Regenüberschuhe Motorrad Test: Schutz für Ihre Füße bei jedem Wetter

Besonders robuste Regenüberschuhe für Biker, Rollerfahrer, Fahrradfahrer und Co.: So trotzen Ihre Schuhe Nässe, Wind und sogar Kälte!

Warum Regenüberschuhe für Motorradfahrer wichtig sind

Du bist kein reiner Schönwetterfahrer? Dann weißt Du, wie wichtig trockene Füße sind. Regenüberschuhe fürs Motorrad halten Dich bei jeder Witterung trocken und schützen Deine Motorradstiefel vor Nässe, Schmutz und Abnutzung. Wenn Du schon einmal ohne Schutz durch einen plötzlichen Wolkenbruch gefahren bist, kennst Du das Problem: Sobald Deine Schuhe durchnässt sind, wird jede Minute auf dem Motorrad zur Tortur.

Vorteile von Regenüberschuhen

Regenüberschuhe schaffen Abhilfe und punkten mit einer Reihe von handfesten Vorzügen:

  • Schutz vor Nässe und Schmutz: Der Hauptzweck von Regenüberschuhen ist klar: Sie halten Deine Füße und Stiefel trocken. Doch sie können noch mehr. Neben dem Schutz vor Nässe bewahren sie Deine Motorradstiefel auch vor hartnäckigem Schmutz und im Winter sogar vor Schäden durch Streusalz.
  • Mehr Komfort bei Regenfahrten: Trockene Füße sind nicht nur angenehmer, sondern sorgen auch dafür, dass Du Dich voll und ganz auf die Straße konzentrieren kannst.
  • Längere Lebensdauer für Deine Motorradstiefel: Gerade hochwertige Motorradstiefel sind eine Investition, die Du so lange wie möglich nutzen möchtest. Wasserdichte Überschuhe schützen Deine wertvollen Stiefel vor Abnutzung durch Regen und Straßenschmutz. Dadurch kann sich die Lebensdauer Deiner Stiefel deutlich verlängern. Das wiederum spart Geld. Denn was Du länger nutzen kannst, musst Du so schnell auch nicht ersetzen!

Materialien und Funktionen von Regenüberschuhen

Moderne Motorrad-Überschuhe überzeugen mit durchdachten Designs und punkten mit hochwertigen, robusten und wasserdichten Materialien.

Materialien

  • PVC und Nylon: Diese Materialien sind leicht, strapazierfähig und zu 100 % wasserdicht.
  • Aramid: Das High-End-Material kombiniert eine extrem hohe Abriebfestigkeit mit leichtem Gewicht und Atmungsaktivität.

Funktionen

Und welche Features bzw. Funktionen sollten Dir Deine Stiefelüberzieher bieten?

  • Rutschfeste Sohlen: Eine gute Sohle ist ein Muss für sicheres Fahren. Gute Überziehstiefel zeichnen sich durch rutschfeste Gummisohlen aus, die Dir auf nassen Oberflächen die erforderliche Stabilität verleihen.
  • Klettverschluss und Reißverschluss: Damit Du Regenüberschuhe schnell und einfach überziehen kannst, setzen viele Modelle auf eine Kombination aus Klettverschluss und Reißverschluss. Manche Stiefel bieten darüber hinaus noch einen Gummizug.
  • Reflektoren für mehr Sichtbarkeit: Gerade bei schlechten Wetterbedingungen ist gute Sichtbarkeit das A und O.
  • Verschweißte Nähte: Damit auch wirklich kein Wasser in die Schuhe eindringen kann, sind die Nähte vieler Modelle verschweißt.

Die richtige Passform und Pflege

Die richtige Größe ist entscheidend. Regenüberschuhe sollten nicht zu groß sein, da sie sonst während der Fahrt verrutschen können. Gleichzeitig müssen sie weit genug sein, um problemlos über Deine Stiefel zu passen. Deine Überziehschuhe sollten so eng sitzen, dass sie nicht verrutschen. Entscheide Dich für ein Modell, das Deinen Bedürfnissen entspricht.

Pflegehinweise

Mit der richtigen Pflege sorgst Du dafür, dass Deine Motorrad-Überschuhe länger halten und jederzeit wasserdicht sind:

  • Angemessen lagern: Bewahre Deine Überschuhe an einem trockenen, gut belüfteten Ort auf. Damit verhinderst Du, dass sich Schimmel bilden kann.

Regenüberschuhe im Test: Worauf es ankommt

Eigentlicher Einsatzzweck der Überzieher ist es, Motorradstiefel bei Regenfahrten vor eindringendem Wasser zu schützen. Schließlich besitzen noch lange nicht alle Zweiradfahrer dichte Schuhe.

