Rennrad Einteiler Damen: Test und Vergleich

Schneller fahren bei der gleichen Leistung: Das ist das Ziel aller ambitionierten Radsportler. Sie alle suchen nach noch ungehobenen Leistungs- und damit auch Watt-Spar-Potenzialen. Ergo auch: nach einer Minimierung des Windwiderstandes auf dem Rennrad, dem Zeitfahrrad oder der Triathlonmaschine. Radprofis überlassen nichts dem Zufall. Jede Stellschraube, um Ausrüstung und Material zu verbessern, wird Schritt für Schritt weitergedreht, die Aerodynamik von Fahrer und Rad ist seit einiger Zeit das beherrschende Thema.

Ein Aspekt mit erheblichem Potenzial ist dabei die Kleidung - gut zu beobachten am Design der Helme: Alle namhaften Hersteller bieten inzwischen (nicht nur den gesponserten Profis) aerodynamisch optimierte Helme auch für klassische Straßenrennen an - zusätzlich zu den normalen Rennhelmen und neben den tropfenförmigen Spezialhelmen für Zeitfahren. Bei der Kleidung ist der Fortschritt deutlich schwerer zu erkennen - auf den ersten Blick sehen die Rennfahrer aus wie immer: kurzärmeliges Trikot, kurze Hose, fertig. Doch wer genauer hinsieht, stellt zum einen fest, dass in klassischen Straßenrennen immer öfter hautenge Einteiler getragen werden, die früher dem Zeitfahren vorbehalten waren, und zum anderen, dass auch die bewährte Kombi aus Trikot und Hose sich verändert.

Besondere Schnitte und Stoffe sollen den Fahrer leichter durch den zähen Fahrtwind gleiten lassen. Der Bekleidung mehr Aufmerksamheit zu widmen, ist nur logisch: Da der Fahrer wesentlich mehr Luftwiderstand erzeugt als das Rad, verspricht die Optimierung am Körper deutliche Vorteile. Und: Von dieser Form des Tunings können auch Hobbysportler enorm profitieren - für erheblich weniger Geld als es der Kauf eines super windschnittigen Rades erfordert. Speziell aerodynamisch geschneiderte Trikots und Hosen bringen mehr und kosten weniger als im Windkanal entwickelte Räder. Lesen Sie hier, was die schnellen von langsameren Trikots und Hosen unterscheidet und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Im Windkanal-Aero-Laufradtest in der RennRad-Ausgabe 6/2018 sparte der beste Laufradsatz, das Modell Mavic Cosmic Carbon, bei 45 km/h gegenüber einem Standard-Laufradsatz 7,7 Watt. Die Werte waren so außergewöhnlich, dass wir zunächst an den Messungen zweifelten und diese mehrmals wiederholten. Außerdem finden Sie dort die detaillierten Auswertungen mit genauen Wattzahlen aller getesteten Trikots und Einteiler. Den ausführlichen Testbericht mit allen Details zu den getesteten Aero-Trikots und Triathlon-Einteilern lesen Sie in der RennRad-Ausgabe 8/2019.

In Kooperation mit dem Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik der Technischen Hochschule OWL in Lemgo fand ein aufwendiger Aerodynamik-Test im Windkanal statt. Wie bereits beim Test von Aero-Helmen (für die RennRad-Ausgabe 9/2018) wurde ein speziell für den Test von Aero-Bekleidung umgebauter Oberkörper-Dummy herangezogen. Der Praxisteil des Aero-Tests fand auf Mallorca statt. Zwei Tester absolvierten dort im Frühjahr hunderte Grundlagenkilometer und notierten dabei Vor- und Nachteile der Aero-Modelle.

Teststrecke im Velodrom

Wie groß die Unterschiede zwischen Flattertrikot und Spezialdress sind, haben wir auf der Radrennbahn Augsburg mithilfe des Radprofis Leif Lampater getestet. Zentrales Testinstrument ist ein Leistungsmessgerät, mit dem der Rennfahrer aufzeichnet, wie viel Leistung (in Watt) er für eine bestimmte Geschwindigkeit aufwenden muss. Lampater fährt auf der Bahn in Unterlenkerposition konstante Runden mit 45 km/h, sein Pioneer-Powermeter erfasst die für die Geschwindigkeit nötige Leistung. Im Vergleich verschiedener Fahrten zeigt sich dann, welchen Einfluss die Kleidung auf die Fahrleistung hat.

Was gilt es beim Kauf eines Triathlon-Anzuges zu beachten?

Kaum eine Sportart benötigt so viel Material wie der Triathlon. Doch welcher Triathlonanzug ist der Richtige? Beim Schwimmen minimieren sie den Wasserwiderstand, beim Radfahren verbessern sie die Aerodynamik und den Komfort.

Hier sind einige wichtige Aspekte, die Sie beim Kauf eines Triathlon-Anzugs beachten sollten:

  • Hochwertiges Material: Der Triathlonanzug muss bei drei Disziplinen einiges aushalten und das Material muss besonders strapazierfähig sein. Wichtig ist auch, dass der Triathlonanzug schnell trocknet. Achte auch darauf, dass das Material leicht, aber gleichzeitig blickdicht ist.
  • Komfort & Passform: Je länger die Strecke, desto wichtiger wird der Komfort. Stundenlanges Reiben an einer Stelle kann den Spaß am Rennen beeinträchtigen. Daher ist es ratsam, den Triathlonanzug kritisch anzuprobieren.
  • Sitzpolster: Im Vergleich zur Radhose ist das Sitzpolster deutlich dünner.
  • Taschen: Ob beim Training oder im Wettkampf: Verpflegung ist das A und O.
  • Ärmellänge: Je länger die Ärmel, desto besser der Sonnenschutz. Außerdem ist das Material der Ärmel bei teureren Anzügen oft aerodynamisch gestaltet, was beim Radfahren von Vorteil sein kann (vor allem bei Profis). Ein kurzärmeliger Anzug hingegen kann sich luftiger anfühlen und mehr Bewegungsfreiheit bieten, z.B. Beide Varianten haben ihre Vorteile.

