Der Reithelm ist ein elementarer Bestandteil im Reitsport und bietet den empfindlichen Teilen des Kopfes optimalen Schutz. Ohne einen adäquaten Schutz an empfindlichen Körperstellen, beispielsweise durch Reithose und Reitstiefel, käme es bei einem Sturz zu schwerwiegenden Verletzungen. Der Reiterhelm weiß diese im Kopfbereich zu verhindern bzw. verringert ihre Ausprägung. Schließlich erhöht ein passgenaues Modell die Sicherheit und trägt zu einer ansprechenden Optik bei.
Der Blick auf den Reitsport lässt erkennen, dass professionelle Reiter oft mit einer hohen Geschwindigkeit konfrontiert werden. Ein Pferd kann schließlich 50 km/h und mehr erreichen. Aufgrund der Befestigungsgurte im unteren Bereich des Helmes verbleibt dieser auch beim schnellen Ritt an Ort und Stelle. Bei der Anschaffung gilt es, das Hauptaugenmerk auf Form und Größe vom Reiterhelm zu legen.
1. Sicherheitsrichtlinien
Da ein guter Reithelm bestimmte Standards in puncto Stabilität und Haltbarkeit erfüllen muss, bietet sich auch die Vergewisserung über das Vorhandensein einer weiteren Sicherheitskennzeichnung an: der DIN EN-1384 Norm. Zu jenen Kennzeichen zählt das auch bei anderen Produkten vorkommende CE-Siegel.
In dieser sind u. a. Weiterhin gibt jene Norm Auskunft über die Stoßdämpfung, die Sicherheit beim Abstreifen als auch Informationen zur Seitensteifigkeit. Modelle ohne Sollbruchstellen stellen eine ernste Gefahr dar. Zwar suggerieren Bruchstellen beim Kauf eine Minderwertigkeit, doch haben sie durchaus eine Berechtigung. Ohne diese würde schließlich das Nasenbein beim Sturz brechen.
2. Die Bedeutung von Komfort und Passform
Die Reitsachen aus dem Reitsportgeschäft oder dem virtuellen Raum müssen vor allem eines sein: bequem. Alles über den Sitz und weitere Details bezüglich der Haptik findet der Sportler idealerweise bei einem physischen Kontakt mit den Modellen heraus.
2.1 Gewicht und Innenbereich
Je nach Art des Helmes, der Marke und seines Herstellers variieren bei den Modellen auch die Gewichte und damit der Komfort. Viele glauben, ein höheres Gewicht sei ein Stellvertreter für eine robustere und damit sichere Ausführung. Schließlich sorgt der beim Reiten von oben nach unten entstehende Druck für eine erhöhte Belastung der Wirbelsäule. Ein zu schwerer Reithelm begünstigt bei längeren Ausritten und speziell beim Galopp Rückenschmerzen. Außerdem minimiert es den Tragekomfort und kann sogar physische Schäden anrichten.
Passionierte Sportler setzen daher auf ein Gewicht, was sich zwischen 300 und 600 g befindet - bevorzugt werden dabei immer die Helme, die nahe der 300 g-Marke liegen. Zusätzlich zum Gewicht ist der Innenbereich des Helmes zu begutachten. Wichtig hierbei ist es, das Hauptaugenmerk auf die Schalen und die Struktur zu legen. Außen- und Innenschale sollten miteinander verbunden sein.
Ausgiebigere Reitabenteuer im Sommer sind zumeist mit hohen Außentemperaturen verbunden. Häufig vernachlässigt und dennoch absolut notwendig sind Belüftungsschlitze im Reiterhelm.
2.2 Design und Zielgruppe
Ob der Reithelm Damen, Kinder oder Herren begeistern soll, spielt beim Kauf eine wesentliche Rolle. Bei Damen und Herren kommen besonders gut Reithelme in braun, schwarz und weiß oder mit schlichten Motiven an. Von einer schnittigen Art über klassische Designs ist hier nahezu alles im Einzelhandel zu erwerben. Gerade bei Kindern kommt es jedoch nicht vorwiegend auf die Optik an.
