Der Regnitz Radweg: Ihre Komoot Route durch Franken

Entfliehen Sie dem Trubel der Innenstadt mit einer erfrischenden Radtour entlang des Regnitz Radwegs. Diese malerische Route bietet sowohl entspannte Abschnitte entlang des Flusses als auch kulturelle Highlights in den umliegenden Städten.

Startpunkt und Routenoptionen

Der Ausgangspunkt des Regnitz Radwegs könnte nicht besser sein: Sowohl die Tal- als auch die Kanalroute beginnen mitten in der Nürnberger Altstadt. Im Regnitztal, zwischen der Städteregion Nürnberg, der Fränkischen Schweiz und dem Steigerwald, kann zwischen zwei Varianten des Regnitz-Radwegs gewählt werden.

  • Talroute: Die 85 Kilometer lange Talroute führt malerisch durch Auwälder, Sandflure, Städte und kleine Ortschaften. Sie folgt dabei dem Lauf der Regnitz und verläuft überwiegend auf Rad- und Wirtschaftswegen sowie Nebenstraßen.
  • Kanalroute: Die 73 Kilometer lange Kanalroute verläuft parallel dazu und führt die Radfahrer direkt entlang des Main-Donau-Kanals.

An bestimmten Stellen ist es möglich, die Routen zu wechseln, teilweise laufen beide auf einer Trasse, auch eine Kombination der Strecken zu einer Rundtour ist möglich. Die Tour eignet sich gut für Familien da die Strecke ohne größere Steigungen weitgehend abseits stark befahrener Straßen verläuft.

Etappen und Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

Auf dem Regnitz-Radweg lassen sich zudem zahlreiche kulturelle Highlights entdecken. Die erste Etappe nach Erlangen besteht darin, dass Radfahrer durch grüne Wiesen, durch schattigen Auwald, in die Stadt Fürth mit Ihren gut 1.000 Denkmälern und zum Ursprung der Regnitz gelangen.

Nürnberg

Wir starten am Hotel VICTORIA. Von hier aus geht es in den Westen direkt in den Stadtteil St. Johannis. Auf dem Weg können Sie den Weißen Turm und den Kettensteg bestaunen sowie durch die grüne Hallerwiese fahren.

In der Gegend von St. Johannes lohnt es sich, einen ersten Zwischenstopp einzulegen. Hier können Sie die barocke Pracht in den Nürnberger Hesperidengärten genießen. Diese waren zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert Bestandteil eines grünen Gürtels entlang der Stadtmauer, der 360 unterschiedlich genutzte Gärten umfasste und die Voraussetzung für die Entwicklung einer hochstehenden Gartenkultur vor den Toren der Reichsstadt Nürnberg bildete.

Angrenzend gibt es die „Kaffeestube Hesperidengärten“, die sowohl fränkische Speisen als auch Kaffee und Kuchen anbieten.

Wenige Meter weiter kann der Denkmalgeschützte Friedhof St. Johannis mit den reichlichen Rosenbüschen (daher wird der Friedhof auch Rosenfriedhof genannt) und den historischen Gräbern aus mehr als fünf Jahrhunderten betrachtet werden. Aufgrund der historischen Sehenswürdigkeiten ist der Johannisfriedhof ein Ziel im Rahmen eines Friedhofstourismus und eine Station innerhalb der Historischen Meilen Nürnbergs.

Nach einer Besichtigung des Friedhofs führt uns unsere Tour weiter auf dem gut ausgebauten Fahrradweg durch die grünen Pegnitzwiesen direkt in Richtung Fürth.

Das westliche Pendant zum Wasserrad an der Satzingermühle (bei Mögeldorf) im Ostteil der Stadt ist das Schöpfrad am Lederersteg zwischen Dürer-Gymnasium und Westbad. 1999 errichtet, dient das unterschlächtige Wasserrad als optische Attraktion und speist den Bach eines Abenteuerspielplatzes im Pegnitzgrund.

