Die perfekte Rennradbrille mit Sehstärke: Ein umfassender Test

Über 40 Millionen Deutsche tragen regelmäßig oder ständig eine Brille oder Kontaktlinsen. Im Alltag meist kein Problem - beim Sport dafür unter Umständen umso mehr. Das gilt natürlich auch für’s Radfahren, egal ob auf der Straße, der Schotter-Autobahn oder auf dem Trail. Eine klare Sicht ist beim Radfahren nicht nur ein Komfortfaktor, sondern essenziell für die Sicherheit.

Die richtige Fahrradbrille mit Sehstärke kann den Unterschied machen - zwischen einem entspannten Fahrerlebnis und einer anstrengenden Tour mit eingeschränkter Sicht. Bei allem Radlspaß sollte der Sicherheitsaspekt nicht außer Acht gelassen werden - vom Sonnenschutz ganz zu schweigen. Hierfür sind speziell auf die Bedürfnisse von Radfahrenden abgestimmte Sonnen- bzw. Fahrradbrillen unerlässlich.

Optionen für Brillenträger beim Radfahren

Wie man als Brillenträger auf dem Rad die eigene Sehschwäche ausgleicht, ist höchst individuell und hängt auch von individuellen Vorlieben ab. Es gibt zwei Möglichkeiten, Sehstärke in Fahrradbrillen zu integrieren: Direktverglasung und innenliegende Clips.

Clip-in Einsätze

Sogenannte Clip-in Einsätze gibt es für eine Vielzahl an unterschiedlichen Sportbrillen. Zwei Korrekturgläser werden einfach über eine entsprechende Halterung von innen (meist am Nasensteg) an die Brille geclipst. Doch in der Praxis muss man viele Kompromisse machen: Zum Einen müssen die beiden Gläser des Einsatzes kleiner als die eigentlichen Brillengläser sein. Gerade beim Schulterblick oder bei engen Kurven auf dem Trail schaut man so gegen den Rand des Korrekturglases oder gar ganz daran vorbei - alles andere als Optimal. Durch die zusätzlichen Gläser muss man bei schlechtem Wetter zudem deutlich mehr reinigen; den Clip mit dreckigen Händen herauszunehmen, um die Gläser zu säubern kann ein echter Spaßkiller sein. Ähnliches gilt für das Beschlagen.

Besonders bei meiner Rudy Project drückten die Clips stark auf das Nasenbein, was nach einigen Stunden unangenehm wurde.

Unsere Einschätzung: Für neu-Brillenträger oder Gelegenheitsfahrer können Clip-Ins durchaus eine Option sein. Der günstige Preis und die große Vielfalt an kompatiblen Brillen und/oder Gläsern machen das Ausprobieren einfach.

Kontaktlinsen

Kontaktlinsen sind eine sehr flexible Möglichkeit, die Sehschwäche auszugleichen - gerade beim Sport aber eben keine perfekte Lösung für jeden. Von grundsätzlichen Faktoren wie Hornhautverkrümmung oder hohen Dioptrien-Werten mal ganz abgesehen. Selbst diejenigen, die im Alltag bestens mit Kontaktlinsen zurechtkommen, könnten beim Radfahren Probleme haben. Auch starkes Schwitzen oder Heuschnupfen bzw. Pollenallergien können das Tragen von Kontaktlinsen unangenehm machen. Mit einer entsprechenden Brille kann man natürlich (teilweise) gegensteuern.

Besonders im Sommer, wenn Staub von der Straße aufgewirbelt wird, werden die Augen schnell gereizt.

Generell gilt aber: Wer beim Radfahren gut mit Kontaktlinsen zurechtkommt, findet so die wahrscheinlich beste Lösung zum Ausgleichen der Sehschwäche: Man kann quasi jede beliebige Brille inkl.

Unsere Einschätzung: Kontaktlinsen sind die wohl beste Lösung für Brillenträger, um beim Sport den Durchblick zu behalten. Leider ist die Lösung nicht für jeden die richtige und häufig mit viel Ausprobieren verbunden.

Individuell verglaste Sportbrillen

Als letzte, eleganteste, aber auch kostspieligste Lösung bleibt eine individuell verglaste Sport- bzw. Fahrradbrille. Keine nervigen Clip-Ins, aber eben auch nicht die Komfort-Kompromisse von Kontaktlinsen - im ersten Moment scheint diese Lösung die bestmögliche zu sein. Für viele Brillenträger dürfte dies auch zutreffen, wenngleich man jedoch auch hier nicht ganz ohne Kompromisse auskommt. Die Auswahl an Herstellern und Modellen, die eine Verglasung ihrer Sportbrillen anbieten ist zwar nicht klein, dennoch bei weitem nicht so groß wie bei „regulären“ Sportbrillen.

