Rennrad Umbau: Gerader Lenker, Kosten und Aufwand

Der Umbau eines Rennrads auf einen geraden Lenker kann eine attraktive Option sein, um den Komfort und die Kontrolle zu erhöhen. Hier werden die damit verbundenen Kosten und der Aufwand erläutert.

Technische Aspekte und Kosten

Mal rein technisch und davon abgesehen, ob Dir die Geometrie danach zusagt: Du wirst einen neuen Vorbau brauchen, 25,4mm kontra 25,8/26,0mm Klemmung. Dann brauchst Du diese integrierten Schaltbremsgriffe von denen Du sprichst, ein spezielles Seilzugsystem um den Zugweg der Schaltbremsgriffe zu verlängern, der ist kürzer als bei Deinen jetzigen Bremsgriffen.

Dein Umwerfer könnte Probleme machen, ebenfalls wegen den unterschiedlichen Seilwegen bei MTB und Rennrad, da brauchst Du eventuell einen Rennradumwerfer. Du hast eine 9fach LX Schaltung? Da solltest Du noch Bremsschaltgriffe mit 9fach neu bekommen, die werden gerade abverkauft, Rennradler sind auf 10fach umgestiegen.

Keine Lust auf diese speziellen Umlenkrollen? Cantileverbremsen montieren,oder Du nimmst Diacompe Bremshebel für V-brakes, dann brauchst Du Lenkerendschalthebel oder Schalthebel aus Suntours Schatzkästchen (z.B. für 8fach wären die richtig).

Was hier noch keiner gesagt hat: Du brauchst neue Bremsen, da die montierten V-Brakes vom Hebelweg her nicht zu Rennradbremsgriffen passen. Bremsschaltgriffe der alten 105er 9fach passen. Die aktuelle 105er ist 10fach, da muß man irgendwo Restposten oder was gebrauchtes suchen - bei ebay sollte das aber kein Problem sein.

Die neue Tiagra ist aber immer noch 9fach - da passen also auch nagelneue STIs :-)Sind auch durch die Grifform etwas angenehmer.

Kompatibilität und Alternativen

Schaltwerk ja, Umwerfer mußt du probieren. Außerdem gibts Rennlenker für 25,4mm Klemmung, da brauchst du evtl. keinen neuen Vorbau.

STI: Beim Epay verkloppt jemand die Sora. ......Mein 105er Umwerfer schaltet 48-38-28 klaglos - ich weiss nicht, wie das bei der MTB-Übersetzung 44-32-22 wäre (ist auf dem Foto nicht erkennbar, welche Kettenblattabstufung du fährst).

Hallo spelli,aus meiner Sicht spricht nix dagegen das Du dir 8-Fach Hebel besorgst. Die 7-fach und die 8-fach Kassetten haben bei Shimano fast den Selben Abstand wischen den Ritzeln.

Eine Alternative wäre, das Du Aktuelle Campa Ergopower (10-fach) nutzt um damit dein LX Schaltwerk anzusteuern.

Bevor du einen neuen Umwerfer kaufst, probiere dann erstmal aus, ob es mit dem MTB-Umwerfer am RR-STI klappt. Sie haben zwar leicht verschiedene Hebelwege, aber es schrieben schon ein paar dass es trotzdem recht gut klappt. Du kannst auch noch etwas mit der Seilklemmung experimentieren.

Jetzt bekommst Du es freilich gerade richtig um die Ohren mit all den Ratschlägen, da werden gerade Kompatibilitäten zu 8fach oder 9fach angesprochen, ob es für Dich relevant ist? da kommt es ein wenig auf Deine Hinterradnabe an, bietet sie Platz für die breiteren 8fach oder 9fach Kassetten?

Eine elegante Lösung ist sicher die Version, die Thomas vorschlägt mit Campagnolo 10fach, die Veloce Ergopower für rund 80 Euro wäre mir da lieber als die Soragruppe von Shimano, dazu gibt es auch was in der FAQ.

Bremsen

Da kaufst Du am besten die kurzen Tektros beim www.crossladen.de, denn dort gibts die mit verstellbaren Pipes (diese kleinen Röhrchen an der V-brake). Bremsen kosten aber nicht viel...

ergänzend möchte ich noch die kurzschenkligen Campa V-Bremsen ins Spiel bringen. Ich fahre (bzw. bremse) diese bei 37 mm Reifenbreite mit Schutzblech in Verbindung mit alten Sachs RR-Bremsgriffen problemlos. Könnte natürlich bei spellis Rad etwas eng werden.

EDIT:gefunden! Geändert von Ingmar E. Also ich würde sagen, wenn hier alle sagen, Umlenkrolle ist blöd, sollten die halt mal sagen, ob sie dann eher Cantileverbremsen nehmen würden, oder auf den Komfort eines STIs verzichten würden und die Diacomp V-Brake-Hebel nehmen würden.

Hier habe ich so eine Umlenkrolle verwendet. Der Druckpunkt ist OK, aber die Montage recht fummelig. Testweise hatte ich an dem Rad mal die Dia-Comp Bremshebel mit LX V-Bremsen.

Wie breit der Reifen tatsächlich ist, weiß ich natürlich nicht. Ob ggf. ein Wechsel auf das nächst schmalere Modell in Frage kommt, natürlich auch nicht. Das steht ja auch nicht zur Diskussion.

Einfache Variante: Gerader Lenker

Die einfache Variante für ein "anderes" Rad: Brezellenker weg, gerader Lenker rein. Vorteil, Du musst weder an Schaltung oder Vorbau was ändern. Kürze den geraden Lenker etwas, die Downhill-Lenker aus dem MTB Bereich finde ich für längere Fahrten zu breit.

