Saaleradweg Etappenplanung mit Karte

Der Saaleradweg ist ein beliebter Radfernweg in Deutschland. Er führt von der Saalequelle im Fichtelgebirge bis zur Mündung in die Elbe. Hier finden Sie Informationen zur Etappenplanung mit Karte.

Saalequelle bis Hof

Die Saalequelle ist der Ursprung der Saale und liegt am Fuße des Großen Waldsteins im Fichtelgebirge. Der Große Waldstein ist bekannt für seine Felsen in Wollsackverwitterung, seine Schlossruinen und den einzigen erhaltenen Bärenfang der Region.

Vom Campingplatz Auensee fahren wir auf der Landstraße nach Hof. Der Saaleradwanderweg ist auf dieser Strecke für bepackte Reiseräder wegen einer steilen Treppe nur nach Demontage des kompletten Gepäcks fahrbar.

Die Strecke geht jetzt über Kirchenlamitz, Weißenstadt und Weißenhaid, wo wir schon bis auf eine Höhe von 630m klettern. 4 Kilometer nach dem eiskalten Cola sind wir schon wieder ziemlich aufgeheizt und stehen am Fuß unseres Angstgegners von heute.

Es ist jetzt 15 Uhr, auf den nächsten 3 Kilometern liegt eine Steigung mit 7-9% vor uns und es hat inzwischen 33°C im Schatten. Die satte Steigung über 160 Höhenmeter ist bei dieser Hitze jetzt wirklich hart und bringt uns mit unserem 250kg-Gespann an unsere echten Grenzen.

Fichtelgebirge und Naabtal

Hier oben im Fichtelgebirge entspringt die Fichtelnaab, an der wir die ersten 30 Kilometer bis Krummenaab flussabwärts entlang radeln dürfen. Eine wirklich wunderschöne Radstrecke, die vermutlich einer früheren Bahnstrecke folgt und deshalb ein sanftes, gleichmäßiges Gefälle anbietet.

In Krummenaab beginnt dann der härtere Teil, der dann in den Waldnaabradweg übergeht. Der Radweg gibt sich recht erfolgreich die Mühe, jeden möglichen Hügel rechts und links der Waldnaab bis zum höchsten Punkt ausfahren zu wollen und die Waldnaab bestenfalls per Brücke zu touchieren.

Naabtal bis Regensburg

An den nächsten beiden Tagen geht es ab Weiden in der Oberpfalz wieder weitgehend an der Naab entlang und die Höhenmeter entspannen sich. Es ist wieder Radwandern zum Genießen, kleine Biergärten am Radweg, schöne Landschaften und schattigen Mittagspausen am Fluss.

Im Vergleich zu den kleinen Flüsschen der letzten Wochen ist die Donau hier bei Regensburg schon ein imposanter Strom, den wir per Radweg auf der Eisenbahnbrücke überqueren. Ab hier schwenken wir auf den Donauradweg flussaufwärts ein und stellen uns auf mehr Radlerverkehr ein.

Weitere Etappen und Sehenswürdigkeiten

Gemünden am Main

Gemünden am Main wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als hochmittelalterliche, planmäßige Burgstadt durch die Grafen von Rieneck angelegt. An dem wichtigen Saaleübergang der Mainuferstraße befand sich bereits in früherer Zeit jenseits der Saale ein Fischerdorf, das nach Gründung der Neustadt die Bezeichnung Kleingemünden erhielt.

Die aus Höhenburg und Talstadt bestehende Siedlung liegt in exponierter Lage am Zusammenfluss von Saale und Main; die Burg beherrscht den sich zwischen beide Flüsse schiebenden Bergsporn, während die Stadt das darunterliegende Mündungsdreieck ausfüllt.

Eine etwa im Quadrat geführte, gemeinsame Wehrmauer umfasst Stadt und Burg: Die östliche Ecke nimmt die Burg ein; von hier ist jeweils auf der nordöstlichen und südöstlichen Seite die Mauer zur Stadt den Hang heruntergezogen, die nordwestliche und südwestliche Seite bestreichen die Saale und der Main.

Seit dem endgültigen Übergang von Stadt und Burg an das Hochstift Würzburg in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts trägt die Burg den Namen Scherenburg. Der Stadtgrundriß ist einfach und entspricht der topographischen Grundsituation: Die mainparallele Durchgangsstraße erweitert sich als Hauptstraße (Obertorstraße) im Mündungswinkel zum dreieckig geformten Marktplatz, auf dem ursprünglich das Rathaus frei stand.

