Motorrad Regenüberschuhe im Test: Sicher und trocken durch jedes Wetter

Stell dir vor, du bist auf einer ausgedehnten Motorradtour, die Freiheit genießend, den Fahrtwind spürend, und plötzlich - aus heiterem Himmel - ziehen dunkle Wolken auf. Der Regen setzt ein, und du weißt, es ist Zeit, deine Tour für eine Weile zu unterbrechen. Doch es gibt einen Lichtblick: Mit den richtigen Überziehschuhen kannst du deine Fahrt fortsetzen, ohne nasse und kalte Füße zu bekommen.

Warum Regenüberschuhe für Motorradfahrer unerlässlich sind

Regengamaschen für Motorräder sind unerlässlich, wenn man bei schlechtem Wetter unterwegs ist. Sie schützen die Füße und Unterschenkel vor Nässe und Schmutz. Die meisten Regengamaschen bestehen aus wasserdichtem Nylon und haben eine verschließbare Öffnung für den Stiefel. Sie sind in der Regel leicht und schnell anzuziehen. Einige Regengamaschen haben einen elastischen Bund, der sich an die Beine anpasst, während andere mit Reißverschlüssen und Klettverschlüssen versehen sind.

Verschiedene Arten von Regenüberschuhen

Grundsätzlich lassen sich die Überzieher in zwei Gruppen unterteilen: Gummi- oder Latexstiefel und Nylonstiefel. Das Material der Latexstiefel ähnelt einem herkömmlichen Schlauch. Der größte Vorteil der Latex-Treter ist die völlige Wasserdichtigkeit auch nach stundenlanger Regenfahrt. Schwieriger hingegen gestaltet sich die An- und Ausziehprozedur, und meist sind die Schäfte nicht hoch genug.

Die Nylonüberschuhe gibt es in verschiedenen Ausführungen: Mit durchgehender Sohle oder mit Teilsohle im Vorderfußbereich und zusätzlichem Gummizug unter der Sohle. An- und ausziehen geht relativ schnell und problemlos - dafür sorgen in der Regel lange Schaftverschlüsse. Exemplare mit durchgehender Laufsohle verhindern, daß von unten her Spritzwasser eindringt und sich die Überschuhe an Schalthebeln oder Fußrasten verhaken, was schon so manchen Regenfahrer am Ende der Tour ungewollt unter dem Motorrad verschwinden ließ.

Verschlüsse und Anpassung

Auch die Schaftverschlüsse gibt es in verschiedenen Ausführungen: mit Klett- oder Reißverschluß, teilweise mit zusätzlichen Druckknöpfen aus Kunststoff oder Metall. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Klettverschlüsse neigen zwar nach einiger Zeit zum Verfilzen, lassen aber etwas Spielraum bei der Weitenanpassung. Außerdem können die Überschuhe bei Nichtgebrauch bedenkenlos zusammengeknautscht und verpackt werden, was die Modelle mit Reißverschlüssen nicht immer goutieren.

Um die Flatterneigung so gering wie möglich zu halten, weisen einige Überschuhe Gummizüge oder Klettgurte im Mittelteil auf. Besonders gelungen ist das Modell von Hein Gericke, das sich dank eines stabilen Klettgurts exakt an die Stiefelweite anpassen läßt. Weit weniger anpassungsfähig zeigen sich die Latex-Exemplare, deren Stulpen der Fahrtwind bei Geschwindigkeiten jenseits der 100 km/h nach unten zerrt. Die Nylon-Überschuhe von Ixs fallen bauartbedingt aus dem Rahmen: Sie haben keinen Verschluß und werden komplett über die Stiefel gestreift - daher der weite Schnitt, der dem Wind die Möglichkeit gibt, die Überzieher mit wachsender Geschwindigkeit immer mehr aufzublähen.

