Die meisten Rennradler nutzen ihr Rad nicht nur zum Trainieren oder für Rennen. Wer sein Hobby liebt, fährt wann und wo immer es geht - auch im Alltag und im Winter. Seit den Anfängen des Radsports gibt es Versuche, Rennräder mit Schutzblechen und Licht für widrige Bedingungen auszurüsten. Sogenannte „Randonneure“ waren und sind beliebt bei Langstreckenradlern und Alltagspendlern, die sich Wetter und Jahreszeit nicht aussuchen können, aber dennoch flott und mit Rennlenker unterwegs sein wollen.
Auch heute bieten einige Hersteller sportliche Räder inklusive fest montierter Schutzbleche, Dynamo-Lichtanlage und Gepäckträger an. Ist das Zubehör von vorneherein integriert, hat das den Vorteil, dass alle Bauteile aufeinander abgestimmt sind und besser funktionieren sollten als nachträgliche Bastellösungen - und nicht zuletzt sieht es besser aus. Drei aktuelle Beispiele solcher Räder haben wir uns genauer angeschaut - mehr waren in der aktuellen Situation nicht lieferbar.
Unsere aktuellen Testexemplare basieren alle auf Gravelbikes, die sich als Basis für alltagstaugliche Ganzjahres-Rennräder geradezu anbieten: Starke Scheibenbremsen und kleinere Übersetzungen sind nicht nur ideal im Gelände, sondern auch im Großstadtdschungel. Weil Rahmen und Gabeln für sehr breite Reifen konzipiert sind, passen vollwertige Schutzbleche ans Rad. Viele Rahmen von Gravelbikes besitzen außerdem schon Befestigungsmöglichkeiten für das nötige Zubehör.
Die meisten Hersteller setzen unverwüstliche Alu-Rahmen ein, auch aus Kostengründen, denn das Gros der Angebote liegt deutlich unter 2.000 Euro. Das getestete Rose mit Carbonrahmen ist in der Konkurrenz eine Ausnahme und entsprechend teurer. Dennoch ist das Rad auch für kühle Rechner ein guter Deal: Gegenüber der bis auf die Reifen vergleichbar ausgestatteten Gravel-Variante ohne weiteres Zubehör kostet das Rad keinen Cent Aufpreis. Bei Cube muss man 200 Euro mehr als für ein vergleichbares „nacktes“ Nuroad hinlegen; angesichts der hochwertigen Teile und der Montagearbeit ist auch das ein faires Angebot.
Robuste Komponenten für den Alltagseinsatz
Antriebskomponenten und Bremsen - an den Testrädern durchweg aus der Gravel-Gruppe GRX von Shimano - könnten für den Einsatzzweck kaum besser gewählt sein. Die Teile gewinnen zwar keinen Schönheitspreis, sind aber robust und funktionieren klaglos, meist auch unter widrigen Bedingungen und über viele Jahre. Auch die Ersatzteile der Elffach-Gruppen sind, zumindest außerhalb von Corona-bedingten Lieferengpässen, fast überall verfügbar und kostengünstig - ein wichtiges Argument für diesen Einsatzzweck. Wir können uns also auf das Zubehör konzentrieren, das Gravelbikes zu Randonneuren macht.
Das verursacht zunächst einmal zusätzliches Gewicht: Sind preiswerte Gravelbikes ohnehin schon die schwersten Räder mit Rennlenker überhaupt, reißen die gezeigten Packesel locker die Zehn-Kilo-Marke. Am schwersten ist das Stevens, das mit einem nachgerüsteten Gepäckträger mehr als zwölf Kilo wiegen dürfte. Die Unterschiede im Fahrgefühl zwischen den Rädern sind aber eher klein.
Technische Details und Zubehör im Test
Technisch funktioniert leider nicht alles so geschmeidig, wie die Testfahrten zeigen. Beispiel Schutzbleche: Damit sie ihren Zweck optimal erfüllen können, müssen sie lang und breit genug sein, wenigstens ein Zentimeter mehr als Reifenbreite wäre gut. Hier fällt das Cube negativ auf, weil die Bleche die 40 Millimeter breite Gravel-Bereifung nur knapp abdecken; vor allem an den Sitzstreben, an denen sich das Schutzblech weiter verjüngt, fliegt das Wasser vorbei.
