Kinder-Laufräder helfen früh dabei, die Balance für späteres Radfahren zu finden. Laufräder sind eine gute Möglichkeit, die nötige Balance zu erlernen und machen zudem großen Spaß. Wir zeigen, worauf Sie beim Kauf eines Kinder-Laufrades achten sollten und wie sie sicher zu benutzen sind.
Was ist ein Laufrad und warum ist es gut für Kinder?
Früh übt sich, wer später Fahrrad fahren will. Auch entwickeln sie durch das Laufradfahren ein besseres Gefühl für Geschwindigkeit und Bremsen, wodurch den Kindern bereits wichtige Fähigkeiten für das normale Fahrradfahren beigebracht werden. Der Umstieg auf das normale Fahrrad gestaltet sich daher meist sehr leicht für die Kinder, wodurch oftmals sogar direkt auf Stützräder verzichtet werden kann. Ein weiterer Vorteil ist natürlich der Spaß, den das Herumdüsen mit Laufrädern für die Kinder birgt. Laufräder bieten den Vorteil, dass Kleinkinder ihre motorische Koordination trainieren und außerdem lernen, ihr Gleichgewicht zu kontrollieren.
Verschiedene Arten von Laufrädern
Laufräder gibt es in zahlreichen Variationen. Bei der großen Auswahl an Modellen kann man das Wesentliche leicht aus den Augen verlieren. Doch welche Eigenschaften sollte ein Laufrad mit sich bringen? Es verschiedene Arten von Laufrädern. Wir erklären Ihnen, worin sich die verschiedenen Laufräder unterscheiden. Im Wesentlichen können Sie sich an den folgenden drei Kategorien orientieren.
- Material: Laufräder bestehen entweder aus Metall, Holz oder aus Kunststoff.
- Ausstattung: Auch ist zwischen Laufrädern mit und ohne Trittbrett und mit oder ohne Ständer zu unterscheiden.
- Größe: Auch sind die Laufräder für verschiedene Körpergrößen und Alter geeignet - beim Kauf sollte daher auf die Eigenschaften des Kindes geachtet werden.
Materialien und Design
Von knalligen Farben bis hin zu schlichten Designs ist also alles möglich. Im Test konnten die Experten jedoch festhalten, dass die Kinder insbesondere von den knallig-bunten Laufrädern angetan waren. Daneben unterscheiden sich die Laufräder unter anderem am Reifen. Während die Testsieger mit Reifen aus Kunststoff ausgestattet waren, haben viele Laufräder hingegen Gummireifen.
Ausstattungsvarianten
Über einen Ständer verfügen die wenigsten Laufräder, er ist jedoch auch nicht unbedingt nötig, da die Kinder die Räder meist eh auf den Boden legen anstatt sie sorgfältig hinzustellen. Ein Trittbrett hingegen hatten die Hälfte der getesteten Laufräder zu bieten. Diese kamen bei den Kindern merklich gut an.
Kaufkriterien für Laufräder
Erwägen Sie den Kauf eines Laufrades, sollten Sie auf folgende Kriterien achten:
- Alters- und Größeneignung: Das wohl wichtigste Kaufkriterium ist, dass das Laufrad für das jeweilige Kind geeignet ist - sowohl hinsichtlich Größe als auch Alter.
- Material: Ein weiteres wichtiges Kriterium stellen die verwendeten Materialien dar.
- Gewicht: Gerade für kleine Kinder, die ja in der Regel nicht allzu viel Kraft haben, ist auch das Gewicht als entscheidender Punkt anzuführen.
- Ausstattung: Die verschiedenen Laufräder sind natürlich auch unterschiedlich ausgestattet.
- Preis: Beim Kauf eines Laufrades ist natürlich auch der Preis nicht außer Acht zu lassen.
Alters- und Größeneignung
Die meisten Laufräder sind für Kinder ab einer Körpergröße von 93 cm geeignet. Die maximale Körpergröße beträgt in der Regel je nach Modell 108 cm, 112 cm oder 115 cm. Daneben sind die Laufräder für Kinder bis zu einem Alter von vier, viereinhalb oder fünf Jahren geeignet. Auch hier variiert die Eignung.
