Rudy Project Rush Fahrradhelm Test: Was Sie vor dem Kauf wissen sollten

Ein Helm soll vor allem eines: schützen. Doch das Angebot ist groß. Wie Triathlon-Einsteiger und Einsteigerinnen das passende Modell finden, erfahren Sie hier.

Die Bedeutung des richtigen Fahrradhelms

Die wichtigste Funktion eines Fahrradhelms ist der Schutz des Kopfes im Falle eines Sturzes. Neben einem funktionierenden Rad wird vor dem Rennen beim Einlass in die Wechselzone auch der Helm und dessen Verschluss überprüft.

Sicherheitsstandards und Normen

Ganz egal, ob High-End-Aero-Helm oder günstiger City-Helm aus dem Discounter: Alle in Deutschland erhältlichen Helme müssen gewisse Mindest-Sicherheitskriterien erfüllen, die in einer europäischen Norm festgelegt ist. Konkret heißt dies, dass unter definierten Rahmenbedingungen der Aufprall eines Prüfkopfes gewisse Grenzwerte nicht überschreiten darf. Dennoch gibt es natürlich Modelle, die den Kopf bei einem Sturz besser schützen als andere. Daher empfehlen wir, beim Helmkauf nicht zu sehr zu sparen.

Worauf muss ich beim Kauf eines Fahrradhelms für den Triathlon achten?

Neben dem Schutz des Kopfes bei einem potenziellen Sturz ist gerade im Triathlon eine gute Windschnittigkeit formgebend für die Helme. Aerodynamische Helme reduzieren den Luftwiderstand und machen somit schneller.

Aerodynamik und Belüftung

Helme mit langem Schweif waren vor einigen Jahren noch sehr viel gängiger, heutzutage dominieren etwas kürzere Helme. Denn eine gute Aerodynamik im Labor bringt nur etwas, wenn Sie vom Sportler oder von der Sportlerin auf dem Rad auch umgesetzt werden kann. Generell können Sie sich daran orientieren, dass Helme mit weitestgehend geschlossener Oberfläche (die also weniger Belüftung zulassen) windschnittiger sind als Helme, die auf maximale Belüftung und ein entsprechend offenes Design setzen.

Kühler Kopf auch bei warmen Bedingungen

Gerade für Einsteigerinnen und Einsteiger macht es wenig Sinn, Vorteile einer guten Belüftung weitestgehend zu opfern. Legen Sie lieber das Augenmerk darauf, auch bei warmen Bedingungen auf dem Rad immer einen kühlen Kopf zu bewahren. So steigen Sie frischer vom Rad und können die dritte Disziplin unbeschwerter in Angriff nehmen.

Tragekomfort und Einstellbarkeit

Anknüpfend an eine gute Belüftung führen auch der Tragekomfort und eine gute Einstellbarkeit dazu, dass Sie sich auf dem Rad wohler fühlen und im Falle des Falles besser geschützt sind. Denn selbst den besten Helm tragen Sie nicht gern, sofern er nicht richtig auf Ihrem Kopf sitzt. Das Riemendreieck sollte gut unter den Ohren und der Kinnriemen sicher, aber nicht unangenehm sitzen. Meist sitzt am hinteren Teil des Helms ein Drehrädchen, mit dem Sie den Helm auf Ihre Kopfweite ideal und in Sekundenschnelle einstellen können. Bei optimalem Sitz sollte ein Radhelm auch mit offenem Kinnriemen nicht rutschen. Wenn das der Fall ist, haben Sie das richtige Modell sowie die richtige Größe gefunden. Dennoch fahren Sie natürlich immer mit geschlossenem Kinnriemen, denn ohne fliegt der Helm im Falle eines Sturzes als erstes vom Kopf.

Wie finde ich die richtige Helmgröße?

Radhelme werden meist in drei verschiedenen Größen angeboten. Entscheidend ist hier der Kopfumfang. Zwischen Frauen- und Männermodellen wird nicht unterschieden. Legen Sie zur Bestimmung Ihrer idealen Größe ein Maßband knapp oberhalb der Augenbrauen und Ohren um Ihren Kopf. Liegt der Umfang genau zwischen zwei Größen, sollten Sie beide anprobieren. Bedenken Sie auch, dass in der kalten Jahreszeit noch eine Mütze Platz finden sollte.

Rudy Project Rush im Detail

Deutlich offener ist der Rush von Rudy Project gestaltet. Schutz und Komfort stehen beim Rush an oberster Stelle.

Weitere Empfehlungen für Radhelme

Im Folgenden finden Sie einige Modelle, die wir Ihnen - je nach Ambitionen und Budget - empfehlen können.

Günstigere Radhelme bis 100 Euro

  • MET Strale: Als „perfekten Mix aus Aero und Belüftung“ betitelt MET ihren Strale.
  • Abus Viantor: Abus bezeichnet den Viantor selbst als leichten Einsteigerhelm, der allerdings bewährte Technologien aus dem Profisport mitbringt.