Dein Vorbau ist höhenverstellbar: ich würde ihn etwas weiter reinschieben und Deine Clip-Halterung woanders montieren. Wäre ein recht günstiger und schnell zu verwirklichender Versuch, da Du nur einen neuen Lenker brauchst.

Fahrverhalten wird sich ändern, da Du wesentlich mehr effektive Vorbaulänge hast wie jetzt mit Deiner Brezel.

Ergonomie und Komfort

Speziell zum Kauf eines anderen Sattels sollten Interessierte jedoch genügend Zeit fürs Probesitzen und Probefahren beim E-Bike-Händler mitbringen. IMTEST weiß Rat.

Geht es dabei vor allem um mehr Komfort, helfen diese Tipps weiter die sich vom E-Bike auch auf andere Räder übertragen lassen. Dazu gibt es mehrere Optionen.

Wann sich neue Lenkergriffe fürs E-Bike lohnen Die Bedeutung bequemer Lenkergriffe und eines gemütlich Sattels wird gerne unterschätzt. Dabei sind sie für das Wohlbefinden auf dem E-Bike von entscheidender Bedeutung.

Mit einem Lenkergriff, der eine breitere Ablage bietet, lässt sich die Position für die Hand häufiger verändern. Für längere Fahrten - das kann auch die halbe Stunde Arbeitsweg sein - empfehlen sich Lenkergriffe mit Hörnchen, auch Barender oder Bar-Ends genannt.

Die gesunde Beschäftigung Fahrradfahren verkehrt sich damit ins Gegenteil. In der Folge schmerzen nicht nur die Hände, sondern auch die Arme, die Schultern und der Nacken.

Aber auch ergonomisch geformte Lenkergriffe ohne Hörnchen entlasten Handgelenke und verhindern schmerzende Hände und taube Finger. Diese Fahrradgriffe liegen aufgrund ihrer Form optimal in der Hand.

Sie weisen eine größere Auflagefläche für die Hände auf, wodurch sie sich entspannter greifen lassen. Ergonomische Griffe eignen sich besonders für Langstrecken- und Tourenfahrer.

Materialien und Montage

Bei geschraubten Griffen stellt der Austausch kein Problem dar, dafür muss nur der richtige Inbusschlüssel parat liegen.

Sollen die alten Griffe wiederverwendet werden, hilft folgender Trick: Mit einem schmalen Schraubenzieher den Griff vorsichtig anheben und in den entstehenden Spalt zwischen Lenker und Griff etwas Wasser mit Seife oder Spülmittel sprühen.

Alternative: Rennlenker

Auch ein schmalerer oder anders geformter Lenker ist oft hilfreich. Vor allem E-MTBs zeichnen sich nicht selten durch sehr breite, gerade Lenker („Flatbars“) aus, die dafür sorgen, dass man weit außerhalb der Körperlinie greift.

Ist das Rad allerdings mit einer Schimano MTB-Schaltung wie der Deore (XT) bestückt, können Rennrad-Schalthebel nur das hintere Schaltwerk schalten, zum vorderen Umwerfer, sofern vorhanden, sind sie inkompatibel.

Mechanisch "brauchen" diese Rennrad-Kombihebel die Canti-Mittelzugbremsen (oder eben Rennrad-Bremsen), für V-Brakes passen die nicht, bei V-Brakes wird wesentlich mehr Bowdenzug vom Weg her, gezogen, dafür mit weniger Kraft.

Kostenüberblick

Hier ist eine Tabelle mit den geschätzten Kosten für verschiedene Komponenten:

Komponente Geschätzte Kosten
Bremsschalthebel (Sora 3/7) ca. 80 Euro
RR-Lenker Variabel
Adapter ca. 14 Euro (pro Stück)
Steuersatz und Vorbau Variabel

Rennrad Lenker Ergonomie

Der Lenker bildet da keine Ausnahme, schließlich hast du ihn über viele Stunden in der Hand und führst damit dein Rad über die unterschiedlichsten Untergründe. So unterschiedlich die Hände der Radsportler sind, so unterschiedlich ist auch das individuelle Griffgefühl und die persönliche Vorliebe für den mehrfach gebogenen Lenkerbügel.

Lenkermaße

Drei signifikante Kenngrößen gibt es zu beachten, um den perfekten Lenker für dich zu finden. Diese sind meist auch in Englisch auf dem Lenker vermerkt:

  • Width = Lenkerbreite in mm, von Rohrmitte zu Rohrmitte gemessen: Sollte immer zu deiner gemessenen Schulterbreite passen!
  • Drop = Lenkerhöhe in mm, senkrechtes Maß von Ober- zu Unterlenker, von Rohrmitte zu Rohrmitte gemessen: Je größer der Drop, desto tiefer musst du dich in die Unterlenkerposition bücken.
  • Reach = Lenkertiefe oder auch Vorbiegung in mm, Maß von Mitte Oberlenker bis zum vordersten Punkt des Lenkerbogens: Je größer der Reach, desto mehr musst du dich strecken, um die Brems-/Schaltgriffe zu greifen.

Material und Preise

Wie bei allen Bauteilen stellt sich beim Lenker auch zuerst die Budget- und Materialfrage. Die Preisspanne ist relativ groß, einfache Modelle aus Aluminium gibt es ab ca. 15 €, aufwändig geformte Carbon Lenker kosten gerne bis zu 300 € oder sogar deutlich mehr, wenn z.B. der Vorbau gleich integriert ist. Was die Materialfrage betrifft, ist der Aluminium Lenker etwas unproblematischer und schrauberfreundlicher als die Modelle aus Carbon.

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