Materialien
Während der Rahmen aus Stahl, Holz oder Kunststoff hergestellt ist, besteht der Reifen in der Regel aus einem Kunststoff- oder Gummimaterial. Hierbei ist es wichtig zu beachten, dass insbesondere Gummireifen oftmals hohe Schadstoffwerte mit sich bringen.
Gewicht
Die Laufräder weisen je nach Modell ein Gewicht von circa 2,7 bis zu 4,9 kg auf. Je leichter das Modell ist, desto einfacher fällt es dem Kind damit umzugehen und es leicht aufzuheben.
Ausstattung
Es gibt Laufräder mit Trittbrett, Ständer, Lenkeinschlag oder eben ohne diese Ausstattungen. Insbesondere ein Trittbrett sowie ein Lenkeinschlag konnten sich im Test jedoch als sehr nützliche Komponenten.
Vorstellung verschiedener Modelle
Puky LR Light
Das Puky LR Light Laufrad wiegt 3 Kilogramm und eignet sich für Kinder ab etwa zweieinhalb Jahren. Der Rahmen, die Gabel und die Naben bestehen aus Aluminium. Die empfohlene Körpergröße liegt zwischen 90 und 120 cm, die passende Schrittlänge zwischen 35 und 48 cm. Die maximale Belastung beträgt 25 kg. Es ist mit luftbereiften Speichenrädern im Skinwall-Design ausgestattet. Der tiefe Einstieg sollte gerade kleinen Kindern das Auf- und Absteigen erleichtern, die leicht gestreckte Rahmengeometrie unterstützt ein agiles Fahrverhalten. Der Bananensattel des Puky ist auf die kindliche Laufbewegung abgestimmt und verfügt über einen integrierten Tragegriff. Lenker und Sattel sind höhenverstellbar.
Bandits & Angels Starter Kinder-Laufrad
Das Bandits and Angels Starter Laufrad ist für Kinder ab etwa zwei Jahren geeignet. Es wiegt rund 3,0 kg und ist bis zu 25 kg belastbar. Der Rahmen besteht aus Metall, was dem Rad Stabilität verleiht. Der Einstieg ist niedrig gehalten und wird durch ein integriertes Trittbrett ergänzt. Der Sattel lässt sich in der Höhe zwischen 29 und 39 cm verstellen, der Lenker zwischen 49 und 55 cm. Damit kann das Laufrad über eine gewisse Zeit mit dem Kind mitwachsen. Je nach Modell sind entweder wartungsfreie PU-Reifen oder luftgefüllte Reifen verbaut. PU-Reifen sind pannensicher und pflegeleicht, Luftreifen bieten mehr Komfort auf unebenem Untergrund. Einige Varianten verfügen über einen Lenkerkorb oder Schutzbleche. Sicherheitslenkergriffe sind bei allen Ausführungen vorhanden.
Early Rider Superply Bonsai 12 Zoll Laufrad
Das Early Rider Superply Bonsai 12 Zoll Laufrad wiegt 3,75 Kilogramm und ist für eine maximale Belastung von 20 Kilogramm ausgelegt. Es richtet sich an Kinder im Alter von etwa zwei bis vier Jahren mit einer Innenbeinlänge ab 33 Zentimetern. Der Rahmen und die Gabel bestehen aus horizontal laminiertem Birkenholz, das eine gewisse natürliche Dämpfung bietet. Die Sitzhöhe lässt sich zwischen 35 und 45 Zentimetern einstellen. Die Laufräder sind aus Aluminium gefertigt, verfügen über hohle Achsen und abgedichtete Kugellager. Die Reifen haben eine Größe von 12,5 mal 1,75 Zoll. Der Lenker ist 40 Zentimeter breit, hat einen Rise von 20 Millimetern und ist wie der Vorbau aus Aluminium, beide stammen von Ritchey. Die Überstandshöhe beträgt 33 Zentimeter. Der Sattel ist mit Kunstleder bezogen und fest mit der Sattelstütze verbunden. Bremsen sind nicht verbaut.
