Optik spielt bei einem Rennrad eine riesige Rolle. Der matt-schwarze Rahmen sieht einfach edel aus.
Trek Émonda ALR und Domane AL im Detail
Dass Aluminium als Rahmenmaterial noch lange nicht ausgedient hat, zeigt Trek mit den Modellreihen Émonda ALR und Domane AL eindrucksvoll. Aber mal ehrlich: Optik spielt bei einem Rennrad eine riesige Rolle. Und da hat mich das Trek Domane sofort gepackt. Der matt-schwarze Rahmen mit dem typischen Trek-Schriftzug auf dem Unterrohr sieht einfach edel aus. Aber auch das Émonda hat seinen Reiz. Am Ende sind die Geschmäcker natürlich verschieden. Beide sehen gut aus, aber unbestritten ist: Die Verarbeitung ist auf Trek-typischem Top-Niveau. Die Züge verlaufen nicht direkt durch den Lenker, sind aber eng geführt und verschwinden zügig im Rahmen. Das sorgt für ein cleanes Cockpit.
Material und Verarbeitung
Alu ist gleich Alu? Nicht ganz. Trek setzt auf feine, aber spürbare Unterschiede. Das Émonda ALR besteht aus 300 Series Alpha Aluminium - leicht, steif und mit Treks Invisible Weld Technology super sauber verarbeitet. Dadurch spart der Rahmen nicht nur Gewicht, sondern sieht auch verdammt schick aus. Das Domane AL setzt auf 100 Series Alpha Aluminium - ebenfalls stabil, aber mit einem klaren Fokus auf Komfort statt purem Leichtbau. Hier wird die unterschiedliche Ausrichtung bereits deutlich und liefert einen Grund dafür weshalb das Émonda auch fast 700 Gramm weniger auf die Waage bringt. Dafür bietet das Domane allerdings auch Anschraubpunkte für Schutzbleche und Gepäckträger. Hier trennen sich die Wege der beiden Bikes ebenfalls deutlich.
Geometrie und Ausstattung
Das Émonda ALR kommt mit einer sportlichen H1.5-Geometrie - ein kürzeres Steuerrohr sorgt für eine gestreckte, aerodynamische Sitzposition. Das Domane AL geht es entspannter an. Hier gibt es bei beiden Bikes Kompromisse. Beide Modelle rollen mit der Shimano 105 R7100 (12-fach), einer der zuverlässigsten und dennoch preiswertesten Schaltgruppen im Rennradbereich. Und ein kleiner, aber nicht unwichtiger Unterschied: Das Émonda setzt auf ein geschraubtes Praxis T47-Innenlager - hier liegen die Lager innerhalb des Rahmens für erhöhte Steifigkeit. Beide Bikes setzen auf hydraulische Shimano-105-Scheibenbremsen mit 160 mm Scheiben. Egal ob Nässe, schnelle Abfahrten oder Notbremsung - die Bremsleistung passt immer.
Laufräder und Reifen
Beide Bikes rollen auf Bontrager Paradigm SL-Felgen, die Tubeless Ready sind - wenn du auf schlauchlose Reifen umrüsten willst, bist du hier also richtig.
- Das Émonda kommt mit 28 mm breiten Bontrager R1 Hard-Case Lite Reifen - die schnellere, direktere Wahl für alle, die es sportlich mögen.
- Das Domane setzt auf 32 mm breite Pneus - mehr Dämpfung, mehr Komfort, mehr Grip.
Fahreigenschaften im Vergleich
Schon im Laden konnte ich die Unterschiede der Bikes spüren. Das Émonda fühlt sich durch sein geringeres Gewicht und die sportliche Geometrie spritzig, direkt und agil an. Bei jedem Antritt merkt man, dass das Bike nach vorne will. Gerade in Anstiegen sollte das Bike seine Stärken ausspielen können - nur fehlen mir in der Nähe der Münsteraner Lucky Bike-Filiale die Höhenmeter. Aber bedeutet das, dass das Trek Domane AL im Vergleich langweilig ist? Auf keinen Fall! Bereits nach den ersten Kurbelumdrehungen spürt man, dass hier nicht nur Komfort, sondern auch ordentlich Fahrspaß drinsteckt. Das Domane rollt geschmeidiger über Unebenheiten, nimmt Kanten und Schlaglöcher gelassener und bietet eine angenehme Laufruhe. Man merkt sofort: Das ist ein Bike für lange Strecken, für ausgedehnte Touren. Da es komfortabel fährt, aber dennoch die typische Dynamik eines Rennrad besitzt, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es für als perfektes Pendelbike dienen kann.
