Der perfekte Rennradsattel: Ein umfassender Test von SQlab

Ein Sattel ist entscheidend für das Wohlbefinden auf dem Fahrrad. Im besten Falle spürt man ihn kaum. Welches Modell zu welchem Fahrer passt, ist eine entscheidende Frage. Die Antwort ist jedoch: eine individuelle Lösung. Es kann jeden treffen, selbst einen Grand-Tour-Sieger wie Jai Hindley: Im Jahr vor seinem Giro-d’Italia-Erfolg beendete er die Rundfahrt vorzeitig. Der Grund: Sitzprobleme.

Rennradsättel im Fokus

Rennrad-Sättel sind speziell. Sie unterscheiden sich in wesentlichen Punkten von Modellen anderer Rad-Kategorien. Zudem sind sie meist deutlich härter, weniger stark gepolstert und mehr oder weniger stark gewichtsoptimiert. Wer mehrere Stunden am Stück auf dem Sattel sitzt, nimmt dabei häufig wechselnde Sitzpositionen ein - je nach dem Streckenprofil und der gewählten Intensität. So wiegt das leichteste unserer Test-Modelle, der „Komm-Vor“ von Tune, weniger als 100 Gramm.

Die meisten der Test-Sättel sind in die Kategorien Allround-, Gravel- und Allroad-Modell einzustufen. Auffallend ist die inzwischen enorme Vielfalt an Sattel-Formen. Eher selten findet man Sättel mit einer durchgehend flachen Decke. Die allermeisten Sättel weisen eine geschwungene Linienführung auf. Meist ist das Heck etwas höher als die Spitze.

Diese eine Sattel-Form ergibt Sinn, wenn man gerne weiter hinten sitzt. Die Spitze läuft bei den meisten Modellen recht „gerade aus“. Nur beim Ritchey Cabrillo senkt sie sich bereits im vorderen Drittel ab. Dies ist für Fahrer von Vorteil, die besonders häufig ihre Sitzpositionen wechseln.

Polsterung und Komfort

Dass eine dickere Polsterung viel Komfort bringt, klingt logisch - trifft jedoch bei Rennradsätteln in den meisten Fällen nicht zu. Je dicker und weicher das Polster ist, desto größer ist das Risiko, dass es sich während langer Fahrten „durchsitzt“. Ein Beispiel: Der Komm-Vor vom deutschen Hersteller Tune. Er besitzt keinerlei Polsterung, blieb im Test aber dauerhaft komfortabel. 3D-gedruckte Sättel sind dagegen meist „dicker“ gepolstert.

Die Länge des Sattels

Insgesamt lässt sich beobachten: Die Sättel werden immer kürzer. Nur ein Sattel in diesem Test ist länger als 270 Millimeter. Das liegt beim Repente Artax auch an dem weit ausladenden Heck. Für die Sitzposition hat es jedoch keine Bedeutung. Drei der Test-Modelle sind kürzer als 250 Millimeter, der Power Mirror von Specialized ist sogar nur 240 Millimeter lang.

Die Vermutung, dass man dadurch im Wechsel seiner Sitzpositionen eingeschränkt wird, können wir nicht bestätigen. Es ist dennoch möglich auf der Sattel-Spitze zu fahren. Vielmehr verhilft die kürzere Form oftmals zu einer erhöhten Bewegungsfreiheit und einer besseren Hüftrotation. Damit sind solche Sättel insbesondere dann interessant, wenn man oft und lange mit weit vorgebeugtem Oberkörper oder in der Unterlenker-Haltung fährt.

Die Bedeutung der Sattelbreite

Die Sattel-Breite hat einen maßgeblichen Einfluss auf den Sitzkomfort - und damit auch auf die Leistung über längere Strecken. Das Messen des Sitzknochen-Abstands vor dem Sattel-Kauf bietet oftmals Optimierungspotenzial. Die „Do-it-yourself-Variante“: Man setzt sich auf ein Stück Wellpappe und misst den Abstand der beiden Eindrücke von der einen zur anderen Mitte. Dementsprechend sucht man sich die passende Sattel-Breite aus. Je nach dem Hersteller variiert das Angebot von einer bis zu fünf verschiedenen Breiten.