Beim Stevens fallen die Streben etwas zu kurz aus, sodass sich die Bleche nicht gleichmäßig an den Radumfang anpassen lassen, allerdings ist das eher ein optisches Problem. Weil dem Rad der Gepäckträger fehlt, ist der hintere Schützer nicht so stabil befestigt wie bei den anderen Rädern und wackelt bei Unebenheiten; erfahrungsgemäß ist das der Dauerhaltbarkeit nicht gerade zuträglich. Auch könnten die vorderen Bleche bei Rose und Stevens gern fünf Zentimeter länger sein, damit Füße und Antrieb besser vor Spritzwasser geschützt sind; bei Cube dagegen wird der Hintermann ordentlich nass.
Gute Nachrichten gibt es von der Beleuchtung: Alle Räder sind mit einem hochwertigen Nabendynamo und LED-Beleuchtung samt Standlichtfunktion ausgestattet. Vor allem auf die Frontscheinwerfer wird viel Wert gelegt. Die verbauten Markenlampen von Supernova oder Busch & Müller markieren den aktuellen Stand der Lichttechnik, ihr kaltes LED-Licht leuchtet auch zivilisationsferne Landstraßen satt und gleichmäßig aus. Einen relevanten Unterschied zwischen beiden Herstellern können wir in der Dunkelheit nicht ausmachen. Bei den Rücklichtern ist dagegen vornehme Zurückhaltung angesagt: Die hochwertige Busch & Müller-Heckleuchte des Rose fällt minimalistisch aus, macht aber im Dunkeln ordentlich Ballett. Bei Stevens und Cube sind die Heckleuchten sogar in das Schutzblech integriert - beim Stevens so weit, dass es von der Seite leider kaum noch sichtbar ist.
An passiver Sicherheit haben die Kandidaten leider wenig zu bieten: Lediglich Stevens setzt beim Supreme Pro auf Reifen mit Reflexstreifen und einen großflächigen Reflektor hinten. Bei Rose und Cube müssten, streng genommen, Heck- und Speichenreflektoren nachgerüstet werden, damit die Räder gemäß StVZO auf die Straße dürfen.
Auch die Gepäckträger fallen optisch grazil aus, können aber ausreichend Gewicht aufsatteln. Der speziell für das Cube Nuroad entwickelte Träger darf immerhin 26 Kilogramm schleppen. Der Träger am Rose, der fast frei zu schweben scheint, stützt sich allein auf dem (sehr stabilen) Schutzblech ab und verträgt immerhin 16 Kilo, 8 Kilo pro Seite. Für die Bürotasche und kleinere Einkäufe reicht das allemal; wer große Radreisen unternehmen will, sollte das Gepäck zusätzlich auf Bikepacking-Taschen oder Frontgepäckträger verteilen, die sich ebenfalls montieren lassen.
Testmodelle im Detail
Cube Nuroad Race FE
- Preis: 1.749 Euro
- Gewicht: 11,4 Kilo (Größe 56)
- Vorteile: Viel Zubehör, gutes Frontlicht, stabiler Seitenständer
- Nachteile: Schutzbleche für die breiten Reifen etwas zu schmal
Cube bietet drei Versionen des Alu-Gravelbikes Nuroad mit Schutzblechen, Gepäckträger und Licht an; die gezeigte ist dabei die teuerste. Der recht schwere Alu-Rahmen punktet mit unerschütterlicher Laufruhe, Antrieb und Bremsen sind Sorglos-Komponenten von Shimano. Von unseren drei Testkandidaten ist das Cube das preisgünstigste, besitzt auf dem Papier aber dennoch die umfangreichste Ausstattung. Sogar ein stabiler Seitenständer und eine hochwertige, elegante Klingel sind an dem Rad montiert. Gefallen hat uns der edle und helle Supernova-Frontscheinwerfer, der am Lenker montiert ist. Kritikwürdig sind die Schutzbleche, weil sie für die verbauten 40-Millimeter-Gravelreifen etwas zu schmal ausfallen. Bei Mistwetter spritzt immer etwas Wasser an den Blechen vorbei. Etwas schmalere Straßenreifen würden daher besser zu dem Rad passen. Das minimalistische Rücklicht im Schutzblech ist von der Seite kaum zu sehen, weil es vom Gepäckträger verdeckt wird. Der Träger nimmt nur Seitentaschen mit Klicksystem auf; oben drauf lässt sich nichts befestigen. Der etwas tiefere Schwerpunkt des Gepäcks wirkt sich aber positiv aufs Fahrverhalten aus. Ersetzen würden wir den dünnen, unbequemen Lenker. Von den kleinen Schwächen abgesehen bietet das Cube aber viel fürs Geld.