Wasserdichtigkeit und Verarbeitung

Glücklicherweise hat der Schnitt keine Auswirkungen auf die Wasserdichtigkeit. Unangefochten an der Spitze liegen hier die Überzieher aus Latex. Auch nach stundenlangem Wolkenbruch bleibt ihr Inneres staubtrocken. Voraussetzung hierfür ist allerdings, daß die Beinabschlüsse der Regenkombi über die recht kurzen Latexstulpen gezogen werden, damit von oben kein Wasser in die Stiefel läuft. Bei den Nylon-Überziehern hängt die Wasserdichtigkeit in erster Linie von der Verarbeitung der Nähte ab. Jede Naht stellt eine potentielle Schwachstelle dar, durch deren feine Löcher Wasser eindringen kann. Deutliches Beispiel hierfür sind die roten Überschuhe von Louis, die nur sporadischen Nässeschutz bieten.

Im Idealfall sollten alle Nähte zusätzlich verschweißt sein, um dauerhaft dichtzuhalten. Kandidaten, die nur verschweißt sind, bieten zwar Nässeschutz, doch können die Nahtstellen bei Belastung reißen. Und genau dieses Schicksal ereilte das Test-Exemplar von Held. Durch ein nadelfeines Loch an der über den Fußrücken laufenden Schweißnaht des linken Überschuhs fanden einige Wassertröpfchen einen Weg ins Innere. Genug, um nach längeren Regenfahrten nasse Füße zu bekommen.

Sicherheit und Langlebigkeit

Eine weitere Gefahrenquelle lauert in Gestalt heißer Krümmer oder Auspuffrohre, die bei Berührung in Sekundenbruchteilen ein Loch in die Überschuhe brutzeln. Lediglich das hitzebeständige Modell von Louis zeigt sich, zumindest einige Zeit, unbeeindruckt. Das weitverbreitete Erfühlen der Schräglage mit den Stiefelspitzen sollten Träger von Regenüberschuhen grundsätzlich unterlassen, sonst droht ein Super-Wasser-Gau.

Löcher können übrigens auch durch häufigen Gebrauch entstehen. Vor allem der Schaltfuß ist gefährdet. Zusätzliche Schalthebelverstärkungen verlängern die Lebensdauer der Überschuhe beträchtlich. Im Ernstfall helfen einige Streifen Textilklebeband an der richtigen Stelle weiter. Weniger gute Aussichten auf Reparaturerfolge stellen sich bei Überschuhen mit durchgehenden Sohlen ein, wenn sie auf Enduros zum Einsatz kommen. Die scharfkantigen Fußrasten reißen diese Exemplare in kürzester Zeit in Stücke. Geländefreaks sollten sich deshalb für Überschuhe mit Teilsohle im Vorderfußbereich entscheiden.

Produktempfehlungen und Testberichte

Unser Fahrrad Überschuhe Test zeigt allerdings, dass Sie bei Überschuhen meist die Katze im Sack kaufen oder zumindest auf die Beratung des Fachhändlers vertrauen müssen. Zusätzlich macht die große Auswahl an Überschuhen den Kauf eines solchen häufig zur Farce.

Beispiele für getestete Überschuhe

Hier sind einige Beispiele für getestete Überschuhe und ihre Eigenschaften:

  • Sportful Fiandre Bootie: Hoher Tragekomfort, top Regenschutz, trägt kaum auf.
  • Shimano Road Thermal Shoe Cover: Herausragender Nässeschutz, angenehm warm, niedriger Preis.
  • GripGrab Ride Winter Shoe Covers: Leicht anzuziehen, sehr günstig, dichtet nicht gut gegen Fahrtwind.
  • GWS Shield Thermo Überschuhe: Angenehm anliegender, elastischer oberer Abschluss, leichtes Anziehen.
  • Endura Freezing Point II: Top Schutz vor Regen, guter Tragekomfort, langer Reißverschluss für leichten Einstieg.
  • Craft Bike Subz Bootie: Große Reflektoren, gute Isolation, verstärkter Zehenbereich.
  • Castelli Espresso Shoe Cover: Sehr guter Allrounder, eher dünnes und recht elastisches Material, leichtes Anziehen dank Lasche und Reißverschluss.

