Im Sauseschritt düsen die Zwergerl überall umher. Laufräder sind seit einigen Jahren der Renner - auch schon bei Dreijährigen. Doch die Stiftung Warentest warnt nun vor krebserregenden Giften in Griffen, Sitzbezügen und Reifen.
Alarmierende Ergebnisse der Stiftung Warentest
Kontaktgifte, die über die Haut in den Körper eindringen ausgerechnet die hat die Stiftung Warentest jetzt in Griffen von Kinder-Laufrädern entdeckt. Auch einige Sitzbezüge und viele Reifen enthielten Schadstoffe, die als krebserregend und erbgutverändernd gelten. Das vernichtende Fazit der Tester: Elf der fünfzehn untersuchten Produkte sind „mangelhaft“. Das schreibt die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift test.
Besonders fatal: In vier Laufrädern fand sich der für Spielzeug verbotene Weichmacher DEHP (FirstBike Big Apple, Monz Mini Viper, Coolproducts Rennrad 14“ und Kawasaki MX Trainer). Da Laufräder als Spielzeug gelten, hätten diese Produkte den Testern zufolge gar nicht in den Verkauf gelangen dürfen. Wer ein solches Laufrad besitzt, sollte es daher zum Händler zurückbringen und den Mangel reklamieren, rät Stiftung Warentest.
Kontaktgifte PAK und WeichmacherElfmal "mangelhaft" und das bei 15 getesteten Modellen - dieses schlechte Ergebnis präsentiert Stiftung Warentest in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift "test". Dabei schnitten die Flitzer gar nicht schlecht ab, bis das Labor das Spielzeug auf ihre Inhaltsstoffe hin untersuchte: Dabei fanden die Tester PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) in den Reifen und Weichmacher in Griffen und Sitzbezügen. Sie können krebserregend, fruchtschädigend und erbgutverändernd wirken, möglicherweise auch die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Sie sind vor allem in Kunststoffmaterialien zu finden.
PAK und Weichmacher sind Kontaktgifte, sie dringen über die Haut in den Körper ein. Akut gefährlich ist das nicht - aber über längere Zeit drohen ernsthafte gesundheitliche Schäden.
Ausdrücklich verboten sind die gefundenen Schadstoffe nicht.
Schadstoffe in fast allen Modellen
Im Labor wurde allerdings auch nach Schadstoffen gesucht, die in Kinderspielzeug nichts zu suchen haben. Das Ergebnis war jedoch erschreckend. Die Tester fanden nämlich den Schadstoff PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) in den Reifen fast aller Räder sowie Weichmacher in Griffen und Sitzbezügen.
Ganz ohne Schadstoffe kommen auch die besten Modelle im Test nicht aus. Bei Kettler Speedy, Kokua LikeaBike Mountain und CP-Twister sind nur die Reifen belastet - und das mit wenig PAK. Handgriffe und Bezüge sind schadstofffrei.
Der in Spielzeug verbotene Weichmacher DEHP wurde in vier Modellen nachgewiesen, im First Bike, Monz Mini Viper, Coolproducts Rennrad und Kawasaki MX Trainer. Die Prüfer bezeichnen diesen Fund als „fatal“.
Fahreigenschaften und Handhabung
Wesentlich bessere Noten gab es für die Fahreigenschaften der Laufräder, hier erhielten alle Modelle „gute“ oder „befriedigende“ Noten. Auch die harten Belastungstests im Labor überstanden die meisten Laufräder ohne Probleme.
Deutlich besser fielen die praktischen Fahrversuche durch Kinder aus. Sie fuhren Slalom um aufgestellte Hütchen und ackerten durch tiefen Sand. Erwachsene Prüfer beobachteten die Vorlieben und (negative) Erfahrungen der Kinder, zum Beispiel wenn der Fuß beim Fahren gegen die Hinterachsmutter stieß oder sich der Bremszug um die Lenkachse wickelte, bis das Hinterrad blockierte.
Vermeintliches Zubehör als Gefahrenquelle
Verzichten sollten Eltern beim Kauf auf vermeintlich nützliches Zubehör: Im Praxistest zeigte sich, dass die Kinder Bremsen, Klingeln und Ständer gar nicht oder nicht richtig verwendeten. Gleichzeitig stellen die Teile ein zusätzliches Unfall- und Verletzungsrisiko dar.
So kann sich zum Beispiel das Bremskabel bei mehreren Rädern um die Lenkstange wickeln und das Hinterrad blockieren. Und die Klingel nutzen die Kleinen gerne, aber nicht zur Gefahrenabwehr. Der Rat der Tester: Abmontieren.
Am besten schnitten die Laufräder ab, die ohne Zusatzausstattung wie Bremse, Glocke oder Ständer auskommen. Diese Extras wurden von den Kindern nämlich nicht benutzt, können aber zu Verletzungen führen.