Fazit zu Trek Émonda ALR und Domane AL
- Das Émonda ALR 5 ist deine Wahl, wenn du ein leichtes, aerodynamisches Aluminium-Rennrad mit direktem Handling willst.
- Das Domane AL 5 ist ein besonders vielseitiges Allroad-Rennrad. Es setzt auf Komfort, Vielseitigkeit und eine entspanntere Sitzposition.
- Egal, welches Bike du wählst - beide kommen mit der Shimano 105, Treks langjähriger Rahmenbau-Erfahrung und sind bereit für viele tausend Kilometer.
Rose Reveal Four Disc Ultegra: Endurance für die Langstrecke
Ein Rennrad für die Langstrecke musste es schon sein, für unsere Reise von Nizza zurück nach Weimar (über die du in unserer Ausgabe #15 mehr erfahren kannst). Immerhin wollten wir zwischen 100 und 200 Kilometer am Tag zurücklegen und dabei noch die Alpen überqueren. Da es für unseren Rose Reveal Test nicht nur über aalglatte Straßen gehen sollte, sondern auch ein paar Gravel-Abschnitte dabei sein würden, musste das passende Bike auch genügend Reifenbreite haben und einen gewissen Komfort zur Verfügung stellen. In unserem Test erfüllte das Rose Reveal Four Disc Ultegra nicht nur die ersten beiden Voraussetzungen mit Bravour. Das Endurance Roadbike punktet in der Theorie nämlich noch mit vielen weiteren Highlights. Und das fängt schon bei der Optik an. Ich war sofort baff, als ich die schön geformten Carbonrohre des Bikes sah und wurde auf unserer Reise unzählige Male auf die herausstechende Optik angesprochen. Der „Shiny Aurora/Matt Black“-Effektlack ändert je nach Winkel und Sonneneinstrahlung seine Farbe.
Komfort und Leichtigkeit
Bei einem Langstrecken-Bike spielt natürlich der Komfort eine maßgebliche Rolle. Das Rad kann noch so schön sein - wenn man nach drei Stunden nicht mehr sitzen kann, weil der Rücken oder der Nacken schmerzen, bringt auch der glänzendste Lack nichts. Rahmen und Gabel sind komplett aus Carbon gefertigt und sorgen damit vermutlich schon mal für viel Flex. Die Stack to Reach Ratio (also der Wert, der eine Aussage über die Rahmen-Geometrie hinsichtlich des Komforts trifft) liegt bei unserem Modell (Größe 55 cm) bei 1,5. Das ist genau die Mitte zwischen sehr aufrechter Sitzhaltung und sehr gestreckter. Der relativ kurze Vorbau (90 mm) und der Ritchey Road Comp Streem II Lenker sollen zusätzlich für Komfort sorgen. Gleiches gilt für die D-Shape Sattelstütze. Sie ist so konstruiert, dass sie ordentlich flexibel ist und damit minimal federt, was sich maximal auf daenWohlfühlfaktor auswirken soll. Mit einem Gewicht von knapp über acht Kilogramm ist das Endurance Bike auch noch echt bergtauglich. Durch die angegebene maximale Reifenfreiheit von 32 mm lässt sich auch über die Reifen noch mal einiges an Komfort gewinnen.
Ausstattung
Mit dem Zusatz Ultegra lässt sich auch die restliche Ausstattung ziemlich einfach abschätzen. Vom Schaltwerk über die Kurbel und den Umwerfer kommt alles aus der Shimano Ultegra R8000 Serie. Auch die hydraulischen Scheibenbremsen tragen den Namen Ultegra. 160 mm große Bremsscheiben vorn und hinten sollten genügend Kraft zur raschen Entschleunigung bringen.