Männer achten übrigens weit weniger auf das Design. Bei Erwachsenen geht es häufig schneller zu, weshalb es auch spezielle Reithelmen für Westernreiten, eine Sportart mit langer Tradition und einem darauf zugeschnittenen Sattel, zu kaufen gibt. Unabhängig von Geschlecht und Alter wünschen sich die meisten Anfänger und Fortgeschrittenen aber vor allem einen verlässlichen Markenhelm. In diesem Zusammenhang sei gesagt, dass der Reithelm zwar auch als Fahrradhelm genutzt werden könnte, Fahrradhelme allerdings auch andere Eigenschaften aufweisen, weshalb sich ein Fahrrad- und Reithelm Vergleich lohnen kann.
3. Verschiedene Helmtypen
- Klassisch geformte Helme ohne Größenverstellung.
- Reithelme in verschiedensten Designvarianten.
- Meist beige oder braune Reithelme im Western-Look.
- Diese Reithelme haben eine gewisse Ähnlichkeit mit echten Militärhelmen.
4. Größenermittlung und Online-Kauf
Im lokalen Geschäft ist es einfach, einen der vom Laden offerierten Helme zu testen. Anders verhält es sich beim Kauf im virtuellen Raum. Umso wichtiger ist es, sich vor der Anschaffung mit der geeigneten Größe zu befassen. Diese lässt sich anhand eines Maßbandes ermitteln. Dort befindet sich unterhalb der Produktanzeigen im Rahmen der Beschreibung zumeist eine Größentabelle.
5. Lebensdauer und Sicherheit
Eines wird bei allen von Instituten durchgeführten Reithelm Tests unmittelbar klar: Kommt es zu einem Fall zu Boden, dann trägt der Helm innere Schäden mit sich, die außen nicht erkennbar sind. Das erfordert die unmittelbare Neuanschaffung. Kompromisse enden nicht selten in Unfällen mit stärkeren Verletzungen im Bereich des Kopfes. Jene gilt es unbedingt zu vermeiden. Immerhin ist der Kopf bzw.
Doch auch unabhängig von einem harten Fall des Helmes ist die Lebensdauer aller Modelle zeitlich beschränkt. Ursächlich dafür sind die eingesetzten Materialien: Hersteller versehen ihre Produkte bevorzugt mit Kunststoff. Jenes Material unterliegt einem gewissen Verschleiß. Daher sind sowohl teure als auch günstige Reithelme generell nach spätestens 5 Jahren auszutauschen. Im Zusammenhang damit bietet es sich an, sich bereits bei der Anschaffung von Reiterhelmen mit dem Produktionsjahr auseinanderzusetzen.
5.3 Anpassung und Stabilität
Jenes hat enorme Vorteile, da ein präzises Festzurren möglich ist. Hierbei ist es wichtig den Helm fest am Kopf zu tragen und sich dennoch nicht eingeengt zu fühlen. Das Drehrad ist dabei eine gute Hilfe. Bei 3D-Helmen gibt es sogar die Möglichkeit, weitere Veränderungen, beispielsweise bei Durchmesser oder Höhe, festzulegen. Innerhalb diverser Reithelme-Tests zeigte sich, dass jene Art der Verbindung äußerst stabil ist. Schauen sich Reiter das Konstrukt dieser Riemen von der Seite an, bemerken sie einen Y-förmigen Aufbau. Wichtig ist hierbei, dass der Schnittpunkt der beiden Riemen unmittelbar unterhalb des Ohres sitzt.
Die Wichtigkeit eines Reithelms
Dass Reiten zu den Sportarten gehört, die mit einem größeren Sicherheitsrisiko verbunden sind, versteht sich fast von alleine. Selbst ein perfekt erzogenes Pferd kann scheuen und erschrecken und sogar ein Reitsportprofi ist nicht davor gefeit, die Kontrolle über sein Tier zu verlieren und unfreiwillig den Sattel zu verlassen. Pferde sind Lebewesen und vor allem Fluchttiere. Anstatt den Reithelm als eine Art Lebensversicherung zu betrachten, sehen sie ihn als lästiges Übel. Dabei kann Eitelkeit kann im Reitsport üble Folgen haben.