Ein knappes „Gut“ erreichten schließlich das Kettler Speedy für 40 Euro und das klassische, besonders haltbare und sichere Holzlaufrad Kokua Likea Bike Mountain für 179 Euro.
Die innovative Rennrad-Laufrad-Kombi von S´Cool
Warum sollte man daher nicht ein Produkt anbieten, dass sowohl als Laufrad und als Fahrrad genutzt werden kann? Genau dies ermöglicht der Hersteller S´Cool mit der optisch attraktiven Rennrad-Laufrad-Kombi* im gut sichtbaren Orange. Die clevere Kombination von Laufrad und Kinderfahrrad wird, wenn der Nachwuchs so weit ist, ganz einfach mittels einer ansteckbaren Treteinheit erweitert.
Geeignet ist die innovative Fusion zweier beliebter Kinderräder ab drei Jahren. Der Anbieter nennt eine Körpergröße von 85-90 cm als idealen Startpunkt. Sehr kleine Kinder sollten also warten, bis sie groß genug sind, sonst können sie das Rad noch nicht richtig und mit Spaß nutzen. Konsequenterweise sind große 14-Zoll-Räder verbaut, die beide Einsatzmöglichkeiten des Modells ermöglichen und einen sicheren Lauf garantieren. Passt alles, dann heißt es: Erst Rennen, dann Radeln!
Das Produkt bereitet in der Laufrad-Phase seine Einsatz als schickes Rennrad vor - der Umstieg fällt den Kleinen leichter, weil sie ihr Gerät schon kennen. Eine Vertrautheit, die Angst reduziert, denn die bisherige Übung vermittelt Sicherheit und wichtige Erfahrungswerte. Dieser positive psychologische Aspekt sollte nicht unterschätzt werden, er reduziert mentale Hürden sensibler Kinder.
Sicherheit und Komfort
Einwandfrei fällt die Verarbeitung des Produktes aus, was angesichts des nicht ganz billigen Preises auch zu verlangen ist. Die Gabel besteht aus HiTen-Stahl mit Sicherheitsanschlag, das Kinderfahrrad ist zudem TÜV- / CE-geprüft.
Hinweis: Der einfache Umbau vom Laufrad zum Fahrrad gelingt fix mit einer ansteckbaren Treteinheit. Weil Kinder nicht nur motorisch geschickter werden, sondern natürlich wachsen, lässt sich die Sitzposition im Bereich von 40-47 cm stufenlos verstellen. Damit wird eine ansprechende Nutzungsdauer gewährleistet, die bis zum 6./7. Lebensjahr gehen kann.
In diesem Kontext ist allerdings fairerweise anzumerken, dass Kinder, die sehr schnell größer werden, dem Rad früher entwachsen - dieser Aspekt ist schlichtweg nicht steuer- oder planbar. Die Kombi von S´COOL kann Wachstumsschübe somit eine Zeit lang ausgleichen. Durch den „Auftakt“ als Laufrad fällt das Fahrrad im Vergleich zu späteren Rädern natürlich recht klein aus.
Für den Fahrtkomfort sorgt ein kindgerecht geteilter Lauf- und Fahrradsattel, die Sicherheitsgriffe mit Prallschutz reduzieren am Rennrad die Verletzungsgefahr und gewährleisten eine souveräne Handhabung. Gut sichtbare Reflektoren verstärken den durch die orangene Farbe bereits gut wahrnehmbaren Charakter des Laufrads & Fahrrads.
Dennoch sollte es nicht im Straßenverkehr verwendet werden, sondern sich ausschließlich auf sicheren Strecken bewegen. Die Kinder befinden sich in einem jungen Alter, ihnen fehlt die benötigte Erfahrung und Kompetenz, die Teilnahme am Straßenverkehr folgt erst später mit einem größeren Fahrrad und erlangter Reife.
Fazit zur S'Cool Kombination
Die Verbindung von Lauf-und Rennrad soll normalerweise möglichst lange genutzt werden und den Kindern ein kontinuierliches Spielerlebnis ermöglichen, dann rechnet sich der Preis. Die Stärken liegen im Doppelcharakter des qualitativ überzeugenden Rads, welches den Nachwuchs länger begleitet und den Umstieg von Laufrad zu Fahrrad so leicht wie möglich gestaltet. Sinnvolle Sicherheitsfeatures (Bremse, Griff, Reflektoren) komplettieren diese Anschaffung mit Perspektive.
| Produkt | Schadstoff |
|---|---|
| First Bike Big Apple | DEHP in den Griffen |
| Monz Mini Viper | DEHP in den Griffen |
| Coolproducts Rennrad 14" | DEHP in den Sitzbezügen |
| Kawasaki MX Trainer | DEHP in den Sitzbezügen |
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