Rennradschuhe im Test: Welcher Schuh passt zu Ihnen?

Welcher Rennradschuh sitzt gut und ist bequem zum Fahren? Ein Rennradsportler hat sechs verschiedene Modelle getestet - und kommt zu dem Schluss: Den Siegerschuh gibt es schon für 40 Euro.

Worauf es beim Kauf von Rennradschuhen ankommt

Ein Rennradschuh sitzt gut, wenn er zwei Dinge erfüllt, sagt Jörg Nielinger. „Zum einen sollte der Fuß im Schuh bequem und sanft eingebettet sein. Zum anderen sollte die Sohle des Schuhs eine optimale Kraftübertragung auf die Pedale ermöglichen.“

Die Bedeutung der Kraftübertragung

Je steifer der Schuh, desto besser ist dies für die Energieeffizienz. Diese Steifheit ist wichtig, um die Kraft möglichst direkt und ohne Verlust durch Verbiegungen oder Verwindungen auf die Pedale zu übertragen. Teure Rennradschuhe verwenden Kohlefasersohlen, also Carbon, um das Gewicht zu reduzieren, was sich auch auf die Steifigkeit des Schuhs auswirkt.

Verschlusssysteme

Das System zur Befestigung des Schuhs am Fuß ist ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen Einsteigermodellen für 80€ und Mittelklassemdellen ab 150€. Bei günstigen Rennradschuhen wird man wahrscheinlich eine einfache Anordnung von Klettbändern verwenden, während der Verschluss umso aufwändiger ist, je teurer es wird. Von Schnallen mit Mikro-Ratschenverschluss über Drehknöpfe mit einem Bänderzugsystem (BOA) bis hin zu einer Kombination aus Schnallen, Ratschen und Klettverschluss hat jede Schuhmarke in den verschiedenen Preisklassen ihren bevorzugten Ansatz.

Materialien und Komfort

Die für das Obermaterial verwendeten Materialien werden leichter, atmungsaktiver und geschmeidiger je nach Preiskategorie des Rennradschuhs. Das Obermaterial kann einen großen Einfluss darauf haben, wie bequem sich deine Schuhe anfühlen. Lederschuhe sind in der Regel teuer, während es alle Arten von synthetischen Alternativen gibt. Bei der Wahl des Obermaterials und der Ausstattung des Schuhs solltest Du auch einkalkulieren, ob Du bei jedem Wetter fährst oder eher ein Schönwetterradfahrer bist. Dann sind teure Schuhe mit GoreTex-Ausstattung nicht unbedingt nötig und Du kannst Dir für den Notfall einfach ein paar Rennrad-Überschuhe einpacken.

Passform ist entscheidend

Es ist absolut wichtig einen bequemen Schuh zu bekommen, der gut passt. Es lohnt sich also, ihn vor dem Kauf in einem gut sortierten Fahrradgeschäft anzuprobieren. Du solltest nicht davon ausgehen, dass alle Marken gleich groß sind. Einige sind schmaler und andere haben eine breitere Passform. Geschmeidigeres Material bietet ebenso deinen Füßen mehr Spielraum.

Neben Testberichten und Erfahrungsberichten zu Rennradschuhen, kann auch eine Beratung von einem Bikefitting-Profi ratsam sein. Dort wird dann Dein Rad für Dich optimal eingestellt inklusive der Wahl eines optimalen Schuhs und der Einstellung der Pedalplatten.

Top 11 Rennradschuhe im Test

Damit du dies genauer bewerten kannst, haben wir 11 der besten Schuhe, welche derzeit auf dem Markt sind für dich hier vorgestellt.

