Im heutigen Blog geht es um das richtige Rennrad für Anfänger! Wir haben uns gefragt, auf welche Kriterien Einsteiger beim Kauf des ersten Rennrads achten sollten: Müssen es gleich ein 4500+€ Investition fürs Carbon-Rad sein oder tut es auch ein Einsteiger-Rennrad für zB 1500€? Alu-Rahmen vs. Felgen- vs. Elektronische- vs. Onlinehändler vs. ---- Dieser Blog vom Jan.
Was ist ein Rennrad?
Rennräder zeichnen sich durch schlankes Design und Bügellenker aus. Es ist leicht, aerodynamisch und für sportliche Leistung ausgelegt. Damit ein Rad tatsächlich als Rennrad durchgeht - und nicht als Tourenrad mit sportlicher Optik - sollte es folgende Merkmale aufweisen:
- Einen leichten Rahmen aus Aluminium oder Carbon
- Schmale, glatte Reifen (meist 25-28 mm)
- Einen Rennradlenker mit Unterlenkerposition (Drop Bar)
- keine Federung
Für Einsteiger ist meist ein Endurance-Rennrad ideal, da es die Geschwindigkeit eines Race-Bikes mit etwas mehr Komfort kombiniert.
Worauf Sie bei einem Einsteigerrennrad achten sollten
Der Rennradmarkt ist riesig und gerade als Einsteiger fällt es oft schwer, den Überblick zu behalten. Wichtig ist, sich auf ein paar Schlüsselpunkte zu konzentrieren, damit das erste Rennrad weder überfordert noch in wenigen Monaten schon wieder ersetzt werden muss.
1. Rahmenmaterial
Aluminium ist robust, leicht und kostengünstig - ideal für Einsteiger. Carbon bietet mehr Komfort und geringeres Gewicht, ist aber deutlich teurer.
Tipp: In der Preisklasse bis 1.800 € dominiert Aluminium, meist in Kombination mit einer Carbongabel zur Vibrationsdämpfung.
2. Schaltung
Die Schaltgruppe ist das Herzstück des Antriebs. Achten Sie auf einen homogenen Komponentenmix von bekannten Herstellern wie Shimano. Die hierarchische Reihenfolge (von einfach zu hochwertig) bei Shimano lautet: Claris (8-fach), Sora (9-fach), Tiagra (10-fach), 105 (11- oder neuerdings 12-fach) und darüber Ultegra/Ultegra Di2 sowie Dura-Ace. Als Einsteiger sollten Sie mindestens Shimano Tiagra oder besser anvisieren.
3. Bremsen
Moderne Rennräder setzen fast durchweg auf Scheibenbremsen. Diese bieten bei Nässe und hohen Geschwindigkeiten deutlich mehr Sicherheit und Bremskraft als klassische Felgenbremsen. Im Einsteigerbereich finden sich hydraulische Scheibenbremsen mittlerweile schon ab ca. 1000 € - ein großer Fortschritt, denn noch vor wenigen Jahren hatten günstige Rennräder mechanische Scheibenbremsen oder Felgenbremsen.
Empfehlung: Investieren Sie in hydraulische Bremsen - besonders als Einsteiger profitieren Sie von der Sicherheit.
4. Laufräder & Reifen
Für den Einstieg gilt: lieber ein gutes Rahmen-Set mit mittelmäßigen Laufrädern (die man später tauschen kann), als umgekehrt. Daher reichen Aluminiumlaufräder für den Anfang völlig aus. Wer etwas Komfort und Fahrsicherheit möchte, wählt Reifen von 28 Millimeter Breite oder mehr.
Aluminium vs. Carbon
Aluminiumrahmen sind preiswert und robust. Carbon-Rahmen sind leichter und bieten mehr Komfort. Aluminiumrahmen sind widerstandsfähiger gegen Stöße. Lackschutzfolien können Kratzer verhindern. Carbonräder bieten ein optimales Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht.
Ganz klar: Aluminium. Aluminium ist für Einsteiger am besten geeignet. Es ist relativ leicht, robust und in der Regel günstiger als andere Materialien. Carbon hat den Vorteil, dass es leichter ist. Es ist aber auch anfälliger für Stürze.
Gerade beim 1. Rennrad zählt der Spruch “The first scratch hurts the most” - d.h. Ein Aluminiumrahmen verzeiht einem Einsteiger mehr Fehler. Der Lack kann zwar abplatzen, aber der Rahmen ist selten direkt defekt und muss ersetzt werden.
