BMW Motorrad Rucksack Test: Gepäcklösungen für jeden Bedarf

Der mobile Kofferraum auf dem Rücken ist nach wie vor eines der beliebtesten Motorradzubehör-Artikel. Entsprechend prall gefüllte Seiten der einschlägigen Kataloge stützen diese These.

BMW Black Collection: Vielseitige Gepäcklösungen

BMW bietet mit der Black Collection eine Reihe von Gepäcklösungen an, die sich durch hochwertige Materialien und durchdachte Details auszeichnen:

Tankrucksäcke

Der große Tankrucksack der Black Collection besteht aus TPU-beschichtetem Polyestergewebe und wird mit drei Riemen befestigt. Steckverschlüsse vorn und hinten erlauben ein schnelles Auf- und Absetzen beim Tanken. Das Volumen des Rucksacks kann über einen Reißverschluss von 13 auf 18 Liter vergrößert werden. Das Hauptfach wird über einen abschließbaren Zwei-Wege-Reißverschluss verschlossen. Er ist gummiert und dadurch wasserabweisend. Im Inneren findet sich dennoch ein wasserdichter Innenbeutel mit Rollverschluss. Netzfächer an den Seitenwänden im Hauptfach sowie eine Außentasche bieten zusätzlichen Stauraum. Elektronische Geräte können im wasserdichten Klarsichtfach mit Kabeldurchführung sicher untergebracht werden. Das Touch-Display soll sich auch im Fach liegend bedienen lassen. Mit den zusätzlich beigelegten Gurten kann der vielseitige Tankrucksack des Weiteren auch als Hecktasche auf Gepäckbrücke und Soziussitz befestigt werden. Der Rucksack ist in Schwarz gehalten und verfügt über blaue Akzente sowie blaues Innenfutter. Für die verschiedenen Tankformen der BMW-Modelle gibt es den Rucksack in unterschiedlichen Ausführungen.

  • Volumen: 13 - 18 l
  • Maße: 32 × 22 × 19/26 cm; wahlweise: 34 × 22 × 16/21 cm

Die kleine Variante des Tankrucksack verfügt über eine ähnliche Ausstattung. Sie Volumen ist mit fünf Litern jedoch deutlich kleiner. Dank der zusätzlich beigelegten Gurte kann der Tankrucksack auch als Hecktasche auf Gepäckbrücke oder Soziussitz befestigt werden.

  • Volumen: 5 l
  • Maße: 25 × 20 × 10 cm

Hecktaschen

Die neuen Hecktaschen soll es in einer großen (50 - 60 Liter) und einer kleinen (35 - 42 Liter) Ausführung geben. Das TPU-beschichtete Außenmaterial, die Zwei-Wege-Reißverschlüsse und die wasserdichte Innentasche entsprechen der Ausstattung der Tankrucksäcke. Per Rundum-Reißverschluss kann auch das Volumen der Hecktaschen nochmals erweitert werden. Eine Einstecktasche auf der Deckelinnenseite und beidseitig aufgesetzte Reißverschlussfächer helfen beim Organisieren des Gepäcks. Für den Transport abseits des Motorrads sind die Hecktaschen faltbar.

  • Hecktasche Black Collection, groß
    • Volumen: 50 - 60 l
    • Maße: 55 x 30 x 30/35 cm
  • Hecktasche Black Collection, klein
    • Volumen: 35 - 42 l
    • Maße: 41 x 30 x 30/35 cm

Seitentaschen

Die wasserdichten Seitentaschen fassen wahlweise 10 oder 15 Liter Gepäck. Sie werden mit einem fahrzeugspezifischen Halter am Motorrad befestigt.

  • Seitentasche Black Collection, groß
    • Volumen: 15 l
    • Maße: 35 × 32 × 14 cm
  • Seitentasche Black Collection, klein
    • Volumen: 10 l
    • Maße: 26 × 32 × 14 cm

Rucksäcke und Hip Bag

In der Hüfttasche können Wertsachen sicher verstaut werden und sind somit immer am Mann oder der Frau. Das Hauptfach mit umlaufendem Zwei-Wege-Reißverschluss soll wasserdicht sein. Zusätzlich gibt es drei Außentaschen mit Reißverschluss. Damit sich im Sommer nicht die Hitze unter der Tasche staut, hält ein 3D-Material sie auf Abstand zum Körper und ermöglicht die Luftzirkulation.

  • Volumen: 3 l
  • Maße: 18 × 20 × 11 cm

Zwei Rucksäcke im passenden Design müsste man an dieser Stelle nicht nennen, ließe sich im größeren von ihnen nicht ein Integralhelm (bis Größe 61) verstauen. Der findet im unteren Bereich der Rucksacks Platz. Darüber findet sich ein integriertes Laptopfach (bis 15 Zoll). Ein ergonomisch geformtes Rückenteil, Brust- und Hüftgurt sowie luftdurchlässige Schultertragegurte sollten hohen Tragekomfort sicherstellen. Der kleinere Rucksack fasst 20 Liter, der größere 30 Liter.

