Rennrad Weste Herren Test: Die Besten Windwesten im Vergleich

Ungemein praktisch und praktisch unverzichtbar: Eine Windweste ist auf Tour der beste Begleiter. Wer schon einmal durchgefroren und vor Kälte schlotternd das Ende einer Passabfahrt herbeigesehnt hat, wird sie wohl nie wieder vergessen: die Windweste - unverzichtbarer Bestandteil im Tourengepäck jedes (Renn-)Radfahrers und häufig der gefühlte Lebensretter bei schnell wechselnden Wetterlagen. Egal ob auf Tagestouren in den Alpen, bei instabiler Wetterlage oder beim "Early-Bird"-Ride in den frühen Morgenstunden: Eine Windweste einzustecken ist nie eine schlechte Idee.

Warum eine Windweste?

Die Windweste zeigt ihr Potenzial an Frühlings- und Herbsttagen, an Tagen mit wechselhaftem Wetter, bei windigen Fahrten an der Küste und sogar an Sommertagen in den Morgen- oder Abendstunden. Klein zusammengepackt passt sie gut in Rucksack oder Packtasche, besonders luftige sogar in Trikottaschen am Rücken. Sie ist leicht und in ihrer Wirkung trotzdem so überzeugend.

Die Kriterien im Test

Welche Windweste bietet das beste Gesamtpaket? So setzen sich die Noten im Einzelnen zusammen.

  • Windschutz (20 %): Wie gut schützt die Weste vor Fahrtwind, zieht es am Kragen oder durch den Reißverschluss rein? Liegt die Weste eng an oder flattert sie im Wind? Die Eindrücke der Tester auf einer festgelegten Runde unter gleichen Bedingungen wurden erfasst, gemittelt und bewertet.
  • Atmungsaktivität (20%): Wird die Weste innen schwitzig oder ist sie ausreichend atmungsaktiv und lässt die Feuchtigkeit nach außen entweichen?
  • Gewicht (20%): Alle Westen wurden in Größe M gewogen, das Gewicht der Testmuster zueinander ins Verhältnis gesetzt.
  • Packmaß (20%): Wie klein lässt sich die Weste zusammenfalten und verstauen?
  • Ausstattung (10%): Vorhandene Taschen, Reflektoren und andere nützliche Details.
  • Verarbeitung (10%): Qualität der Nähte und Reißverschlüsse, allgemeine Haltbarkeit.

Arten von Windwesten

Wichtig zu wissen: Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Kategorien von Windwesten: zum einen die etwas dickeren, mit besserer Isolation und Wetterschutz für kältere Tage. Ihr Nachteil: Sie passen - wenn überhaupt - nur mit Mühe in eine Trikottasche. In diesem Test soll es daher um die leichten Modelle gehen, die sich dank minimalem Packmaß problemlos verstauen lassen und so zu den wichtigsten, da vielseitigsten Accessoires überhaupt zählen.

Die Testergebnisse im Detail

Im Folgenden werden die Testergebnisse der einzelnen Windwesten detailliert aufgeführt.

