Fahrradbeleuchtung für Aero-Lenker: Sicher durch die dunkle Jahreszeit

Spätestens im Herbst ist die Fahrradbeleuchtung für alle Zweiradfreunde wieder ein wichtiges Thema. In der dunklen Jahreszeit und bei schlechten Lichtverhältnissen durch Regen, Nebel oder Schnee ist es wichtiger denn je, zu sehen und gesehen zu werden.

Die Herausforderung: Fahrradlicht am Aero-Lenker montieren

Immer mehr neue Rennräder haben keine Lenker mit rundem Rohrquerschnitt mehr, sondern mit flächigen, aerodynamisch optimierten Partien. Der Standard war zwar praktisch, kommt aber aus der Mode. Um daran Radcomputer und Scheinwerfer zu befestigen, benötigt man einen Ausleger und angepasste Adapter.

Drei Halter für Fahrradlichter am Aero-Lenker

Wir stellen drei Halter vor, mit denen Sie Ihr Fahrradlicht auch am Aero-Lenker montieren können:

1. Busch & Müller Ixon-Adapter

Im vergangenen Winter gab es von Busch & Müller einen ersten Prototypen, mit dem sich der Ixon Rock an sogenannte Faceplates schrauben lässt. Dafür müssen die Lochkreise und Gewindedimensionen passen, was zuvor geprüft werden sollte. Mittlerweile ist der IXON-Adapter auf dem Markt erhältlich.

Der IXON-Adapter ist in verschiedenen Ausführungen für unterschiedliche IXON-Scheinwerfer und mit unterschiedlichen Befestigungssystemen erhältlich. Die Variante Garmin-, GoPro-, Wahoo-Adapter ist hier die Richtige für einen entsprechenden Ausleger, der am Lenker montiert ist. Mit der Kombination lässt sich das Frontlicht hängend montieren.

Preis: 19,90 Euro

Varianten: drei Größen

2. Supernova Aero-Halter + GoPro-Mount

Beim Extender von Supernova sitzt der GoPro-Halter mittig, als Adapter dient der GoPro-Mount in Langversion. Auf diese Weise lässt sich der Scheinwerfer gut montieren und ausrichten und mittels Kabel-Fernbedienung auch problemlos bedienen.

3. Topeak UTF Multimount mit Lupine SL Nano

“UTF Multimount” heißt Topeaks Standardhalter für Aerolenker mit zwei längs angeordneten Gewinden unterm Vorbau, der GoPro-Adapter ist inklusive. Zusammen mit dem Spezialadapter (SL Mono GoPro-Adapter) von Lupine lässt sich der Nano-Scheinwerfer weit vorne montieren und mit zwei Schrauben leicht ausrichten.

Spezielle Lampenhalterungen für Canyon Aero-Lenker

Es gibt auch spezielle Lampenhalterungen für Aero-Lenker von Canyon (Canyon CP10/CP12 Aerocockpit). Diese sind geeignet für die Montage der SL Nano (SL Nano AF) mit oder ohne Bikecomputer direkt unter dem Aero-Lenker.

Der schwarz-eloxierte Aluminiumhalter wird mit zwei Schrauben direkt an der Aufnahme unterhalb des Lenkers montiert. Es gibt auch Varianten für die Montage von SL F, Piko und Blika.

Die SL Nano AF Canyon wurde in Zusammenarbeit mit Canyon entwickelt und ist kompatibel mit allen Canyon-Aero-Cockpits außer H11/H36. Eine Umrüstung auf eine Montage mit Schnellspanner ist möglich.

Lupine SL Nano AF: High-End-Beleuchtung für Aero-Lenker

Die Lupine SL Nano AF ist eine Fahrradlampe mit 1200 Lumen Fernlicht, 700 Lumen Abblendlicht, Tagfahrlichtfunktion, externem Akku und Bluetooth-Fernbedienung.

Der 5.0 Ah SmartCore Akku wird mit dem beiliegenden beschichteten Klettband am Ober- oder Unterrohr des Rahmens befestigt. Die Lampe schaltet bei Dunkelheit automatisch vom Tagfahrlicht ins Abblendlicht und gibt das Fernlicht frei. Mit der Bluetooth-Fernbedienung kann dann zwischen Abblend-, Fernlicht sowie den verschiedenen Leuchtstufen gewechselt werden.

Die SL Nano AF ist schlag- sowie wasserfest nach IK09 und IP67.

