Clasica San Sebastian: Geschichte und Fakten

Die Clasica San Sebastian ist ein bedeutendes Eintagesrennen im Radsport, das jährlich im Baskenland stattfindet. Zum inzwischen 37. Mal steigt das spanische Eintagesrennen in diesem Jahr.

Historische Siege

Mehrere Radsportler konnten die Clasica San Sebastian bereits mehrfach gewinnen:

  • Remco Evenepoel: Er gewann die Clasica San Sebastian bereits zweimal, 2019 und 2022. 2022 gewann Remco Evenepoel (Quick Step) mit Alleinfahrt die Donostika Klasikoa - Clasica San Sebastian im Stile seiner Triumphfahrt an Ort und Stelle 3 Jahre zuvor.
  • Michal Kwiatkowski: Michal Kwiatkowski (Team Sky) hat die Clasica San Sebastian 2017 gewonnen.

Clasica San Sebastian 2025

Giulio Ciccone (Lidl - Trek) hat zum ersten Mal die Clásica San Sebastian gewonnen. Der Italiener siegte als Solist vor Jan Christen (UAE Team Emirates - XRG) und Maxim Van Gils (Red Bull - BORA - hansgrohe). Die entscheidende Attacke hatte der 30-Jährige am letzten Anstieg 10 Kilometer vor dem Ziel gesetzt.

Dort hatte er Christen stehen gelassen, der seinerseits erst kurz zuvor zu Ciccone und seinem eigenen Teamkollegen Isaac del Toro aus einer Verfolgergruppe heraus aufgeschlossen hatte. Der Schweizer wollte sofort drüber attackieren, fing sich jedoch direkt einen Konter des späteren Siegers ein. Der fuhr sich bis zur Kuppe des Anstiegs eine knappe halbe Minute Vorsprung heraus und konnte auf den letzten acht Kilometern dann davon zehren. Ins Ziel rettete er neun Sekunden.

19 Sekunden dahinter sprintete ein Quartett um den letzten Platz auf dem Podium. Maxim Van Gils (Red Bull - BORA - hansgrohe) hatte noch etwas mehr Saft als Tiesj Benoot (Team Visma | Lease a Bike), del Toro und Neilson Powless (EF Education - EasyPost).

Mit 211 Kilometern war das Rennen rund um San Sebastian im Baskenland so kurz wie noch nie in seiner Geschichte. Auch an Schwierigkeit hatte die 2025er Austragung eingebüßt.

Rennverlauf 2025

Eine erste Gruppe, zwölf Fahrer umfassend, bildete sich in der Anfahrt zum ersten Anstieg des Tages. Am Jaizkibel, 70 Kilometer vor dem Ziel, fiel die Gruppe zunächst auseinander. Von hinten hatte Luke Plapp (Team Jayco AlUla) aufgeschlossen. Aber auch mit dessen Unterstützung war es für Wenzel und Labrosse, die letzten Verbliebenen Ausreißer, am Erlaitz dann vorbei. 46 Kilometer vor dem Ende attackierte dann Primoz Roglic (Red Bull - BORA - hansgrohe), da hatte der Anstieg gerade begonnen.

Als Erster reagierte Jan Christen (UAE Team Emirates - XRG). Der zog jedoch gleich am Slowenen vorbei, als Maxim Van Gils (Red Bull - BORA - hansgrohe) und Ciccone dazu kamen. Und auch Isaac del Toro schaffte den Sprung nach vorne. Roglic eröffnete damit den Kampf der Favoriten.

Zunächst konnte Roglic noch aufschließen, doch in dem Moment zog del Toro wieder am Horn. Nur Ciccone konnte mitfahren. Dahinter formierte sich eine neunköpfige Gruppe. Christen attackierte, obwohl sein Teamkollege vorne war. Sein Angriff saß, innerhalb weniger Sekunden war der Schweizer ran. Und der fuhr direkt weiter. Ciccone folgte, del Toro musste zunächst erstmal durcharbeiten. Und dann setzte Ciccone noch einen drauf.

“Ich habe nicht gleich mit einem Sieg gerechnet“, sagte der Italiener im Ziel. Für ihn war es der erste Renneinsatz, seit er den Giro d’Italia nach einem Sturz hatte aufgeben müssen. “Ich wusste, dass meine Zahlen gut waren und ich wirklich gut mit dem Team zusammengearbeitet hatte. Aber zwei Monate ohne Rennen sind eine lange Zeit - man weiß nie, wie die Beine reagieren werden.”

Es war sein zweiter Saisonsieg, nachdem er in Vorbereitung auf den Giro eine Etappe der Tour of the Alps gewonnen hatte. Insgesamt bejubelte er zum zwölften Mal in seiner Karriere den Gewinn eines Rennens. “Ich hatte einen Moment des Zweifels, als del Toro und ich alleine auf der Ebene waren“, gab er zu.

Das Duo hatte sich am Erlaitz von allen anderen abgesetzt. „Es war noch ein langer Weg, und es war verlockend, etwas nachzulassen. Aber wir haben weiter Druck gemacht. Als dann Christen zurückkam, dachte ich: Jetzt geht es los. Ich erwartete, dass del Toro angreifen würde, aber er begann nachzulassen. Also folgte ich Christen, und als der Moment kam, konterte ich.“

Ergebnisse der Clásica San Sebastian 2025

RG Fahrer Team Zeit
1 CICCONE, Giulio Lidl - Trek 05:05:33
2 CHRISTEN, Jan UAE Team Emirates - XRG +00:00:09
3 VAN GILS, Maxim Red Bull - BORA - hansgrohe +00:00:19
4 BENOOT, Tiesj Team Visma | Lease a Bike +00:00:19
5 DEL TORO, Isaac UAE Team Emirates - XRG +00:00:19
6 POWLESS, Neilson EF Education - EasyPost +00:00:19

Strecke der Clasica San Sebastian

Die Clasica San Sebastian 2022 beinhaltet 6 bezeichnete Anstiege: Azkarate (3. Kategorie) and Urraki (2.), Alkiza (3.), Jaizkibel (2.) and Erlaitz (1.) und Murgil (2.). Der letzte davon ist 8,2 Kilometer vorm Ziel passiert.

Berge-km Zeitlang med
1. Azkarate 161,8 13:27 4,2 7,3%
2. Urraki 140,9 13:58 8,6 6,9%
3. Alkiza 119,9 14:30 4,4 6,2%
4. Jaizkibel 62,9 15:55 7,9 5,6%
5. Erlaitz 42,9 16:25 3,8 10,6%
6. Murgill 8,2 17:17 2,1 10,1%
Zielankunft in Donostia-San Sebastian: Kilometer 224,8

Die Clasica San Sebastian ist bekannt für ihren selektiven Kurs mit steilen Anstiegen wie dem Jaizkibel und Arkale, die vor allem bergfeste Allrounder und Puncheure fordern.

Bemerkenswerte Ereignisse

  • 2019: Remco Evenepoel gewann die Clasica San Sebastian als Solist und hielt die Weltelite in Schach.
  • 2022: Remco Evenepoel gewann mit einem deutlichen Vorsprung von fast 2 Minuten vor Pawel Siwakow.

Weitere Informationen

Die Clasica San Sebastian findet am Samstag, dem 2. August, statt. Das Rennen stellt eine besondere Herausforderung dar - körperlich wie taktisch.

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