  1. Specialized S-Works 7 Rennradschuhe: Der neueste S-Works 7- Straßen-Rennradschuh von Specialized bietet herausragende Leistung mit einem hervorragenden Komfort, Passform, Fußbeständigkeit und Kraftübertragung.
  2. Giro Trans Boa Rennradschuhe: Die Trans Boa-Schuhe von Giro aktualisieren das ausgezeichnete, mit Klettverschluss gesicherte Originaldesign, durch ein BOA-System, um steife, bequeme und durch und durch moderne Schuhe zu schaffen.
  3. Le Col Pro Carbon Rennradschuhe: Die Pro Carbon Road-Schuhe von Le Col sind der erste Anlauf des Unternehmens, ein Paar Rennschuhe in sein Sortiment aufzunehmen, denn ursprünglich ist Le Col für Rennradbekleidung bekannt.
  4. Fizik Infinito R1 Knit Rennradschuhe: Sie sind sehr bequem und cool. Seit 2019 auf dem Markt sind sie für einen leichten und steifen Sommerschuh perfekt, trotz des hohen Preises.
  5. Shimano RC7 (701) Rennradschuhe: Shimanos beeindruckende rennorientierte RC7-Schuhe wurden für 2020 erheblich überarbeitet, wobei BOA-Drehverschlüsse eingeführt und Klettverschlüsse vollständig ausrangiert wurden.
  6. Liv Macha Pro Carbon Rennradschuhe für Frauen: Die Liv Macha Pro Carbon Schuhe sind ein Top-End-Design für diejenigen, die es ernst meinen mit der Leistung auf dem Fahrrad - oder das Geld haben, einfach nur in einem solchen Qualitätsschuh zu fahren.
  7. Lake CX301 Rennradschuhe: Komfortabel, leicht, luftig und schick - die beeindruckenden CX301 von Lake sind großartige Leistungsträger, solange die Temperatur steigt und die Sonne scheint.
  8. Bont Vaypor S Rennradschuhe: Die Vaypor S-Schuhe von Bont sind supersteif und bieten dennoch ein hervorragendes Maß an Komfort.
  9. Van Rysel 500 Rennradschuhe: Die Van Rysel 500 Rennradschuhe sind für normale Straßenfahrer und Einsteiger konzipiert.
  10. Mavic Comete Ultimate Rennradschuhe: Ohne Mavics erstaunlich teure Comete Ultimates ist keine Zusammenfassung der schnelleren Rennradschuhe vollständig.
  11. Sidi Wire 2 Carbon Air Rennradschuhe: Die Sidi Wire 2 Carbon Air punkten vor allem wegen des besonders bequemen und atmungsaktiven Materials. Außerdem ist auch das BOA-Verschlusssystem besonders gut einstellbar und wird durch eine einstellbare Fersenkappe komplettiert.

Mittelklasse-Rennradschuhe im Test (2023)

Bei diesen 18 Mittelklassemodellen in den Kategorien Männer, Frauen und Unisex stehen die Chancen dafür besonders gut, wie unser großer ROADBIKE-Test zeigt. Dazu erklären wir dir, worauf du auch beim Kauf unbedingt achten solltest.

Wichtige Aspekte beim Kauf

  • Passform: Der Schuh muss zum eigenen Fuß passen.
  • Preis: Sein Preis zum Portemonnaie.
  • Komfort: Schlafen die Zehen ein oder entstehen Druckstellen, ist es mit dem Fahrspaß schnell vorbei.
  • Kraftübertragung: Die aufgebrachte Kraft möglichst effizient aufs Pedal übertragen.

Testkandidaten

Testschuhe kamen von Fizik, Gaerne, Giant bzw. Giants Frauenlabel Liv, Giro, Lake, Mavic, Northwave, Scott, Shimano, Sidi, Specialized und Decathlons Eigenmarke Van Rysel.

Ergebnisse

Den besten Eindruck hinterließen hier Fiziks Vento Omna, Specializeds Torch 2.0 und Van Rysels RCR, die alle dank hervorragender Kraftübertragung und steifer Carbon-Sohle jedes Watt aus den Beinen effizient aufs Pedal brachten.

Fazit: Die Modelle von Fizik, Scott und Specialized überzeugten alle Tester. Fizik und Scott teilen sich den Testsieg. Aber: Der Schuh muss zum Fuß passen. Das beste Modell im Test muss nicht für jede(n) das optimale sein.

Verschlusssysteme im Detail

Egal ob vom Zulieferer oder als Eigenentwicklung: Drehverschluss ist nicht gleich Drehverschluss. Die Details und Funktionsweisen der verschiedenen Systeme im Test.

