Am zweiten Samstag im August wird Aachens Innenstadt erneut zur Kulisse für eines der anspruchsvollsten und stimmungsvollsten Radrennen der Region. Auch dieses Jahr biete das Programm Spaß für Alle, ob jung, alt, sportlich oder interessiert.
Ein Traditionsreiches Rennen
Das traditionsreiche Aachener Radrennen rund um Dom und Rathaus findet am Samstag (9. August) zum 48. Mal statt. Die Strecke führt über 0,9 Kilometer durch enge Altstadtgassen, rund 90 Prozent davon über herausforderndes Kopfsteinpflaster.
Der Anstieg am Büchel, schnelle Kurven und ständige Führungswechsel machen das Hauptrennen über 80 Runden (Start: 18.30 Uhr) zu einem packenden Erlebnis - für Fahrer wie für Zuschauer.
Die Geschichte des Rennens
„Der Radsport in Aachen ist tot!“ Mit diesen Worten wird der Zugvogel-Vorsitzende Hans Esser 1972 in der Lokalpresse zitiert, nachdem die Stadtoberen das Verbot von Radrennen auf dem Lousberg angekündigt hatten. Esser sah mit dem Verbot auch die Jugendarbeit in Gefahr.
Zwei Jahre später folgte die erste Ausgabe von „Rund um Dom und Rathaus“. Ein Teil war und ist das berüchtigte Kopfsteinpflaster sowie die attraktive Steigung am Büchel. Die Aachener Zuschauer kamen in Scharen, um die Geburtsstunde des neuen Rennens zu erleben, das noch bis zum Beginn der 1980er Jahre als Profiveranstaltung ausgetragen wurde.
Auch Didi Thurau, Deutschlands damaliger Radsportstar aus Frankfurt, trat 1978 bei Rund um Dom und Rathaus an. 1979 sollte Thurau neben Weltmeister Gerry Knetemann als Zugpferd des Aachener Profi-Rennens antreten, ein Sturz beim Giro D’Italia verhinderte jedoch kurzfristig seinen Start.
Mike Kluge hieß der Star bei der 14. Auflage des Rennens am 3. Juli 1987. Dabei ließ der mehrfache Cross-Weltmeister seinen Straßenkollegen keine Chance auf dem Altstadtpflaster.
Das Traditionsrennen „Rund um Dom und Rathaus“ erlebte in den 1990er-Jahren seine hochkarätigste Besetzungszeit, vor allem mit den damaligen Telekom-Spitzenfahrern: Olaf Ludwig gewann das Rennen 1995 vor dem Dürener Sechstagespezialisten Sascha Henrix und Sven Teutenberg, im gleichen Jahr Dritter bei Paris-Tours.
Mit dem Beginn des neuen Jahrtausends geht der traditionsreiche RC Zugvogel 09 in seine zehnte Dekade. Präsident Günther Erdweg hält im Januar 2000 vor den versammelten Vertretern der Aachener Sportvereine eine vielbeachtete Neujahrsansprache im Aachener Rathaus.
In den darauffolgenden Jahren konnten sich Aachener Fahrer aus den Reihen das RC Zugvogel als Sieger feiern lassen. 2011 fuhr Michael Schweizer im Regen als Erster über die Ziellinie. Für Heiko Homrighausen ging 2017 ein Traum in Erfüllung.
Programm und Highlights
Am 9. August 2025 wird die Innenstadt zur Rennstrecke, wobei vom Nachwuchs bis zur Elite alle Klassen an den Start gehen.
Die Rennstrecke führt vom Marktplatz über die Johannes-Paul-II.-Straße, Schmiedstraße, Münsterplatz, Ursulinerstraße, Buchkremerstraße und Büchel.
"Dieses Jahr ist Kaiserwetter angesagt", kündigte Andreas Schruff, Präsident des Radsportclubs Zugvogel 09 Aachen, in einer Pressekonferenz im Vorfeld an. Für Zuschauer und Teilnehmer sei das eine ideale Gelegenheit, Rennatmosphäre mitten in der Altstadt zu erleben.
Um 15:15 Uhr fällt der erste Startschuss des Tages für die Elite Frauen und die U17 Jugend. Ab 15.15 Uhr starten Damenelite und die U17-Jugend gemeinsam in das erste Rennen des Tages. Neben fünf Fahrerinnen aus dem amerikanischen Nationalteam gehen dabei auch fünf Talente des RC Zugvogel an den Start.
