Stevens Aspin Disc Rennrad im Test: Sportlich, leicht und schnell

Das Stevens Aspin Disc punktet mit sportlicher Geometrie, leichtem Gewicht und starkem Vortrieb. Es ist perfekt für Fahrer, die auch bei langen Touren auf Performance setzen.

Sportliche Ausrichtung und Fahrgefühl

Mit dem Aspin Disc schickt Stevens einen Alu-Renner zum Test, der ganz klar sportlich ausgerichtet ist. Die Sitzposition auf dem Renner fällt etwas gestreckter aus, der Lenker steht dank kürzerem Steuerrohr tiefer als bei den Mitbewerbern. Das Aspin ist zwar noch kein reinrassiger Racer, sticht aber in diesem Umfeld eher komfortabel ausgelegter Alu-Rennräder dennoch heraus.

Und dieser Eindruck setzt sich auf der Straße fort, denn beim Antritt zeigt es der Konkurrenz auf den ersten Metern mit spielerischer Leichtigkeit das Hinterrad. Auch bergauf spielt diese Kombination ihre Karten perfekt aus und lässt das Aspin Berge wie den 1489 Meter hohen Namensgeber problemlos erklimmen. Das Stevens Aspin Disc wiegt komplett 9,3 kg.

Ausstattung und Details

Bergab liegt das Stevens dank großzügigem Radstand und langen 420er-Kettenstreben satt und sicher auf der Straße. Lob gab es für den gut zu greifenden Scorpo-Aero-Lenker und auch auf langen Touren in der Ebene profitiert das Aspin von seiner angenehmen Laufruhe.

Weiteres Plus: Stevens spendiert dem Rad eine Carbon-Sattelstütze, die mit 219 N/mm in diesem Vergleich nur knapp hinter dem Canyon-Modell den zweitbesten Wert liefert. Wer noch mehr Komfort möchte: Der Rahmen erlaubt die Montage von bis zu 32 mm breiten Reifen. Das ginge zwar zulasten von Antritt und Gewicht, macht Fahrten auf schlechten Straßen aber angenehmer.

Alternativen und Preis-Leistungs-Verhältnis

Das Modell "Aspin Disc" von Stevens aus dem Jahr 2024 präsentiert sich als ein hochwertiges Rennrad, das für 1999 EUR erhältlich ist. Das Aspin ist ein klassisches Allround-Rennrad mit einem sehr leichten und robusten Aluminium-Rahmen, das durch seine Ausgewogenheit überzeugt. Die Fahrstabilität ist hoch, die Ausstattung ist stimmig.

Fünf der zehn Test-Modelle basieren auf Aluminium-Rahmen: das Canyon Endurace 7, das Liv Avail AR 1, das Stevens Aspin Disc und das 8bar Kronprinz V3. Ihre Gesamtgewichte: 9,34, 9,26, 9,38, 9,41 und 8,78 Kilogramm. Aluminium-Rahmen sind in der Regel schwerer als Carbon-Modelle.

Stevens Aspin: Ein Klassiker im Test

Gemessen an aktuellen Maßstäben wirkt das Aspin des Hamburger Fahrradbauers ein ­wenig wie aus der Zeit gefallen. Während die Konkurrenz ihre Alu-Flotte mit Scheibenbremsen bestückt oder Rohrprofile aerodynamisch optimiert, zieht Stevens in hansea­tischer Unbeirrbarkeit sein Ding durch.

Zwar war das Aspin zwischenzeitlich als ­Disc-Version erhältlich, seit ein paar Jahren schicken es die Norddeutschen aber wieder ausschließlich mit Felgenbremsen ins Rennen - und besetzen damit erfolgreich eine Nische. Dass der Alu-Renner mit seiner klassischen Anmutung und tollen Verarbeitung nicht zum alten Eisen gehört, zeigt er im Testlabor und auf der Straße.

Das Aspin geht als „Exot“ in den Testvergleich. Ist es doch das einzige Bike mit Felgenbremsen, während die Mitbewerber allesamt auf die Verzögerung durch Scheibenbremsen setzen. Den Einsatz bewährter Technik dankt das Rad mit einem äußerst niedrigen Gesamtgewicht von 8,1 Kilogramm. Beim Gros des Testfeldes blieb die Waage hingegen erst bei 9,3 bis 9,7 Kilogramm stehen.

Technische Details des Stevens Aspin Disc (2024)

  • Rahmen: Aluminium SL 7005 TB
  • Gewicht: 9 kg
  • Bremsanlage: Shimano 105 (BR-R7170)
  • Schaltung: Shimano 105, 24 Gänge (Shadow RD-R7100-D)
  • Gabel: STEVENS Full Carbon SL
  • Laufradsatz: DT Swiss P 1800 Spline
  • Reifen: Continental Grand Prix 28-622

Alternativen im Vergleich: Stevens Aspin vs. Stevens Izoard

100 Euro teurer als das Aspin, 200 Gramm schwerer und "nur" eine 105-Gruppe an Bord statt der Ultegra: Auf den ersten Blick zieht das Cabon-Izoard gegen das Alu-Aspin aus gleichem Hause klar den kürzeren. Doch ganz so leicht darf man es sich mit den beiden Stevens-Modellen nicht machen.

Im direkten Vergleich sitzt man auf dem Izoard deutlich sportlicher, was beim Blick auf die sehr ähnlichen Geometriedaten überrascht. Allerdings ist der Lenker beim Izoard weiter ­vor­gebogen, der Abstand zu den Bremsgriffen und zum Unterlenker entsprechend länger. Die schwerere Ausstattung macht den Gewichtsvorsprung des Carbonrahmens ­gegenüber dem Aspin wieder zunichte.

Fazit

Das Aspin ist ein klassisches Allround-Rennrad mit einem sehr leichten und robusten Aluminium-Rahmen, das durch seine Ausgewogenheit überzeugt. Die Fahrstabilität ist hoch, die Ausstattung ist stimmig.

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