Rose Backroad GRX 810 Randonneur
- Preis: 3.299 Euro
- Gewicht: 10,8 Kilo (Größe 57)
- Vorteile: Guter Komfort, bequeme Kontaktpunkte, relativ leicht, durchweg hochwertig ausgestattet
- Nachteile: Relativ teuer
Wer das Alu-Backroad als Alltagsrad in Betracht zog, wird im nächsten Modelljahr leider enttäuscht. Die preiswerte Randonneur-Variante wird von Rose nicht mehr angeboten, es bleibt nur der Selbstaufbau oder ein Glückstreffer auf dem Gebrauchtmarkt. Das Carbonmodell hingegen läuft weiter und stellt die Edel-Variante in unserem Test. Doch das Rad kann noch weitere Argumente in die Waagschale werfen, die den Preis zumindest etwas relativieren. Die stabilen und breiten Schutzbleche bieten besten Schutz - auch, weil Rose auf breite Gravelbereifung verzichtet. Die 35 Millimeter dicken Straßenpneus sind im Stadtverkehr breit genug, zudem läuft das Rad schneller. Den nötigen Komfort realisieren die gut flexende Stütze und der ergonomisch gelungene Lenker. Der elegant integrierte Gepäckträger wird vom Stahl-Schutzblech getragen und verträgt immerhin 16 Kilogramm. Auch die Lichtanlage sticht heraus, vorn wie hinten sind hochwertige Leuchten von Busch & Müller montiert.
Stevens Supreme Pro
- Preis: 1.899 Euro
- Gewicht: 11,6 Kilo (Größe 56)
- Vorteile: Hochwertige Lichtanlage, Reflexstreifen, Tubeless-Reifen
- Nachteile: Schweres Rahmen-Set, kein Gepäckträger
Das Supreme ist bei Stevens von vornherein als Alltagsrad gedacht; zwei Varianten gibt es, die jeweils mit Schutzblechen und Licht ausgestattet sind. Dennoch fällt die Sitzposition auf dem Rad recht gestreckt aus und dürfte vor allem sportliche Fahrer ansprechen. Das Rahmen-Set ist mit außen verlegten Bremsleitungen und Standard-Anbauteilen betont unkompliziert gehalten. Mit der schweren Alu-Gabel drückt es ordentlich auf die Waage, dank der Ausstattung ist das Gesamtgewicht aber noch konkurrenzfähig. Die getestete Variante kommt mit bewährter GRX-Elffach-Gruppe von Shimano und 40 Millimeter breiten G-One-Tubeless-Reifen von Schwalbe, die den mäßigen Komfort des Rades gut kaschieren können. Die Schutzbleche sind hier, anders als am Cube, deutlich breiter und länger und decken die breiten Reifen gut ab. Einen sehr stabilen Eindruck machen sie jedoch nicht. Ein Gepäckträger fehlt dem Rad, ließe sich aber ebenso problemlos nachrüsten wie ein Seitenständer, Befestigungspunkte dafür sind jeweils vorgesehen. Lob verdient die Beleuchtung mit leistungsstarkem Supernova-Scheinwerfer und im Schutzblech integriertem Rücklicht von Busch & Müller; dank großem Rückstrahler und Reflexstreifen auf den Reifenflanken ist das Rad sogar StVZO-konform.
Gravelbikes als Commuter Bikes
Wer ein vielseitiges, sportliches Fahrrad sucht, das einen auch gut durch den Alltag bringt, landet heutzutage schnell beim Gravelbike. Einige Hersteller bieten die Allroundtalente serienmäßig mit Licht, Schutzblechen und Gepäckträger an. Schnell, praktisch und verkehrssicher aufgerüstet, sind diese Gravelbikes mit Vollausstattung die idealen Alltagsbegleiter - egal ob bei schlechtem Wetter oder in der Stadt.
Was ist ein Commuter Bike überhaupt?
Rennräder und Gravelbikes mit alltagstauglichem Zubehör ausgestattet werden häufig als Randonneur oder Commuter Bike bezeichnet. Der Randonneur ist ursprünglich ein hochwertiges Straßen-Reiserad mit Schutzblechen, Gepäckträger und Licht. Commuter Bikes sind entsprechend ausgestattete Pendler-Fahrräder mit vergleichbaren Eigenschaften, technische Unterschiede zwischen den Begriffen gibt es aber nicht. Wurden früher dafür spezialisierte Fahrräder entwickelt, übernahmen die Aufgabe später häufig günstige Cyclocross-Räder, die mit Zubehör versehen wurden. Heute basieren diese Commuter Bikes meist auf entsprechend ausgestatteten, günstigen Gravelbikes.