Entlastung des Dammbereichs

Seit Jahrzehnten arbeiten die Sattel-Ingenieure daran, den Dammbereich zu entlasten. Das Ziel ist dabei, den Blutfluss durch die dort verlaufenden Gefäße aufrecht zu erhalten und damit Taubheitsgefühle zu verhindern. Eine Vertiefung oder gar eine komplette Aussparung kann, muss aber keine Erleichterung bringen. Es besteht die Gefahr, dass sich der Druck auf die Randbereiche der Aussparung verteilt. Ein anderes Konzept: SQLab setzt auf eine abgesenkte Sattel-Nase, die nach vorne mehr Freiraum lassen soll.

SQlab im Detail

SQlab hat sich spezialisiert auf die drei Kontaktstellen (Hand, Becken, Fuß) zum Rad. Der Fahrradsattel muss nicht nur perfekt zur Anatomie von Mann und Frau passen und bequem sein, sondern das Körpergewicht auch nach medizinischen Gesichtspunkten verteilen. Der Fahrradgriff muss taube Finger vermeiden und perfekt zur Anatomie der Hand passen. Insbesonders die Fahrradsättel und das Konzept zur Bestimmung der optimalen Sattelbreite machen SQlab zum erfolgreichsten Sattelhersteller in Tests der Fachmagazine.

SQlab hat nach eigenen Angaben als erster Hersteller von Fahrradzubehör das Sattelbreitensystem zur Vermessung der Sitzknochen und Berechnung der optimalen Sattelbreite entwickelt. Hintergrund: Ist ein Sattel zu schmal, drückt er und zwar genau dort, wo er nicht drücken soll.

Ergowave Technologie

Hinzu kommen weitere Features wie zum Beispiel „Ergowave“. Hier wird die Sattelnase vom Niveau her deutlich abgesenkt und endet in einer Mulde. Je nach Einsatzbereich sind die Satteldecken unterschiedlich dick. Durch die „Ergowave“-Form ist die Sattelnase flach und deutlich abgesenkt, das Heck zugleich erhöht und stärker gepolstert. In der Sattelmitte befindet sich der charakteristische „Dip“ in etwa Golfball-Größe.

Die breite flache Nase und die Vertiefung in der Sattelmitte reduzieren spürbar den Druck auf den Damm-Bereich. Sitzt man weiter hinten, spürt man schnell die besondere Form des Sattels - es fühlt sich an, als würde man mit den Sitzknochen an der Welle „andocken“. Der 614 Ergowave 2.1 kann bei Sitzproblemen helfen. Sie haben Interesse am SQLab 614 Ergowave 2.1?

Active Technologie

Der Sattel setzt ein „active“-System ein - er ermöglicht dazu eine leichte Rotation nach links und rechts. So soll der Sattel der Tretbewegung folgen, der Komfort erhöht, die Bandscheiben mobilisiert und der Druck auf die Sitzknochen minimiert werden. Je nach FahrerInnengewicht muss dafür das Elastomer ausgewechselt werden.

Verantwortlich für die Existenz des Elastomers ist die in einigen SQlab Sätteln verwendete active-Sattelaufhängung. Diese Technologie ermöglicht ein starkes, aber kontrolliertes Flexen der Sattelschale, was zu einer Entlastung der Sitzknochen, aber auch der Bandscheiben und Facettengelenke führt. Dadurch wird Beschwerden im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule vorgebeugt und insgesamt ein ermüdungsärmeres Fahren ermöglicht.

Stufensattelprinzip

Neben der active-Technologie sollte auf jeden Fall auch die außergewöhnlich lange und tief liegende Nase besprochen werden. Die Überlänge unterstützt eine - im Gelände sehr wichtige - aktive Fahrweise und gibt dem Fahrer jederzeit ein Gefühl von Kontrolle und Sicherheit. Die etwas tiefer gelegene Sattelnase (SQlab Stufensattelprinzip) wurde vom Urologen und Extrembiker Dr. Stefan Staudte entwickelt. Sie sorgt für eine unter medizinischen Gesichtspunkten bessere Druckverteilung, welche vor allen Dingen in einer Entlastung des Schambeinbereichs resultiert.