Die Suche nach der richtigen Beleuchtung

Die richtige Beleuchtung, sprich Fahrrad-Lampen, für sein Rennrad oder Gravel zu finden ist nicht einfach. Der eine braucht einen starken Akku, der Andere ein ultra Helles Licht am Rennrad mit viel Lumen und ein anderer Fahrer möchte es gerne möglichst Aero haben. Aerodynamik ist schließlich zur Zeit eines der größten Themen im Radsport. Aber geht vielleicht auch alles?

Frontlampe für Aero Lenker: Lezyne als Lösung

Die Suche nach einer Frontlampe für flache und breite Aerolenker kann schwierig sein. Lampen, die unter den Radcomputer geschraubt werden können, findet man häufiger. Dann muss man aber eine bestimmte Halterung kaufen und noch ein zusätzliches Teil für die Lampe. Oftmals ist es so, dass man nicht nur die Halterung die an die Navigationshalterung geschraubt wird, sondern auch ein Gegenstück welches an die Lampe geschraubt wird benötigt. Im Anschluss kann man die Lampe dann aber nicht mehr an ein anderes Rad schrauben. Genau dass gehörte aber zu den Anforderungen.

Gesucht wurde also folgendes: Eine Front-Lampe mit einer Flexiblen / Gummihalterung, die sich an dem Runden Lenker des Tourenrads und dem Flachen Aerolenker anbringen lässt.

Bei Lezyne fand man passende Frontlampen und Teile. Als erstes wurde die Lezyne Hecto Drive 40 besorgt. Die Hecto Drive 40 bringt bereits einen Adapter für runde und flache Lenker mit!

Lezyne Super Drive 1600XXL: Eine Lampe für lange Touren

Die Lezyne Super Drive 1600XXL wird gleich mit zwei unterschiedlichen Halterungen geliefert: Einmal die flache, für Aerolenker und einmal mit einer runden Halterung für normale Rennradlenker. Zusätzlich kann man sich gleich noch ein paar Gummihalterungen als Ersatz bestellen. Die Lezyne Super Drive 1600XXL kann man über die dazugehörige App (für iOS und Android) steuern und den Akku-Status sehen. Die App ist optional, aber ein nettes Goodie!

Rücklicht: Lupine Rotlicht Max

Bei der Lupine Rotlicht Max hat man zum Glück nicht so große Probleme mit der Anbindung. Die Leuchtdauer der Lupine Rotlicht Max ist einfach der Hammer, sie leuchtet 60 bis 70 Stunden durchgehend. Die lange Akku Laufzeit gibt wirklich viel ruhe und Sicherheit beim fahren.

Weitere Optionen für Rücklichter

Zusätzlich gibt es noch das Sigma Sport Blaze, welches eine Bremslichtfunktion bietet. Die Internationale Ausführung der Lupine Rotlicht Max bietet noch ein paar mehr Funktionen als die Deutsche Ausführung:

  • Bremslicht
  • Blinklicht
  • Automatisches Aufhellen, wenn die Lampe angestrahlt wird (Auto von hinten)

Mit einer Akkulaufzeit von über 25 Stunden im Dauerbetrieb, mit Bremslicht und automatischen Aufhellen, ist diese Variante eine sehr gute Option. In Kombination mit der Standard Lupine Rotlicht Max (60h) ist man bestens ausgestattet!

Cateye H-34N Aero-Lichthalterung

Mit der H-34N Aero-Halterung von Cateye mit FlexTight-Montage kannst du kompatible Cateye-Frontscheinwerfer an Aero-Lenkern mit ovalem Rohrprofil befestigen.

Entwickelt wurde die Lenkerhalterung für die hängende Montage unter dem Lenker. Aber auch andere Cateye Lampen mit FlexTight-Interface zur Montage über dem Lenker sind kompatibel, indem du die Halterung umdrehst. Montiere jedoch im Bereich der StVO keinesfalls eine Frontlampe entgegen ihrer vorgesehenen Montageposition (über oder unter dem Lenker)! Es verschlechtert nicht nur die Ausleuchtung, auch andere Verkehrsteilnehmer werden ggf. geblendet!