Darauf folgt um 16:30 Uhr das Jedermannrennen, welches Rennradfahrer:innen ohne Lizenz, aber mit Ambitionen, offen steht. Wer nicht nur anfeuern, sondern selbst in die Pedale treten will, hat gleich mehrfach die Gelegenheit dazu: Um 16.30 Uhr startet das Jedermann-/Jedefraurennen für alle ohne Lizenz - mit 25 Runden ein ambitionierter Test auf echtem Rennkurs.
Besonders für Familien bietet das Rennen Höhepunkte: Kinder von zwei bis vier Jahren messen sich um 17.15 Uhr beim beliebten Laufradrennen. Um 17:15 Uhr beginnt das Laufradrennen für 2- bis 4-jährige. Beim „NetAachen Kids Cup“ fahren sie die Zielgerade am Markt auf und ab, schnuppern Rennluft und werden dabei kräftig angefeuert.
Anschließend haben Freizeitradler um 18 Uhr beim Social Ride Gelegenheit, die Strecke selbst zu erfahren. Nach dem beliebten Kinderrennen findet der Social Ride um 17:45 Uhr statt, wo Bürger:innen selbst auf abgesperrter Strecke die Kopfsteinpflasterkurven austesten können. Hierbei ist jedes verkehrstüchtige Fahrrad erlaubt!
Um 16.15 Uhr folgen die Freizeitsportler, die 25 Runden zurücklegen. "Dieses Angebot hatten wir im letzten Jahr auf Anregung von Menschen aus der Region ins Programm aufgenommen", erklärte Schruff. Rund 30 Teilnehmer hätten damals die Gelegenheit genutzt, den Flair der Veranstaltung persönlich zu erleben.
Den sportlichen Höhepunkt bildet um 18.30 Uhr das Rennen der Elite Amateure und Amateure über 80 Runden. Insgesamt werden etwa 75 Fahrer erwartet, darunter auch Vorjahressieger Michel Gießelmann. Zuletzt das sportliche Highlight des Tages: um 18:30 Uhr beginnt das Elite/ Amateur Rennen.
Die Rennstrecke beginnt direkt auf dem Marktplatz vor dem Aachener Rathaus und führt über die Johannes-Paul-II.-Straße, Schmiedstraße, den Münsterplatz, Ursulinerstraße, Buchkremerstraße und den Büchel rund um Aachener Dom und Rathaus.
Erstmals gab es ein Jedermannrennen, wobei alle Sportler:innen ohne Lizenz -aber mit Ambitionen- fahren durften! Auch das Social Ride wurde erstmals ausgeführt und richtete sich an alle, die bei toller Atmosphäre vor historischer Kulisse Rennluft schnuppern wollen. Die Teilnahme war mit (fast) jedem verkehrstauglichem Fahrrad möglich!
Ein Publikums-Highlight ist stets das Laufradrennen der zwei- bis fünfjährigen; hier geht es darum, den Kindern ihre erste Rennerfahrung zu schenken und sie für den Sport zu begeistern. Nichtsdestotrotz, hier steht der Spaß im Vordergrund!
Aachen und die Tour de France
Neben dem traditionsreichen Rennen "Rund um den Dom" spielte Aachen auch eine Rolle bei der Tour de France. Am 2. Juli kamen die Radsport-Stars bei der 2. Etappe der Tour de France von Düsseldorf nach Lüttich durch Aachen.
Von Würselen, Kaninsberg, kommend werden die besten Radprofis rund um Vorjahressieger Christopher Froome und die deutschen Topfahrer André Greipel, Tony Martin und Marcel Kittel am Sonntag, 2. Juli, über die Alt-Haarener-Straße in Haaren nach Aachen hineinfahren.
„Wir gehen davon aus, dass wir diese Strecke über vier Stunden an diesem Tag, also von etwa 13 bis 17 Uhr vollsperren werden“, sagte Schnitker heute und kündigte erhebliche Einschränkungen im Stadtverkehr an.
Guido Diefenthal, Präsident des Radsportclubs RC Zugvogel, stellte das Programm für den Samstag, 1. Juli, vor. Das Rundstrecken-Rennen über das historische Kopfsteinpflaster hat in diesem Jahr viele Programmpunkte. In den Startlöchern stehen für den Samstag, 1. Juli, auch die Verantwortlichen des Aachener Fahrradtages.
Tour-de-France-Fans werden die entscheidenden Momente der 1. Etappe am Samstag, 1. Juli, beim Zeitfahren in Düsseldorf, auf der Aachener Großbild-Leinwand erleben. Zudem werden an diesem Tag Live-Bilder von den Zugvogel-Rennen „Rund um Dom und Rathaus“ zu sehen sein. Am Sonntag, 2. Juli, werden die Zuschauer auf dem Markt die komplette 2. Etappe verfolgen können.
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