Auf dem Weg machen wir einen kleinen Abstecher über den Pappelsteg. Ein erster Notsteg wurde an dieser Stelle bereits 1926 aus Teilen des alten Fronmüllerstegs errichtet und wurde später nach den Pappeln benannt, die hier eine dreireihige, das Stadtbild prägende Allee bilden.

Fürth

Am Rande der Stadt Fürth lohnt sich ein kurzer Abstecher über den Karlsteg zum Florenzer Turm des Rathauses zu machen. Das Fürther Rathaus ist das höchste Gebäude der Innenstadt und wurde zwischen 1840-1844 erbaut. Sehr schön sind der Grüne Markt mit dem Gauklerbrunnen, das Lochnersche Gartenhaus, sowie die Gustavstraße mit ihren vielen Cafés und kleinen Kneipen.

Nach einer ausgiebigen Besichtigung geht unsere Tour weiter. Unser nächstes Ziel ist die „Geburt der Regnitz“. Der Zusammenfluss von Rednitz und Pegnitz zur Regnitz wird auch das Flussdreieck oder im Volksmund einfach die „Spitz“ genannt. Sie ist sowohl im Frühling als auch im Sommer ein sehr idyllischer Ort. Die Regnitz entsteht in Fürth aus dem Zusammenfluss von Pegnitz und Rednitz und fließt nordwärts durch Fürth, Erlangen, Möhrendorf, Baiersdorf und Hausen.

Erlangen

Entlang der Regnitz führt der Fahrradweg nach Stadeln und von hier aus ein kurzes Stück direkt an der Stadelner Hauptstraße. Kurz vor Eltersdorf gelangen wir allerdings wieder in das Tal der Regnitz. Von hier aus geht es in Richtung des Main-Donau-Kanals weiterhin durch grüne Wiesen direkt bis in das Zentrum der barocken Planstadt Erlangen.

Am zentralen Erlanger Schossplatz sollten wir unbedingt einen Zwischenstopp einlegen. Denn hier lohnt es sich auf jeden Fall sein Fahrrad abzustellen und die Sehenswürdigkeiten, die nahezu allesamt fußläufig vom Schlossplatz erreichbar sind, zu erkunden.

Unweit des Schlossplatzes liebe ich es im Schlossgarten mit Orangerie und Kollegienhaus sowie im botanischen Garten spazieren zu gehen und zu entspannen. Direkt am Schlossplatz angrenzend an den Eingang zum Schlossgarten befindet sich das Café Mengin. Wer sich hier einen Platz auf der Terrasse oder im Wintergarten ergattern kann, dem empfehle ich es sich hier den Kuchen oder auch die saisonalen Tagesangebote nicht entgehen zu lassen.

Weiterfahrt entlang der Kanalroute

Entlang des Pegnitztales fahren wir in Richtung Fürth i. Bay. Nach etwa 6 km kommen wir am Zusammenfluss von Pegnitz und Rednitz. Hier ist der „Geburtsort“ der Regnitz. Weiter über Stadteln und Mannhof erreichen wir Eltersdorf. Durch den Wiesengrund geht es in Richtung Frauenaurach, wo wir die Aurach überqueren und für kurze Zeit direkt am Main-Donau Kanal entlang fahren. Über Alterlangen fahren wir Richtung Möhrendorf nach Baiersdorf. Hier bietet das Meerrettich-Museum die Möglichkeit für eine erste Pause. Weiter nach Kersbach und Forchheim.

In Forchheim ist die Beschilderung etwas verwirrend. Achtung, um Forchheim sind zum Teil noch die alten Radwegschilder vorhanden. Wir verlassen Forchheim in Richtung Markt Eggolsheim, eine schöne Altstadt. Weiter geht es nach Buttenheim, mit den beiden Bierkellern (St. Georgen und Löwen). Vor Buttenheim, haben wir noch einen kurzen Abstecher zu Lias Grube Unterstürmig gemacht. Dies ist eine Kinder- und Jugend Umweltstation (Informationen unter: www.umweltstation-liasgrube.de).