Weitere Bestseller im Überblick

Eine Liste der Bestseller unter der Kategorie „Regengamaschen Motorrad“ findest Du hier. Hier kannst Du Dich orientieren, welche Produkte andere Nutzer besonders oft gekauft haben.

  • Perletti Schuhüberzüge: Flexible, rutschfeste Sohle, reflektierende Streifen, Mehrzweck.
  • Wasserdichte Regenüberschuhe: Premium Quality Waterproof Fabric, Einstellbares Elastisches Schnallendes Design.
  • VAUDE Gamaschen: Wasserabweisender Schutz, Windabweisend & Atmungsaktiv, Umweltfreundlich & Klimaneutral.
  • Ziamzra Regenschutz Schuhe: Zuverlässig Strapazierfähig, Hoher Schutz, Erhöhte Traktion.

Wichtige Kriterien beim Kauf von Motorradstiefeln

Wichtigste Aufgabe eines Motorradstiefels: Schutz vor Verletzungen. Hierfür ist die richtige Passform wichtig. Motorradstiefel sollten dem Fuß ausreichend Komfort und einiges an Belüftung bieten, dabei aber vor Regen schützen und ihn in seinen Bewegungen nicht einschränken - egal, ob es sich um einen Touren-Stiefel, Enduro-Stiefel oder um einen Sportstiefel handelt.

Zertifizierung und Schutz

Eine Tragepflicht von speziellen Schuhen beim Motorradfahren gibt es nicht. Der eigenen Gesundheit zuliebe sollten trotzdem Stiefel getragen werden, welche die in der Europäischen Norm 13634 festgehaltenen Mindestanforderungen erfüllen.

Die Norm "Schutzschuhe für Motorradfahrer" regelt zwar auch chemische Parameter wie beispielsweise die Menge an gesundheitsbelastenden Stoffen, für die Sicherheit bei Verkehrsunfällen sind aber vor allem die mechanischen (Schutz-)Eigenschaften wichtig. Genau darüber müssen Hersteller in einem standardisierten Label im Schuh Auskunft geben. Wichtig ist hier das Motorradfahrer-Piktogramm, das die Zertifizierung als "Persönliche Schutzausrüstung" nachweist. Darunter findet sich der Verweis auf die für Stiefel gültige EN 13634. Die Jahreszahl dahinter gibt an, nach welchem Stand der Norm geprüft wurde.

Bewertungskriterien im Test

Zur Bewertung: Passform und Tragekomfort, wozu auch das An- und Ausziehen sowie die Beweglichkeit auf und neben dem Motorrad zählen, wurden mit bis zu 35 Punkten gewürdigt, mit 30 maximal zu erreichenden Punkten folgt darauf das Kapitel Sicherheit. Hier geht es um die Protektoren-Ausstattung, aber auch um Abstreifschutz, Materialwahl und Dämpfung. Mit maximal 25 Punkten ebenfalls stark bepunktet wurden die beiden für diesen Test besonders wichtigen Kriterien Belüftung und Nässeschutz. Die Wasserdichtigkeit wurde u. a. in einem Wasserbad getestet.

Tipps und Tricks für trockene Füße

  • Wahl der richtigen Größe: Achte darauf, dass die Überschuhe nicht zu eng sind, um die Bewegungsfreiheit nicht einzuschränken.
  • Material: Latex bietet den besten Schutz vor Wasser, während Nylon flexibler und leichter ist.
  • Verschlüsse: Klettverschlüsse ermöglichen eine einfache Anpassung, während Reißverschlüsse eine sichere Abdichtung gewährleisten.
  • Pflege: Reinige die Überschuhe regelmäßig, um ihre Lebensdauer zu verlängern.

Zusammenfassung

Mit den richtigen Regenüberschuhen für Motorradfahrer kannst du deine Tour auch bei schlechtem Wetter genießen. Achte auf Wasserdichtigkeit, Passform, Sicherheit und Langlebigkeit, um die beste Wahl für deine Bedürfnisse zu treffen. So bleibst du sicher und trocken, egal was das Wetter bringt.

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