Die Toskana mit ihren malerischen Hügeln und Zypressenalleen ist ein beliebtes Ziel für Rennradfahrer. Doch viele der schönsten Strecken führen über Schotterwege, die eine besondere Herausforderung darstellen können. Dieser Artikel beleuchtet die Erfahrungen von Rennradfahrern auf Schotterwegen und gibt Tipps zur Ausrüstung, Fahrtechnik und Reifenwahl.
Erfahrungen auf Schotterwegen
Schotterwege können sehr unterschiedlich sein, von feinem Kies bis zu groben Steinen. Die Steigungen können extrem sein, mit bis zu 18 Prozent. Das Fahren auf Schotter erfordert eine angepasste Fahrweise und eine gewisse Körperspannung, um die Balance zu halten und die Traktion des Hinterrads zu gewährleisten. Viele Fahrer berichten von quietschenden Antrieben, da sich der Staub in den Kettengliedern festsetzt.
Einige berichten von unerwarteten Pannen:40 km/h - auf einem staubigen Schotterweg. Ein Knall. Ein Schmerz. Von einer Sekunde auf die andere. Oftmals sind es lose Trinkflaschen oder Reifenpannen, die das Fahrvergnügen trüben können.
Der Granfondo Strade Bianche, ein Radmarathon in der Toskana, ist bekannt für seine anspruchsvollen Schotterpassagen. Die Strecke führt über die gleichen Wege wie das Profirennen und stellt hohe Anforderungen an Fahrer und Material.
Die Toskana ist ein Rennrad-Revier. Doch man findet auch lange Anstiege. Etwa weiter östlich, in Richtung des Zwergstaats San Marino - so etwa den bis zu 27 Kilometer langen Passo della Calla. Rund 80 Kilometer südlich von Siena ragt ein erloschener Vulkan fast 1700 Meter hoch aus der Landschaft: der Monte Amiata. Die Daten der Auffahrt: 15 Kilometer, fast 1100 Höhenmeter.
Ausrüstung und Reifenwahl
Die richtige Ausrüstung ist entscheidend für ein sicheres und komfortables Fahrerlebnis auf Schotterwegen. Dazu gehört vor allem die Reifenwahl.
Viele Fahrer empfehlen breitere Reifen mit gutem Pannenschutz und leichtem Profil. Noch am Start habe ich mit anderen über die richtige Reifenwahl diskutiert. Jetzt bin ich mir sicher: Echte Stollenreifen sind für die Strade Bianche nicht unbedingt nötig. Aber ein zumindest 28 Millimeter breites Modell mit besonders gutem Pannenschutz und leichtem Profil sollte es schon sein.
Es gibt verschiedene Meinungen zur optimalen Reifenbreite und zum Reifendruck. Einige Fahrer bevorzugen schmalere Reifen mit höherem Druck, während andere auf breitere Reifen mit geringerem Druck setzen, um mehr Komfort und Grip zu erzielen. Die breitesten Reifen, die du drauf bekommst, sind 28 mm-Reifen. Doch über den Druck geht es. Ja, du fährst dann halt mit nur 5 bar vorn und 6 hinten auf 25 mm.
Folgende Tabelle zeigt eine Übersicht verschiedener Reifentypen und deren Eignung für Schotterwege:
| Reifentyp | Breite | Profil | Eignung |
|---|---|---|---|
| Rennradreifen | 23-25 mm | glatt | weniger geeignet, nur für sehr feinen Schotter |
| Allwetterreifen | 25-28 mm | leicht profiliert | geeignet für gemischte Strecken |
| Gravelreifen | 35-45 mm | stärker profiliert | ideal für Schotter und lose Untergründe |
| Crossreifen | 33 mm | Stollenprofil | sehr guter Halt auf losem Untergrund, weniger Komfort auf Asphalt |
Neben den Reifen spielen auch andere Ausrüstungsgegenstände eine wichtige Rolle. Dazu gehören:
- Flaschenhalter: Sicherstellen, dass die Trinkflasche fest sitzt
- Kleidung: Angepasste Kleidung für wechselnde Wetterbedingungen
- Werkzeug: Flickzeug, Reifenheber, Pumpe
Fahrtechnik auf Schotterwegen
Das Fahren auf Schotterwegen erfordert eine angepasste Fahrtechnik. Hier sind einige Tipps:
- Balance halten: Kleine Ausgleichsbewegungen im Oberkörper
- Körperspannung: Im Anstieg nötig, um die Traktion des Hinterrades zu erhalten
- Vorausschauend fahren: Auf große Steine und Schlaglöcher achten
- Bremsen: Vorsichtig bremsen, da der Untergrund rutschig sein kann
Es sind die besonderen Dämpfungseigenschaften des Holzrahmens, die hier den Unterschied machen. Das Gravelbike von Myesel fährt sich ruhig und stabil, da die vielen kleinen Vibrationen wie vom Holzboden verschwunden scheinen. Es sind spannende und interessante Eindrücke, die man auf diesem Rad gewinnt. Sie kommen einer mechanischen Federung nahe.
Gravelbikes als Alternative
Für anspruchsvolle Schotterstrecken oder längere Touren abseits asphaltierter Straßen sind Gravelbikes eine gute Alternative zum Rennrad. Gravel-Bikes: Die Rennräder mit breiten Reifen und Scheibenbremsen ermöglichen Rad-Abenteuer auch abseits asphaltierter Straßen.
