Springen können wie die Profis - für Kinder der coolste Move mit dem Fahrrad überhaupt. Am Anfang helfen Bordsteine, Hügel und Rampen aus Holz. So gelingen die ersten Flugversuche mit dem Bike.
Die richtige Rampe finden
Zu unterscheiden gilt, ob Du Deine Rampe an einem Ort belassen willst, oder eben zu verschiedenen Spots transportieren möchtest. Möchtest Du einen Kicker in eine Strecke integrieren, oder an einem fixen Platz in Deinem Garten installieren, wirst Du mit Material aus dem Baumarkt, etwas handwerklichem Geschick, und dem richtigen Werkzeug, bestimmt eine kostengünstige Alternative hinbekommen. Achte beim Kauf auf die Qualität der Holzplatten bzw. auf eine Versiegelung, denn Dein Kicker ist Umweltbedingungen ausgesetzt, die ihn schnell altern lassen.
Mobile Rampen von MTB-Hopper werden mittlerweile von vielen Pro-Ridern in ihren Vidoes verwendet, da sie aufgrund ihres geringen Gewichts und kompakter Bauform leicht zu transportieren sind. Die neueste Version ist der MTB-Hopper LITE, der dank Tragesystem wie ein Rucksack transportiert werden kann. Mit dem leicht zu transportierenden MTB-Hopper Lite sind Deinen Sprüngen keine Grenzen mehr gesetzt. Selbst, wenn Du in einer Stadt wohnst, wirst Du damit ein geeignetes Plätzchen finden, um an Deinen Jumps feilen zu können oder einfach Spaß zu haben.
Wir haben den MTB-Hopper auf verschiedenen Untergründen (Stein, Erde, Sand) benutzt und selbst bei hoher Anfahrtsgeschwindigkeit kein rutschen des Kickers feststellen können. Der Absprung wirkt auf den ersten Blick sehr kurz, lässt sich aber auch mit 29er Bikes und langem Radstand geschmeidig springen. Seine Form macht ihn neben Profis wie Wyn Masters daher auch für Sprung-Anfänger interessant.
MTB Hopper LITE - Details:
- Gewicht: 7,7 kg
- Maße (zusammengepackt): 520 x 380 x 120 mm
- Maße (aufgebaut): 440-500 (Höhe) x 520 (Breite) x 1200 mm (Länge)
- Anzahl Teile: 5
- Aufbauzeit: 2 Minuten
- Besonderheit: Durch spezielle Fräsung der Deckplatte auch mit feuchten bzw.
In der beiliegenden Beschreibung wird die Aufbauzeit mit 2 Minuten angegeben. Diese 2 Minuten beziehen sich auf Deinen ersten Aufbau, ab dem zweiten Mal wirst Du diese Zeit garantiert unterbieten. Es sind Nummern auf den verschiedenen Elementen graviert, so weißt Du welche Elemente zuerst ineinandergesteckt gehören. Nach dem Aufbau muss die Deckplatte noch mit straffen Gummibändern fixiert werden, um ein verrutschen zu verhindern.
DIY: Bau deine eigene MTB-Rampe
Du wolltest schon immer deine eigene MTB-Rampe haben? Wir haben was du brauchst: Eine detaillierte Anleitung zum Bau deiner eigenen MTB-Rampe - mit Deutschlands angesagtestem MTB-Slopestyler Erik Fedko und der Rampenbau-Legende schlechthin: Andreas „Schützi“ Schützenberger. Mehr fachliches und sportliches Know How geht nicht!
TIPP: Falls Du Kids hast, macht daraus ein gemeinsames Do-It-Yourself Projekt.
*Mache dich vor Benutzung der Werkzeuge und Maschinen mit den entsprechenden Betriebsanleitungen vertraut, trage stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung und sorge für ein sicheres Arbeitsumfeld, damit dem sicheren und erfolgreichen Bau deiner Rampe nichts im Wege stehen kann.
Materialien und Maße
01Das sind die Maße der fertigen MTB-Rampe:
- Höhe 60 cm
- Breite 60 cm
- Radius 170 cm
- Länge ca.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Anschließend sägst du den angezeichneten Radius vollständig aus. Säge zuletzt die oberen Spitzen deiner zwei Radius-Wangen waagrecht ab, sodass du dort am Schluss eine schmale Plattform aufschrauben kannst.