Wo in anderen Bereichen das Tragen eines Helmes ganz selbstverständlich ist und zur Grundausrüstung gehört - Motorradfahren, Wintersport, Fahrrad fahren - haben Reitsportbegeisterte oft noch Nachholbedarf. Schön zu sehen finde ich den Trend, dass auf Turnieren inzwischen auch immer mehr Dressurreiter ihren Zylinder gegen einen sicheren Reithelm austauschen. Zwar gilt die Dressur als weniger gefährliche Disziplin und ist selbstverständlich mit weniger Risiken verbunden, als das Überwinden von Hindernissen in schnellem Galopp, aber passieren kann immer etwas. Anders als im Springsport oder in der Vielseitigkeit ist hier nämlich das Tragen eines Bruch- und splitterfesten nicht in der Prüfungsordnung vorgeschrieben (einzige Ausnahme: Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren).
Klar soll ein Reithelm gut aussehen - wir Reiter sind schließlich ein eitles Volk - aber in aller erster Linie ist er dazu da, unseren Kopf zu schützen. Die Hauptaufgabe eines Reithelmes ist der Schutz des Kopfes und des Gehirns. Heute sind alle auf dem Markt erhältlichen Reithelme genormt und werden strengen Tests unterzogen, ehe sie in den Verkauf kommen. Disziplinübergreifend sorgt die NormCE EN 1384 für die reiterliche Sicherheit. Diese gilt für jeden Reithelm, egal welcher Preiskategorie, um überhaupt erst zugelassen zu werden. Günstigere Modelle sind also nicht weniger sicher als teure und man muss auch nicht erst viel Geld in die Hand nehmen, um etwas für die eigene Sicherheit zu tun.
Gute Standarthelme bekommt man ab ungefähr 50 Euro, wer mehr Komfort, bessere Belüftung oder ein besonderes leichtes Material möchte, muss mit Preisen bis zu 500 Euro schon weitaus tiefer in die Tasche greifen. Von gebrauchten Helmen sollte man übrigens besser die Finger lassen, wenn deren Geschichte nicht lückenlos kennt und mit Sicherheit sagen kann, dass sie noch keinen Sturz hinter sich haben. Übrigens ist zwar ein Fahrradhelm immer noch besser als gar kein Kopfschutz, aber er kann einen richtigen Reithelm nicht ersetzen, auch wenn sie sich optisch ähneln.
Zusätzlich sollte man die Pflegehinweise der Hersteller unbedingt beachten. Die richtige Lagerung ist außerdem auch nicht zu unterschätzen: Wenn man seinen Helm regelmäßig einfach in den Schrank pfeffert oder achtlos in der Sonne liegen lässt, können sich kleine Haarrisse bilden, die den Helm im Falle eines Sturzes bersten lassen können, bzw. kann sich das Füllmaterial durch Wärmeeinwirkung auflösen und brüchig werden. Viele Reithelme besitzen heute ein herausnehmbares Innenfutter, das sich mühelos in der Waschmaschine waschen lässt.
Um seine Schutzfunktion optimal erfüllen zu können, darf ein Helm weder zu weit, noch zu eng sein. Für Kinder ist das Tragen eines Reithelmes in jeder guten Reitschule Pflicht. Für die meisten wird der Helm so von Anfang an zur Selbstverständlichkeit. Es gibt es eine Vielzahl an bunten und optisch sehr schönen Helmen, die nicht nur den Kopf der kleinen Pferdefreunde schützen, sondern meist auch noch Größenverstellbar sind und somit mitwachsen und lange passen. Eine 3-Punkt-Befestigung ist heutzutage ein Muss. Ein zu großer Helm kann leicht verrutschen, ein zu kleiner kann unangenehm drücken und sogar Kopfschmerzen verursachen.
Euch ist es natürlich selbst überlassen ob Ihr euren Reithelm bei einem Fachhändler vor Ort kauft oder schnell und bequem übers Internet. Egal wie lange und wie gut man reitet, Sicherheit sollte immer oberste Priorität haben. Außerdem sollte man gerade jüngeren Reitern mit gutem Beispiel voran gehen. Leider gibt es nicht flächendeckend gut informierte Fachhändler, so bietet das Internet eine gute Informationalternative.
