Radfahren gehört zu den gesündesten Sportarten und ist gelenkschonender als Joggen, alltagstauglicher als Schwimmen und gut für die Umwelt. Bereits zehn Minuten Radfahren stärken die Muskeln und regen das Herz-Kreislauf-System und die Durchblutung an. Und ganz nebenbei verbrennen wir auch noch Kalorien. Dazu kommt, dass Fahrradfahren entspannt, man kann damit den tagtäglichen Stau im Auto vermeiden, ist an der frischen Luft und gewinnt Zeit und Geld. Obendrein schützt Fahrradfahren vor allem unser Herz.
Beim Radeln pumpt das Herz pro Minute bis zu 1,2 Liter mehr Blut in den Körper. Dadurch sinkt der Puls während und auch noch nach der Belastung. Abschließend sei noch gesagt: Der Vorteil am Fahrradfahren ist eben auch, dass es sich wunderbar in den Alltag integrieren lässt.
Wenn die Lieblingshose kneift oder der Zeiger auf der Waage immer weiter nach oben geht, entschließen sich viele zu einer Diät oder melden sich in teuren Fitnessstudios an. Dabei ließen sich die überschüssigen Kilos auch ganz einfach beim regelmäßigen Radfahren an der frischen Luft verbrennen. Das hat gleich mehrere Vorteile: Es stärkt das Immunsystem, schont die Gelenke und verbraucht viele Kalorien.
Faktoren, die den Kalorienverbrauch beim Radfahren beeinflussen
Wie hoch der eigentliche Kalorienverbrauch tatsächlich ist, hängt beim Radfahren von einigen Faktoren ab. Da ist zum einen die Intensität, denn tritt man regelmäßig und kräftig in die Pedale, ist der Verbrauch ein anderer als wenn man gemütlich dahinrollt. Ist die Strecke eher anspruchsvoller oder einfacher zu fahren? Bei starkem Gegenwind werden automatisch mehr Kalorien verbrannt als bei einer seichten Brise.
Nicht außer Acht zu lassen ist auch die eigene Fitness. Wenn jemand gut in Form ist, kann dieselbe Strecke weniger anstrengend sein als für jemanden, der gerade erst mit dem Training beginnt. Ein intensives und langes Training mit dem Rad führt natürlich zu anderen Ergebnissen als eine kurze Fahrt im aeroben Bereich.
Berechnung Kalorienverbrauch beim Radfahren: Wie viele Kalorien beim Fahrradfahren tatsächlich verbrannt werden, lässt sich pauschal nicht sagen. Denn der Verbrauch richtet sich nach unterschiedlichen Faktoren. Zum einen nach dem eigenen Gewicht und Alter, der Herzfrequenz, dem Tempo und der Zeit, die gefahren wird. Dazu kommen noch weitere Faktoren wie die Wetterverhältnisse und die Schwierigkeit der Strecke. Bei Gegenwind und Steigung wird mehr Kraft aufgewendet und der Kalorienverbrauch steigt.
Allgemein betrachtet, können bei einer Geschwindigkeit von ca. 15-18 km/h, etwa 450 kcal verbraucht werden. Das kommt in etwa dem Wert nahe, der beim Joggen erreicht wird. Übrigens: Die besten Ergebnisse erzielt ihr, wenn ihr langsam radelt und das länger als 45 Minuten. Konkret bedeutet das ein niedriger Gang und ein hohe Trittfrequenz.
Aerobe und Anaerobe Bewegung
Unter „aerober Bewegung“ versteht man ein Training, bei dem die Atmung zwar schneller geht, man aber immer noch nicht keucht. Der Muskel verbrennt Zucker. Wenn die Trainingseinheit nun beschleunigt wird, entsteht im Muskel mehr Kohlendioxid als die Lunge in der gleichen Zeit wegatmen kann. Der CO² -Anteil im Blut nimmt zu. Der Zucker wird nicht mehr vollständig im Muskel verbrannt, dadurch entsteht auch weniger CO².