SQlab ClipOn: Die “Sattel-Revolution” im Test

Bei SQlab heißt es, der Fahrradsattel zum Anklippen sei eine “bahnbrechenden Innovation”. Das ClipOn-System, das der deutsche Hersteller kürzlich vorgestellt hat, soll jedem Radfahrer den passenden Sattel bieten und vor allem die individuelle Anpassung erleichtern. Wie gut ist das System?

Ergonomie und Vielseitigkeit

SQlab hat mit dem ClipOn-System eine ergonomische Lösung entwickelt, die allen Radfahrern zugutekommt. Das System besteht aus einer Basis (Sattelschale) und verschiedenen Polstern (Covern), die durch ein einfaches “Klipp-System” ausgetauscht werden können. Dies ermöglicht eine unkomplizierte Anpassung der Polster je nach Einsatzbereich oder Breite, was sowohl Fahrradherstellern und Fachhändlern als auch Endkunden zahlreiche Vorteile bietet. SQlabs übergeordnetes Ziel ist es, jedem Radfahrer von Anfang an den passenden Sattel zur Verfügung zu stellen, um Probleme zu vermeiden und den Fahrkomfort zu verbessern.

Das Konzept geht auf das Jahr 2002 zurück, als SQlab die Sitzknochenvermessung und das Sattelbreitensystem einführte. Diese Ideen sind heute ein zentraler Bestandteil der Markenphilosophie. Dass ein Sattel genauso gut passen muss wie ein Paar Schuhe, um Druck und Probleme zu vermeiden und den Fahrkomfort zu maximieren, erkannte SQlab und wurde dadurch zu einem innovativen Ansatz inspiriert. Um das Sattelbreitensystem noch attraktiver und benutzerfreundlicher zu gestalten, nutzt das ClipOn-System spezielle Technologie. Dadurch wird die Idee des optimal passenden Fahrradsattels weiterentwickelt.

Vielseitige Nutzung und einfache Montage

Das ClipOn-System von SQlab nutzt die bewährte Methode der Sitzknochenvermessung und bietet flexible Sattelformen für Männer und Frauen. Mit einem einfachen “Klipp-System” lassen sich verschiedene Breiten problemlos auf einer einzigen Sattelschale (Base) montieren.

Die Vorteile des neuen ClipOn-Systems sind vielfältig. Fahrradhersteller profitieren von einer umweltbewussten Auswahl der Komponenten, reduzierten Lagerbeständen und verkürzten Lieferzeiten. Dank des Systems wird die Montage für Fachhändler vereinfacht, sie vermeiden minderwertige “Wegwerf”-Sättel und steigern die Kundenzufriedenheit. Endkunden genießen nicht nur optimale Ergonomie beim Kauf, sondern können auch problemlos verschiedene Modelle testen und bei Bedarf einzelne Teile austauschen. SQlab ClipOn vereine Innovation, Nachhaltigkeit und individuelle Anpassungsmöglichkeiten in einem System, das nicht nur den Fahrkomfort verbessert, sondern auch die Effizienz und Nachhaltigkeit des Fahrradfahrens fördern soll, so der Hersteller.

Praxistest des ClipOn Systems

Der Clip-Sattel von SQlab erwies sich beim ersten Test als innovatives System mit einfacher Handhabung. Allerdings wird lediglich das Polster “angeklippt” und nicht der gesamte Sattel - die Basis muss zuvor wie bei einem herkömmlichen Sattel verschraubt werden. Über den üblichen Mechanismus mit zwei Streben, die in die Vorrichtung auf der Sattelstütze geschoben und festgeschraubt werden, geschieht dies. Das Sattelpolster wird anschließend auf die Hartschalen-Basis aufgezogen.

Das geht mitunter etwas schwer, lässt sich aber mit etwas Geschick relativ schnell anbringen. Schönes Gimmick: Der Hebel, den man zur Hilfe nehmen kann, hat die Form eines Sattels... Wenn der Gummirand damit dann an allen Seiten auf der Basis festgeklippt wurde, sitzt der Sattel fest und sicher. Wir waren von der Qualität und dem guten Grip des Sattelpolsters überzeugt.