Die neue Reithelmnorm ist definitiv näher an der Realität als die EN1384:2012. Vor allem die neue Aufschlagprüfung Hazard Impact mit der scharfen Kante als neue Ambossform war meiner Meinung nach entscheidend für mehr Realität, denn dieser Amboss kann tiefer eindringen als das flache Modell. Und durch die drei Aufschlagpunkte muss der Helm leistungsfähiger sein, auch wenn kein Reiter dreimal hintereinander stürzen wird.
| Alte Norm | Neue Norm |
|---|---|
| Stoßdämpfung: Zwei Aufschlagpunkte am Helm auf einen flachen Sockel | Stoßdämpfung: Drei Aufschlagpunkte: zwei auf flachen, einer auf kerbförmigen Sockel |
| Durchdringung: Fallhöhe von 500 Millimetern | Durchdringung: Fallhöhe von 625 Millimetern |
| Gestaltfestigkeit: Einwirkende Kraft von 630 Newton | Gestaltfestigkeit: Einwirkende Kraft von 800 Newton |
| Abstreiftest: Fallhöhe von 175 Millimetern. Test in beide Richtungen - von hinten nach vorne und von vorne nach hinten. | Abstreiftest: Fallhöhe von 240 Millimetern und nur noch in eine Richtung (von hinten nach vorne). |
Entscheidend dafür ist die Styropor-Innenschicht (EPS). Was den Helm-Aufbau angeht, gibt es Unterschiede: Bei InMould-Helmen wird die Styropor-Innenschicht (EPS) in die Außenschale gespritzt. Bei Hardshell-Helmen werden beide Schichten getrennt aufgebaut und dann miteinander verbunden, etwa durch Kaltverschweißung. Je dicker sie ist, desto mehr Energie kann sie aufnehmen und so besser schützen. Wie gut ein Helm schützt, lässt sich nicht an dessen Bauweise festmachen.
Ein Helm muss fest auf dem Kopf sitzen und darf nicht rutschen. Probiere den Helm an, um zu testen, ob er zu deiner Kopfform passt. Auch die Passform ist entscheidend: Reithelme sind heute gut anpassbar mit verschiedenen Riemen. Diese sollten sich leicht verstellen lassen, dürfen sich aber nicht von selbst lockern. Sind die Riemen zu leichgängig, kann es sogar reichen, wenn der Reiter den Kiefer bewegt, damit der Riemen sich lockert. Das darf nicht passieren.
Reithelme gibt es in unterschiedlichen Preisklassen und schon ab etwa 60 Euro. Allerdings sollte man gerade in puncto Sicherheit nicht sparen. Achte auch auf das Helmklima. Belüftungsschlitze und Materialien im Innenfutter, die Schweiß gut aufsaugen, sorgen für einen kühlen und trockenen Kopf. Qualität hat leider oft auch ihren Preis, kann in dem Fall aber tatsächlich über Leben und Tod entscheiden. Die meisten hochwertigen Reithelme bewegen sich im Preissegment von etwa 120 bis 550 Euro. Mit speziellen Konfigurationen und mehr Glitzer kann man aber auch schnell um die 1000 Euro für einen Reithelm ausgeben.
Selbst ohne Sturz und sichtbare Mängel ist nach etwa vier Jahren ein neuer Helm angesagt. Denn: "Eine Alterung des Materials wird es definitiv geben", sagt Thomas Dautermann, Leiter des Qualitätsmanagements beim Helm-Experten uvex aus Fürth in Bayern. "Zudem ist für die Sicherheit eines Helms nicht nur die Nutzungsdauer wichtig, sondern auch wie oft man damit reitet." Wer einmal in der Woche auf dem Pferd sitzt, wird seinen Reithelm länger tragen können als ein Reiter, der jeden Tag - womöglich sogar mehrmals - mit Helm reitet und ihn dadurch stärker beansprucht. Wie lange kann man einen Reithelm benutzen?Zeit für einen neuen Helm ist es stets, sobald innen oder außen Risse erkennbar werden oder aus der Innenschale ein Stück herausgebrochen ist. Lockert sich ständig der Kinnriemen, ist das ebenfalls ein Zeichen, den Helm besser nicht mehr aufzusetzen. Ein loser Riemen hält bei einem Sturz den Helm nicht auf dem Kopf. Genauso wenig sorgt ein defektes Schloss für einen sicheren Sitz.