Direktverglaste Brillen hingegen bieten ein weites Sichtfeld und hohen Komfort. Für Vielfahrer, die mehr als 2.000 Kilometer im Jahr zurücklegen, ist die Direktverglasung besonders geeignet. Nachts beim Training und bei 24-Stunden-Rennen wie Trondheim-Oslo war eine Brille für mich Pflicht.

Praxistest: Oakley Plazma mit individueller Verglasung

Ob sich diese Investition lohnt, wollten wir in der Praxis selbst herausfinden - anhand einer verglasten Oakley Plazma. Es ist eines von zahlreichen Modellen des Sportbrillen-Giganten, das mit Gläsern mit Sehstärke verglast werden kann. Die Vorgehensweise ist dabei ausgesprochen simpel: Man geht zu einem der zahlreichen Oakley Optiker, der sämtliche entsprechenden Messungen vornimmt, ebenso wie die entsprechende Beratung (hier geht’s zur Händlersuche). Dort kann man die Brille dann nach ihrer Fertigstellung auch wieder abholen. Übrigens: Neben den Gläsern lassen sich auch zahlreiche andere Farben individuell gestalten. Bügel, Rahmen, Logo - die Auswahl ist wirklich riesig.

Die Plazma wurde im vergangenen Jahr neu vorgestellt und zählt im umfangreichen Portfolio von Oakley zu den Sport-Performance Brillen. Das optisch markante Gestell setzt auf zwei getrennte Gläser und hatte das hauseigene Erfolgsmodell Racing Jacket zum Vorbild.

Umso entscheidender ist die Wahl der passenden bzw. richtigen Gläser. Bei einer großen Auswahl wie sie Oakley bietet ist das leichter gesagt als getan. Für eine Performance-Brille wie die Plazma sind ausschließlich die hochwertigen Prizm Gläser zu haben, deren Tönung und Beschichtung Kontraste je nach Terrain und Lichteinfall hervorhebt oder abmildert.

Wir wollten eine vielseitige Brille für unterschiedliche Einsatzbereiche und Lichtbedingungen. Hier sind wir nämlich auch schon bei einem der entscheidenden Nachteile einer solchen Lösung: Mal eben die Gläser tauschen bei anderen Lichtbedingungen ist - wenn es das Brillengestell überhaupt zulässt - nur mit erheblichem finanziellen Mehraufwand möglich, da man mehrere Korrekturgläser benötigt. Insofern ist es sinnvoll, hier kein allzu spezielles Glas zu wählen; unsere Wahl fiel hierbei auf das klassische Prizm Road. Gemacht für eher helle Bedingungen und mit einer leichten Erhöhung der Kontraste passt es perfekt zu unserem Einsatz. Helle Straßenoberflächen werden abgedunkelt, Begrenzungslinien und Schilder bleiben aber dennoch gut sichtbar. Auch für gelegentliche Trail-Ausflüge dürfte die Verglasung bestens geeignet sein.

Praxiserfahrungen mit der Oakley Plazma

Wie schlägt sich unsere mit Sehstärke verglaste Oakley Plazma in der Praxis? Zunächst ein paar Worte zur Brille selbst: Mit ihrem eher engen und festen Sitz passt sie besonders gut für eher schmale Gesichter. Das Sichtfeld ist trotz der für heutige Verhältnisse eher kleinen Gläser bestens und unsere Augen blieben weder mit dem MTB noch auf dem Renner oder Gravelbike am Rand hängen. Die Brille sitzt wirklich bombenfest, ohne unangenehm zu drücken. Damit sind auch ruppige Ausfahrten mit dem MTB wirklich kein Problem.

Und die Gläser? Im positivsten Sinne überhaupt: Unauffällig! Genau das ist es ja dann auch, was man von einer Brille erwartet, vor allem mit Sehschwäche. Dass man schlicht vergisst, dass man sie überhaupt trägt. Die Entscheidung für das Prizm Road Glas erwies sich außerdem als goldrichtig. Mit Ausnahme von sehr dunklen Bedingungen im Wald machte die Beschichtung in quasi allen Bedingungen eine ausgesprochen gute Figur.

Weitere getestete Modelle und Marken

Ich habe im Laufe der Jahre mehrere Marken ausprobiert und gemischte Erfahrungen gemacht. Besonders gute Erfahrungen habe ich mit Evil Eye, Gamswild, Naked Optics und Rudy Project gemacht. Mit diesen Herstellern hast du eine große Auswahl, um die perfekte Brille für deine Bedürfnisse zu finden.