Ein großer Vorteil ist auch die Sitzknochenvermessung von SQlab, die sicherstellt, dass man die richtige Sattelbreite erhält und somit empfindliche Bereiche besser entlastet werden. Obwohl der Sattel zunächst etwas hart erscheinen mag, macht sich dies beim Fahren positiv bemerkbar. Zusätzlich sorgen Bereiche mit Gewebestruktur auf dem Sattelpolster für mehr Komfort und Grip.

Für wen ist das System geeignet?

In der Praxis stellt sich die Frage, welchen Vorteil ein solches System gegenüber einem herkömmlichen Sattel hat, bei dem Basis und Polster nicht getrennt werden können. Das ClipOn-System von SQlab gibt es zum Start in drei Varianten für verschiedene Einsatzbereiche: 611 für Rennrad/Gravel, 6OX für MTB/E-MTB und 610 für Tour/Travel. Alle Polster bestehen aus Infinergy-Schaumstoff. Wir haben die Variante 611 auf einem Cube-Gravelbike getestet und sind überwiegend auf der Straße gefahren. Wer im unwegsamen Gelände unterwegs ist - beispielsweise auf dem MTB -, sollte eher zur 6OX-Variante greifen. Hier ist das Polster etwas dicker und die Sitzposition eine andere.

Nachhaltigkeit im Fokus

Je nach Einsatzbereich kann man theoretisch das Polster austauschen und somit mit einem “neuen” Sattel in neues Terrain aufbrechen. In der Praxis ist dies jedoch eher unwahrscheinlich. Im Fokus des neuen Systems steht besonders die Nachhaltigkeit. Es soll jedem Radfahrer bereits beim Kauf eines neuen Fahrrades den passenden Sattel bieten und dadurch die Menge an “Wegwerfprodukten” reduzieren - beispielsweise, wenn der serienmäßige Sattel nicht passt.

Eine Anwendung ist jedoch auch bei Lastenrädern oder generell bei allen Fahrrädern denkbar, die von mehreren Personen genutzt werden. Mama und Papa können ein Cargobike für den Kindertransport nutzen und das Satteloberteil schnell entsprechend ihrer individuellen Sattelbreite oder -vorliebe wechseln. Allerdings ist hier die Zielgruppe ebenfalls begrenzt.

SQlab Sattelmodelle im Testüberblick

Hier ein Überblick über verschiedene SQlab Sattelmodelle und ihre Eigenschaften, basierend auf verschiedenen Tests und Käufermeinungen:

SQlab 621 M-D Active

  • Geeignet für City- und Tourenräder.
  • Bietet Stoßdämpfung und Belüftungssysteme.
  • Ergonomische Unterstützung für längere Strecken.
  • Langlebig und wetterbeständig.
  • Unterstützt eine gesunde Sitzhaltung.

Fazit der Redaktion: Sehr gut. Vielseitiger Begleiter für Citybikes mit hoher Entlastung des Dammbereichs.

SQlab 612 Ergowave Active 2.1

  • Geeignet für Rennrad- und Mountainbikefahrer.
  • Active-Technologie für mehr Komfort und Entlastung.
  • Ergonomische Form zur Unterstützung der Beckenbewegung.
  • Erhältlich in verschiedenen Breiten.
  • Belastbar bis 100 kg.

Fazit der Redaktion: Sehr gut. Passt sich optimal an den Fahrer an und entlastet die Bandscheiben.

SQlab 610 M-D Active

  • Unisex-Fahrradsattel.
  • Geeignet für Mountainbiker und Trekkingfahrer.
  • Maximale Tragkraft von 150 kg.
  • Wasserabweisend.
  • Aktive Entlastung der Bandscheiben.

Fazit der Redaktion: Sehr gut. Hohe Belastbarkeit und robust.

SQlab 611 Ergowave Active 2.1

  • Geeignet für Mountainbikes.
  • Erhältlich in verschiedenen Breiten (13, 14, 15 oder 16 cm).
  • Wasserabweisend.
  • Sitzposition: mittelstark bis stark gebeugt.
  • Maximale Tragkraft von 100 kg.

Fazit der Redaktion: Sehr gut. Leicht und in verschiedenen Breiten erhältlich.

SQlab 612 R Ergowave

  • Geeignet für Trekkingräder oder Mountainbikes für kurze bis mittlere Strecken.
  • Maximale Belastbarkeit von 90 kg.
  • Hoher Sitzkomfort.
  • Sitzposition: leicht bis mittelstark gebeugt.
  • Geringes Gewicht von 160 g.