  • Assos Mille GT: Herausragender Windschutz, sehr leicht und extrem kompakt: hauchdünner Testsieg für die Mille GT von Assos. Testergebnis: Sehr gut (83 Punkte)
  • Bioracer Spitfire Body: Die Spitfire Body von Bioracer überzeugt mit gutem Windschutz, Gewicht und Packmaß kosten wertvolle Punkte. Testergebnis: Gut (59 Punkte)
  • Castelli Aria: Perfekter Sitz, sehr leicht und kompakt: Die Aria von Castelli überzeugt, nur der Reißverschluss neigt zum Verklemmen. Testergebnis: Sehr gut (80 Punkte)
  • Craft Pro Nano: Crafts neue Pro Nano ist ein Hauch von nichts: sehr leicht mit dennoch sehr gutem Windschutz, inklusive Packtasche. Testergebnis: Sehr gut (82 Punkte)
  • Endura FS260-Pro Adrenalin: Die günstige FS260 von Endura fällt etwas weiter aus, ist aber dennoch leicht und kompakt. Preis-Leistungs-Tipp! Testergebnis: Sehr gut (73 Punkte)
  • Gonso Grado: Der Windschutz leidet unter dem weiten Schnitt, zudem ist die Grado schwer und nicht so kompakt zu falten wie andere. Testergebnis: Gut (56 Punkte)
  • Gore Wear Ambient: Nur 54 g wiegt die neue Ambient von Gore - ein Top-Wert. Auch Windschutz und Packmaß können überzeugen. Testergebnis: Sehr gut (82 Punkte)
  • Pearl Izumi Zephrr Barrier: Die Zephrr Barrier von Pearl Izumi ist eher weit geschnitten und nicht die leichteste. Dennoch kompakt verstaubar. Testergebnis: Gut (60 Punkte)
  • Poc Pure-Lite Splash: Die Pure-Lite von Poc zeigt durch ihren weiten Schnitt Schwächen beim Windschutz, ist aber leicht und kompakt. Testergebnis: Gut (67 Punkte)
  • Shimano Compact: Die Compact von Shimano bietet ein rundes, zudem sehr günstiges Gesamtpaket und leistet sich keine Schwächen. Testergebnis: Sehr gut (71 Punkte)

Detaillierte Daten der getesteten Windwesten

Hier eine tabellarische Übersicht der getesteten Windwesten mit ihren wichtigsten Eigenschaften:

Modell Preis Gewicht (g) Windschutz Atmungsaktivität Packmaß Testergebnis
Assos Mille GT 100 Euro 64 Sehr gut Gut Sehr gut Sehr gut (83 Punkte)
Bioracer Spitfire Body 95 Euro 129 Gut Befriedigend Gut Gut (59 Punkte)
Castelli Aria 84,95 Euro 65 Sehr gut Gut Sehr gut Sehr gut (80 Punkte)
Craft Pro Nano 99,95 Euro 62 Sehr gut Gut Sehr gut Sehr gut (82 Punkte)
Endura FS260-Pro Adrenalin 69,99 Euro 80 Gut Befriedigend Gut Sehr gut (73 Punkte)
Gonso Grado 89,95 Euro 148 Befriedigend Befriedigend Befriedigend Gut (56 Punkte)
Gore Wear Ambient 99,95 Euro 54 Sehr gut Sehr gut Sehr gut Sehr gut (82 Punkte)
Pearl Izumi Zephrr Barrier 89,95 Euro 130 Gut Befriedigend Gut Gut (60 Punkte)
Poc Pure-Lite Splash 89,95 Euro 88 Befriedigend Gut Gut Gut (67 Punkte)
Shimano Compact 69,95 Euro 95 Gut Befriedigend Gut Sehr gut (71 Punkte)

Weitere Empfehlungen und Tipps

Entscheidend für eine körpernahe Passform ist die Elastizität des Materials. Die meisten Westen im Test setzen deshalb auf einen elastischen (Mesh-)Einsatz am Rücken, da der winddichte Stoff vorn oft kaum dehnbar ist. Zusatzeffekt: Durch das luftige Material kann Feuchtigkeit besser nach außen abgeführt werden und die Weste wird innen nicht schwitzig.

Tipp: Prüfen Sie, wenn möglich vor dem Kauf, ob sich die Windweste auch mit gefüllten Trikottaschen noch problemlos schließen lässt. Um den Zugriff auf Ihr Gepäck zu vereinfachen, bieten einige Modelle wie von Bioracer, Pearl Izumi oder Poc einen doppelten Zipper: So lässt sich die Weste von unten ein Stück weit öffnen und anschließend leichter wieder schließen.

Ein weiteres wichtiges, oft unterschätztes Detail: der Zipper am Reißverschluss. Er sollte nicht zu klein sein, damit Sie ihn auch mit klammen Fingern oder Handschuhen noch gut greifen können. Das erleichtert auch das Anziehen der Weste im Sattel - eine äußerst praktische Fertigkeit, die aber Übung erfordert.

Und noch ein Tipp: Eine Windweste in Signalfarbe - Neongelb oder Orange - verbessert Ihre Sichtbarkeit im Straßenverkehr signifikant - nicht nur im Winter.

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