Bei stark gebogenen Brillen wie denen von Oakley waren meine Erfahrungen eher schlecht, denn die Brillen beschlagen schneller.

Naked Optics The Volt

Individualisierbare Brille mit klarer Formsprache, gutem Halt und fairem Preis. Die The Volt von Naked Optics zeichnet hauptsächlich eines aus: Sie lässt sich so individuell gestalten wie keine andere Brille im Test. Egal ob man es schön bunt mag oder simpel und geradlinig, der Online-Konfigurator des Unternehmens aus dem Salzburger Land lässt Raum für Kreativität.

Die farbenfrohe Brille wird vom Hersteller als „multifunktional und perfekt für verschiedene Sportarten geeignet“ vorgestellt, was sie offensichtlich nicht als reine Fahrradbrille kategorisiert.

Mit ihrem Gewicht von 36 Gramm ist sie zwar eine der schwersten Brillen im Test, aber überraschenderweise tut das ihrem Tragekomfort keinen Abbruch. Sie sitzt sehr bequem, und die gummierten Bügelenden sorgen für einen perfekten Halt, sodass die Multifunktionsbrille auch bei anspruchsvollen Aktivitäten, bei denen es so richtig zur Sache geht, nicht verrutscht. Das individuell einstellbare Nasenstück bietet zusätzlichen Komfort und verhindert, dass die Brille speziell bei langen Trainingseinheiten drückt.

Bollé C-Shifter

Die Bollé C-Shifter hat uns insbesondere mit ihrer technischen Eleganz überzeugt. Mit dieser leichten, sehr geradlinigen Brille fällt man auf unauffällige Weise auf. Zwar hat sie keine Wechselgläser, dafür bietet Bollé sie in vielen Farb- und Glasvarianten an.

Auf unserer Testfahrt fällt uns zunächst einmal die Unkompliziertheit der Brille auf - kein Anstoßen an den Augenbrauen, kein Enge-Gefühl und kein Anstoßen an den Schläfen - die Brille ist auch für »Breitkopferte« sehr gut geeignet. Auch was die Belüftung angeht, hat uns die C-Shifter gut gefallen.

Julbo Intensity Spectron HD

Die filigrane und sehr leichte Julbo Intensity Spectron HD deckt einen breiten Einsatzbereich ab. Egal ob sportlich orientierte Rennradler oder Langstreckenläufer: Julbo empfiehlt die Brille bewusst als Multisport-Modell. Begeistert haben uns die Gläser - auch aufgrund der ausgezeichneten Belüftung gehört die Brille zu den am spätesten beschlagenden im Test.

Mit unter 20 Gramm Gewicht (!) ist sie die leichteste Brille im Test. Auffällig ist - wie sollte es anders sein - die gute Belüftung der Brille. Auch bei sehr schweißtreibenden, langen Anstiegen bringt man sie erst sehr spät zum Beschlagen. Das macht sie besonders für stark schwitzende Sportler attraktiv.

Evil Eye Roadsense

Die Evil Eye Roadsense spielt preislich wie auch funktionell in einer eigenen Liga. Der Preis von rund 200 Euro ist stolz, doch muss man der Brille zugute halten, dass sie für unsere Begriffe mit einem der besten Brillengläsern im Test punkten kann.

Die von uns getestete Joris Ryf Edition (Joris Ryf ist ein Profi-MTB-Fahrer) mit »LST Vario purple M«-Gläsern kann man im Morgengrauen aufsetzen, bei wechselhaftem Wetter am Vormittag auf der Nase behalten, um die Tour dann bei strahlendem Sonnenschein ausklingen zu lassen. Evil Eye bietet die Roadsense auch mit geschliffenen Gläsern an - und natürlich mit unterschiedlichen Gläserstypen, die gewechselt werden können.

Alpina Turbo HR

Günstige Brille für Einsteiger mit technischem Look, anständiger Belüftung und solider Bauweise. Die Alpina Turbo HR bringt alles mit, was eine Fahrradbrille für Einsteiger braucht - und sieht dabei noch richtig cool aus. Ebenso gut hat uns die Belüftung gefallen - für die meisten Einsatzbereiche reicht sie aus, allein auf langen, hochsommerlichen Passfahrten dürfte sie an ihre Grenzen stoßen.