Der Einteiler wird im Profibereich häufiger getragen, da er weniger verrutscht und weniger Falten wirft. Ein Zweiteiler bietet mehr Möglichkeiten in Bezug auf die Passform. Wer z.B. Nicht viel. Auf Unterwäsche wird komplett verzichtet. Einlegesohlen sollen für Radsportler deutliche Leistungssteigerungen ermöglichen.

Produktvergleich

Hier sind einige Triathlonanzüge für Damen im Vergleich:

X-Bionic® Dragonfly Trisuit 5G WMN

ab ca. Der X-Bionic® Dragonfly Trisuit 5G WMN ist ein sehr hochwertiger und technisch ausgereifter Einteiler, der sich vor allem für erfahrene Triathleten auszahlt. Zudem ist der Anzug besonders leicht und soll eine gute Gleitfähigkeit im Wasser bieten. Redakteurin Maren hat den Triathlonanzug beim Training für die olympische Distanz getestet. „Der Triathlonanzug spielt qualitativ definitiv in der oberen Liga. Das Material fühlt sich sehr hochwertig an und ist mit viel Liebe zum Detail verarbeitet. Ich hatte keinerlei Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit. Im Gegenteil, der Trisuit hat mich komfortabel unterstützt. Im Wasser fühlt er sich auch ohne Neo agil an. Das Material trocknet sehr schnell. Beim Radfahren unterstützt das Sitzpolster angenehm, ohne zu scheuern. Auch beim Laufen profitiere ich von der flexiblen und passgenauen Passform.

Sleeve Tri Suit Women von Ryzon

ab ca. Der Sleeve Tri Suit Women von Ryzon verspricht eine perfekte Balance zwischen Kompression und Bewegungsfreiheit. Das Design wurde an die Bedürfnisse weiblicher Athletinnen angepasst, um eine ideale Passform zu gewährleisten. Darüber hinaus verspricht der Hersteller ein atmungsaktives und schnell trocknendes Material, das wesentlich zum Tragekomfort beiträgt. Hervorzuheben ist auch die große Rückentasche für längere Rennen. Ryzon ist für seinen hohen Qualitätsanspruch bekannt, weshalb der Triathlonanzug mit knapp 300 Euro kein Schnäppchen ist.

ZONE3 Lava Top und Shorts

ab ca. Das Top und die Shorts der Marke ZONE3 sind als zweiteiliges Set erhältlich. Das hat den Vorteil, dass Ober- und Unterteil unterschiedliche Größen haben können. Bei dem Modell „Lava“ steht laut ZONE3 der Tragekomfort im Vordergrund. Innovative Materialien aus Italien und Frankreich wurden verwendet, um die Aerodynamik zu optimieren und gleichzeitig maximalen Komfort zu bieten. Das Oberteil ist laut ZONE3 besonders atmungsaktiv und temperaturregulierend und lässt sich mit der Hose leicht überlappen, so dass die Optik eines Einteilers entsteht.

Triathlon-Rennanzug von ZOOT

ab ca. Der Triathlon-Rennanzug von ZOOT ist das perfekte Einsteigermodell für die ersten Wettkämpfe. ZOOT entwickelt bereits seit 1983 Triathlonanzüge - und bietet mit dem Modell „Design Cali“ ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das „Vento 4-way Stretch Mesh“ soll höchste Atmungsaktivität garantieren. Der Hersteller gewährleistet ein durchdachtes Feuchtigkeitsmanagement und damit verbundenen Tragekomfort durch das veredelte Material aus Italien. Zwei Rückentaschen stehen zudem für eine optimale Wettkampfverpflegung zur Verfügung.

Wie so oft hat jeder andere Bedürfnisse. Ein langjähriger Triathlet achtet mehr auf Details als ein Anfänger. Wer erst in den Triathlonsport hineinschnuppert, für den sind günstigere Einsteigermodelle zunächst völlig ausreichend.

Weitere Empfehlungen

  • Bioracer Icon Road Race Suit: Ein Einteiler mit sportlicher Passform, hoher Atmungsaktivität und top Verarbeitung.
  • Löffler M Bike Jersey FZ Cool Air und die M Bike Bibshorts Concept SQL: Überzeugen mit sportlicher Passform, Atmungsaktivität und starkem Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Q36.5 Dottore Pro Jersey Women und die Dottore Clima Bib Women: Ein top verarbeitetes Trikot-Hosen-Set für Frauen mit starkem Material-Mix.
  • Bioracer Spitfire Gilet: Eine Rennrad-Windweste mit hohem Tragekomfort, großzügigen Rückentaschen und überzeugender Funktionalität.
  • Löffler Bike Vest WPM Pocket: Eine hochwertig verarbeitete Windweste aus dem mittleren Preissegment mit sportiver Passform.
  • Bioracer Tempest Light Jacket: Eine komfortable Rennrad-Jacke mit durchdachter Funktionalität und starkem Preis-Leistungs-Verhältnis.

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