Werden Helme bei Temperaturen über 50, aber auch bei unter minus 50 Grad Celsius gelagert, leidet das EPS", sagt Thomas Dautermann. Wie pflegt man einen Reithelm richtig?Auch die Lagerung spielt eine Rolle: Das sind zwar Extrem-Temperaturen, aber wer sein Auto im Sommer in der Sonne stehenlässt, erreicht schnell über 80 Grad Celsius im Innenraum. Äußerlich wird man keinen Defekt erkennen, dennoch tun diese Temperaturen Helmen nicht gut. Das alles sind gute Gründe, weshalb man von gebrauchten Helmen die Finger lassen sollte.
Wer einen Reithelm trägt, senkt im Falle eines Sturzes das Verletzungsrisiko bereits um 40 bis 50 Prozent. Einige Reithelme versprechen noch mehr Schutz: Sie setzen auf die MIPS-Technik.Was ist der Unterschied zwischen einem Reithelm und einem Fahrradhelm?Vor allem im Fahrrad- und Motorradbereich ist die Technik schon verbreitet."Diese vier Buchstaben stehen für "Multi-Directional Impact Protection System". Dahinter verbirgt sich ein zusätzlicher Aufprallschutz fürs Gehirn. Das ist bei Stürzen besonders gefährdet. Gerät es in Rotation, also in eine Drehung, kann es an die Schädeldecke stoßen, Hirnzellen können zerstört werden, kleine Blutgefäße abreißen, erklärt Schaudt.
MIPS soll das abpuffern: An der Helmschale, unter dem Kopfpolster, ist eine dünne, gelbe Kunststoffschale befestigt. Bei einem Sturz soll sie die Rotationsenergie aufnehmen, um den Kopf herumgleiten und das Gehirn schützen. Die meisten Helme wiegen um die 520 bis 660 Gramm. Aus den Testergebnissen lässt sich kein Zusammenhang zwischen Gewicht und Schutzwirkung eines Reithelms ableiten. Nur soviel: Ein besonders guter Reithelm kann gleichzeitig besonders leicht sein, was für hohen Tragekomfort spricht. Ein etwas schwererer Helm spricht für mehr Materialverarbeitung und somit eventuell auch mehr Dichtigkeit.
Generell sollte ein Reithelm immer unbedingt anprobiert werden, um eine Entscheidung zu treffen. Reithelme findet man mittlerweile nicht nur im Fachhandel vor Ort, sondern auch im Online-Fachhandel oder z.B. bei Amazon. Reiten ohne Helm ist ein unkalkulierbares Risiko für schwere Kopfverletzungen. Die Liste zeigt von Käuferinnen und Käufern gut bewertete Produkte. Hier finden Sie die derzeit besten Reithelme. Die Liste zeigt von Käuferinnen und Käufern gut bewertete Produkte. Auch Testsieger und Preis-Leistungs-Tipps aus Magazinen sind dabei. Wir arbeiten unabhängig und neutral. Wenn Sie auf ein verlinktes Shop-Angebot klicken, unterstützen Sie uns dabei. Wir erhalten dann ggf. eine Vergütung.
Reithelme sollten die Sicherheitsnorm 1384 bzw. Zwar trägt immer noch nicht jeder Reiter einen entsprechenden Reithelm, um im Falle eines Sturzes den Kopf möglichst effektiv zu schützen. Seit einigen Jahren jedoch sind Reithelme in Leichtbauweise auf dem Markt, die aufgrund eines meist guten Tragekomforts wesentlich zu einer breiteren Akzeptanz geführt haben und dementsprechend den „klassischen“ Reiterhelmen immer mehr den Rang ablaufen.