Typen von Regenüberschuhen

Grundsätzlich lassen sich die Überzieher in zwei Gruppen unterteilen: Gummi- oder Latexstiefel und Nylonstiefel.

Gummi- oder Latexstiefel

Das Material der Latexstiefel ähnelt einem herkömmlichen Schlauch. Der größte Vorteil der Latex-Treter ist die völlige Wasserdichtigkeit auch nach stundenlanger Regenfahrt. Schwieriger hingegen gestaltet sich die An- und Ausziehprozedur, und meist sind die Schäfte nicht hoch genug.

Nylonstiefel

Die Nylonüberschuhe gibt es in verschiedenen Ausführungen. Mit durchgehender Sohle oder mit Teilsohle im Vorderfußbereich und zusätzlichem Gummizug unter der Sohle. An- und ausziehen geht relativ schnell und problemlos - dafür sorgen in der Regel lange Schaftverschlüsse. Exemplare mit durchgehender Laufsohle verhindern, daß von unten her Spritzwasser eindringt und sich die Überschuhe an Schalthebeln oder Fußrasten verhaken, was schon so manchen Regenfahrer am Ende der Tour ungewollt unter dem Motorrad verschwinden ließ.

Verschlüsse

Auch die Schaftverschlüsse gibt es in verschiedenen Ausführungen: mit Klett- oder Reißverschluß, teilweise mit zusätzlichen Druckknöpfen aus Kunststoff oder Metall. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Klettverschlüsse neigen zwar nach einiger Zeit zum Verfilzen, lassen aber etwas Spielraum bei der Weitenanpassung. Außerdem können die Überschuhe bei Nichtgebrauch bedenkenlos zusammengeknautscht und verpackt werden, was die Modelle mit Reißverschlüssen nicht immer goutieren.

Weitere Merkmale zur Minimierung der Flatterneigung

Um die Flatterneigung so gering wie möglich zu halten, weisen einige Überschuhe Gummizüge oder Klettgurte im Mittelteil auf.

Wasserdichtigkeit im Test

Unangefochten an der Spitze liegen hier die Überzieher aus Latex. Auch nach stundenlangem Wolkenbruch bleibt ihr Inneres staubtrocken. Voraussetzung hierfür ist allerdings, daß die Beinabschlüsse der Regenkombi über die recht kurzen Latexstulpen gezogen werden, damit von oben kein Wasser in die Stiefel läuft. Bei den Nylon-Überziehern hängt die Wasserdichtigkeit in erster Linie von der Verarbeitung der Nähte ab. Jede Naht stellt eine potentielle Schwachstelle dar, durch deren feine Löcher Wasser eindringen kann.

Schutz vor Beschädigungen

Eine weitere Gefahrenquelle lauert in Gestalt heißer Krümmer oder Auspuffrohre, die bei Berührung in Sekundenbruchteilen ein Loch in die Überschuhe brutzeln. Lediglich das hitzebeständige Modell von Louis zeigt sich, zumindest einige Zeit, unbeeindruckt. Das weitverbreitete Erfühlen der Schräglage mit den Stiefelspitzen sollten Träger von Regenüberschuhen grundsätzlich unterlassen, sonst droht ein Super-Wasser-Gau.

Haltbarkeit

Löcher können übrigens auch durch häufigen Gebrauch entstehen. Vor allem der Schaltfuß ist gefährdet. Zusätzliche Schalthebelverstärkungen verlängern die Lebensdauer der Überschuhe beträchtlich. Im Ernstfall helfen einige StreifenTextilklebeband an der richtigen Stelle weiter.

Alternativen: Wasserdichte Motorradstiefel

Wissenswertes zu wasserdichten Motorradstiefeln:

In unserem Test sollte es dieses Jahr um die gesunde Mitte gehen, den idealen Allrounder: Um den Stiefel, der eigentlich alles kann, und zwar ziemlich gut. Nennen wir sie leichte Tourenstiefel, wasserdichte Textilstiefel oder luftige Ganzjahresstiefel. Gemeinsam ist ihnen die Wasserdichtigkeit, Unterschiede liegen hingegen im textilen Aufbau, der Atmungsaktivität, in Verstärkungen und der Schutzfunktion.

