Das Reevo E-Bike erregte mit seinem minimalistischen Design und vor allem wegen der fehlenden Speichen bereits bei seiner Vorstellung im Oktober 2020 große Aufmerksamkeit. Das Besondere am Reevo fällt direkt ins Auge: Dort, wo bei anderen Rädern rund 36 Speichen Nabe und Felge miteinander verbinden, kommt das Reevo gänzlich ohne aus. Kette und Gabel braucht das Reevo ebenso wenig.
Viele E-Bike-Start-Ups finanzieren die Entwicklung und Produktion ihrer Bikes über Crowdunding-Plattformen wie Indiegogo oder Kickstarter. Nicht jedes davon wird Realität - dieses hier schon. Bereits am zweiten Tag der Kampagne erreichte das Unternehmen sein Finanzierungsziel von 1,3 Millionen Euro. Mittlerweile (Stand Mai 2022) kamen von 2.729 Unterstützer*innen rund 6,2 Millionen Euro zusammen.
Technische Details und Design
Damit sich das Rad in dieser Konstruktion überhaupt dreht, verfügt es über ein doppeltes Felgensystem. Der innere Teil des Rades bleibt fixiert und schafft die Verbindung zum Rahmen über eine „einarmige Gabel“. Der äußere Teil des Rades ist auf Lagern beweglich konstruiert. Laut Beno hat das Fehlen der Speichen keinen negativen Einfluss auf die Stabilität. Maximal 120 Kilogramm dürfen Fahrende auf die Waage bringen.
Die futuristisch anmutenden Räder des Reevo haben noch weitere Funktionen. Sie beinhalten auch die Lichtanlage. Auf Wunsch funktioniert das System autonom. Dann erkennt ein Lichtsensor, wann es dunkel wird, schaltet das Licht automatisch ein und passt zudem die Lichtintensität an die Umgebungshelligkeit an. Sogar Stauraum für Gepäck bieten die Räder. Dazu dienen zwei Haken, jeweils am Vorder- und Hinterrad.
Einen E-Bike-Motor gibt es für das E-Bike-Konzept von Beno nicht von der Stange zu kaufen. Vier Jahre steckte das Unternehmen in die Entwicklung. Der Reevo e-drive unterstützt beim Treten bis zur erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Der Akku ist herausnehmbar und kann so auch in der Wohnung oder am Arbeitsplatz geladen werden. Er bietet 504 Wh, laut Hersteller fährt das Reevo damit rund 60 Kilometer weit. Das System arbeitet damit nicht so effizient wie die klassischen E-Bike-Antriebe aus Kette oder Riemen in Kombination mit Naben- oder Mittelmotor. Sie knacken mit 504 Wattstunden im Akku in der Regel die 100-Kilometer-Marke.
Sicherheitsmerkmale
Beno stattet das Reevo mit allerhand Sicherheits-Features aus. Zum Entriegeln des speichenlosen E-Bikes dient ein Fingerabdruck-Scanner. Bis zu fünf verschiedene Fingerabdrücke kann das System speichern. Ein Bewegungssensor löst einen akustischen Alarm aus, wenn eine fremde Person das Bike bewegt. Für Letzteres ist eine Verbindung mit dem Smartphone notwendig. Sie funktioniert über die Reevo-App. Die App informiert dabei nicht nur über Langfinger, die sich am Bike zu schaffen machen. Sie dient auch als Bordcomputer. Das Smartphone wird mit einer Halterung am Lenker befestigt und zeigt Fahrdaten wie Geschwindigkeit, Fahrtverlauf, Kilometerzähler und den aktuellen Batteriestand an.
Zielgruppe und Fazit
Das Reevo ist zwar das spektakulärste, aber bei Weitem nicht das einzige Fahrrad ohne Speichen, das derzeit von sich reden macht. Mit dem nicht-elektrounterstützten SadaBike und dem elektrischen Oohbike sind weitere Konzepte drauf und dran, den Fahrradmarkt aufzumischen.
Das elektrounterstützte, intelligente Fahrrad ohne Speichen strahlt mit seiner kompakten Optik viel urbanen Chic und Innovationsfreudigkeit aus. Die Zielgruppe des Reevo ist jung, mobil, modern und hat keine Lust auf überfüllte S-Bahnen und nerviges im-Stau-Stehen. Da das Maximalgewicht des Reevo bei 120 kg liegt, sollte die Fahrerin oder der Fahrer zudem nicht allzu schwer sein.
Das Reevo Bike ist begehrt- so begehrt, dass es vermutlich ins Visier von Dieben geraten wird, sobald es draußen ist. Ein in den Rahmen integriertes Fahrradschloss sowie ein biometrisches Authentifizierungssystem (Entsperrung per Touch-ID) bewirken, dass das smarte Rad der Zukunft nicht in die falschen Hände gerät.
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