- Schneide aus den Fichtenkanthölzern 11 Querstreben á 55,1 cm Länge. Sind die Querstreben erst zwischen den zwei Radius-Wangen verschraubt, kommst du zusammen auf die gewünschte Rampenbreite von 60 cm.
- Wir nennen es TEIL 1 Aussteifung. Hier hat es die Maße 60 x 20 x 2,4 cm. Das zweite Teil dient später am hinteren unteren Ende der verschraubten Rampen-Konstruktion als Montageleiste für die Rollen und sollte von der Größe zur Breite deiner Rollen passen. Wir nennen es TEIL 2 Aussteifung. Hier hat es die Maße 60 x 5 x 2,4 cm. Das dritte Teil dient später als Plattform und weiteres Verbindungsstück oben auf den waagrecht abgeschnittenen Radius-Wangen. Wir nennen es TEIL 3 Aussteifung. Hier hat es die Maße 60 x 5 x 2,4 cm. Das vierte Teil dient später am unteren vorderen Ende der Konstruktion als Auffahrt für die MTB-Rampe. Wir nennen es TEIL 4 Aussteifung. Hier hat es die Maße 60 x 5 x 2,4 cm.
- Schneide dazu passend zwei Schrägen ab. In Verlängerung der Schrägen wird später TEIL 2 Aussteifung als Montageleiste verschraubt. Griffe: Zeichne dir auf der unteren Seite deiner zwei Radius-Wangen zwei Handbreit von der Auffahrt entfernt je einen schmalen Griff an und schneide ihn mit der Stichsäge aus.
- Nutze hierfür 2 x 3 Torx Schrauben á 5 x 80. Verschraube die Aussteifung so, dass sie hinten und oben bündig mit den Wangen abschließt. Schraube als nächstes die Montageleiste (TEIL 2 Aussteifung) für die Rollen am hinteren, unteren Ende zwischen die Wangen, sodass auch sie bündig abschließt. Nutze hierfür 2 x 3 Torx Schrauben á 5 x 80. Montiere als drittes die Plattform oben auf die zwei Wangen, sodass sie zu allen Seiten bündig abschließt. Nutze hierfür 4 Torx Schrauben á 4 x 40. Bevor du die Plattform aufschraubst, solltest du die obere vordere Kante der Plattform passend zum Winkel des Radius anschrägen. Verschraube nun die 11 Querbalken in regelmäßigem Abstand voneinander mit den zwei Radius-Wangen, sodass die Querbalken oben bündig mit den Wangen abschließen. Starte beim Verschrauben oben an der Plattform und arbeite dich nach unten vor. Verschraube die ersten 9 Querbalken hochkant, die letzten zwei Querbalken mit der breiteren Seite nach oben zeigend. Nutze hierfür pro Querbalken 2 x 2 Torx Schrauben á 5 x 80. Verschraube als letztes TEIL 4 Aussteifung. Achte darauf, dass auch sie oben bündig abschließt und sie 4 Finger breit von der Auffahrt entfernt beginnt. Hoble den nach unten überstehenden Teil ab, bis auch er mit der Standfläche bündig ist. Montiere nun die Rollen so an der Montageleiste, dass sie gerade nicht aufsetzen, wenn die Rampe auf dem Boden steht.
- Markiere dir nun die späteren Schraublöcher, über die du den Belag mit den Querbalken verbinden wirst. Übertrage die Markierungen von der schmalen Holzleiste mit Hilfe einer Schlagschnur oder einer starren Holzleiste auf eine deiner 6 mm dünnen Sperrholzplatten. Sie dienen dir als Belag. Schneide die Sperrholzplatte mit den angezeichneten Markierungen auf die passende Länge deiner Rampe zu und schneide dir anschließend auch die zweite Sperrholzplatte identisch groß zu.
- Sie dienen als Führung und helfen dir dabei, die zwei Belagsplatten passgenau auf deine Rampe zu legen und sie dort zu fixieren. Lege als erstes die untere Belagsplatte (ohne Markierungen) auf deine Rampe. Achte darauf, dass sie oben bündig mit der Plattform abschließt. Trage nun großzügig Holzleim auf die untere Belagsplatte und halte sie dabei in Position. Nutze hierfür pro Querbalken 2 Torx Schrauben á 4 x 40. Eine links außen, eine rechts außen. Für die erste, die dritte und die letzte Querstrebe kannst du eine zusätzliche Schraube in der Mitte anbringen. An diesen Stellen wirken später die größten Kräfte. Entferne anschließend die Sicherungsschraube oben und die Führungs-Holzteile an der Seite. Hoble letzte etwaige Überstände am Belag oder an der Auffahrt zurecht. Fertig!