Felgen- vs. Scheibenbremsen
Auch in 2022 gibt es noch genügend erfahrene Fahrer, die nichts auf ihre Felgenbremse kommen lassen. Explizit für einen Einsteiger ist die Scheibenbremse aber immer zu bevorzugen. Sie bietet eine bessere Bremsperformance bei trockenem und vor allem bei nassem Untergrund.
Kurz zusammengefasst: Felgenbremsen sind meist kostengünstiger und daher besonders bei Einsteigerrennrädern weit verbreitet. Allerdings bieten sie bei Nässe eine geringere Bremsleistung als Scheibenbremsen, die dafür jedoch schwerer und wartungsintensiver sind.
Elektronische vs. Mechanische Schaltung
Gerade beim Thema Kosten ist hier eine mechanische Schaltung zu bevorzugen! Interessiert an der neuen Di2-105 ? Für Rennrad Einsteiger lohnen sich mechanische Schaltungen meist mehr, da der Unterschied zu Beginn nicht gravierend ist. Mechanische Schaltungen sind günstiger und leicht zu warten. Elektronische Schaltungen bieten präzisere Gangwechsel.
Was kostet ein gutes Rennrad für Anfänger?
Rennräder gibt es in verschiedenen Preiskategorien. Für Anfänger empfehlen sich Einsteigermodelle, in denen keine allzu hochpreisigen Komponenten verbaut werden. Günstige Rennräder beginnen ab ca. 700 Euro. Hochwertige Einsteiger-Rennräder mit Carbon-Rahmen liegen oft über 2.000 Euro.
Rennräder für den Einstieg sollten aus unserer Sicht möglichst günstig sein, damit man erst einmal herausfinden kann, ob einem dieser (wunderbare) Sport überhaupt gefällt. Wie so oft, ist der Geldbeutel ausschlaggebend und die Ausstattung als Anfänger meist zweitrangig.
Trotz vergleichbarer Ausstattung ist das Trek das mit Abstand günstigste Rad im Vergleich. Die innovative integrierte Rahmenfederung der teuren Domane-Modelle darf man in dieser Preisklasse zwar nicht erwarten, doch immerhin stellt Trek auch zum günstigen Preis einen individuell designten Rahmen mit leichtem Schwung im Unterrohr und auffällig geformtem Steuerrohr auf die Räder.
Die richtige Rahmengröße
Die richtige Rahmengröße ist das wichtigste Merkmal beim Kauf deines neuen Fahrrads. Nur so kannst du Spaß bei der Fahrt haben und die Freiheit auf deinem Rad spüren. Eine passende Rahmengröße sorgt für Komfort und eine ergonomische Sitzposition. Tabellen helfen, die optimale Rahmengröße anhand der Körpergröße zu bestimmen. Die Sitzposition beeinflusst nicht nur deinen Komfort, sondern auch deine Leistung. Individuelle Anpassungen am Lenker und Sattel optimieren die Ergonomie.
Vor allem, wenn das Rennrad online bestellt werden soll, benötigt man seine Rahmengröße. So misst du deine Schrittlänge: Stelle dich barfuß auf einen ebenen Boden und klemme eine Wasserwaage so hoch wie möglich zwischen deine Beine. Mit der Formel „Schrittlänge (in cm) x 0,66“ lässt sich die Rahmengröße berechnen - zumindest, wenn diese vom Hersteller als Abstand von der Mitte des Tretlagers bis zur Mitte des Oberrohrs angegeben wird.
Wähle ein Rennrad, das deiner Körpergröße entspricht - und lass es am besten beim Bikefitting optimal auf dich einstellen. Wird das Rennrad online gekauft, empfehlen wir zusätzlich ein Bike-Fitting zu buchen. Dabei wird das Rennrad perfekt an die individuellen körperlichen Voraussetzungen angepasst.
Onlinehändler vs. Lokaler Händler
Beim ersten Rennrad spielt der lokale Händler seine Stärken aus! Man hat den Vorteil, dass man eine vernünftige Beratung in Sachen Rahmengröße und Ausstattung bekommt. Der Onlinehändler wird erst dann relevant, wenn man exakt weiß, was man möchte und auch auf eine Erstberatung verzichten kann.
Empfohlene Komponenten und Ausstattung
Für das erste Rennrad kann man sagen, dass alle Einsteiger-Gruppen ab Shimano 105 oder SRAM Rival eine sehr gute Wahl sind! Bei der Wahl der Übersetzung (Kurbel und Kassette) sollte man die Bandbreite möglichst groß gestalten. D.h. man wählt eine 50/34 Übersetzung bei der Kurbel (50 Zähne großes Kettenblatt, 34 Zähne kleines Kettenblatt) und eine 11-34 Übersetzung bei der Kassette (größtes Berg-Ritzel 34, kleinstes Ritzel 11 Zähne).