  • SIDI Tecno-3-System: Um drehen zu können, muss man bei Sidi den Hebel nach oben klappen.
  • BOA IP1/Li2, Habu: Die Alleskönner von Boa: Zum Einrasten runterdrücken, zum stufenweisen Festziehen oder Lockern drehen, zum Öffnen nach oben ziehen.
  • Northwave xDial: Drehen am Rädchen fixiert den Fuß; drückt man von oben auf den Metallhebel, lockert sich die Spannung in definierten Rastschritten.

Tipps für die Anprobe

  • Natürlich darf der Fuß im Schuh nicht hin und her rutschen, andererseits ist genügend Zehenfreiheit wichtig.
  • Ebenso wie guter Halt an der Ferse, damit der Fuß in der Zugphase nicht herausrutscht.
  • Wer keine Kraft am Berg oder beim Sprint verlieren möchte, sollte auf eine steife Sohle setzen.
  • Belüftungsschlitze in den Rennradschuhen verhindern Hitzestau und schwitzige Füße.

Weitere Testergebnisse aus 2023

Aus unserem letzten großen Test der Mittelklasse-Rennradschuhe stammen die folgenden Modelle, die an ihrer Qualität noch nichts eingebüßt haben und weiterhin zu bekommen sind.

Top-Rennradschuhe im Test (2024)

Leicht, antrittsstark, gut aussehend: Hochwertige Rennradschuhe sind exzellente Sportler und Hingucker zugleich. Wir haben zehn Topmodelle verglichen.

Überblick und Ergebnisse

Bei Rennradschuhen haben Performance und Style leider ihren Preis. Zwischen 360 und 470 Euro (UVP) rufen die Hersteller für die Schuhe in diesem Test auf.

Testkandidaten

Bekannte Modelle von DMT, Giant, Northwave, Q36.5, Scott, Shimano, Sidi und Specialized. Fizik und Gaerne schickten jeweils brandaktuelle Modelle.

Passform-Empfehlungen

  • Schmale Füße: Northwave und Shimano
  • Breite Füße und hoher Spann: Fizik, Gaerne, Q36.5 und Sidi

Ausstattung und Verarbeitung

Ein Blick auf die Ausstattung der teuren Treter zeigt, dass sie sich in der Verarbeitung und Anpassbarkeit von preiswerteren Mittelklasse-Modellen abheben. So kommen alle Schuhe im Test mit zwei Drehverschlüssen.

Tabelle: Top-Rennradschuhe im Test

Modell Preis (UVP) Gewicht (Größe 45)
DMT 400 € 500 g
Giant 380 € 550 g
Northwave 420 € 520 g
Q36.5 460 € 580 g
Scott 390 € 530 g
Shimano 410 € 510 g
Sidi 450 € 600 g
Specialized 430 € 540 g
Fizik 440 € 560 g
Gaerne 470 € 620 g

Weitere Aspekte beim Kauf von Rennradschuhen

Beim Rennrad kommt es vor allem auf einen guten Halt an. Und hier kommen die Rennradschuhe ins Spiel, die für alle engagierten Biker auf ihrem Racer bereits ein unverzichtbares Zubehör geworden sind.

Klick-Systeme

Rennradschuhe verfügen über ein simples und effektives Klicksystem, bei dem Sie eine ganz einfache Verbindung zwischen Schuh und Pedal herstellen.

Material und Gewicht

Gerade im Bereich der Sohle und des Gewichts heben sich Rennradschuhe jedoch von MTB Schuhen ab, da sie meist deutlich leichter sind, um im Rennen kein unnötiges Gewicht mit sich herum zu schleppen. Dabei gilt grundsätzlich die Faustregel: Je leichter, desto besser!

Sohlenbeschaffenheit

Die meisten Racing-Schuhe bestehen an der Sohle aus Carbon, einem sehr starren und harten Material. Dieses ermöglicht zwar gemäß dem Motto: „Je härter die Sohle, desto besser die Kraftübertragung auf das Pedal“ höhere Geschwindigkeiten.

Verschlussarten

  • BOA-Drehverschluss: Sorgt für einen gleichmäßigen Verschluss der Schuhe und ist sehr langlebig.
  • Ratschenverschluss: Hält absolut fest.
  • Klettverschluss: Nutzt sich sehr schnell ab und halten teilweise nach schon einer Saison nicht mehr richtig.

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