Je nach Fitness dauert diese „Verschnaufpause“ mehr oder weniger lange. Je fitter man ist, desto später erreicht man die anaerobe Schwelle. Kurze, intensive Kraftanstrengung bewältigt der Körper größtenteils aus der anaeroben Bewegung. Schon nach einigen Sekunden ist der Speicher leer, es wird Zeit Pause zu machen. Wer noch fitter werden möchte, kann das Fahrradfahren zum Intervalltraining umgestalten. Danach einige Minuten bei ca.
Die Herzfrequenz ist übrigens sehr wichtig, denn nur bei der richtigen Frequenz kommt der Körper in die Fettverbrennungsphase und das Abnehmen kann beginnen. Wer Spaß beim Abnehmen haben möchte, der sollte trainieren, möglichst lange im Sattel sitzen zu können und nicht zu sehr auf die Kilometer zu achten. Es kommt dabei also nicht darauf an, möglichst viele Kilometer in kurzer Zeit abzufahren.
Vorteile des Radfahrens
Die Vorteile von Radfahren liegen auf der Hand: Es entlastet die Gelenke, man ist draußen an der frischen Luft und es eignet sich für Anfänger und Profis gleichermaßen. Beim Fahrradfahren bewegt man sich in kreisenden Bewegungen, die Pedale führen die Füße, und somit die Beine, in einer Kreisbewegung. Diese Bewegung ist sehr gelenkschonend, da hier keine unnötigen Kräfte auf die Gelenke und Gelenkknorpel wirken.
Damit der Knorpel in den Gelenken gesund bleibt, braucht er Nährstoffe und Mineralien und die erhält er, indem durch Bewegung Gelenkflüssigkeit in ihn geleitet wird. Beim Fahrradfahren geschieht dies ganz ohne große Belastung, da rund 80 Prozent des Körpergewichts auf dem Sattel ruhen und der Körper das eigene Gewicht nicht tragen muss.
Fahrradfahren ist Sport! Und Sport verbrennt so einiges an Kalorien. Aber durch das Fahrradfahren kann man nicht nur Fett verbrennen, sondern auch Muskeln aufbauen und die Kondition verbessern. Hierbei profitieren in erster Linie natürlich die Beinmuskeln. Die Beine mögen im ersten Moment etwas schlanker werden, bauen aber auch Muskelmasse auf. Das Fett am Bein wird also nicht nur verbrannt, die Waden werden vor allem auch strammer.
Wer in die Pedale tritt, stärkt nicht nur die Waden-, Schenkel- und Pomuskulatur, sondern trainiert gleichzeitig auch Rumpf, Arme, den unteren Rückenbereich und die Bauchmuskulatur. Selbst das Abstützen auf dem Lenker wirkt sich positiv auf die Figur aus, indem es dazu beiträgt, die Rippenmuskulatur zu kräftigen.
Radfahren und Abnehmen
Fahrradfahren und Abnehmen - funktioniert das? Ausdauertraining fördert die Fettverbrennung. Mit dem Fahrrad lässt sich das Training individuell gestalten und ganz leicht an die eigenen körperlichen Voraussetzungen anpassen. Anfängerinnen und Anfänger starten mit mäßigem Tempo auf längeren, einfachen Strecken ohne viele Steigungen. Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer, die schon etwas fitter sind, können mit dem Rad ein anspruchsvolles Intervalltraining auf abwechslungsreichen Strecken absolvieren.
Dabei lassen sich beispielsweise schnelle Sprints oder Streckenabschnitte mit einer höheren Steigung mit entspannteren Passagen kombinieren. Wichtig für eine optimale Fettverbrennung ist die Herzfrequenz. Mit ihr lässt sich der individuelle Fettverbrennungsbereich ermitteln. Der liegt zwischen 60 und 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz. Frauen rechnen dafür einfach 226 minus ihr jeweiliges Alter, Männer subtrahieren ihr Alter von 220.