Kompatibilität StVZO-konforme Cateye-Frontlichter:

  • GVolt-Serie (70.1, 100 mit hängender Montage; 20, 25, 25C, 45, 50, 60 mit stehender Montage)
  • GE-Serie (100, 100 Connect)

Kompatibilität weiterer Cateye-Frontlichter ohne StVZO-Zulassung:

  • AMPP-Serie (mit Ausnahme von Frontlichtern mit Gummibandbefestigung und der Modelle AMPP2200, AMPP1700)
  • VOLT-Serie (mit Ausnahme von VOLT1700, VOLT1600, VOLT1200, VOLT200)
  • SYNC CORE
  • HL-EL160

Technische Daten:

  • Serie: FlexTight
  • Material: Kunststoff
  • max. Rohrumfang: 125 mm

Lichtanlagen für Fahrräder: Ein Überblick

Auf dem Markt gibt es eine schier unüberschaubare Anzahl von Rad-Lampen und -Lichtern: Lampen am Rad, Lampen am Helm, Lampen an der Bekleidung, kleine Strahler, Rück-Blinklichter und Front-Leuchten und vieles mehr. In Deutschland müssen diese Lichter den Vorschriften der StVZO entsprechen.

Je günstiger eine Lampe und je weniger Leuchtkraft sie hat, desto eher ist sie dafür geeignet, „gesehen“ zu werden, und nicht dafür, selbst zu „sehen“. Anders gesagt: Die Leuchtkraft und die Ausleuchtfläche sind bei den stärkeren und teureren Lampen erwartungsgemäß in der Regel deutlich größer.

Leuchtkraft und Einsatzbereich

  • Auf dem Radweg beziehungsweise im Stadtverkehr sind 30 bis 60 Lux meist ausreichend, um genug zu sehen und gesehen zu werden.
  • Mit 80 bis 100 Lux erreicht man bereits Leuchtweiten von rund 100 Metern. Das ist für die meisten Radsportler vollkommen ausreichend.
  • Geht die Leuchtstärke darüber hinaus, wird der Weg auch weit nach links und rechts ausgeleuchtet. Lampen dieser Kategorie eignen sich somit auch für passionierte Nachtfahrer, die oftmals auch in sehr dunklen Waldabschnitten fahren.

Montage und Kompatibilität

Ein weiterer Test-Parameter betrifft den Montage-Vorgang an Lenkern und Sattelstützen - dies testeten wir je an „normalen“ Rundrohr- wie auch an Aero-Modellen. Dafür gilt: Die mitgelieferten Befestigungs-Straps sind oftmals relativ kurz. Teils passt die Form der Halterung zudem nicht an die Stütze oder den Lenker. Hier müssen viele Hersteller noch nachbessern.

Verfügt eine Lampe über einen entsprechenden Adapter, kann man beispielsweise von K-Edge oder F3 Cycling hochwertige Nachrüsthalterungen für Garmin-, Sigma- oder Wahoo-Geräte kaufen.

Moderne Fahrräder weisen verschiedenste Rahmen-, Sattelstützen- und Cockpit-Formen auf. All diese Muster bei einem Beleuchtungs-Set zu bedienen, ist ungemein schwierig. Somit sind nicht alle Licht- mit allen Lenker- und Stützenmodellen kompatibel.

Bedienung und Anzeige

Meist findet sich neben dem Einschaltknopf noch eine mehrstufige Akku-Anzeige. Ein Musterbeispiel ist hier die Sigma Aura 80. Dennoch gibt es auch hier „Sonderwege“, die im Test überzeugen: Die digitale Anzeige von Busch und Müller, das umfangreiche Digital-Display von Trelock inklusive einer Einstellungshilfe, die zusätzlich piepsende Akku-Anzeige von Lupine oder die App-Steuerung von Supernova. Letztere führt dazu, dass die Hightech-Lampe ihr ganzes Potenzial entfalten kann.

Weitere Leucht-Features, wie etwa ein automatisches Fernlicht oder auch ein Tagfahrlicht-Sensor, bieten noch mehr Sicherheit. Alle diese Features schmälern zwar teils die Leuchtdauer, können aber auch - je nach Einsatzbereich - sehr sinnvoll sein.

Zulassung und Vorschriften

Noch vor wenigen Jahren gab es teils ein fast ausgeglichenes Verhältnis von Lampen mit und ohne StVZO-Zulassung. Heute ist das anders. Kein namhafter Hersteller kann in Deutschland mehr ohne StVZO-Zulassung an den Start gehen.

Im Gegensatz zu früheren Regelungen können auch Lampen benutzt werden, die abmontiert werden können. Die Zulassung erfolgt durch das Kraftfahrtbundesamt. Front- und Rücklicht müssen am Fahrrad angebracht sein.

Unzulässig ist eine Beleuchtung mit Blinkfunktion am Fahrrad.

„Fahrräder müssen mit einem oder zwei nach vorn wirkenden Scheinwerfern für weißes Abblendlicht ausgerüstet sein. Ein rotes Rücklicht ist vorgeschrieben.

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