom Sattel zu steigen und sie zu erkunden.
- Obstland-Route: Die Obstland-Route in der Region Leipzig und Mittelsachsen führt euch durch das Sächsische Obstland, vorbei an üppigen Apfel- und leuchtenden Birnenbäumen, an saftigen Pflaumen, Erdbeeren und vielem mehr so weit das Auge reicht - natürlich je nach Saison.
- Stoneman Miriquidi Road: Der Stoneman Miriquidi Road verschafft Roadbikern ihr Erzgebirgs-Highlight und lädt sie ein, die Region mit ihren weiten Ausblicken und herausfordernden Rampen zu erleben. Auf einem Rundkurs geht es über den deutschen Erzgebirgskamm und entlang des tschechischen Egergrabens.
- Neuseeland-Radroute: Die Neuseeland-Radroute führt an neun der 19 neuen Seen vorbei und lässt euch den facettenreichen Landschafts- und Strukturwandel der ehemaligen Tagebaulandschaft im Leipziger Neuseenland miterleben.
- Mulderadweg: Auf rund 400 Kilometern führt euch der Fernradweg Mulderadweg durch eine abwechslungsreiche Flusslandschaft entlang der drei Muldearme, durch dichte Wälder und weite Felder sowie vorbei an geschichtsträchtigen Städten, Burgen, Schlössern und Klöstern.
Acht Seen, die sich mit dem Fahrrad gut erkunden lassen
Die Redaktion stellt hier acht besondere Touren vor:
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Arendsee: Die Perle der Altmark (10 km)
Graureiher, Seeadler oder Eisvogel: Auf der Tour rund um den größten See Sachsen-Anhalts, den Arendsee, gibt es zahlreiche seltene Vogelarten zu beobachten. Die Strecke verläuft gemütlich entlang der Seepromenade, wo der Radweg gut befestigt ist. Abseits des Sees führt die Route durch malerische Waldstücke und Felder, bevor es wieder ans Ufer zurückgeht.
Zwischendurch gibt es immer wieder Möglichkeiten, an Aussichtspunkten zu halten und den Blick über das Wasser und die umgebende Natur schweifen zu lassen - besonders reizvoll im Herbst, wenn die Zugvögel Rast machen.
Am besten erreicht man den Arendsee mit dem Auto, in der gleichnamigen Stadt gibt es zahlreiche Parkplätze. Wer lieber per Bahn anreisen möchte, kommt auf der Schiene bis ins 20 Kilometer entfernte Seehausen.
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Cospudener See: Spaß vor den Stadttoren Leipzigs (11 km)
Wer um den Cospudener See radelt, genießt eine herrliche Mischung aus Natur und Erholung - und das quasi im Vorgarten von Leipzig und damit in Sachsen. Der Rundweg startet am Pier 1 in Markkleeberg, führt entlang des gut ausgebauten, flachen Radwegs und bietet wunderbare Ausblicke auf das klare Wasser des Sees.
Für eine kleine Rast empfiehlt sich die Fahrradkirche Zöbigker in Markkleeberg. Unter dem Motto „Wen dürstet, der komme“ bietet das an der altrömischen Reichsstraße Via Imperii und dem Lutherweg Sachsen gelegene Gotteshaus ein ruhiges Plätzchen zum Verschnaufen.
Wer mit dem Auto anreist, kann dieses bequem direkt am Pier 1 parken. Bahnreisende erreichen den Cospudener See am besten über Markkleeberg im Osten oder Knautkleeberg im Westen des Sees.
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Bergwitzsee: Aus Tagebau mach Idyll (8 km)
Der Bergwitzsee, aus einem ehemaligen Tagebau entstanden, ist heute ein echtes Erholungsparadies. Wer dem Alltag entfliehen möchte, findet hier am nördlichen Ende der Dübener Heide alles für einen Kurzurlaub: Sandstrand, klares Wasser und viele Freizeitmöglichkeiten.
Die Radtour über den gut ausgebauten Rundweg startet am Strandweg in Bergwitz (Landkreis Wittenberg). Vorbei an einem Campingplatz und einem Wassersportzentrum gibt es viel zu entdecken, bevor die Route wieder zum See führt. Falls es nicht zu kalt ist, lockt der Strand zu einem Sprung ins klare Nass. Der See ist zudem ein beliebtes Ziel unter Anglern.
Parkmöglichkeiten gibt es unter anderem am Badestrand Bergwitzsee. Der Ortsteil Bergwitz ist bequem per S-Bahn erreichbar.
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Gremminer und Gröbener See (20 km) - die Geschwister
Auch der Gremminer See und der benachbarte Gröberner See waren einst Braunkohleabbaugebiete, die sich heute in beliebte Erholungsorte mit maritimem Flair verwandelt haben. Die Tour startet an der „Eisenstadt“ Ferropolis, östlich von Dessau-Roßlau, am Gremminer See und führt entlang des gut ausgebauten Radwegs am Ufer. Nach einem kurzen Anstieg geht es weiter in Richtung Gröberner See.
Für Familien bietet sich ein Zwischenstopp am Abenteuerspielplatz oder der Minigolfanlage am Campingplatz an. Alternativ laden auf halber Strecke in Gräfenhainichen (Landkreis Wittenberg) mehrere Cafés zu einer schmackhaften Rast ein.
Parkplätze finden sich direkt am Startpunkt bei Ferropolis. Bahnreisende erreichen die in der Streckenmitte liegende Stadt Gräfenhainichen problemlos mit dem Zug.
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Stausee Kelbra: Seltene Tiere entdecken (16 km)
Wachtelkönig, Schwarzstorch oder Fischadler: Auf der Tour um den Stausee Kelbra an der Grenze zu Thüringen gibt es jede Menge seltene Tiere zu entdecken - und daher auch Vogelkundler mit langen Fernrohren.
