Handschmerzen beim Motorradfahren: Ursachen und Lösungen

Handschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden bei Motorradfahrern und können den Fahrspaß erheblich beeinträchtigen.

Die Redaktion hat die Lösungen für Deine Handgelenksschmerzen! Mach Deine Fahrten wieder schmerzfrei und angenehm.

Diese Schmerzen entstehen oft durch eine Kombination aus konstantem Vibrieren, schlechter Handposition und der Anstrengung, die beim Halten des Lenkers erforderlich ist.

Wenn Du längere Zeit fährst, können sich durch die ständige Belastung Sehnenscheidenentzündungen oder andere Probleme entwickeln.

Auch eine nicht optimale Griffposition kann Druck auf Nerven und Sehnen ausüben, was zu Schmerzen in den Händen führen kann.

In diesem Artikel erfährst Du, welche Faktoren zu Handschmerzen führen und wie Du diese durch einfache Anpassungen und Übungen gezielt verhindern oder lindern kannst.

Neben Handschmerzen können beim Motorradfahren auch andere Beschwerden wie Nacken- oder Rückenschmerzen auftreten.

Durch gezielte Anpassungen an Deiner Fahrtechnik und regelmäßige Pausen kannst Du Deine Hände schonen und wieder schmerzfrei unterwegs sein.

Lies weiter, um zu erfahren, wie Du Deine Hände entlasten und Deine Fahrten ohne Beschwerden genießen kannst.

Ursachen für Handschmerzen beim Motorradfahren

Die Gründe für Handschmerzen beim Motorradfahren können vielfältig sein und reichen von ungünstigen Griffpositionen bis hin zu Vibrationen während der Fahrt.

Hier sind einige häufige Ursachen:

  • Griffpositionen: Eine falsche Griffposition kann zu übermäßigem Druck auf die Handflächen führen.
  • Handkraft: Ein zu festes Greifen der Lenkergriffe kann die Handmuskeln überanstrengen und zu Schmerzen führen.
  • Griffdauerbelastung: Das ständige Halten der Kupplung während des Fahrens überlastet die Handmuskeln.
  • Fehlende Pausen: Das Fahren ohne ausreichende Pausen kann zu einer anhaltenden Belastung der Handmuskulatur führen.
  • Dehydration: Zu wenig Flüssigkeit oder unzureichende Nährstoffe können zu Muskelkrämpfen und Schmerzen führen.
  • Vorherige Verletzungen oder Erkrankungen: Können zu chronischen Handbeschwerden beim Fahren führen.
  • Schlafmangel: Unzureichender Schlaf kann dazu führen, dass die Muskeln aufgrund von Ermüdung verkrampfen.
  • Muskulatur: Nach längerer Fahrpause können die Handmuskeln untrainiert sein, was zu schnellerer Ermüdung und Schmerzen führt.

Am Motorrad und Ausrüstung

  • Handschuhgröße: Zu große oder zu kleine Motorradhandschuhe können zu Reibung und Druckstellen führen.
  • Polsterung: Griffe/Handschuhe ohne ausreichende Polsterung können den Druck auf die Hände erhöhen.
  • Vibrationen: Die Vibrationen des Motorrads können die Hände belasten und zu Taubheitsgefühlen führen.
  • Lenkerhöhe: Ein nicht korrekt eingestellter Lenker kann zu einer ungünstigen Handpositionierung führen.

Eine ausgewogene Sitzposition auf dem Motorrad ist entscheidend für Komfort und Sicherheit während der Fahrt.