Technische Daten des Rose Reveal Four Disc Ultegra
| Komponente | Details |
|---|---|
| Preis | 3.099 Euro |
| Rahmen | Carbon, Rahmengewicht ab 1020 g, Shiny Aurora/Matt Black (Effektlack) |
| Gabel | Carbon, Gabelgewicht ab 380 g, matt black |
| Schaltwerk | Shimano Ultegra R8000 |
| Bremsen | Shimano Ultegra ST-R8025; BR-R8070; 160/160 mm |
| Laufräder | Rose R Thirty Disc/28“ |
| Reifen | Continental Grand Prix 5000 faltbar schwarz/schwarz 700x28C |
Fahreigenschaften des Rose Reveal
Obwohl das Rose Reveal Test Bike (Modell Four Disc Ultegra) nun wirklich kein klassisches Bikepacking Bike ist, habe ich es für unseren Test mit allerlei Taschen versehen. Neben der „Arschrakete“, Rahmen- und Lenkertasche war außerdem noch ein Auflieger montiert. Da die Sattelstütze auch beim Gravelbike - dem Rose Backroad - zum Einsatz kommt, hatte ich keine Bedenken, dass etwas zu Bruch gehen könnte und die Annahme sollte sich bestätigen. Der auffallende Lack ist allerdings nicht für Taschen und andere Add-Ons gemacht. Er fiel gleich als relativ kratzempfindlich auf, weshalb ich große Teile des Oberrohrs und andere heikle Stellen abklebte. Klar, ein Endurance Bike wie das Rose Reveal Test Bike rollt über Asphalt wie ein heißes Messer durch Butter gleitet. Das super weiche Fahrgefühl macht sich gleich auf den ersten Kilometern bemerkbar und hält über viele Kilometer an. Alle komfortbringenden Komponenten harmonieren äußerst gut zusammen und geben einem ein echt gutes Gefühl. Das geringe Gewicht macht sich ebenfalls sehr positiv bemerkbar. Das Reveal bekommt man schnell auf Touren und hat einen echt flotten Vortrieb. Mit den 32 mm breiten Pirelli Reifen kam ich auch auf den vielen Gravelwegen richtig gut zurecht. Egal ob Waldweg oder Schotterpiste, alles ging schnell und ohne viel Geruckel.
RADON VAILLANT 10.0: Viel Speed für wenig Geld?
Das neue RADON VAILLANT 10.0 will genau in diese Kerbe schlagen. Für nur 4.499 € soll das Top-Modell eine Menge Performance mitbringen: aero-optimiert, steif und sportlich. Funktioniert Racing auch on a budget, oder muss man doch Abstriche machen? RADON bricht mit dem bisherigen Look der VAILLANT-Serie, und das steht dem Bike verdammt gut! Der Rahmen wird kantiger, der dunkelgrüne Metallic-Lack und das unauffällige Branding sehen hochwertig aus. Das neue VAILLANT wirkt deutlich moderner als sein Vorgänger, im Vergleich zum restlichen Markt zieht RADON damit nach.
Ausstattung und Geometrie
Die Ausstattung des VAILLANT 10.0 ist stimmig. Die verbauten Mavic Cosmic SL Carbon-Laufräder mit einer Maulweite von 19 mm gehen bei Mavic als Paar für 1.489 € über die Ladentheke und sind in Kombination mit den Continental GP 5000-Reifen in 28 mm Breite absolut hochwertig. Die SRAM Force AXS 2×12-Mittelklasse-Schaltung ist für den Preis angemessen. Ein Vollcarbon-Aero-Race-Bike mit elektronischer Schaltgruppe und One-Piece-Cockpit für 2.999 €? Nicht schlecht! Die Geometrie der neuen VAILLANT-Serie ist mit einer Stack-to-Reach-Ratio von 1,41 in Größe M sportlich ausgelegt, aber in keinem Fall extrem und verspricht eine etwas entspanntere Sitzposition, als die von extremen Race-Bikes wie dem Bianchi Specialissima RC.