Testkriterien für Motorradstiefel

Kriterien für eine Testteilnahme waren folglich ausgewiesener Nässeschutz bei zugleich spürbarer Belüftung. Und zwar in typischer Tourenstiefelhöhe daherkommen. Eine weitere Voraussetzung war die zumindest stellenweise Verarbeitung von Textilgewebe im Obermaterial, erlaubt waren dabei aber auch Lederstiefel mit Stretcheinsätzen. Ebenfalls Grundvoraussetzung für eine Teilnahme an unserem Vergleichstest war natürlich die Zertifizierung als Motorradschutzkleidung.

Interessanterweise sind zwar alle Testteilnehmer grundsätzlich als Schutzbekleidung für Motorradfahrer zertifiziert, nicht alle Hersteller haben ihren Motorradstiefel aber auf Wasserdichtigkeit (WR) prüfen lassen. Das muss freilich nichts aussagen: In unserem Test zeigten sich einerseits Stiefel wasserdicht, die auf eine Zusatzprüfung zum Nässeschutz und den Nachweis WR unter dem Piktogramm verzichteten. Andererseits kam es bei Stiefeln, die eigentlich wasserdicht sein müssten, zu Lecks.

Oftmals ist dafür dann gar nicht die Klimamembran an sich verantwortlich, sondern eine unsaubere Verarbeitung: Die hauchzarten Membranen sind nämlich sehr empfindlich, das macht das Vernähen entsprechend kompliziert. Das ist aber keineswegs eine Entschuldigung, deshalb hat mangelnder Nässeschutz in unserem Test ordentlich Punkte gekostet. Entsprechend landen die inkontinenten Testteilnehmer allesamt am unteren Ende unserer Bewertungstabelle.

Testsieger: TCX Clima Surround GTX

Ganz oben in unserer Rangliste findet sich hingegen ein Stiefel, der sich bezüglich Wasser keine Blöße gibt und in Sachen Luft traut, Bekanntes neu zu denken: Statt passiver Atmungsaktivität von innen nach außen setzt der TCX auf aktive Belüftung von außen nach innen. Dazu besitzt der TCX Clima Surround GTX insgesamt 12 seitliche Kanäle, über die Frischluft in Richtung Fußsohle geleitet wird. Das ist in der Praxis durchaus spürbar, im Vergleich zu anderen Stiefeln bleibt der Fuß hier nämlich frisch, ohne an Spann und Schienbein vom Fahrtwind zu sehr gekühlt zu werden.

Da der TCX Clima Surround GTX auch in den Kategorien Passform und Tragekomfort, Sicherheit, Ausstattung und Verarbeitung fleißig Punkte sammelt, sichert er sich verdient den Testsieg.

Weitere Empfehlungen

In den einzelnen Kategorien gibt es dennoch teilweise andere Stiefel, die ihm mindestens ebenbürtig sind. Dazu gehört auch der günstigste Stiefel im Test: Der Kochmann Travel ist beim Tragekomfort einsame Spitze, wie auf Wolken oder in mit Fell ausgekleideten Pantoffeln. Damit hätte er beinahe auch die Auszeichnung zum Kauftipp verdient, ein einseitiges Leck beim Nässetest erlaubt dies aber nicht. Daher geht dieses begehrte Prädikat stattdessen an den sehr guten, äußerst komfortablen, top ausgestatteten, vergleichsweise günstigen Gaerne Vento.

Sicherheitsstandards

Eine Tragepflicht von speziellen Schuhen beim Motorradfahren gibt es nicht. Der eigenen Gesundheit zuliebe sollten trotzdem Stiefel getragen werden, welche die in der Europäischen Norm 13634 festgehaltenen Mindestanforderungen erfüllen.

Die Norm "Schutzschuhe für Motorradfahrer" regelt zwar auch chemische Parameter wie beispielsweise die Menge an gesundheitsbelastenden Stoffen, für die Sicherheit bei Verkehrsunfällen sind aber vor allem die mechanischen (Schutz-)Eigenschaften wichtig. Genau darüber müssen Hersteller in einem standardisierten Label im Schuh Auskunft geben.

Wichtig ist hier das Motorradfahrer-Piktogramm, das die Zertifizierung als "Persönliche Schutzausrüstung" nachweist. Darunter findet sich der Verweis auf die für Stiefel gültige EN 13634. Die Jahreszahl dahinter gibt an, nach welchem Stand der Norm geprüft wurde. Seit 2017 neu ist die Angabe a) zur Schafthöhe. Zuvor fanden sich hier lediglich die drei Angaben b), c) und d). Alle vier Kategorien können Level 1 oder 2 entsprechen, höher ist besser. Weitere vom Stiefel erfüllte Anforderungen wie Knöchel- oder Schienbeinschutz werden darunter aufgezählt.

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