Gravelbikes als ideale Basis für Commuter Bikes
Die Gravelbikes entpuppen sich dabei als ideale Basis für ein verkehrssicheres Allwetter-Rennrad. Von der robusten Konstruktion, dem sicheren Fahrverhalten und der meist komfortablen Sitzposition profitieren RadlerInnen auch auf ihren täglichen Wegen durch den Großstadtdschungel. Die breiteren Reifen sind ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsplus, denn sie stecken nicht nur Bordsteine und Schlaglöcher besser weg. Sie sind wegen des geringeren Luftdrucks auch weniger pannenanfällig als typische Rennradreifen. Die Commuter Bikes profitieren von weiterentwickelter Rennradtechnik und von hochwertigem Zubehör gleichermaßen. Wartungsarme Scheibenbremsen, helle LED-Scheinwerfer mit Nabendynamo, breite und trotzdem schnelle Reifen - alles, was früher am Rennradeln im Winter nervte, wurde in den vergangenen Jahren radikal verbessert. Detailschwächen gibt es auch heute, aber insgesamt bieten die Bikes viel Fahrspaß für Pendler, selbst bei Mistwetter.
Die Reifen fallen meist etwas schmaler aus als beim klassischen Gravelbike (30-38 Millimeter), damit noch feste Schutzbleche in die Rahmen passen. Das Rad wird dadurch etwas straßenlastiger und weniger geländetauglich, auch das Profil der Reifen ist in der Regel nur schwach ausgeprägt. Aufgrund der schmalen Reifen wird das Fahrverhalten des Commuter Bikes etwas wendiger und ist näher am Rennrad. Die Schaltungen bieten viele Gänge, darunter auch sehr leichte, minimalistische Einfach-Antriebe sind die Ausnahme.
Commuter Bikes: Sorglos-Pakete dank abgestimmtem Zubehör
Geprägt wird die Kategorie der Commuter Bikes vom umfangreichen, serienmäßig montierten Zubehör. Denn es macht die Pendler- und Schlechtwetter-Fahrräder zu wahren Sorglos-Paketen:
- Fest montierte Schutzbleche halten nicht nur den Fahrer trocken und sauber, sondern schützen auch Antrieb und Bremsen vor Spritzwasser von den Reifen. Wichtig ist, dass die Schutzbleche breit genug sind und die Reifen deutlich überlappen, sonst fliegt das Wasser an der Seite vorbei. Auch sollten sie lang genug sein, damit sie auch die Füße und den Antrieb vor Spritzwasser schützen. Ein möglichst langes Schutzblech am Hinterrad verhindert, dass dahinter fahrende den aufgewirbelten Straßendreck abbekommen. Die Halterungen sind stabil und auf den Rahmen bzw. die Gabel abgestimmt.
- Die Beleuchtung funktioniert im Idealfall mit einem Nabendynamo, so muss man sich nicht um die Batterien kümmern. Leistungsstarke Frontstrahler mit LED-Technik leuchten die Fahrbahn perfekt aus, ohne entgegenkommende Verkehrsteilnehmer zu blenden. Ein gutes Rücklicht benötigt nicht mehr als drei rote Leuchtdioden, es sollte aber nicht nur von hinten, sondern auch von der Seite gut zu sehen sein.
- Ein guter Gepäckträger muss keine hohe Traglast haben, das macht die Modelle nur unnötig schwer. Für die typischen Anwendungsfälle reichen 15 bis 20 Kilogramm locker aus. Wichtiger für ein gutes Fahrverhalten mit Gepäck ist eine möglichst seitensteife Konstruktion. An vielen modernen Trägern können Taschen mit Klicksystem einfach an der Seite eingehängt werden.
- Passive Beleuchtung muss man meist nachrüsten. Statt klassischer Speichenstrahler empfehlen sich reflektierende Röhrchen, die man auf die Speichen klippt, und/oder Reifen mit einer reflektierenden Flanke. Auch Aufkleber aus Reflexfolie auf Rahmen oder Felgen erhöhen die Sichtbarkeit bei schlechten Verhältnissen.