Direktverglasung vs. RX-Clip: Ein Vergleich am Beispiel der Adidas Evil Eye Pro S

Christopher testet die Adidas Evil Eye Pro S als Korrektionsbrille mit RX-Clip und Direktverglasung.

RX-Clip

Ein großer Vorteil des RX-Clips ist, dass man später nochmal Wechselgläser in anderen Farben einsetzen kann.

Erfahrungen: Beim ersten Aufsetzen empfand ich den Durchblick als sehr gut. Die Schärfe der Gläser war genau richtig. Die Passform der Brille ist auch super. Vorne und an der Unterseite des Rahmens sind Belüftungsöffnungen. Zusätzlich ist noch ein Schweißpad an der Oberseite angebracht.

Die erste Fahrt erfolgte auf dem Rennrad. Ich brauchte dann doch etwas Eingewöhnungszeit. Sofern man gerade durchschaut, ist es gut. Zu den Seiten hin verschwimmt es leicht und das Auge reagiert minimal langsamer. Das liegt an der starken Krümmung der Gläser und am doppelten Brechungsindex, da hier 2 Scheiben aufeinanderliegen. Auf dem Rennrad wechseln die Fokuspunkte nicht so schnell wie im Wald auf einem Trail, deshalb kann ich sagen, dass man mit der RX-Clip-Lösung für den Straßen- und Toureneinsatz auf Forstwegen ganz gut zurechtkommt. Auf dem Trail kann es sein, dass das Auge etwas zu langsam reagiert und die Hindernisse nicht so schnell erkennen kann.

Direktverglasung

Im zweiten Test kam dann die Direktverglasung zum Einsatz. Hier habe ich mich für die LST active silver Gläser entschieden. Diese sind selbsttönend je nach Sonneneinstrahlung. Somit wird der Einsatzbereich noch viel größer als mit einer festen Tönung. Bei dunklen Bedingungen und sogar nachts funktioniert das tadellos. Einzig bei sehr starker Sonneneinstrahlung würde ich eine feste Tönung bevorzugen. Im Wald hat man aber häufiger wechselnde Lichtverhältnisse, wo die active Gläser schon ihre Stärken ausspielen können. Der Kontrast ist im Vergleich zum grey-red mirror Glas nochmals verbessert, so dass man Hindernisse und Unebenheiten noch besser und schneller erkennen kann.

Das Einsetzen einer beschliffenen Direktverglasung ist aber nur innerhalb bestimmter Dioptrie-Werte möglich.

Fazit zum Vergleich

Die Performance der direktverglasten Brille ist im Vergleich zur Clip-Version ein gutes Stück besser. Es fühlt sich genauso an wie meine normale Korrektionsbrille, nur dass ich hier selbsttönende Gläser habe und sie natürlich für den Sport optimiert ist. Kein Verschwimmen, die Fokuspunkte sitzen sofort, alles super scharf und durch den super Kontrast macht es gerade auf Trails noch mehr Spaß.

Variante Bewertung (1-10)
RX-Clip 7
Direktverglasung 9

Preisvergleich

  • RX-Clip-Version: Brille (210,00 €) + Clip (40,00 €) + Gläser (100,00 €) = 350 €
  • Direktverglaste Brille: ca. 450 €

Empfehlung

Sofern es also möglich ist, würde ich eine Direktverglasung empfehlen. Das wird zwar teurer, bietet aber das beste optische Ergebnis. Man muss sich wohl zuvor nur klar darüber sein, für welche Glasfarbe man sich entscheidet. Denn bei Direktverglasung macht man sich wahrscheinlich nicht gleich 2 oder noch mehr Farboptionen.

Worauf man beim Kauf achten sollte

Bei allem Radlspaß sollte der Sicherheitsaspekt nicht außer Acht gelassen werden - vom Sonnenschutz ganz zu schweigen. Hierfür sind speziell auf die Bedürfnisse von Radfahrenden abgestimmte Sonnen- bzw. Fahrradbrillen unerlässlich. Dementsprechend haben sich die Hersteller jede Menge einfallen lassen, um bei der Konstruktion ihrer Brillenmodelle das eine wie das andere zu beachten. Um die am besten zum eigenen (Fahr-)Stil passende Brille zu finden, die nicht nur schützt, sondern auch perfekt auf die jeweilige Nase passt, haben wir 20 Fahrradbrillen getestet.

UV-Schutz

Sowohl im Alltag als auch auf der Fahrradtour an sonnigen Tagen, ist der Schutz vor schädlicher UV-Strahlung bei Radbrillen sehr wichtig. Je nach Modell halten sie das komplette UV-Vollspektrum, einschließlich UVA-, UVB- und UV400-Wellenlängen ab.

