Das Reevo Bike erregte mit seinem minimalistischen Design und vor allem wegen der fehlenden Speichen große Aufmerksamkeit. Es wirkt wie ein Gast aus der Zukunft und ist bereits heute handfeste Realität: das smarte, speichenlose Reevo Bike.
Was macht das Reevo Bike besonders?
Das Besondere am Reevo fällt direkt ins Auge. Dort, wo bei anderen Rädern rund 36 Speichen Nabe und Felge miteinander verbinden, kommt das Reevo gänzlich ohne aus. Kette und Gabel braucht das Reevo ebenso wenig.
Design und Technik
Der geschwungene Rahmen ist eher ein robuster, harmonisch abgerundeter Körper, die akzentuierte, matte Lackierung würde einem Renn-Motorrad alle Ehre machen, und die smarten Features dürfen ohne Übertreibung als revolutionär bezeichnet werden.
Damit sich das Rad in dieser Konstruktion überhaupt dreht, verfügt es über ein doppeltes Felgensystem. Der innere Teil des Rades bleibt fixiert und schafft die Verbindung zum Rahmen über eine „einarmige Gabel“. Der äußere Teil des Rades ist auf Lagern beweglich konstruiert. Laut Beno hat das Fehlen der Speichen keinen negativen Einfluss aus die Stabilität.
Smarte Features
Neben der beeindruckenden Optik überzeugt das futuristische Fahrrad ohne Speichen durch jede Menge smarte Features vom Fingerprint-Sensor für optimalen Diebstahlschutz bis zum autonomen Beleuchtungssystem.
- Fingerabdruck-Scanner zum Entriegeln
- Bewegungssensor mit akustischem Alarm
- GPS-Tracking bei Diebstahl
- App-Ansteuerung mit Fahrdatenanzeige
Auf Wunsch funktioniert das System autonom. Dann erkennt ein Lichtsensor, wann es dunkel wird, schaltet das Licht automatisch ein und passt zudem die Lichtintensität an die Umgebungshelligkeit an. Sogar Stauraum für Gepäck bieten die Räder. Dazu dienen zwei Haken, jeweils am Vorder- und Hinterrad.
Motor und Akku
Vier Jahre steckte das Unternehmen in die Entwicklung. Der Reevo e-drive unterstützt beim Treten bis zur erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Der Akku ist herausnehmbar und kann so auch in der Wohnung oder am Arbeitsplatz geladen werden. Er bietet 504 Wh, laut Hersteller fährt das Reevo damit rund 60 Kilometer weit.
Das System arbeitet damit nicht so effizient wie die klassischen E-Bike-Antriebe aus Kette oder Riemen in Kombination mit Naben- oder Mittelmotor. Sie knacken mit 504 Wattstunden im Akku in der Regel die 100-Kilometer-Marke.
Sicherheitsmerkmale
Beno stattet das Reevo mit allerhand Sicherheits-Features aus. Zum Entriegeln des speichenlosen E-Bikes dient ein Fingerabdruck-Scanner. Bis zu fünf verschiedene Fingerabdrücke kann das System speichern. Ein Bewegungssensor löst einen akustischen Alarm aus, wenn eine fremde Person das Bike bewegt. Für Letzteres ist eine Verbindung mit dem Smartphone notwendig. Sie funktioniert über die Reevo-App.
Die App informiert dabei nicht nur über Langfinger, die sich am Bike zu schaffen machen. Sie dient auch als Bordcomputer. Das Smartphone wird mit einer Halterung am Lenker befestigt und zeigt Fahrdaten wie Geschwindigkeit, Fahrtverlauf, Kilometerzähler und den aktuellen Batteriestand an.
Zielgruppe
Für wen wurde das Reevo Bike erdacht und gemacht? Zunächst einmal ganz klar für Stadtbewohner. Das elektrounterstützte, intelligente Fahrrad ohne Speichen strahlt mit seiner kompakten Optik viel urbanen Chic und Innovationsfreudigkeit aus. Die Zielgruppe des Reevo ist jung, mobil, modern und hat keine Lust auf überfüllte S-Bahnen und nerviges im-Stau-Stehen. Da das Maximalgewicht des Reevo bei 120 kg liegt, sollte die Fahrerin oder der Fahrer zudem nicht allzu schwer sein.
Kritische Stimmen und Erfahrungen
Trotz des futuristischen Designs und der innovativen Features gibt es auch kritische Stimmen und Berichte über Mängel. Einige Nutzer berichten von Problemen mit dem Antrieb und der Qualität der Räder.
Einige Nutzer berichten von folgenden Problemen:
- Antriebsausfall nach kurzer Nutzung
- Schlechte Qualität und Verarbeitung
- Mangelhafter bis nicht vorhandener Support
- Hohes Gewicht
- Ungeeignet für rauen Fahrradalltag
Einige Zitate von Nutzern:
- "Bin mein Bike 200 Meter gefahren. Dann versagte der Antrieb."
- "Beide Bikes so nicht einsatzbereit. Beide Bikes haben gravierende Mängel."
- "Also mega schlechte Qualität, mega schlechter, bzw. gar kein Support, Räder abartig schwer und man erkennt auch ohne zu Fahren dass sie für den rauen Fahrradalltag nicht gemacht sind. Design super aber Rest leider Totalausfall."
Es gibt Bedenken hinsichtlich der Ersatzteilversorgung und der Eignung für unebene Fahrbahnen. Das lässt sich ja nicht mal vernünftig schieben, dank der sich drehenden Pedale.
Einige Nutzer haben Schwierigkeiten, das Geld zurückzuerhalten, wenn Probleme auftreten.
Alternativen zum Reevo Bike
Das Reevo ist zwar das spektakulärste, aber bei Weitem nicht das einzige Fahrrad ohne Speichen, das derzeit von sich reden macht. Mit dem nicht-elektrounterstützten SadaBike und dem elektrischen Oohbike sind weitere Konzepte drauf und dran, den Fahrradmarkt aufzumischen. Das SadaBike ist sogar faltbar und eignet sich daher perfekt für die Mitnahme im Camper oder in der U-Bahn. Außerdem interessant: Das Oohbike gewann den European Product Design Award und soll demnächst in Serie produziert werden.
Preis und Verfügbarkeit
Die ersten Unterstützer der Finanzierungskampagne erhalten das Reevo für unter 2.000 Euro. Diesen Rabatt gewährt das Unternehmen mittlerweile nicht mehr. Ab sofort könnt ihr das Reevo E-Bike kaufen. Wer jetzt bestellt, zahlt 1.939 Euro. Später steigt der Preis auf rund 3.000 Euro Der Preis von ca. $2,650 beinhaltete weder Versand, noch Steuer.
Viele E-Bike-Start-Ups finanzieren die Entwicklung und Produktion ihrer Bikes über Crowdunding-Plattformen wie Indiegogo oder Kickstarter. Nicht jedes davon wird Realität - dieses hier schon.
Noll Go E-Bike
Der schwedische Hersteller Noll stellt mit dem Noll Go ein revolutionäres E-Bike vor. Auf der Eurobike 2025 präsentierte das Unternehmen das Modell ganz ohne Speichen. Stattdessen sind die Räder mit mehreren Antrieben ausgestattet. Bisher fehlen jedoch genaue Details über die Anzahl der Motoren.
Interessierte können die mit pannensicheren Reifen ausgestattete und 22 kg schwere "Signature Edition" des Noll Go für 6.995 Euro vorbestellen.
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