Fahreigenschaften des RADON VAILLANT
Nimmt man das RADON VAILLANT zum ersten Mal in die Hand, bleibt der hochwertige Eindruck, den das Bike optisch versprüht, bestehen. Die Verarbeitung und der Lack lassen keine Mängel erkennen und machen das VAILLANT 10.0 zu einem Hingucker. Die schnelle Optik überträgt sich auch auf das Fahrverhalten. Das Bike lässt sich bereitwillig auf Geschwindigkeit bringen. Bei einem Gewicht von 7,8 kg gibt es definitiv spritzigere Bikes, doch das VAILLANT ist steif genug, um auch bei harten Antritten kaum zu flexen und die Kraft effizient ans Hinterrad zu übertragen. Ortsschild-Sprints machen Spaß und fühlen sich sicher an. Das liegt zum einen an der ausgeprägten Laufruhe bei höheren Geschwindigkeiten und zum anderen am 42 cm breiten Cockpit. Damit folgt RADON zwar nicht dem Aero-Trend, der Lenker immer schmaler werden lässt, sorgt aber für massig Kontrolle. Insgesamt führt das zu einem hohen Sicherheitsempfinden auf Abfahrten mit Topspeed.
Basso Diamante: Leicht und Kletterfreudig
Das leichtgewichtige Basso Diamante ist auf dem Papier prädestiniert für schönste Kletterpartien in den Bergen. Ob der italienische Renner die Erwartungen an die Leichtfüßigkeit erfüllt, klären wir in unserem Test. Optisch kommt das Diamante von Basso recht unscheinbar daher: in schlichtem, aber elegantem Mattschwarz. Gepflegtes Understatement. Denn mit seinen inneren Werten weiß der Italiener sehr wohl zu überzeugen und setzt dabei einige Glanzlichter.
Leichtgewicht und Fahrgefühl
Das fängt beim sehr niedrigen Gesamtgewicht von nur 7,1 Kilo an. Auf der Straße fühlt sich der Italiener sogar noch leichter an, einige Tester schätzten ein Gewicht von unter 6,8 kg. Einer der Gründe: die mit nur 2655 Gramm im Komplett-Setup sehr leichten ARC 1100-Laufräder von DT Swiss, die, so ein der Tester, "den Pedaltritten gefühlt keinen Widerstand entgegensetzen". In Kombination mit den aufgezogenen Continental GP 5000 in 28er-Breite rollen sie extrem leichtfüßig und lassen das Diamante schon bei leichtem Pedaldruck explosiv nach vorne gehen. Aber auch sonst lässt das Rad den Fahrer sein Leichtgewicht jederzeit spüren, vor allem bergauf macht dieser Charakterzug extrem viel Spaß: Leichtfüßig und mit lässiger Eleganz schraubt man sich Kehre um Kehre nach oben, im Wiegetritt setzt das Diamante jedes aufgebrachte Watt effizient in Höhe um. Das Diamante ist nicht nur leicht, es fährt sich auch so. Besonders bergauf macht es richtig viel Spaß.
Rahmen und Handling
Der Rahmen fühlt sich allerdings etwas härter an, Unebenheiten der Straßen dringen kaum gefiltert zum Fahrer durch. Gut für ein direktes Fahrgefühl, aber nicht unbedingt komfortabel. Auch in Sachen Handling sortiert sich das Diamante eher auf der agilen Seite ein und reagiert direkt auf Lenkbefehle. Wer gerne epische Touren unternimmt, dürfte sich dagegen etwas mehr Laufruhe und auch einen etwas nachgiebigeren Rahmen wünschen. Sitzrohr und Sattelstütze selbst liefern hingegen im RB-Labor einen guten Komfortwert. Viel Lob gab es auch für das auffällige, sehr angenehm zu greifende Levita-Cockpit. Funktional überzeugend, erlaubt es jederzeit sehr gute Kontrolle.
Verwandte Beiträge:
- Rennrad Bekleidung Wetter: Optimaler Schutz bei jedem Wetter
- Manuel Neuer Rennrad: Fakten, Bilder & mehr
- Rennradlenkerformen: Ergonomie, Auswahl & Tipps
- Rennrad Reifendruck 100 kg Fahrergewicht: Der richtige Druck für optimale Leistung
- Unvergessliche Radtouren rund um Celle – Entdecken Sie die schönsten Fahrradstrecken der Region!
- Leises Laufrad für Hamster: Die besten Modelle im Test & ultimativer Kaufratgeber
Kommentar schreiben