Tragekomfort

Die Fahrradbrille sollte leicht sein, perfekt sitzen und vor allem nicht verrutschen. Achte darauf, dass sie zwar eng am Kopf anliegt, aber nicht drückt. Die Bügel bei einigen Radbrillen sind flexibel, rutschfest oder sogar gepolstert - das erhöht den Tragekomfort zusätzlich. Idealerweise wird die Brille gleich mit dem Helm anprobiert, damit die Kombi auch gut funktioniert.

Die Brille sollte leicht sein und vor allem nicht vom Helm auf die Nase gedrückt werden. Dieses Problem habe ich früher unterschätzt, bis ich bei langen Touren bemerkte, wie wichtig eine gute Abstimmung zwischen Brille und Helm ist.

Rahmenmaterial

Die meisten Hersteller verwenden den bruchfesten Kunststoff Polycarbonat, oder andere High-Performance Materialien, sodass deine Augen im Falle eines Sturzes nicht durch Splitter verletzt werden.

Die Gläser von Radsonnenbrillen sind oftmals aus bruchfestem Polycarbonat, ebenso der Rahmen. Nicht zuletzt wiegen aus leichten Kunststoffen hergestellte Brillen sehr wenig - alle von uns getesteten Modelle gruppierten sich um die 30 Gramm-Marke.

Tönung

Gläser für Fahrradbrillen gibt es in verschiedenen Tönungen - so schaffst du je nach Lichtverhältnissen und Tageszeit optimale Sichtverhältnisse. Braune bis rötliche Gläser eignen sich als Alltagsbegleiter, während gelbe Gläser bei Nebel helfen. Im Gebirge oder im Winter schaffen blaue Gläser starke Kontraste, so dass du auch hier stets den Durchblick behältst. Um die Augen vor Staub oder Insekten zu schützen, eignen sich auch transparente Gläser.

Je nach Intensität der Sonneneinstrahlung bzw. der Bewölkung kann eine orange bzw. gelbliche Tönung den besten Kontrast ergeben. Fahrradbrillen mit solch einer Tönung können also ideal bei bewölkten bzw. wechselnd bewölkten Verhältnissen eingesetzt werden.

Belüftung

Bei heißem, feuchtem oder sehr kaltem Wetter profitieren Radfahrer von Brillen mit Lüftungsschlitzen, welche das Beschlagen der Scheiben reduzieren.

Eine Belüftung sollte im Idealfall vorhanden sein. Das Beschlagen der Brille wird durch sie im Idealfall vermieden, ist jedoch eine individuelle Sache. Der eine schwitzt mehr, der andere weniger. Auch die Brillenform ist dafür verantwortlich, wie schnell die Brillengläser beschlagen.

Passform

Was die Passform angeht, decken die meisten Radsonnenbrillen inzwischen ein sehr breites Spektrum an Gesichtsformen ab. Durch verbiegbare Bügel und Nasenstege lassen sich insbesondere teurere Brillen der eigenen Gesichtsform anpassen.

Weitere Tipps für die Wahl der richtigen Brille

  • Einsatzzweck: Während für die genüssliche E-Bike-Tour eine klassische Fahrradbrille ausreicht, darf es für fordernde Mountainbike-Fahrten schon eine selbsttönende MTB-Brille mit Belüftung sein.
  • Helmkompatibilität: Die Brille sollte auch mit Helm optimal sitzen und keine Druckstellen verursachen.
  • Sehstärke: Einen kostenlosen Sehtest kannst du in unseren Mister Spex Stores oder bei einem von über 400 Partneroptiker machen lassen.
  • Material: Ist das Material bruchsicher?
  • Design: Welches Design soll deine Brille haben?

Pflegehinweise für Fahrradbrillen

Die Brillenpflege ist das A und O guter Brillenbehandlung. Dazu zählt zuallererst die sorgfältige Aufbewahrung im mitgelieferten Beutel oder gar dem Brillenetui, denn nichts hassen Fahrradbrillen mehr als den Kontakt mit harten Gegenständen wie Schlüsseln, Smartphones oder Lippenstiften.

Für der Reinigung gilt: Mikrofasertuch bzw. -beutel schlägt T-Shirt. Das gleiche gilt für Küchenpapier oder Taschentücher, speziell erstere wirken oft wie feines Schmirgelpapier. Wasser und zur Not ein Schuss Spülmittel helfen in Kombination mit im Lieferumfang der Brille befindlichen Mikrofaserbeutel auch bei groben Verunreinigungen.

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