Weitere beliebte Modelle
- Puky LR M
- Kettler Speedy
- Woom 1
- Pinolino Jojo
- Hauck Balance N Ride
- Affenzahn Mini-Flitzer
Sicherheitshinweise und Tipps
Kinder können mit den Laufrädern hohe Geschwindigkeiten erreichen und bei jeglichen Hindernissen immer wieder Gefahren ausgesetzt sein. Eltern müssen daher beachten, dass sie immer ein wachsames Auge auf die Kleinen haben, wenn diese mit dem Laufrad umherflitzen. Ein Helm ist dabei ebenfalls unverzichtbar, um die Sicherheit des Kindes nicht zu gefährden. Gerade am Anfang, wenn die Kleinen das Laufradfahren lernen, sollten Eltern sie ein wenig anleiten und gegebenenfalls durch Hilfestellungen unterstützen. Hierbei ist es natürlich auch wichtig, in geschützten Bereichen ohne große Gefahren und Hindernisse zu beginnen.
Wann ist ein Kind bereit für ein Laufrad?
Wann ein Kind bereit für das Laufradfahren ist, müssen ebenfalls die Eltern einschätzen. Kinder entwickeln sich unterschiedlich, weshalb der Beginn zum Laufradfahren nicht auf ein Alter fixiert werden sollte. Vielmehr gilt es für Eltern zu entscheiden, ob das Kind hinsichtlich geistlicher, körperlicher und motorischer Entwicklung bereit dazu ist oder nicht.
Die richtige Einstellung von Lenker und Sattel
Daneben sollten Eltern allgemein darauf achten, dass sowohl der Lenker als auch der Sitz auf die Körpergröße des Kindes richtig eingestellt sind. Insbesondere ist dabei wichtig, dass die Kleinen aufrecht sitzen, das Lenkrad gut erreichen und mit den Füßen natürlich den Boden berühren können, um fahren und auch gut bremsen zu können.
Grundausstattung und nützliche Extras
Grundsätzlich muss ein Laufrad nur zwei Reifen, einen Rahmen, Sitz und Lenkrad mit sich bringen. Ausstattungen wie ein Trittbrett oder Ständer können jedoch nützliche Extras sein. Gerade Laufräder mit Trittbrettern kamen bei den Testkindern sehr gut an. So konnten sie unter dem Fahren ihre Füße darauf abstellen und mussten sie nicht unbequem in der Luft halten. Ständer hingegen stellten sich beim Test eher als überflüssig heraus. Ein Lenkeinschlag bietet für die Kinder etwas mehr Sicherheit, da sie beim Fahren den Lenker so nur bis zu einem gewissen Grad einschlagen können. Anstatt den Lenker also um 360 Grad drehen zu können, beschränkt sich das Einschlagen nach links und rechts. Vor allem unsicheren Kindern kann dadurch ein sichererer Halt gegeben werden.
Umgang mit Schadstoffen
Im jüngsten Test der Stiftung Warentest sind von 13 getesteten Kinderlaufräder ganze zehn aufgrund zu hoher Schadstoffbelastung durchgefallen, darunter auch unser Testsieger Puky LR M (Test 12/2021). Allerdings ist die Nutzung von Laufrädern unserer Ansicht nach nicht Kleinkinderspielzeug-typisch - oder anders gesagt, kaum ein Kind wird auf die Idee kommen, einen Sattel oder einen Reifen in den Mund zunehmen und darauf herumzukauen. Tatsächlich fand die Stiftung Warentest die meisten Schadstoffe in den Sätteln oder den Reifen, nicht dagegen an den Handgriffen. Daher besteht aus unserer Sicht kein Anlass zur Panik. Einige Hersteller haben auf den Test der Stiftung Warentest mit Verkaufsstopps reagiert und bieten teilweise Ersatz an.
Tabelle: Vergleich ausgewählter Laufrad-Modelle
| Modell | Gewicht | Material Rahmen | Empfohlenes Alter | Max. Belastung | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
| Puky LR Light | 3 kg | Aluminium | Ab 2,5 Jahren | 25 kg | Luftbereifung, tiefer Einstieg |
| Bandits & Angels Starter | 3 kg | Metall | Ab 2 Jahren | 25 kg | Tiefer Einstieg, Trittbrett |
| Early Rider Superply Bonsai | 3,75 kg | Birkenholz | 2-4 Jahre | 20 kg | Holzrahmen, natürliche Dämpfung |
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