Für den Start der Tour geht es querfeldein. Bis nach Auleben ist der Radweg unbefestigt und daher eher nichts für dünne Rennräder. Abseits vom See geht’s vorbei an einer Fischzucht und wieder zurück ans Gewässer. Durch ein Drehkreuz kommen Radler zum asphaltierten Staudamm. Hier bietet sich der perfekte Blick auf das Naturgebiet - im Oktober auch Treffpunkt für Kraniche.
Achtung: Der Damm ist vom 1. November bis zum 31. März geschlossen.
Parken: Seecamping Kelbra, Lange Str. 150, Fahrrad-/ E-Bikeverleih: Kurstraße 3, 06567 Bad Frankenhausen/Kyffhäuser
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Süßer See: Ein Gläschen Wein am Schloss (14 km)
Wiesen, Weinberge, Wasser - wer um den Süßen See im Mansfelder Land radelt, bekommt alles geboten, was die Seele baumeln lässt. Zum Start am Schloss Seeburg geht’s zunächst bergauf zum fast überall asphaltierten Radweg, der durch Seeburg, über Wormsleben, Lüttchendorf und Aseleben wieder zurück nach Seeburg führt.
Die Tour bietet viele Möglichkeiten zum Einkehren: wie zum Beispiel die Schiffsgaststätte Seeperle oder der Gasthof Zahn in Aseleben, wo es auch eine Bowlingbahn gibt - oder etwas abseits der Strecke in einer der Straußwirtschaften? Wer lieber am Schluss der Tour - quasi als Belohnung - sehr gut Essen gehen möchte, der sollte sich in der Orangerie Seeburg einen Platz reservieren.
Parken: An den Seeterrassen, 06317 Seegebiet Mansfelder Land
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Goitzsche: Einer der beliebtesten Seen (26 km)
Entstanden aus einem Braunkohlentagebau hat sich die Goitzsche zu einem Glücksfall für die Region entwickelt: Wer eine Auszeit vom Alltag braucht, findet hier den Kurzurlaub: Strand, See, Sonnenschirme - und dazu noch jede Menge Freizeitangebote.
Am Ressort Seensucht, wo es sich vorzüglich speisen lässt, beginnt die Tour. Der gesamte Weg ist sehr gut ausgebaut. Über Mühlbeck geht es vorbei an einer Wakeboard-Anlage bei Pouch, einem Trimm-dich-Pfad und schließlich entlang des Muldestausees.
Wenn das Wetter mitspielt, lockt der Badestrand zur Abkühlung - ansonsten ein Kaffee im „Wundermild“.
Parkplatz: Parkplatz Pegelturm, Fahrradverleih: Bernsteinpromenade 1, 06749 Friedersdorf www.fahrradverleih-drahtesel.de
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Geiseltalsee: Achtung, es geht bergauf (26 km)
Auch der Geiseltalsee war einst Braunkohleabbaugebiet und ist heute Hotspot für Fans des marinen Flairs: Seebrücke, Strandbar, Palmen - als wäre man am Meer.
Los geht’s an der Seebrücke Braunsbedra vorbei am Hafen zum ersten kleinen Anstieg. Keine Angst: Die Strecke ist zwar anspruchsvoll, aber der Weg durchgängig asphaltiert. Wer Kinder dabei hat, kann am Irrgarten „Im Urpferdchen“ einen Stop einlegen.
Anstrengend wird’s in der Mitte der Tour: Der Berg zum Winzer ist eine Herausforderung. Oben angekommen lässt einen die wundervolle Aussicht samt Wein die Strapazen vergessen.
Parken: Parkplatz am Aussichtsturm, Fahrrad-/ E-Bikeverleih: www.bikes-fun-holiday.de, An der Seebrücke 5, 06242 Braunsbedra
Radfahren rund um Bautzen und das Lausitzer Seenland
Für unser Special werfen wir einen Blick auf die Region rund um Bautzen. Teils entlang der Spree führt uns dieser Tourenvorschlag in das Lausitzer Seenland, einem kleinem Highlight im Bundeslang zwischen Bayern und Brandenburg. Generell zeichnet sich Sachsen als das Herz des ehemaligen Ottonischen Reichs durch viele mittelalterliche Burgen und Klöster aus und so ist auch der Start dieses Tourenvorschlags in Bautzen eine besonders geschichtsträchtige Stadt.
Über einen Klick auf den See-Namen kommst du direkt an die See-Seite, wo dich zusätzliche Informationen zu den Seen erwarten. Dort findest Du ebenfalls Informationen zu Unterkünften, in denen Du auf Deiner Radtour entspannt eine Nacht verbringen kannst.
Seen entlang der Radtour:
- Talsperre Bautzen
- Bernsteinsee
- Scheibesee
- Neuwieser See
- Geierswalder See
- Partwitzer See
- Senftenberger See (liegt in Brandenburg)
Um Deine Radtour in Sachsen zu planen, empfehlen wir Dir den Routenplaner von unserem Partner komoot. Dort kannst Du Deine Radtour genau nach Deinen Vorstellungen planen. Du kannst die Namen von Seen oder Orten in ihrer Nähe eingeben und erhältst nicht nur einen passenden Routenvorschlag, sondern auch Informationen zu Steigungen, Wegbeschaffenheit und mehr.
Radfahren mit Handicap
Wer das Lausitzer Seenland aktiv entdecken möchte, der hat auch mit Handcap eine große Auswahl. Nahezu überall führen gut ausgebaute Wege durch die entstehende Urlaubsregion.
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