Test: 11 wasserdichte Alltags-Rucksäcke im Vergleich

Elf Alltags-Alleskönner von 60 bis 170 Euro mussten zeigen, was sie drauf- und drin haben. Der mobile Kofferraum auf dem Rücken ist immer noch einer der beliebtesten Motorradzubehör-Artikel.

Der geneigte Leser wird daher in den Plus/Minus-Bewertungen keine größeren Aussagen dazu finden, die Unterschiede sind marginal. Durch die Bank gut gemacht ist auch das Testfeld dieser Geschichte. Zumindest, wenn es um Ausstattungsdetails geht, die in länger zurückliegenden Rucksacktests immer wieder für Verdruss sorgten. Solide Klickverschlüsse, gut zu greifende Reißverschluss-Zipper, sauber abgedichtete Nähte, flatterfreie Gurte, gesicherte Gurtenden und stabile Oberstoffe sind in dieser Klasse selbstverständlich.

Wasserdicht oder wasserabweisend?

Ob ein Rucksack wasserdicht oder nur wasserabweisend sein soll, ist eine Grundsatzfrage. Wer die immer etwas planen- und gummiartige Anmutung der wasserdichten Säcke nicht mag und einen etwas textileren Griff bevorzugt, kommt kaum umhin, bei stärkerem Regen eine lose beiliegende oder integrierte Regenhaube zu montieren. Fast ebenso philosophisch ist die Frage nach dem Verschluss des Hauptfachs. Hier heißen die Hauptkonkurrenten Roll- und Reißverschluss.

Testergebnisse im Überblick

Hier eine Zusammenfassung der getesteten Rucksäcke mit ihren Vor- und Nachteilen:

Marke Preis Volumen Gewicht Plus Minus Fazit
Alpinestars 169,95 Euro 28 bis 35 Liter 1496 Gramm Einfache Anpassung, gut gepolsterte Schultergurte, viele Taschen Enge Öffnung zum Hauptfach, wenig Stauraum, hoher Preis Sieht nach mehr Platz aus, als er bietet.
BMW 135,00 Euro 30 bis 35 Liter 1724 Gramm Einfache Anpassung, perfekt gepolsterte Schultergurte, durchdachte Aufteilung, viel Platz Sehr schwer Die K 1600 GTL in Rucksackform - mehr geht fast nicht.
Büse 59,95 Euro 30 Liter 898 Gramm Gurteinstellung einfach, Hauptfach gut zugänglich, relativ leicht, attraktiver Preis Sehr magere Ausstattung, keine Innentasche, Schultergurte nicht optimal Ein purer Sack, nicht mehr und nicht weniger.
Dainese 149,95 Euro 26,2 Liter 1098 Gramm Einfache Anpassung, sehr gut gepolsterte Schultergurte, durchdachte Aufteilung, viel Platz Bauchgurt etwas zu schmal, Preis Hat es faustdick hinter der wasserdichten Hülle.
Motoport 119,00 Euro 27 Liter 1368 Gramm Einfache Anpassung, guter Bauchgurt - -
Givi 99,90 Euro 25 Liter 560 Gramm Einfache Anpassung, extrem leicht Schultergurte zu wenig gepolstert, magere Ausstattung, Zugang eng, hoher Preis Rucksack-Purismus auf die Spitze getrieben - weniger geht eigentlich nicht.
Held 69,95 Euro 20 bis 30 Liter 926 Gramm Stabile Klickverschlüsse, herausnehmbare Zusatztasche Schultergurte nicht optimal, Rückenpolster zu dünn, Zugang schmal Ein weiterer Vertreter der Puristen-Klasse.
Polo 109,95 Euro 25 Liter 884 Gramm Einfache Anpassung, perfekter Bauchgurt, praxisgerechte Taschen, leicht Schultergurte dürften stärker gepolstert sein Absolut gelungene Kombination aus Nur-Sack und detailverliebtem Über-Sack.
SW-Motech 69,95 Euro 30 Liter 1158 Gramm Einfache Anpassung, sehr gut gepolsterte Schultergurte, viel Platz, attraktiver Preis Magere Ausstattung, Außenfach nicht wasserdicht, relativ schwer Da waren absolute Praktiker am Werk.
Touratech 119,95 Euro 29 Liter 680 Gramm Einfache Anpassung, sehr gut gepolsterte Schultergurte, leicht Nur Quergurt statt Brust- und Bauchgurt, magere Ausstattung, Preis Der ungewöhnliche Beladeweg des robusten Puristen hat sicher seine Liebhaber.
Louis 119,99 Euro 27 Liter 1446 Gramm Einfache Anpassung, üppige Ausstattung, relativ einfaches Beladen Etwas zu verspielt, Bauchgurt zu schmal, schwer, ohne Regenhaube nicht wasserdicht Etwas weniger wäre vermutlich etwas mehr gewesen.