Aero-Radhelme bis 200 Euro

  • MET Rivale Mips: Mit der Mips-Technologie bietet er ein Plus an Sicherheit und verfügt, wie unschwer zu erkennen, über eine aerodynamisch getrimmte Form.
  • Lazer Century: Mit einer Handbewegung kann aus einem vollständig belüfteten Helm ein Aero-Helm gemacht werden.
  • HJC Furion 2.0: Auch der Furion 2.0 von HJC wurde so konzipiert, dass er eine besonders gute Aerodynamik mit einer effizienten Belüftung verbinden soll.
  • Rudy Project Nytron: Neben seiner guten Aerodynamik lag bei diesem Helm das Hauptaugenmerk auf außerordentlich hoher Sicherheit sowie auf einer guten Belüftung.

Rudy Project Rebel Fahrradhelm

Der Rebel Fahrradhelm ist Teil der 2025er-Kollektion von Rudy Project und wurde bereits bei der Tour de France 2024 vom World Tour Team Bahrain Victorious getragen. Neben den Carbon-Einsätzen, auf der Außenseite des Rennradhelms, fällt auch das Anpassungssystem am Hinterkopf auf. Ansonsten wirkt der mattschwarze Testhelm sehr klar in seiner Optik, ohne viel Schnick-Schnack oder auffälligen Design-Elementen.

Besondere Merkmale des Rebel

Auf der Innenseite sticht die weiche Polsterung in Verbindung mit einem integrierten Netzeinsatz hervor. Der lässt sich gegen eine einfache, mitgelieferte Polsterung austauschen und wird mit Kletterverschlüssen an der Innenseite befestigt. Dank des Einsatz von Carbon konnte die Dicke der inneren Polysterolschale des Rennradhelms reduziert werden. Die Schale des Rebel besteht aus recyceltem Polycarbonat. Mit gerade einmal 250 Gramm ist der Fahrradhelm ein echtes Leichtgewicht.

Belüftung und Anpassung

22 Belüftungslöchern sorgen für einen angenehmen Luftstrom und sorgen dafür, dass Du auch bei heißem und schwülem Wetter einen kühlen Kopf bewahrst. Über das „RS Micro 11 Anpassungssystem“ lässt sich der Helm sehr detailliert und genau an seinen Träger anpassen.

Die passende Brille

Rudy Project ist, neben seinen Fahrradhelmen, für seine Sportbrillen bekannt.

Fazit zum Rudy Project Rebel

Die Leichtigkeit des Rebel und die sehr gute Anpassbarkeit sind die beiden Hauptvorteile des Rennradhelms. Rudy Project ist diesbezüglich durch den Einsatz von Carbon ein „großer Wurf gelungen“. Neben dem Tragekomfort ist auch Belüftung an heißen Tagen mit „sehr gut“ zu bewerten!

Sicherheit im Test: TOUR Rennrad-Helme

Neue Werkstoffe und Technologien machen Fahrrad-Helme sicherer - das zeigen die Crash-Tests von TOUR. Sicherheitstechniken wie MIPS und Co. senken messbar das Risiko von Gehirnerschütterungen, indem sie den Kopf beim schrägen Aufprall zusätzliche Rotationsfreiheit geben.

MIPS und Co.: Wie viel mehr Sicherheit bieten sie?

Erstmals konnten wir in einem aufwendigen innovativen Testverfahren, die Schutzwirkung von Mips und Co. messen und basierend auf diesen Daten objektiv eine Aussage darüber treffen, welcher Helm besser schützt als andere. In der Gesamtwertung können sich die teuren Helme durchsetzen, auch im direkten Paarvergleich eines Herstellers ist der teure meist besser, aber immerhin gewinnt auch viermal das günstigere Modell.

Teststandards von TOUR

TOUR hat die höchsten Teststandards der Radsportbranche. Für den aktuellen Test war zwei Mitarbeiter wochenlang (Tag und teils auch Nacht) im Einsatz.

Labortest: Sicherheitsprüfung

Der Helm wird auf einen 4,9 Kilogramm schweren Prüfkopf aus Aluminium gesetzt, Riemen und Kopfband werden nach realem Vorbild geschlossen. Helm und Kopf werden beim simulierten Sturz auf einem Schlitten geführt und treffen im Winkel von 45 Grad mit 21 km/h auf. Die Straße stelltim Prüfaufbau eine Stahlfläche dar, die mit Schleifpapier in 40er-Körnung belegt ist, um die Rauheit des Asphalts zu imitieren. Wir gehen damit analog zu den Prüf­einrichtungen von Mips, Virginia Tech und ­diversen Forschungseinrichtungen vor.

Wir testen von jedem Helm mindestens zwei Muster. Im ersten Anlauf des Sicherheitstests assen wir den Helm auf die Stirn auftreffen, im zweiten auf die Seite. Beschleunigung und induzierte Rotation, durch den Aufprall auf die Schräge, werden gemessen und aufgezeichnet. Angegeben wird der Mittelwert aus vier Messungen; dieser geht mit 25 Prozent in die ­Endnote ein.

Praxistest

Gurtsystem und Kopfband bewerten wir systematisch nach einer Vielzahl von Kriterien in Funktion und Handhabung, beide Punkte gehen je mit 10 Prozent in die Wertung ein.

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