Gravelbikes vereinen die positiven Eigenschaften von Rennrädern und Mountainbikes. Sie sind leichter als Mountainbikes und rollen besser auf Asphalt, bieten aber dennoch ausreichend Komfort und Grip auf Schotterwegen. Die Geometrie ist in der Regel entspannter als beim Crosser, man sitzt aufrechter und mit geringer Sattelüberhöhung. Die Federung auf ruppigem Untergrund kommt allein durch die dicken Reifen (meist 35-45 mm), so kann weniger kaputt gehen und das spart Gewicht.
Einige Vorteile von Gravelbikes sind:
- Breitere Reifen für mehr Komfort und Grip
- Entspanntere Geometrie für längere Touren
- Scheibenbremsen für bessere Bremsleistung
- Montagepunkte für Gepäckträger und Schutzbleche
Mega-Trend Gravel-Rennräder
Keine Frage, Gravel-Bikes sind voll im Trend! Aber was ist eigentlich ein Gravel-Bike? Und was brauche ich alles zum "Graveln"? RoadBIKE hat Antworten!
"Gravel" heißt übersetzt erstmal nur "Schotter" oder "Kies". Der Trend kommt aus den USA. Dort gibt es teilweise kilometerlange Schotterstraßen. Die Straßen sind zwar zu grob, um mit 25-mm-Reifen darüber zu fahren, aber erfordern auch nicht unbedingt ein Mountainbike.
Das Gravel-Rennrad vereint die positiven Eigenschaften der Kategorien Crosser und Mountainbike. Die Geometrie ist in der Regel entspannter als beim Crosser, man sitzt aufrechter und mit geringer Sattelüberhöhung. Die Federung auf ruppigem Untergrund kommt allein durch die dicken Reifen (meist 35-45 mm), so kann weniger kaputt gehen und das spart Gewicht.
Schon Reifen mit 28 mm Breite sorgen für etwas mehr Haftung abseits der Straße und für mehr Komfort bei Fahrten über Stock und Stein. Doch wenn Rahmen oder Bremskörper bei 28 mm die Grenze setzen, ist die Vielseitigkeit doch merklich eingeschränkt. Vollwertige Gravel-Reifen, wie der Schwalbe G-One in 35 mm oder 40 mm Breite geben ausreichend Halt und Komfort auf Schotter. Auf Asphalt rollen sie aber auch noch sehr gut.
Mit ihrer Agilität und Spritzigkeit begeistern Gravelbikes leicht, können sogar süchtig machen. Und das in einer immer weiter wachsenden Angebotsbandbreite.
Gravelbikes sind ein modernes Universalfahrzeug und lassen sich von Einkaufsfahrten bis hin zu leichteren Trails für viele Einsatzmöglichkeiten nutzen.
Die Premiumgetriebe von Rohloff (2x: Idworx, Velotraum) und Pinion (1x: Mi-Tech) kann das große Testfeld aber auch anbieten. für entspanntere Ausritte. Insbesondere bei Tempo bergauf, wenn es besonders auf die richtige Übersetzung ankommt, sind sie aktuell nicht immer schnell genug, auch weil man erst (kurz) Druck vom Pedal nehmen muss.
Gehäuft sind die Räder mit 40 mm breiten Pneus bezogen. Die sind ein guter Kompromiss aus Gewicht (als rotierende Masse nicht unerheblich) und Haftung auf Schotter, verschenken aber auch Komfortpotenzial. Merklich besser machen es schon die 45er Gummis.
Gravelbike auch einfach pur genießen.
Das Abenteuer liegt in der Freiheit, sich den Weg einfach aussuchen zu können. Lose Untergründe schrecken diese „Rennräder“ nicht ab. Straßen aber auch nicht. In ihren Rennrad-Genen, verkörpert nicht zuletzt vom Renn-Lenker, neudeutsch: Drop-Bar, liegt die Sportlichkeit und Leichtigkeit, obwohl Gravelbikes schnell 2, 3 oder 4 Kilogramm schwerer sind als die Straßenrenner.
Fahren auf umgebaute ehemalige Eisenbahntrassen
Viele ehemalige Eisenbahntrassen sind heute zu Radwegen umgebaut. Diese Wege haben oft einen festen Naturboden mit einer Schicht feiner Schottersteine. Ob man mit einem Rennrad auf solchen Wegen fahren kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Zustand des Weges: Ist der Schotter fein und fest, oder grob und lose?
- Reifen: Sind die Reifen breit genug und haben sie ausreichend Profil?
- Fahrtechnik: Passt man die Fahrweise an den Untergrund an?
Viele Fahrer berichten, dass es mit breiteren Reifen und reduziertem Luftdruck möglich ist, auch auf solchen Wegen mit dem Rennrad zu fahren. Der feine Schotter dürfte beim Bremsen rutschiger sein als Asphalt, also als Renn(Rad)strecke taugt das m. E. nicht, aber da geht's wohl auch nicht drum.
Wichtig ist richtiger Luftdruck.
Im Winter fahre ich immer den Conti FourSeason und im Sommer den 4000s in 25mm oder, und das ist geil bei dem alten Canyon Rahmen in 28mm. Defekte habe ich so gut wie gar keine. Die reifen haben ggü anderen, robust(eren) Modellen auch noch den Vorteil, dass sie recht leicht sind!
Dein Gewicht + korrekter Druck (>= 8bar) sind die entscheidenden Parameter. Ich habe mir noch nie einen Platten gezogen (bei völlig unterschiedlichen Mänteln), wenn ich 8bar und mehr in den Reifen (23mm) hatte.
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