Weitere getestete Rucksäcke für Motorradfahrer

Neben den oben genannten Rucksäcken wurden auch folgende Modelle getestet:

  • Büse Rucksack wasserdicht: Einfacher Sack aus schwerer Lkw-Plane, gut geeignet für den schnellen Transport größerer, sperriger Dinge.
  • FC-Moto Hump 2.0: Sein größtes Argument ist der aktuell unschlagbare Aktionspreis unter 20 Euro.
  • Givi Travel-T: Als Tornister mit festem Korpus erfreut der Gravel-T durch strukturierten Aufbau vor allem organisierte Packmeister.
  • Held Zaino: Der Held erfreut dank Signalfarbe und 3M-Reflektoren vor allem Backpacker, die immer sichtbar sein wollen.
  • IXS TP Backpack 20 1.0: Die Schweizer Motorradprofis punkten mit einem ergonomisch korrekten Trägersystem und sauber strukturierter Aufmachung.
  • Modeka Drypack 22: Gemessen am Preis fehlen ihm einige Details, die aus einem ordentlichen Packsack einen besseren machen würden.
  • Moto-Detail Drypack: Der Rucksack von Louis ist der Kauftipp im Test.
  • Ortlieb Atrack CR Urban: Einer der wenigen Rucksäcke „made in Germany“, die mit einer Top-Ausstattung und Highend-Zutaten wie dem ultimativen Tizip-Reißverschluss glänzen.
  • SW-Motech Triton: Klarer Testsieger: SW-Motech versteht es nicht nur, Stauraum an Bikes, sondern auch für Fahrer zu konzipieren.
  • Vaude Proof 28: Der bekannte Standardsack mit aber drei Besonderheiten: PVC-frei und hergestellt (wie Ortlieb) in Deutschland und dazu ein top-ausgefeiltes Trägersystem.

BMW Rucksack "Function": Eine Klasse für sich

Der erste Function war der beste Motorradrucksack, den ich je gefahren bin, weil er a) sehr solide verarbeitet war und b) in seiner Größe genau die richtigen Bereiche abdeckte von Alltag bis Tour. Zwar sparte sich BMW in der jetzt aktuellen, kleinen Version dieses ausklappbare Fach (es verwendete wohl außer mir kaum jemand), doch in der Größe liegt der neue Function in seiner kleinen Variante nahe an jenem Optimum, das schon die erste Generation so praktisch machte. Leer braucht der Function als Gepäckstück nur ungefähr so viel Platz wie ein Pullover. Ansonsten alles wie gewünscht: Das Dokumentenfach liegt regengeschützt innen. Es gibt einen höhenverstellbaren Brust-Clip und einen einfachen Beckenriemen. Ein Rollverschluss schützt das Hauptfach zuverlässig vor Regen. Die Außenfächer sind mit wasserdichten Reißverschlüssen zumindest teilweise geschützt. Die auffällige Farbgebung hilft dabei, dass der Fahrer im Verkehr nicht übersehen wird.

Wunderlich ELEPHANT: Bewährte Qualität und Funktionalität

Der ELEPHANT Tankrucksack überzeugt bis heute BMW-Motorradfahrer auf allen Erdteilen mit seinen wohl durchdachten Details. Er ist extrem strapazier- und anpassungsfähig und hat sich bestens bewährt. Die »ELEPHANT« DRYBAGs sind puristisch und wasserdicht. Alle Taschen und der Tankrucksack der ELEPHANT DRYBAG-Serie sind gekennzeichnet durch das reduzierte, puristische und ausgesprochen klare Design von hohem Wiedererkennungswert. Sie sind absolut wasserdicht konstruiert, sie sind UV-stabil, robust konfektioniert und langlebig.

»ELEPHANT« DRYBAG - Tankrucksack

Wunderlichs kompakter Tankrucksack ist die ideale Lösung für die alltägliche Fahrt, jedoch ist er genauso für eine mehrtägige Tour prädestiniert. Er verfügt über ein Volumen von 12 Litern, das sich im Alltag als sehr zweckmäßig erwiesen hat.

»ELEPHANT« DRYBAG - Sitzbank- und Gepäckträgertasche

Die multifunktionale und kompakte Tasche, kann entweder auf dem Gepäckträger oder dem Soziussitz schnell und unkompliziert befestigt werden. Perfekt, wenn auf die Schnelle zusätzlicher Stauraum benötigt wird. Sie verfügt über ein Volumen von 12 Litern, das sich bei Bedarf auf großzügige 16 Liter erweitern lässt.

»ELEPHANT« DRYBAG - Koffertoptaschen - schwarz

Die von Wunderlich maßgeschneiderten Koffertoptaschen ELEPHANT DRYBAG finden Platz auf den Seitenkoffern. Damit sind sie die idealen Begleiter auf der großen Tour. Sie sind passgenau gefertigt und mit einem bequemen und gleichermaßen sicheren System zur Befestigung ausgestattet. Das großzügige Volumen von 18 Litern lässt sich durch die Auszüge nochmals um ganze 8 Liter auf 26 Liter erweitern.

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