Meist bieten die Hersteller einen Rahmen mit mehreren Ausstattungselementen an. So gibt es beispielsweise das „Rose Pro SL 105 Rennrad“ mit einer höherwertigen Schaltgruppe. Das macht aber gleich einen Preisunterschied von mehreren hundert Euro aus.
Prüfe, ob dein Rennrad mit allen wichtigen Teilen ausgestattet ist. Dinge wie Pedale, Flaschenhalter oder Beleuchtung sind oft nicht inklusive.
Empfohlene Einsteigermodelle
Die besten Einsteigermodelle 2025: Wer zum Start ein hochwertiges Rennrad haben möchte, kommt an Marken wie Canyon und Cube nicht vorbei. Die Preise können je nach verbauten Komponenten stark variieren - mehr als 4.000 € sind hier keine Seltenheit. Besonders Modelle mit Aluminiumrahmen und solider Ausstattung (z. B. Shimano Tiagra oder 105) liegen in diesem Bereich und bieten ein ausgewogenes Verhältnis aus Preis, Komfort und Performance.
Cube Attain Race
Das Cube Attain Race gilt als solides Einsteigermodell, welches sich komfortabel fährt und trotzdem sportliche und beschleunigungsstarke Eigenschaften mitbringt. Ein Highlight des Rennrads sind die mechanischen Scheibenbremsen. Diese sind etwas direkter als Felgenbremsen, jedoch auch schwerer. Der Aluminiumrahmen ist leicht und bietet eine hohe Steifigkeit. Die Schaltzüge sind innen verlegt, zudem sind die Cubes „smooth-weld“ Übergänge besonders aufgeräumt.
Giant Content AR2
Der Giant Content AR2 glänzt vor allem durch seine Vielseitigkeit. Er bietet Komfort und ist gleichzeitig reaktionsschnell. Durch die Möglichkeit, breitere Reifen (bis 38 Millimeter Durchmesser) zu montieren, kann der Giant Content AR2 auch auf Schotterstrecken eingesetzt werden. Als zweite Besonderheit bietet Giant eine Kombination aus Felge und Reifen an, die ohne Schläuche geliefert wird (Tubeless Kit als Zubehör) und so Pannen vorbeugen soll. Eine Sattelstütze aus Karbon minimiert Ermüdungserscheinungen und sorgt für ein ruhiges Fahrgefühl.
Rose Pro SL 105
Das Rose Pro SL 105 ist ein super Einstiegsrennrad für Allrounder. Es ist ein komfortabler Begleiter sowohl für längere, flache Touren als auch für bergiges Gelände. Die Sitzposition ist nicht zu sportlich und daher auch auf längeren Touren sehr bequem. Optisch ist das Rose Pro SL ein echter Hingucker und kaum von einem Carbonrad zu unterscheiden.
Weitere Empfehlungen
- Rose Reveal AL (ab ca.
- Cube Attain SLX (ca.
Gewicht von Einsteiger-Rennrädern
Größter Dämpfer in der Preisklasse ist das hohe Gewicht der Räder. Mit dem Rose Blend Road rollte der günstigste Renner in diesem Jahr in unser Labor, es kostet 1199 Euro. Allerdings wiegt das gezielt für Rennrad-Einsteiger konstruierte Modell auch mehr als zehn Kilogramm.
Günstigere Komplettrad-Preise können etwa durch die Materialauswahl - Aluminium statt Carbon - und durch Ausstattungsdetails erreicht werden. Aluminium-Rahmen sind in der Regel schwerer als Carbon-Modelle.
Tipps für die ersten Kilometer
Wie viele Kilometer sollte man als Anfänger fahren? Als Rennrad-Anfänger sollten Sie mit Touren von 30 bis 50 Kilometern pro Tag starten - je nach Fitnesslevel und Streckenprofil. Das entspricht etwa 1,5 bis 2,5 Stunden Fahrzeit in moderatem Tempo und auf flacher Strecke.
Zusätzliche Investitionen
Zusätzliche Investitionen in Helm, Pedale und passende Kleidung sind sinnvoll. Auch eine hochwertige Beleuchtung und ein zuverlässiges Schloss gehören zur Grundausstattung. Regelmäßige Wartungen erhöhen die Lebensdauer deines Rennrads. Kettenpflege, Bremsbeläge und Schaltungsjustierung gehören dazu. Bei der Reparatur können Werkstattbesuche Kosten verursachen.
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