Viele Motorradfahrer nutzen ihren fahrbaren Untersatz, um zur Arbeit zu pendeln oder längere Touren zu unternehmen. Dabei stellt sich oft die Frage, wie man Gepäck sicher und trocken transportiert. Ein wasserdichter Motorradrucksack kann hier die ideale Lösung sein. In diesem Artikel werden verschiedene Modelle verglichen und die wichtigsten Aspekte beim Kauf beleuchtet.
Warum ein spezieller Motorradrucksack?
Im Gegensatz zu normalen Rucksäcken sind Motorradrucksäcke oft verstärkt und bieten zusätzlichen Schutz. Das Thema Sicherheit spielt eine wichtige Rolle, besonders wenn es um den Transport von Akten, Laptops oder anderen Wertgegenständen geht. Motorradrucksäcke sind so konzipiert, dass sie auch bei hohen Geschwindigkeiten stabil sitzen und den Fahrer nicht beeinträchtigen. Allerdings sollte man beachten, dass die wenigsten Rucksäcke so verstärkt sind, dass sie bei einem Unfall nennenswert Schutz bieten würden.
Dennoch kann ein flacher Aktenordner oder ein Notebook im Rucksack im Falle eines Sturzes besser sein als nichts. Es ist jedoch wichtig, dass keine harten Gegenstände punktuell auf dem Rücken liegen. Alternativ könnte man einen separaten Rückenprotektor in den Rucksack legen, um zusätzlichen Schutz zu gewährleisten.
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Wasserdichtigkeit: Achten Sie darauf, dass der Rucksack tatsächlich wasserdicht ist. Viele Modelle sind es nicht, auch wenn es auf den ersten Blick so scheint. Die Beschreibung sollte klar Auskunft darüber geben.
Größe und Gewicht: Die richtige Größe hängt davon ab, was und wie viel Sie transportieren möchten. Kleine Rucksäcke eignen sich kaum für sperrige Gegenstände wie Schuhe oder Laptops. Das Eigengewicht des Rucksacks sollte idealerweise unter 1 kg liegen, um das Gesamtgewicht gering zu halten.
Stabilität und Komfort: Ein guter Motorradrucksack sollte bequem und stabil auf dem Rücken sitzen, auch in Kurven. Achten Sie auf Modelle mit Brust- und Taillengurten, die für zusätzlichen Halt sorgen.
Material: Weichschalenrucksäcke aus Nylon, Polyamid oder Planen sind strapazierfähig und leicht. Hartschalenrucksäcke sind stabiler, passen sich aber weniger gut der Rückenform an.
Verschiedene Arten von Motorradtaschen
Neben Rucksäcken gibt es auch andere Möglichkeiten, Gepäck auf dem Motorrad zu transportieren:
* Tankrucksäcke: Werden am Tank befestigt und eignen sich gut für kleinere Gegenstände, die schnell griffbereit sein sollen. Sie sind jedoch selten wasserdicht.* Topcases und Hecktaschen: Werden auf dem Heckgepäckträger oder hinter der Sitzbank befestigt. Topcases sind stabil und bieten Diebstahlschutz, während Hecktaschen mehr Volumen haben und tourentauglicher sind.* Satteltaschen: Werden an den Seiten des Motorrads befestigt und bieten viel Platz, können aber bei hohen Geschwindigkeiten flattern.* Koffersysteme: Sind stabil, wasserdicht und bieten ein großes Packvolumen, aber auch die teuerste Option.* Gepäckrollen: Sind preiswert, bieten viel Volumen und eignen sich gut für sperrige Gegenstände, sollten aber wasserdicht sein.Empfehlenswerte Modelle im Überblick
Hier eine Übersicht über einige empfehlenswerte wasserdichte Motorradrucksäcke:
* SW-Motech Triton: Klarer Testsieger mit Laptop-Tasche und sehr gutem Tragesystem.* Moto-Detail Drypack von Louis: Preisgünstiger Kauftipp mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.* Büse Rucksack wasserdicht: Einfacher Sack aus Lkw-Plane, ideal für den schnellen Transport größerer, sperriger Dinge.* Givi Travel-T: Tornister mit festem Korpus und strukturiertem Aufbau.* Held Zaino: Erfreut dank Signalfarbe und 3M-Reflektoren vor allem Backpacker, die immer sichtbar sein wollen.* IXS TP Backpack 20 1.0: Punket mit einem ergonomisch korrekten Trägersystem und sauber strukturierter Aufmachung.* Ortlieb Atrack CR Urban: Made in Germany mit Top-Ausstattung und Highend-Zutaten wie dem ultimativen Tizip-Reißverschluss.* Enduristan Hurricane 15: Der Hurricane 15 hat sich auf 50.000 Kilometern offroad bewährt und bietet umfassende Wasserdichtigkeit.| Modell | Volumen | Gewicht | Material | Besonderheiten | MOTORRAD-Urteil |
|---|---|---|---|---|---|
| SW-Motech Triton | 20 Liter | 1.390 Gramm | Polyester mit PVC-Beschichtung | Laptop-Tasche, Organizerfächer, wasserdicht | sehr gut |
| Moto-Detail Drypack | 26 Liter | 1.050 Gramm | Textilgewebe mit PVC-Beschichtung | Außenfach, Netzeinschubtasche, wasserdicht | sehr gut |
| Büse Rucksack wasserdicht | 30 Liter | 880 Gramm | Polyurethan ("Tarpaulin") | Rollverschluss, Kompressionsgurte, wasserdicht | gut |
| Enduristan Hurricane 15 | 15 Liter | 1.4 kg | - | Umfassende Wasserdichtigkeit, Fach für Trinkblase | - |
Weitere Erfahrungen und Meinungen
Viele Motorradfahrer haben ihre eigenen Erfahrungen mit verschiedenen Rucksäcken gemacht. Ein Nutzer berichtet, dass er den Drybag 300 Rucksack von SW-Motech als perfekten Alltagsbegleiter für die Arbeit empfindet, während er für Roadtrips aufgrund des Komforts etwas weniger geeignet ist.
Ein anderer Nutzer lobt den wasserdichten Büse-Rucksack für seine einfache Handhabung und Wasserdichtigkeit, bemängelt aber das fehlende Innenfach für Kleinteile.
Fazit
Die Wahl des richtigen Motorradrucksacks hängt von den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Achten Sie auf Wasserdichtigkeit, Größe, Gewicht, Stabilität und Komfort, um den perfekten Begleiter für Ihre Motorradtouren zu finden.
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