Ein Rechenbeispiel: Der optimale Trainingspuls zur Fettverbrennung liegt bei einer 30-jährigen Frau zwischen 118 und 137 Schlägen. Bei einem gleichaltrigen Mann zwischen 114 und 133 Schlägen. Mit einer entsprechenden smarten Trainingsuhr lässt sich der Puls ganz einfach überprüfen.
Es ist erwiesen: Naschen macht glücklich, zumindest für den Moment. Weniger glücklich dürfte man darüber sein, wenn Schokolade, Chips und Co. in kurzer Zeit zu ein paar Pfunden mehr führen. Diesem Umstand können wir immerhin mit ausreichend Sporttreiben entgegenwirken. Doch es ist erstaunlich, wie lange man strampeln muss, um die Kalorien diverser Süßigkeiten wieder zu verbrennen.
Kalorienverbrauch bei verschiedenen Geschwindigkeiten
Im Folgenden sind Zirkaangaben angeben, wie viele Kalorien du innerhalb 60 Minuten bei bestimmten Geschwindigkeiten verbrennst:
| Wie wird Rad gefahren? | Kalorienverbrauch (kcal) in 60 Minuten |
|---|---|
| langsamer als 15 km/h | 280 |
| 15-18 km/h | 420 |
| 18-21 km/h | 550 |
| 21-24 km/h | 700 |
| 24-28 km/h | 850 |
| schneller als 28 km/h | 950 |
Wie lange muss man Radfahren, um bestimmte Snacks zu verbrennen?
In folgender Tabelle gehen wir von einem Kalorienverbrauch von 450 kcal pro Stunde aus.
| Nährwerte pro 100 g (in kcal) | So lange musst du dafür Radfahren (in Minuten) |
|---|---|
| Milka Vollmilchschokolade (530 kcal) | 71 |
| Milka Weiße Schokolade (530 kcal) | 71 |
| Lindt Excellence Mild 90 % Cacao (592 kcal) | 79 |
| Snickers (481 kcal) | 64 |
| Prinzen Rolle (491 kcal) | 65 |
| Nutella (539 kcal) | 72 |
| Haribo Gummibärchen (343 kcal) | 46 |
| Funnyfrisch Chips (539 kcal) | 72 |
| Lorentz Erdnüsse (620 kcal) | 83 |
| Popcorn (375 kcal) | 50 |
Radfahren im Vergleich zu anderen Sportarten
Schaut man sich den Kalorienverbrauch beim Radfahren im Vergleich zu anderen Sportarten an, dann können wir feststellen: Wir liegen in einem gesunden Mittelfeld. Warum ist das so? Das kann man am besten durch den Vergleich mit zwei anderen beliebten Ausdauersportarten erläutern: dem Laufen und dem Schwimmen. Beim Laufen wird ein sehr großer Teil der Muskulatur aktiviert. Neben den Beinen arbeiten die Arme und die Rumpfmuskulatur mit. So kommt der Autor des Artikels mit seinen 70 kg auf ca. 550-650 kcal/h (pro Stunde) Joggen - gemütlich wohlgemerkt.
Am andere Ende der Skala liegt das Schwimmen. Gehen wir vom Brustschwimmen aus, verbrauche ich nur ca. 300-400 kcal pro Stunde. Klar, denn das Wasser sorgt für Auftrieb, meine Haltemuskulatur muss nicht so sehr arbeiten und es sind primär die Arme und Beine gefordert. Beim langsamen Kraulen hingegen liegen wir schon wieder bei etwa 450 kcal, denn um die Wasserlage zu halten, muss beim Kraulen auch die Rumpfmuskulatur mitmachen. Veranschaulicht man sich das Radfahren, dann wird klar: Die Beine leisten die Hauptarbeit, während Arme und Rumpf eigentlich nur stabilisieren müssen und dadurch wenig gefordert sind. Da die Muskulatur im Hintern und im Oberschenkel aber zu den größten im menschlichen Körper zählt, geht hier natürlich viel „Treibstoff“ durch.
