Rennradschlauch: Latex – Vor- und Nachteile

Seit gut 130 Jahren hat sich der Butylschlauch mit eben seinem Werkstoff Butyl-Kautschuk als das Mittel der Wahl für Fahrradschläuche etabliert.

Was sind Latexschläuche?

Latexschläuche sind - der Name sagt es - aus natürlichem Latex hergestellt. Latex-Schläuche sind bekannt für ihre hervorragende Laufleistung, also den sehr niedrigen Rollwiderstand, und den guten Fahrkomfort.

Auch sind sie von Haus aus leichter als ihre Butyl-Pendants, was sie zu einer beliebten Wahl macht für Rennradfahrer oder sogar diejenigen, die mit ihrem Rennrad sehr leistungsorientiert in Rennen fahren wollen. Als Rennradschläuche für Wettkämpfer machen sie demnach sehr wohl Sinn.

Die Vorteile von Latexschläuchen

Kommen wir zuerst zu den Vorteilen: Da die Latex-Schläuche deutlich elastischer sind, rollen diese leichter ab. Außerdem sind sie extrem pannensicher.

Die Vor- und Nachteile vom Latexschlauch:

  • Besserer Rollwiderstand: Ein Latexschlauch rollt tatsächlich ein wenig geschmeidiger.
  • Geringeres Gewicht: Das geringere Gesamtgewicht des Laufrads wirkt sich positiv auf die Beschleunigungsfähigkeit aus. Mit Latexschläuchen spart man insgesamt ungefähr 30 - 50 Gramm.
  • Bessere Pannensicherheit: Mittlerweile kann ich im Vergleich zu herkömmlichen Schläuchen sagen, dass die Pannensicherheit sehr gut ist.

Die Nachteile von Latexschläuchen

Die Nachteile von Schläuchen aus Latex sehen wie folgt aus: Da Latexschläuche in der Fertigung aufwendiger zu produzieren sind, kosten diese Schläuche auch mehr als die günstigeren Varianten aus Butyl. Außerdem halten sie die Luft nicht so lange wie Schläuche aus Butyl.

Ja, das haben sie. Ein großer Nachteil ist, dass zeigt der Praxistest, dass die Reifen im Vergleich zu anderen Systemen schneller Luft verlieren als Standardschläuche. Daher müssen Radfahrer öfter, beziehungsweise vor jeder längeren Tour, egal ob auf der Straße oder Gravel, nachpumpen, was im Alltag natürlich ein wenig nervt.

Dieses bedeutet, Sie müssen häufig den Luftdruck mittels Fahrradpumpe mit Manometer prüfen und öfter nachpumpen. Es wird sogar empfohlen, den Luftdruck vor jeder Ausfahrt zu kontrollieren. Bei Butylschläuchen ist dieses in der Regel nur alle 2-4 Wochen notwendig.

Außerdem sind sie anfälliger für Pannen und können bei unsachgemäßer Handhabung auch leicht beschädigt werden. Schließlich sind Latexschläuche teurer als Butylschläuche.

Einen weiteren Nachteil wollen wir nicht verschweigen: Kommt es zu einem Reifenwechsel, sollte ebenfalls der Latex-Fahrradschlauch mit gewechselt werden. Dieses bedeutet einen erhöhten Kosten- und Zeitaufwand.

Häufig liest man auch von platzenden Latexschläuchen, wenn diese bei einer Abfahrt mit vielen Bremsmanövern zu sehr erhitzt werden. Das könnte wenn überhaupt nur bei Felgenbremsen passieren. Hier sollte man sicher vorsichtig sein, falls man häufig in den Bergen unterwegs ist.

Der Große Nachteil am Latexschlauch ist die Tatsache, dass er die Luft schlecht hält. Das heißt, dass man vor jeder Fahrt nachpumpen muss. In zwei Tagen verliert der Schlauch ungefähr 1 Bar Luftdruck.

Latex vs. Butyl vs. TPU

Herkömmliche Fahrradschläuche werden aus dem Material Butyl gefertigt. Herkömmliche Fahrradschläuche werden aus dem Material Butyl gefertigt. Im Handel gibt es als Alternative allerdings auch Latex-Fahrradschläuche.

In den letzten Jahren bekommt Butyl aber mehr und mehr Konkurrenz, die verschiedene Hersteller befeuern. Vor allem TPU rückt in jüngster Vergangenheit mehr und mehr in den Fokus der Fahrradbranche. Nun kommen TPU-Schläuche ins Spiel.

TPU-Schläuche rollen fast so gut wie Latex-Schläuche und Tubeless-Systeme, aber viel besser als Butyl-Schläuche. TPU-Schläuche sind viel pannensicherer nicht nur als Butyl-Fahrradschläuche, sondern auch als Latex-Produkte. Einzig Tubeless schneidet hier noch besser ab.

Tabelle: Vergleich verschiedener Schlauchtypen

Eigenschaft Butyl Latex TPU
Rollwiderstand Gering Hoch Sehr hoch
Pannensicherheit Gering Mittel Hoch
Gewicht Mittel Leicht Sehr leicht
Luftverlust Gering Hoch Gering
Preis Günstig Mittel Teuer

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