Reynolds Laufräder: Innovation und Leistung für Trail- und Rennradfahrer

Reynolds, ein bekannter Hersteller von Laufrädern, präsentierte auf der Eurobike 2022 in Frankfurt seine neuesten Modelle dem europäischen Publikum. Bereits zuvor wurden die Neuauflagen der Trail-Laufräder 329 und 327 in der Blacklabel- und der TR-Ausführung auf dem Sea Otter Classic Festival in Kalifornien vorgestellt.

Anders als viele andere Hersteller, die ihre Laufräder für den gemischten Enduro- und Trail-Einsatz auslegen, baut Reynolds die 329 und 327 spezifisch für Trailbikes.

Neues Material, neue Form, lebenslange Garantie

Die Modellbezeichnung ergibt sich aus der Innenweite der Felge (32 Millimeter) und dem Laufraddurchmesser (29 oder 27,5 Zoll). Wie von Reynolds gewohnt, tragen die Modelle mit dem hochwertigsten Carbon-Layup den Zusatz „Blacklabel“ im Namen. Doch auch die kostengünstigeren „Trail Rated“ (TR) Laufräder kommen mit Carbonfelgen.

Das Carbon-Layup der Blacklabel-Trail-Laufräder ist dasselbe, welches Reynolds bereits länger in seinen Downhill-Laufradsätzen verwendet. Bei Worldcup-Downhiller Bernard Kerr vom Pivot Factory Racing Team konnte das extra stabile Carbon bereits zeigen, wie haltbar es ist. Der Brite war die vergangene Saison komplett auf einem Blacklabel-Laufradsatz unterwegs und hatte keine Defekte zu verzeichnen.

Das überzeugt scheinbar auch Reynolds selbst, und die Amerikaner geben eine lebenslange Garantie auf all ihre 329- und 327-Trail-Laufräder. Das neue Carbon-Layup ermöglichte es Reynolds außerdem, die Felgenhöhe zu reduzieren, ohne die Stabilität der Laufräder zu beeinträchtigen. Die nun nur noch 19 Millimeter hohen Felgen sind schön leicht und etwas nachgiebiger, wenn es über Wurzeln und Steine zur Sache geht.

Die Blacklabel-329- und 327-Trail-Laufräder sollen dadurch eine gewisse Federung bieten und den Fahrer entlasten.

Sechs Modelle mit Carbonfelgen

Bei den „Pro“-Modellen der Blacklabel-Serie verbaut Reynolds die Hydra-Naben von Industry Nine, während sich die „Expert“-Ausführung um Sun-Ringlé-Naben vom Typ Super Bubba X dreht. Alle Ausführungen kommen mit 28 Speichen und sind für den Einsatz mit Tubeless-Reifen vorbereitet.

Gemessen an den breiten Felgen, bleiben die Gewichte der Laufradsätze erfreulich gering:

  • Reynolds Blacklabel 329 Trail Pro: 1574 Gramm
  • Reynolds Blacklabel 329 Trail Expert: 1605 Gramm
  • Reynolds Blacklabel 327 Trail Pro: 1504 Gramm
  • Reynolds Blacklabel 327 Trail Expert: 1535 Gramm
  • Reynolds TR 329 Trail: 1776 Gramm
  • Reynolds TR 327 Trail: 1718 Gramm

Für die Blacklabel-Laufräder in der Pro-Ausführung werden 2.299,99 US-Dollar fällig, während die Expert-Variante 1.899,99 US-Dollar kosten soll. Für die TR-Laufräder ruft Reynolds 1.449,99 US-Dollar auf.

Reynolds BL25 und AR25: Flache Felgen im Trend

Reynolds widersetzt sich mit seinen BL25 und AR25-Modellen dem Trend zum Hochprofillaufrad. Alle drei Modelle setzen auf eine 25 Millimeter niedrige Vollcarbonfelge mit 21er-Maulweite, die natürlich Tubelessfähig ist und klassisch mit Haken kommt. Die Felgen wurden auf eine Reifenbreite von 28 Millimeter optimiert - heutzutage fast ein Standard am Rennrad.

Trotz der vergleichsweise flachen Höhe betont man bei Reynolds, die Felge auch unter aerodynamischen Aspekten entwickelt und optimiert zu haben - wenngleich man einräumt, dass die 25 Millimeter nicht mit tieferen Felgen konkurrieren können.

Drei Ausführungen bietet Reynolds an: Das Topmodell BL 25 Pro wiegt als Set mit 20 Speichen am Vorderrad gerade mal 1251 Gramm - Kostenpunkt: 2365 Euro.

Neustrukturierung des Vertriebs in Europa

Reynolds Cycling setzt auf eine neue Vertriebsstrategie. Dem einher geht jetzt auch eine Neustrukturierung des Auftritts in Europa und Veränderungen, was die Ansprechpartner für den Fachhandel anbelangt. Im Dezember wurden die Weichen hierfür gestellt.

Seit 2011 befindet sich die Europa-Zentrale der Hayes Bicycle Group in München. Da lag es nahe, auch den Europasitz der neuen Hayes-Marke Reynolds ebenfalls in die bayerischen Landeshauptstadt zu verlagern und an einem Standort die Kräfte zu bündeln und Synergien zu nutzen. Diese Integration von Reynolds-Europa in die Hayes-Zentrale wurde jetzt im Dezember vollzogen.

„Durch die Zentralisierung beider Standorte wird ein starkes Servicenetz geschaffen und ein nahtloser Kundensupport für alle Reynolds-Kunden gewährleistet“ heißt dazu von Hayes. Die Aufgaben und Kompetenzen sind klar verteilt: Zu den Dienstleistungen in München gehören Vertrieb, technischer Support, Marketing und Ersatzteilversand für Reynolds-Carbonräder und alle Marken von Hayes Performance Systems (Manitou, SUNringlé, Hayes, ProTaper MTB und Wheelsmith) zusammengefasst.

Hayes Performance Systems übernimmt Reynolds Cycling

Der Bremsenhersteller Hayes Performance Systems (Wisconsin, USA) hat den Laufradhersteller Reynolds Cycling (Utah, USA) gekauft. Hayes, Inhaber der Marken Manitou (Federgabeln), Sun-Ringle (Mountainbike-Aluminiumlaufräder), Pro Taper (Lenker und Vorbauten) und Wheelsmith (Speichen) erweitert damit sein Sortiment um Premium-Carbonlaufräder für Mountainbikes, Rennräder und Triathlonräder.

Der Vorstandsvorsitzende von Hayes Performance Systems Phil Malliet erklärt: „Wir wollen unsere Präsenz auf dem Weltmarkt ausbauen und Reynolds ist der perfekte Partner dafür. Mit Reynolds ergänzen wir unser Sun-Ringle-Sortiment mit MTB-Aluminiumlaufrädern um ein ganzheitliches Sortiment von Carbonlaufrädern.“

Der Bereichsleiter der Hayes Bicycle Group Darren Campbell ergänzt: „Reynolds ist Marktführer bei Carbonlaufrädern, verfügt über enorme Entwicklungsexpertise, eine eigene Produktion und pflegt ein Image als innovative Premiummarke. Auf der Taipei Cycle ab dem 31. Oktober erfolgt bereits ein gemeinsamer Auftritt.

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