Urban Bikes als Alternative
Urban Bikes sind leicht, wendig und speziell für den Stadtverkehr gemacht. Diese Fahrräder zeichnen sich durch ihr minimalistisches Design, ihr geringes Gewicht und ihre hohe Wendigkeit aus. Sie sind ideal für den täglichen Gebrauch in der Stadt und bieten eine stilvolle und praktische Alternative zu herkömmlichen City Bikes. Unsere Urban Bikes gibt es in verschiedenen Ausstattungsvarianten: Zum Beispiel bringt das Sneak EQ schon Schutzbleche, Lichtanlage und Gepäckträger serienmäßig mit - also alles, was du für den Stadtalltag brauchst. Beim Hobo kannst du Schutzbleche, Licht und weiteres Zubehör wie den Frontgepäckträger flexibel erweitern und dein Bike so genau an deinen Alltag anpassen.
Vorteile von Urban Bikes
- Leichtgewicht: In der Stadt zählt jedes Kilo: Wenn du dein Bike täglich in den Keller trägst, enge Kurven nimmst oder oft an der Ampel neu antrittst, merkst du sofort, wie viel ein geringes Gewicht ausmacht.
- Effizienz: Unsere Urban Bikes sind leichtgängig, effizient und mit Kettenschaltung ausgestattet - das macht sie ideal für tägliche Pendelstrecken bis etwa 20 km.
- Sportliches Fahrverhalten: Kettenschaltungen bieten dir ein sportlicheres Fahrverhalten, eine größere Gangbandbreite und lassen sich schnell schalten - besonders praktisch bei wechselnden Stadtprofilen.
Urban Bikes sind leichter, minimalistischer und stärker auf kurze, effiziente Strecken in der Stadt ausgelegt. Im Vergleich zu Trekkingrädern sparst du oft mehrere Kilo Gewicht - ideal, wenn du dein Bike täglich in den Keller trägst oder dynamisch durch den Stadtverkehr fahren willst.
Einsatzbereiche von Urban Bikes
- Pendeln: Urban Bikes sind perfekt für den täglichen Weg zur Arbeit oder zur Schule. Dank ihrer Leichtigkeit und Wendigkeit lassen sie sich problemlos durch den dichten Stadtverkehr manövrieren. Viele Modelle sind zudem mit Beleuchtung und Schutzblechen ausgestattet, sodass sie bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit genutzt werden können.
- Kurze Strecken: Für kurze Besorgungen oder den Weg zum Supermarkt sind Urban Bikes ideal. Sie ermöglichen ein schnelles Vorankommen und sind oft mit einem Gepäckträger ausgestattet, der den Transport von Einkäufen erleichtert. Einige Modelle bieten sogar die Möglichkeit, Körbe oder Taschen anzubringen, um den Transport noch komfortabler zu gestalten.
Rahmenmaterialien und Schaltsysteme bei Urban Bikes
Rahmenmaterialien
Bei Urban Bikes sind die beiden häufigsten Rahmenmaterialien Aluminium und Stahl.
- Aluminium: Aluminium ist ein leichtes Material, das Urban Bikes besonders handlich und einfach zu manövrieren macht. Die hohe Steifigkeit von Aluminium sorgt für eine effiziente Kraftübertragung, was besonders bei sportlichen Fahrten und schnellem Beschleunigen von Vorteil ist. Zudem ist Aluminium korrosionsbeständig, was die Wartung erleichtert, und die Lebensdauer des Rahmens verlängert.
- Stahl: Stahl hingegen bietet eine komfortablere Fahrt, da es flexibler ist und Vibrationen besser absorbiert. Stahlrahmen sind sehr robust und können bei Beschädigungen leichter repariert werden. Zudem ist Stahl nachhaltiger, da es einfacher zu recyceln ist und einen geringeren Energiebedarf in der Herstellung hat. Allerdings können Stahlrahmen etwas mehr wiegen als Aluminiumrahmen.
Schaltsysteme
Bei Urban Bikes sind die beiden häufigsten Schaltsysteme die Nabenschaltung und die Kettenschaltung.
- Nabenschaltung: Die Nabenschaltung ist ein geschlossenes System, bei dem die Gänge in der Hinterradnabe gewechselt werden. Da die Schaltung in einem geschlossenen System arbeitet, ist sie weniger anfällig für Schmutz und Witterungseinflüsse.
- Kettenschaltung: Die Kettenschaltung arbeitet mit einer Kette, die über verschiedene Zahnkränze (Ritzel) am Hinterrad und Kettenblätter am Tretlager geführt wird.
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