Reithelme in Leichtbauweise sind im Aufbau einem Fahrradhelm sehr ähnlich, außerdem werden häufig dieselben (bewährten) Materialien verwendet. Bei den hochwertigen Leichtbaumodellen wird eine stabile Außenschicht aus Hartplastik mit einem aufschäumenden Kunststoff fest verbunden (Monocoque, Inmold). Deshalb dämpfen diese Modelle Schläge von außen weit besser als Modelle, bei denen die beiden Schichten nur lose verklebt sind. Trotzdem eignet sich ein Radhelm nicht als Ersatz zu Pferde, da Reithelme robuster sein müssen: Im schlimmsten Fall sollte ihnen auch der Schlag eines Hufes nichts anhaben können.
Viele Leichtbauhelme wiegen deutlich unter 500 Gramm, Spitzenmodelle kommen mit rund 300 Gramm sogar an Fahrradhelme heran. Ein weitere Vorteil ist das geringe Gewicht. Bei einigen Modellen kann dies sogar in drei Richtungen erfolgen. Ferner lassen sich die Reithelme an die jeweilige Kopfform beziehungsweise -größe anpassen. Dabei kommt mittlerweile häufig ein „Drehsystem“ zum Einsatz, mit dem sich die Befestigungsriemen im Helm von außen vergrößern/verkleinern lassen. Vorteil: Das System erlaubt eine Feinjustierung und ermöglicht damit im besten Fall einem optimalen Sitz. Außerdem kann bei Bedarf jederzeit die Passform geändert werden, also auch unterwegs und meistens sogar mit nur einer Hand.
Spürbar weniger effektiv und flexibel sind dagegen Einlagen in Form von Klettbändern. Dieses Verfahren findet sich aber nur noch in den wenigsten Reithelmen. In einigen wenigen Fällen kann sogar deren Größe verändert werden. Darüber hinaus zeichnen sich Leichtbau-Reithelme durch ein Belüftungssystem aus (Schlitze oder Löcher). Die Helme bieten natürlich im Sommer einen großen Vorteil. Trotzdem sollte bei einem Kauf auch auf die Qualität der Einlage (sofern vorhanden) geachtet werden. Bei einigen Helmen saugen sie sich nämlich mit Flüssigkeit voll anstatt diese verdunsten zu lassen.
Man sollte daher auf atmungsaktive Einlagen achten. Lassen diese sich sogar herausnehmen, kann der Helm bei kalter Witterung mit einer Mütze getragen werden. Die klassischen Reithelme hingegen hinken gerade in Sachen Belüftung und Gewicht den Leichtbaumodellen hinterher. Außerdem gibt es sie meistens nur in festen Größen, weswegen sie speziell für Kinder oder Jugendliche die schlechtere, weil teurere Wahl sind - sie „wachsen“ nämlich nicht mit. Bei der Beriemung wiederum, die übrigens nicht selten mit der von Leichtbaumodellen identisch ist, kommen 3-Punkt- und 4-Punkt-Kinngurte zum Einsatz, die sich laut Expertenmeinung in puncto Sicherheit nicht voneinander unterscheiden.
Eine Spezialform sind schlussendlich noch die Military-Helme. Im Hochpreissegment kommen bei diesen Helmen mittlerweile auch Hightech-Materialien zum Einsatz, die sich allerdings in etlichen Tests nicht unbedingt als besser erwiesen haben - vor dem Kauf eines der gut und gern 300 bis 400 Euro teure Helms sollten also Testberichte konsultiert werden. Sie sind meistens glatt, haben keinen Schirm und sind als reine Sporthelme vor allem in puncto Stabilität optimiert, wobei der Tragekomfort verständlicherweise nur eine untergeordnete Rolle spielt.
Leider garantiert diese Auszeichnung nur, dass der Helm Mindestanforderungen bei der Stoßdämpfung, Steifigkeit sowie hinsichtlich der Stabilität von Riemen und Verschluss bietet. Apropos Sicherheit: Reithelme sollten auf jeden Fall die Kennzeichnung „DIN EN 1384“ tragen. Auch hier geben Testberichte Auskunft darüber, ob dies der Fall ist. Sehr gute Helme lassen diese Norm daher deutlich hinter sich.
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