Von hier zweigen zwei Straßen ab: Der Saaleübergang nach Westen und die Saaleuferstraße nach Norden; eine einzige, kurze Parallelgasse ist mainseits vorhanden (Badgasse); die Pfarrkirche stößt mit ihrer Westfront unmittelbar an die Hauptstraße.

Es herrscht die für hochmittelalterliche Stadtgründungen übliche Reihenparzellierung. Die entsprechende Giebelhausreihung bestimmt weitgehend noch das Ortsbild, auf der Westseite der Obertorstraße teilweise geschlossen mit Fachwerkbauten des 17. Jahrhunderts.

Schwere Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg haben im westlichen Stadtbereich den alten Baubestand dezimiert. Im Rahmen des Wiederaufbaus entstand hier parallel zur Saale ein Straßendurchbruch (Scherenbergstraße); nach Beseitigung der Rathausruine blieb der Marktplatz offen.

Im übrigen bemühte sich der Wiederaufbau, der Grundgestalt der hochmittelalterlichen Stadt gerecht zu werden und erfolgte in zurückhaltenden Bauformen, die in der Elongation dem Heimatstil der 30er Jahre verpflichtet sind; darin ist er als charakteristisch für die Haltung der frühen 50er Jahre zu werten.

Sehenswertes in Gemünden

  • Scherenburg: Auf einem Felsen über dem Stadtkern von Gemünden ragt die Ruine der Scherenburg heraus. Seit den 1990er Jahren finden im Sommer im Innenhof der Burgruine die Scherenburgfestspiele (Freilichtschauspiel) statt.
  • Stadtbefestigung: Von der Stadtbefestigung sind eines von zwei Stadttoren (das Mühltor), zwei Wehrtürme (Eulenturm und Hexenturm) sowie einige von Wohnhäusern überbaute Mauerreste erhalten.
  • Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul: Sie wurde 1488 auf den Mauern der noch älteren Peterskirche im gotischen Baustil errichtet. Sie wurde 1945 bis auf die Grundmauern zerstört; übrig blieb nur das Turm-Untergeschoss.
  • Evangelische Christuskirche: Sie wurde 1909/1910 erbaut und befindet sich in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes. Der asymmetrische Jugendstilbau weist auf der Nordwest-Seite einen kleinen Frontturm auf, der im Widerpart zum zurückgesetzten, deutlich höheren und massiven Glockenturm steht.
  • Dreifaltigkeitskirche: Im Osten der Stadt wurde 1954 die katholische Dreifaltigkeitskirche vom Würzburger Dombaumeister Hans Schädel in Form eines Trapezes mit zum Altarraum hin fallender Decke gebaut.
  • Kloster der barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz: Weithin sichtbar ist das Kloster der barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz. Die aus Böhmen vertriebenen Provinzschwestern dieses Ordens erbauten hier 1947 ihr neues Provinzhaus Bayern.
  • Huttenschloss: Der einzige Schlossbau der Stadt ist das 300 Jahre alte Huttenschloss auf der rechten (Kleingemündener) Saaleseite. Heute sind in diesem Bau das Film-Photo-Ton Museum und die Ausstellungsräume des Naturparkes Spessart untergebracht.

Rieneck

Rieneck ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart. Rieneck ist von einer reizvollen Naturlandschaft mit Laubmischwäldern (Spessarteiche) umgeben.

Sehenswertes in Rieneck

  • Burg Rieneck: Burg Rieneck ist eine um 1150 entstandene Burg. Sie ist heute die Jugendburg des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP).
  • Am historischen Rathaus in Fachwerk mit Erker aus dem 15./16. Jahrhundert ist ein Halseisen-Pranger angebracht.

Etappenplanung

Hier ist eine Tabelle mit Vorschlägen für die Etappenplanung des Saaleradwegs:

Etappe Von Nach Kilometer
1 Saalequelle Hof ca. 65
2 Hof Weiden in der Oberpfalz ca. 80
3 Weiden in der Oberpfalz Regensburg ca. 100
4 Regensburg ... ...

Karten und Bücher

  • Esterbauer bikeline: Radtourenbuch Saale-Radweg: Vom Fichtelgebirge zur Elbe. 1:50.000, 409 km, wetterfest/reißfest
  • Kompass: Fahrrad-Tourenkarte Saaleradweg - Von Münchberg nach Schönebeck (Elbe), 1:50.000

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