| Sportart | Kalorienverbrauch (kcal) in 60 Minuten (Durchschnittswerte für eine 80 kg schwere Person) |
|---|---|
| Rudern | 780 |
| Kraulschwimmen | 500 |
| Laufen | 480 |
| Aerobic | 450 |
| Badminton | 320 |
Ernährung von Radprofis bei der Tour de France
Pizza, Pasta, Reis - und immer wieder trinken. Das Ziel: bis zu 8.000 Kalorien aufnehmen. Es gibt Menschen, die machen das täglich: Tour-de-France-Profis. Vom 5. bis zum 27. Juli 2025 läuft die Große Schleife. Als der Ravensburger Emanuel Buchmann Ende Mai 2020 neunmal denselben Berg im österreichischen Ötztal hinaufstrampelte, legte er insgesamt 8.848 Höhenmeter in siebeneinhalb Stunden zurück - sein persönlicher Mount Everest. Dabei verbrauchte er 6.970 Kalorien, die er mit sechs Energieriegeln, vier Kohlenhydratgels, drei Koffeingels und fünfeinhalb Litern Flüssigkeit aufzufangen versuchte. Aber das war nur ein einziger Tag!
Die großen Rundfahrten wie die Tour de France, der Giro d’Italia oder die Spanien-Rundfahrt dauern drei Wochen, haben bis zu 21 Etappen und sind von gerade mal zwei Ruhetagen unterbrochen. Höchste Belastung für einen Körper, wie trainiert der auch immer sein mag. Außerdem ist jede Etappe unterschiedlich. Auf Flach-Etappen kann der tägliche Kalorienverbrauch auch mal unter 5.000 Kalorien liegen. Brutal sind die Berg-Etappen: Hier schießt der Bedarf auf 8.000 Kalorien und höher.
Spätestens drei Stunden vor einer Tour-Etappe beginnt die große Kalorien-Aufnahme. Zum Frühstück stehen Kohlenhydrate auf dem Speiseplan. Ob Haferflocken, Pasta oder Reis - Hauptsache keine Fette und Ballaststoffe. Dazu gehen auch Kaffee und sehr viel Wasser. Während des Rennens gilt folgendes Motto: volle Konzentration. Auf die Strecke, auf die Gegner, aufs Rad - und auf die Energiezufuhr.
Tour-de-France-Profis müssen essen und trinken, so oft es geht. Denn sie müssen den sogenannten "Hungerast" vermeiden. Bestes Beispiel dafür: Jan Ullrich fuhr bei der Tour de France 1998 im Gelben Trikot auf dem Weg zum Col du Galibier - der "Hungerast" schlug zu. Es kam, wie die Radprofis sagen, der "Mann mit dem Hammer". Schnelle Energie, die unproblematisch auch in schwierigen Rennsituationen aufgenommen werden kann, bieten vor allem Gelpackungen. 100 bis 150 Kalorien liefern diese, außerdem an die 30 Gramm Kohlenhydrate.
In ruhigeren Rennphasen können es auch Energieriegel oder kleine Reiskuchen mit Trockenfrüchten sein. Ebenso wichtig ist das richtige Trinken - gerade an heißen Tour-Tagen. Denn der Körper schwitzt und verliert dabei Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium - die sogenannten Elektrolyte. Um diesen Verlust auszugleichen, werden ein halber bis dreiviertel Liter pro Stunde empfohlen. Wasser reicht aber nicht, die Getränke sollten isotonisch sein, also die gleiche Konzentration an Mineralstoffen haben wie das menschliche Blut.
Haben die Sportler die Tour-Etappe geschafft, müssen die Speicher gleich wieder aufgefüllt werden. Mit Getränken aus Kohlenhydraten und Proteinen, dazu Snacks wie Nudelsalat, Kuchen oder Müsli. Und beim Abendessen dürfen es auch mal bis zu 4.000 Kalorien sein. Ob Pasta, Kartoffeln oder Gemüse für das Immunsystem - längst haben die Profiteams bei der Tour de France ihre eigenen Köche dabei. Denn die Ernährung spielt im Profi-Radsport eine immer entscheidendere Rolle.
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