Hinter Pettstadt überqueren wir die Regnitz auf der kleinen Fähre (Öffnungszeiten: März bis Oktober). Von hier ab folgen wir rechts der Regnitz bis nach Bamberg.

Weitere Radwege in Franken

Neben dem Regnitz Radweg gibt es in Franken noch viele weitere attraktive Radwege:

  • Der 2FrankenRadweg verbindet die Bischofsstädte Bamberg und Würzburg auf nahezu direktem Weg durch den Steigerwald über Pettstadt, Frensdorf, Burgebrach, Burgwindheim, Ebrach, Gerolzhofen und Volkach.
  • Auf 121 Kilometer schlängelt sich der Aischtalradweg vom mittelalterlichen Rothenburg ob der Tauber ins nicht minder geschichtsträchtige Bamberg.

Radfahren im Steigerwald

Der Steigerwald bietet zahlreiche Themen-, Rund- und Fernradwege. Ob gemütliche Radtour, ambitionierter Radsport oder ausgewogenes Radwandern - im Steigerwald finden Sie vielfältige Möglichkeiten für Readel-Expeditionen in die Natur. Genießer kommen im Steigerwald voll auf ihre kosten. Die fränkische Lebensart steht für fruchtige Weine, urige Biere und köstliches Essen. Auf dem Kulturradweg im Steigerwald ist die Harmonie zwischen Vergangenheit und Gegenwart perfekt. Romantische Fachwerkbauten und imposante Sakralbauten sind von einem gut ausgebauten Radwegenetz verbunden. Für jeden Radfahrtyp und jegliche Kondition findet sich die ideale Strecke. Natur, Kultur und Lebensart genießen und dabei ganz nebenbei etwas für den Körper tun?

Flussradtour für Genießer

Eine abwechslungsreiche Radtour, gut geeignet auch für Familien dank geringer Steigung und naturnaher Wege.

Kanalroute: Details und Besonderheiten

Die eine führt am Main-Donau Kanal und Regnitz entlang und ist dadurch vom Profil sehr angenehm (flach) zu fahren. Die Länge der Kanalroute ist ca. 70 km. von Fürth/Nürnberg nach Bamberg. Die Kanalroute verläuft überwiegend auf autofreien Straßen und bietet sich besonders für Gruppen an. Diese Tour ist etwas länger und nicht so flach. Die Strecke führt über wenig befahrene Nebenstraßen und Radwege. Die Route führt durch viele sehenswerte Orte entlang der Regnitz und des Main-Donau Kanals. Die Tour kann an vielen Stellen beendet werden und die Rückreise mit der Bahn angetreten werden.

Bayern mit dem Rad entdecken

Bayern-Urlaub mit dem Rad? Gute Idee, das hält fit und ihr kommt weit rum. Gemächlich am Fluss entlang und über sanfte Hügel oder sportlich die Berge rauf und runter.

Weitere Radwege in Bayern

  • Donau-Radweg: Die Donau ist mit 2.850 Kilometern - nach der Wolga -der zweitlängste Fluss in Europa. Auf circa 420 Kilometern begleitet sie in Bayern ein Radweg, der sich ganz easy in einzelnen Tagesetappen befahren lässt.
  • Allgäu-Radweg: Auf 475 Kilometern eine Runde durchs Allgäu drehen, von leicht bis sportlich. Der ADFC hat die Radroute mit vier Sternen ausgezeichnet, unter anderem dank des ausgedehnten Wegenetzes mit einheitlicher Beschilderung, unterschiedlichen Höhenprofilen und eigenem E-Bike-Revier.
  • MainRadweg: Dem Main mit dem Rad auf seinem kurvenreichen Weg von den Quellen bis zur Mündung zu folgen, ist ein Genuss - dafür sorgen die herrlichen fränkischen und hessischen Landschaften am Wegesrand mit ihren regionalen Besonderheiten.

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