Da ist das Ding!
MTB Fahrtechnik Tipps steil bergauf & ab
Steilrampen bergauf sind was ganz Normales und kommen nicht selten vor. Hier nun ein paar Tipps dafür:
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Auch ohne Absenkgabel oder XC-Bike kommt man Steilrampen meistens noch hoch - man muss jedoch eine extreme Haltung einnehmen: Den Oberkörper lehnt man stark nach vorne-unten, die Arme sind dabei stark gebeugt, jedoch nahe am Körper gehalten. Wird es sehr steil, rutscht man mit dem Po auf die Sattelspitze nach vorne - auf jeden Fall sitzen bleiben! Die Hände sind locker am Lenker, sodass man das „sich Einspannen“ vermeidet, welches durch am Lenker ansonsten das Vorderrad ansteigen ließe. Ein leichter Gang ermöglicht einen runden und flüssigen Tritt. Vor der Rampe schon geschaltet haben!
Sicher Springen lernen
Freerider Rob Heran brachte seinem siebenjährigen Sohn das Springen mit dem Bike selbst bei. Das sind seine Tipps:
- DER WILLE ZÄHLT
Man darf Kinder zu nichts zwingen. Sie sollten die Möglichkeit haben, selbst die Initiative zu ergreifen und sagen können: Ich will über diese Rampe springen. Bitte kein falscher Ehrgeiz: Vergleichen Sie Ihr Kind nicht mit anderen Kindern, das demotiviert. - KLEIN ANFANGEN
Bevor man den Nachwuchs mit dem ersten Sprung oder Drop konfrontiert, sollten sich die Kinder erst mal an ihr Sportgerät gewöhnen. Pumptracks eignen sich hierfür ideal. Dort können die Kleinen mit wenig Risiko üben und sich auch mal an anderen Bikern statt nur an Mama und Papa orientieren. - STÜRZEN GEHÖRT DAZU
Beim ersten Besuch auf dem Pumptrack oder im leichten Gelände lässt auch der erste Sturz meist nicht lange auf sich warten. Hier gilt es als Eltern, Ruhe zu bewahren und nicht gleich in Panik zu verfallen. In der Regel ist es nur der Schreck, der die Kinder zum Weinen bringt. Ist alles heil geblieben, heißt es: Fehler analysieren und gleich noch mal probieren. - VIDEOANALYSE
Filmen Sie Ihr Kind bei seinen Versuchen und erklären Sie ihm eventuelle Bewegungsfehler später am Computer. Besonders in den Zeiten von YouTube-Stars wie Fabio Wibmer kann das auch ein besonderer Anreiz sein. Ansonsten reicht auch mal ein Eis als Motivation.
Die Sprungphasen
- ANFAHRT
Kurz vor der Rampe das Treten einstellen und voll auf den Absprung konzentrieren. Körper-haltung dabei angespannt wie eine Katze: Arme und Beine gebeugt, der Körperschwerpunkt liegt mittig über dem Tretlager. Der Blick richtet sich geradeaus. - ABSPRUNG
Sobald das Vorderrad die Rampe berührt, drücken die Beine den Oberkörper nach hinten weg. Die Arme ziehen am Lenker, um Höhe zu generieren. Der Sprung gelingt, wenn das Vorderrad in der Luft den Schanzentisch verlängert. Wichtig: Körperspannung, sonst kippt das Vorderrad vornüber. - FLUGPHASE
Der Körperschwerpunkt liegt entspannt über der Bike-Mitte. Die Arme und Beine sind leicht angewinkelt. Ansonsten gilt es, sich auf den Aufprall der Landung vorzubereiten. Dabei richtet sich der Blick wieder stets vorausschauend nach vorne. Ansonsten: Airtime genießen! - LANDUNG
Wichtig: Nicht nur den Federweg des Bikes arbeiten lassen, sondern den Aufprall aktiv mit den Armen und Beinen abfangen. Die Ellenbogen gehen dabei nach außen. Der Schwerpunkt liegt über dem Tretlager. Generell sollte man darauf achten, möglichst mit beiden Rädern gleichzeitig zu landen.
Sobald es um Airtime geht, sollte man sich generell mit der Form des Absprungs vertraut machen, um ein Gefühl für die Steilheit und Länge des Kickers zu bekommen.
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