Fazit der Redaktion: Sehr gut. Bequem und leicht.

SQlab 613 R Ergowave

  • Triathlon-Modell.
  • Wasserabweisend.
  • Maximale Belastbarkeit von 90 kg.
  • Hoher Sitzkomfort.
  • Sitzposition: Oberkörper stark nach vorne gebeugt.
  • Gewicht von 232 g.

Fazit der Redaktion: Sehr gut. Optimale Lösung für die Sitzposition im Triathlon.

SQlab 611 Ergowave Active Endless Summer Ed. S-Tube

  • Empfohlen für Mountainbikes (All-Mountain und Enduro).
  • Gewicht von 222 g.
  • Rückenfreundliches Fahren durch Schonung der Bandscheiben.
  • Wasserabweisend.
  • Maximale Belastbarkeit von 100 kg.

Fazit der Redaktion: Sehr gut. Speziell auf die Bedürfnisse im Gelände abgestimmt.

SQlab 602 Ergolux Active 2.1

  • Komfortsattel für Trekkingräder oder MTB-Tourenräder.
  • Möglichkeit zur Anbringung von Satteltaschen.
  • Active-Satteltechnologie zur Unterstützung des Rückens.

Fazit der Redaktion: Sehr gut. Hoher Komfort und Möglichkeit zur Befestigung von Satteltaschen.

Tipps zur Sattelwahl und Einstellung

  • Passform geht vor Gewicht: Gerade beim Sattel sollte das Gewicht für die meisten keine übergeordnete Rolle spielen.
  • Die Sattelform ist entscheidend: Je besser diese zum eigenen Körper passt, desto geringer kann theoretisch auch die Polsterung ausfallen.
  • Die Polsterung ist nicht zwingend entscheidend: Dicke Polsterungen sind nicht automatisch komfortabel. Und umgekehrt ist es genauso.
  • Die richtige Wahl der Breite: Nahezu jeder Hersteller hat unterschiedliche Sattelbreiten im Programm. Der Sitzknochenabstand unterscheidet sich von Mensch zu Mensch.

Erfahrungen mit dem SQlab 611 Active CrMo Sattel

Der SQlab 611 Active CrMo Sattel wird seit 2014 getestet, in der Breite 14 Zentimeter. Meist ist er auf einem Scott Genius montiert. Als Dämpfer für das Active System wurde die mittlere Variante für 60-80 Kilo montiert obwohl der Fahrer eigentlich fast 90 Kilo wiegt. Der Komfortgewinn durch die Active Sattelaufhängung ist deutlich spürbar auch auf einem Scott Fully. Für Mountainbiker die wie im Dammbereich mit einem konventionellen Sattel nicht zurecht kommen ist der SQlab 611 Active auf jeden Fall die erste Wahl.

Häufige Probleme und Lösungen

Die häufigsten Probleme meiner Kunden mit den SQlab Sätteln entstehen, weil die Sättel nicht richtig eingestellt werden. Meist ist der Sattel zu hoch und zu weit hinten montiert. Der Sattel sollte wie jeder andere Sattel waagerecht montiert werden am besten mit Hilfe einer Wasserwaage. Rutscht man auf dem Sattel nach vorne kann man die Sattelnase auch leicht anheben. Wenn Du auf dem Stufensattel nach vorne rutscht ist das oft auch ein Zeichen, dass der Abstand zum Lenker zu groß ist.

Um die Eingewöhnung abzukürzen sollte man eine Radhose mit hochwertigem Sitzpolster tragen. Zusätzlich kann man die Haut um die Sitzknochen schonen und die Eingewöhnung reduzieren, indem man eine Gesäßcreme verwendet. Während der Test- und Gewöhnungsphase solltest Du etwas kürzerer Stecken fahren aber dafür regelmäßig, das heißt mindestens 3 mal pro Woche.

Wer mit dem SQlab Sattel nicht zurechtkommt, sollte je nach vorliegenden Beschwerden einen Loch- oder Spaltensattel ausprobieren. Für die optimale Entlastung ist es erforderlich, dass der Sattel sowohl in der Höhe, dem Abstand zum Lenker und in der Neigung richtig montiert wird.

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