Lösungsansätze für Handschmerzen beim Motorradfahren

Um die Handschmerzen beim Motorradfahren zu lindern und ihnen vorzubeugen, gibt es verschiedene Lösungsansätze, die Du in Betracht ziehen kannst:

  • Warm-Up-Übungen: Führe vor der Fahrt Aufwärmübungen für Deine Hände durch, um Deine Muskeln auf die Belastung vorzubereiten.
  • Entspannungstechniken: Führe während der Fahrt Entspannungstechniken wie das Lockern Deiner Hände durch.
  • Pausen: Mach regelmäßige Pausen während langer Fahrten, um Deine Handmuskeln zu entspannen und die Durchblutung zu fördern.
  • Hydration: Vermeide Muskelverspannungen und Schmerzen, indem Du ausreichend trinkst.
  • Handübungen: Führe Zuhause regelmäßig Handübungen durch, um die Handmuskulatur zu stärken und die Flexibilität zu verbessern.
  • Fahrtechnik: Optimiere Deine Fahrtechnik, um übermäßige Beanspruchung Deiner Hände zu vermeiden, z. B. durch sanfte Kupplungsbedienung.
  • Handgelenksschiene: Gerade über Nacht lindert diese Schiene enorm die Schmerzen und unterstützt die Heilung.
  • Ärztliche Beratung: Konsultiere bei anhaltenden Schmerzen einen Arzt, um eine individuelle Beratung und Behandlung zu bekommen.

Am Motorrad und Ausrüstung

  • Handschuhe: Trage Motorradhandschuhe mit Polsterung, um den Druck auf Deine Hände zu verteilen und Stöße abzufedern.
  • Tempomat/Cruise Control: Falls vorhanden, kann ein Tempomat die Schmerzen während langer Fahrten verringern.
  • Ergonomie: Überprüfe die Ergonomie Deines Motorrads, um eine natürliche und entspannte Handposition zu ermöglichen. Hier kann es schon helfen, wenn man den Lenker etwas lockert und dann so verdreht (wenn möglich), dass er etwas höher und etwas näher steht.
  • Vibrationen: Überprüfe regelmäßig den Zustand Deines Motorrads, insbesondere die Lenkung und die Federung, um Vibrationen zu minimieren.
  • Motorwechsel in Betracht ziehen: Falls Du ein 2-Zylinder-Motor hast der stark vibriert, könnte ein Wechsel zu einem 4-Zylinder-Motorrad abhelfen.
  • Gaszüge schmieren: Damit der Griff leichtgängig ist. Eventuell zweiten Gaszug (den zum Schließen) entfernen.
  • Dickere Griffe montieren: Z.B. Heizgriffe, damit du mehr Hebel hast und weniger stark greifen musst.
  • Dünne Lederhandschuhe tragen: Damit du nicht erst ein Polster zusammenpressen und längsverformen musst.
  • Lenkerumbau hilft auch viel: Lenker hoch und breit, so dass die Handgelenke nicht angewinkelt (oben-unten und seitlich) sind beim normalen halten. Hohe Superbikelenker sind da toll. Hast du nen Rohrlenker, brauchst du "nur" neue Züge; hast du Stummel, ist ne neue Gabelbrücke fällig.

Ich habe stattdessen das Motorrad gewechselt auf eins, das schon umgebaut war.

Ganz billig ist der Umbau nämlich nicht, und den Wiederverkaufswert steigert er auch nicht unbedingt.

Da war ein Modellwechsel wirtschaftlicher.

Die Arme möglichst gestreckt halten beim Fahren, weiten Abstand.

Nicht auf die Arme und Hände stützen.

Ich habe deshalb ein anderes Modell genommen, weil die Haltung zu ungünstig war.

Dann ging es: Es lag klar an der Haltung.

Ich halte es NICHT für das Karpaltunnel-Syndrom, sondern lediglich für eine Reizung der Sehnen und der Nerven durch die Vibration und ungünstige Haltung.

Habt ihr auch das Problem auf langen Strecken, dass euch die Sehnenscheiden der Gashand anfangen zu schmerzen?

Schiene bringt bei mir nichts, vor allem beim Fahren nicht, weil man ja ständig Kraft aufwendet, die nunmal genau im Handgelenk anliegt.

Ist eher was für die "Freizeit" und zum Eindruckschinden ("Kann leider nicht abspülen...")

Throttlerocker taugt eigentlich nur bei gleichmäßiger Geschwindigkeit (Auto-bäh-bahn), ansonsten ist der einem mehr im Weg.

Meinen habe ich nach einem unfreiwilligen Wheelie wieder abgebaut.

Tempomat ist praktisch nicht nachrüstbar und würde auch wieder nur auf der Bahn nützlich sein.

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